Thilo Spahl, Gastautor / 27.06.2020 / 12:00 / Foto: Pixabay / 31 / Seite ausdrucken

Wie schnell steigt eigentlich der Meeresspiegel?

Das war irgendwie eine schöne Zeit, damals vor Fridays for Future. Da konnten sogar Grünen-Politiker noch ausgiebig Flugreisen unternehmen, um sich ein Bild von der Klimakatastrophe zu machen. Claudia Roth ... gibt es die eigentlich noch? Claudia Roth legte so ungefähr 40.000 Kilometer im Flugzeug zurück, um in Bangladesch, Fidschi und Kiribati nach dem Rechten zu sehen, bevor dort alles in den Fluten versinkt, und den Menschen Mut zu machen. (Im offiziellen Reisebericht lesen wir als Fazit: „Die Reise in diese Staaten des Südpazifiks dürfte ein klares Signal dahingehend gesendet haben, dass die große Pazifikregion, die ungefähr ein Drittel der Erdoberfläche ausmacht, uns in Deutschland und Europa wichtig ist.“)

Äh, Moment, das war ja gar nicht vor Greta. Das war einen Monat, nachdem Greta mit dem Zug zum Weltwirtschaftsgipfel nach Davos gefahren war. Und zwei Wochen, nachdem Claudia einen schönen Brief an Greta geschrieben hatte („Liebe Greta Thunberg, ich möchte dir von Herzen für deinen kraftvollen und inspirierenden Einsatz gegen die fortschreitende Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und für eine lebenswerte Zukunft danken. Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt: Diese Maxime leitet uns Grüne, leitet auch mich persönlich seit langen Jahren. Ich habe den Satz tausende Male gehört, hunderte Male gesagt; und trotzdem spornt er immer noch an, mahnt zur nötigen Verantwortung, macht Mut.“ usw. usf.)

Steigende Pegel

Kommen wir zu Sache. Unite behind the science! Was sagt die Wissenschaft? Wie bedrohlich ist der Anstieg der Meeresspiegel durch den Klimawandel? Wo stehen wir nach 150 Jahren globaler Erwärmung? Wieviel Land ist verloren gegangen?

2015 waren weltweit 115.000 Quadratkilometer von Wasser bedeckt, wo 30 Jahre zuvor noch Land war. Es sind also rund 16 Millionen Fußballfelder geflutet worden. Eine ganze Menge. Allerdings waren umgekehrt 173.000 Quadratkilometer Land, wo 30 Jahre zuvor Wasser war. Netto haben wir also 58.000 Quadratkilometer gewonnen, was ungefähr der Größe Kroatiens entspricht.

Die meisten Landgewinne und -verluste ereigneten sich im Binnenland, also an Seen und Flüssen. Doch auch an den Küsten war die Bilanz mit einem Nettogewinn von gut 13.000 Quadratkilometer positiv. Die Zahlen entstammen einer Studie, die 2016 in Nature Climate Change erschienen ist. Der größte Landgewinn erfolgte in Dubai, Singapur und China.

Die schönste Geschichte der umfänglichen Untergangsprosa

Wie steht es um die kleinen Inselgruppen, von denen wir immer hören, dass sie im Meer versinken? Eine aktuelle Analyse der verfügbaren Daten, die 30 Atolle im Pazifik und im Indischen Ozean mit zusammen 709 Inseln abdecken, zeigt, dass kein Atoll Landfläche verloren hat und dass 88,6 Prozent der Inseln entweder stabil blieben oder an Fläche zunahmen, während nur 11,4 Prozent schrumpften.

Die Landfläche von Tuvalu ist einer Studie zufolge von 1971 bis 2014 um 73 Hektar beziehungsweise 2,9 Prozent gewachsen. Und das, obwohl im gleichen Zeitraum der Meeresspiegel um Tuvalu um 3,9 Millimeter pro Jahr, also überdurchschnittlich, gestiegen ist. Um Fidschi brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Das ist ein Paradies aus Vulkaninseln und durchaus zum Bergwandern geeignet.

Und Kiribati? 2015 gab der Präsident bekannt, 2020 würde man mit der Evakuierung der Bevölkerung beginnen. Man fragt sich allerdings, warum. Einer Studie zufolge hat der südliche Teil von Tarawa, wo mehr als die Hälfte der Einwohner von Kiribati lebt, an Landmasse gewonnen und ist innerhalb von 30 Jahren um fast 20 Prozent gewachsen. Der zumeist unbewohnte Norden des Atolls ist der Untersuchung zufolge weder geschrumpft noch größer geworden.

Die schönste Geschichte der umfänglichen Untergangsprosa der letzten Jahrzehnte ist selbst untergegangen. Sie war am 1. Dezember 2018 als Titelgeschichte im Spiegel, beziehungsweise am 30. November 2018 online unter dem Titel „London, Paris und Polen sind untergegangen“ erschienen. Heute lässt sich die Seite zwar noch abrufen, der Text fehlt aber. Wir lesen:

„An dieser Stelle stand ursprünglich ein Text des früheren SPIEGEL-Redakteurs Claas Relotius bzw. ein Text, an dem er beteiligt war. Die Berichterstattung von Relotius hat sich in weiten Teilen als gefälscht herausgestellt […]“. Dass Relotius den gebuchten Flug nach Kiribati im Gegensatz zu Claudia Roth gar nicht erst angetreten hatte, konnte man unschwer daran erkennen, dass ihm sonst aufgefallen wäre, dass in der angeblich vom Meer verschlungenen Stadt London derzeit knapp 2.000 Menschen wohnen.

Langsamer Anstieg

So richtig verwunderlich ist es eigentlich nicht, dass von untergehenden Inseln keine Rede sein kann. Zum einen passen sich flache Atollinseln an den Meeresspiegel an. Forscher vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) haben das am Takuu-Atoll untersucht. „Unsere Daten lassen keine Rückschlüsse darauf zu, dass sich der Anstieg des Meeresspiegels bei den Takuu-Inseln in den letzten 70 Jahren negativ bemerkbar gemacht hat“sagt der Geologe Thomas Mann. Der Grund: „Die Inseln sind gesäumt von lebenden Korallen, die sich sozusagen in einem Wettlauf mit dem Meeresspiegel befinden. Korallen können bis zu 20 cm pro Jahr in die Höhe wachsen, ganze Korallenriffe immerhin noch etwa 8 mm im Jahr, also durchaus schneller als der derzeitige Meeresspiegelanstieg.“

Zum anderen ist der Anstieg des Meeresspiegels keineswegs so rasant, wie oft suggeriert wird. Laut IPCC sind die Meeresspiegel global zwischen 1902 und 2015 um 16 cm gestiegen. In den letzten Jahren hat das Tempo zugelegt und wird nun mit rund 3,3 cm pro Jahrzehnt angegeben. Ob das wirklich so ist, ist jedoch fraglich. Zumindest ist es erklärungsbedürftig, warum just zu dem Zeitpunkt, als die Satellitenmessung eingeführt wurde, nämlich 1993, der jährliche Anstieg sich von 1,5 mm auf 3,6 mm erhöhte? Überhaupt kann man bei der Ermittlung dieser Werte nur sehr bedingt von einer Messung reden. Es ist eher eine komplexe Berechnung mit diversen Korrekturfaktoren, die im Grunde „eine Wissenschaft für sich“ ist. 

Es gibt zwei Mechanismen, die zu einem klimabedingten Anstieg der Meeresspiegel führen. Die Ausdehnung des Wassers, wenn es wärmer wird, und das Abschmelzen von Eis. Irgendwie ist man ja geneigt zu denken, die zusammenhängende Wassermasse der Weltmeere müsste überall in gleichem Maße steigen. Doch dem ist nicht so. Es gibt erhebliche zeitliche und örtliche Schwankungen. Das liegt zum einen an Meeresströmungen, zum anderen daran, dass auch das Land in Küstengegenden sich senken oder auch heben kann.

Global betrachtet ein ziemlich uneinheitliches Bild

Wo früher schwere Gletscher auf dem Land lasteten, hebt es sich, weshalb zum Beispiel in Helsinki der Meeresspiegel auch in den letzten 100 Jahren nicht gestiegen ist. Umgekehrt sinken die umliegenden Regionen, die sozusagen durch die Last der Gletscher nebenan nach oben gedrückt waren, allmählich wieder ab und haben daher „steigende“ Meeresspiegel zu vermelden. Man nennt das postglazialen Rebound. Weitere Gründe für das Absinken sind Bebauung auf morastigem Boden sowie die Entnahme von Grundwasser, beispielsweise in Jakarta, das in den letzten 100 Jahren rund zwei Meter abgesunken ist.

So ergibt sich global betrachtet ein ziemlich uneinheitliches Bild. Während zum Beispiel an der amerikanischen Ostküste der Meeresspiegel um durchschnittlich 2,2 mm pro Jahr steigt, sinkt er an der Westküste um 0,38 mm jährlich. (Kalifornien scheint also von seiner vorbildlichen Gesinnung in Sachen Klimaschutz schon erheblich zu profitieren.)

Insgesamt jedoch steigt das Wasser. Aber eben nur ein bisschen. Wenn wir uns sorgen, wie wir mit dem Anstieg des Meeresspiegels um rund einen halben Meter bis Ende des Jahrhunderts umgehen, so sollten wir uns vergegenwärtigen, dass es Küstengebiete gibt, wo er um 15 Meter steigt – und zwar innerhalb von gut sechs Stunden. Man nennt das Ebbe und Flut. Bei einer Sturmflut können es auch noch ein paar Meter mehr sein.

Und wenn das Klima „kippt“?

Wenn wir zugestehen, dass bis heute von einem Versinken der Küstengebiete keine Rede sein kann, müssen wir dann nicht dennoch fürchten, dass die Katastrophe über uns hereinbricht, wenn wir in 10 oder 20 oder 40 Jahren die berüchtigte 1,5-Grad-Grenze oder etwas später die berüchtigte 2-Grad-Grenze reißen? Eher nicht.

Der Katastrophismus beruht vollständig auf der Idee der Kipppunkte. Demnach sollen wir uns durch die praktisch nicht erkennbaren Schrecken von 150 Jahren Klimaerwärmung nicht täuschen lassen. Irgendwann kämen wir an eine Klippe und würden dann in den Abgrund der Überhitzungskatastrophe stürzen. Schon 1986 war im Spiegel vom „Umkippen“ des Weltklimas die Rede. Der deutsche Klimafolgenforscher Stefan Rahmstorf, der wohl prominenteste deutsche Warner, nennt als Paradebeispiel für solche Kipppunkte die Instabilität des unter dem Meeresspiegel aufliegenden Eisschilds der Westantarktis.

Ziehe das Eis sich zu weit hinter einen unterseeischen Bergkamm zurück, gebe es kein Halten mehr: Weil das Land nach hinten abfällt, fließe das Eis umso schneller ab, je weiter es schrumpfe. Dann drohe ein Anstieg des Meeresspiegels um drei Meter. „Bewahrheitet sich die Prognose“, schreibt Rahmstorf 2019 im Spiegel, „wären wir allein durch diesen Effekt zu einem globalen Meeresspiegelanstieg von drei Metern verdammt, der sich unaufhaltsam vollziehen würde, selbst wenn wir die weitere globale Erwärmung stoppten.“ Das sind für dichtbesiedelte Küstenregionen fürwahr beunruhigende Aussichten. Allerdings fügt Rahmstorf korrekterweise hinzu: „Immerhin geschähe er in Superzeitlupe und würde sich wohl über ein- oder zweitausend Jahre erstrecken.“

Ich finde, da könnte er doch zugeben, dass wir in Sachen Küstenbefestigung oder auch Umzug schon einiges hinkriegen dürften, wenn wir uns 1.000 Jahre Zeit dafür nehmen können.

Wenn es denn überhaupt so kommen wird. Die Kipppunkt-Katastrophentheorie, auf der der gesamte derzeitige Alarmismus aufbaut, ist alles andere als ein wissenschaftlicher Konsens. Richard Betts, Leiter der Klimafolgenforschung am britischen Met Office Hadley Centrebezeichnet es als „extrem unwahrscheinlich“, dass es bei zwei Grad Erwärmung zu einem Kippen kommen könnte, und erinnert ebenfalls daran, dass, selbst wenn es so wäre, die drastische Veränderung viele Jahrhunderte oder Jahrtausende brauchen würde. Eine Studie, die 2019 in Nature veröffentlicht wurde, sieht keine Plausibilität für die Hypothese der Eiskliffinstabilität (marine ice-cliff instability – MICI) und geht von einem Meeresspiegelanstieg von maximal 45 Zentimetern bis 2100 aus. Andere Forscher sprechen in einem Beitrag in Nature Climate Change in Bezug auf die 2030-Deadline, auf der die Rhetorik des Klimanotstands aufbaut, von „politischem Missbrauch von Wissenschaft“.

Mangrovenwälder können helfen

Ein Blick in die Niederlande lehrt uns, dass man mit einem steigenden Meeresspiegel relativ unkompliziert zurechtkommen kann. Ganze 26 Prozent der Niederlande liegen schon heute unter dem Meeresspiegel. Und zwar nicht nur ein paar Zentimeter, sondern bis zu sieben Meter. Offenbar haben die Holländer die Sache aber (seit 400 Jahren) ganz gut im Griff. Offenbar hat sie der Anstieg um knapp 20 Zentimetern in den letzten 100 Jahren nicht überfordert. Ich nehme daher nicht an, dass sie angesichts eines weiteren Anstiegs des Meeresspiegels um derzeit durchschnittlich 3,3 Zentimeter pro Jahrzehnt bald kapitulieren und ihr Land dem Meer überlassen werden. Ähnlich verhält es sich an anderen Orten der Welt, etwa dem Mekong-Delta in Vietnam. Hier ist das Hauptproblem nicht der steigende Meeresspiegel, sondern das sich absenkende Land. Mit jährlich 2 bis 4 Zentimetern sinkt es sechs bis zwölf Mal schneller, als der Meeresspiegel steigt. Sich an diese Veränderung, die nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, anzupassen, ist eine große Herausforderung. Eine wichtige Maßnahme des Küstenschutzes ist hier zum Beispiel das Anpflanzen von Mangrovenwäldern

Weltweit leben schon heute rund 110 Millionen Menschen unterhalb des Meeresspiegels – aber eben nicht im Wasser. 2050 werden es aktuellen Voraussagen zufolge 40 Millionen mehr sein. Doch auch sie werden größtenteils gut damit zurechtkommen, da sie wohlhabender sein werden und über mehr Möglichkeiten verfügen werden, sich das Wasser vom Leibe zu halten. Im Zweifelsfall werden Menschen umziehen. (Dann kann man sie „Klimaflüchtlinge“ nennen, wenn man keine Scheu vor irreführenden Bezeichnungen hat.) 

Das Landmanagement in Küstenregionen ist eine Aufgabe, bei der viele Faktoren eine Rolle spielen. Der durch Klimawandel bedingte Anstieg des Meeresspiegels ist nur einer davon und er ist insgesamt eher von geringer Bedeutung. Diesen Faktor mit gigantischem Aufwand des sogenannten Klimaschutzes geringfügig zu beeinflussen, ist die falsche Strategie.

Dass vor Ort nicht durchweg Trübsal geblasen wird, sondern erhebliche Zuversicht herrscht, zeigen die Malediven, wo allein 2019 und 2020 sechs neue Flughäfen eröffnet wurden.

PS: Wer weiß, bis wo uns das Wasser heute schon stehen würde, hätten die Warner nicht frühzeitig mit dem Warnen begonnen? Im August 1986 – als Claas Relotius noch nicht einmal in den Kindergarten ging – sahen wir den Kölner Dom auf dem Titel des Spiegels in den Fluten versinken. In der Dokumentation „SPIEGEL-Titel – die stärksten Cover von 1977 bis 1986“ kommentieren die Spiegel-Leute ihren Schocker von 1986: „Die Geschichte damals hebt an mit einer fiktiven Szenerie aus dem Sommer 2040: Hamburg und Hongkong, London, Kairo und New York sind ‚längst vom Meer verschluckt', Großbritannien ist ‚in einen Archipel zerfallen'. Ganz so schlimm ist es nicht gekommen, aber wer weiß – ohne solche Horrorszenarios hätte das Umdenken in Politik und Gesellschaft, das 2015 auf dem Pariser Klimagipfel endlich zu Ergebnissen geführt hat, vielleicht noch länger auf sich warten lassen.“

Diese Beitrag erschien zuerst bei Novo-Argumente.

Mehr von Thilo Spahl lesen Sie in „Schluss mit der Klimakrise: Problemlösung statt Katastrophenbeschwörung“ von Thilo Spahl (Hrsg.), 2020, Frankfurt/Main: Novo Edition, hier bestellbar. 

Foto: Pixabay

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Holger Sulz / 27.06.2020

Etwas mehr Sorgfalt stünde auch Ihnen gut zu Gesicht, Herr Lesch. Vielleicht lesen Sie mal einfach den Artikel über den Aralsee auf Wikipedia (deren Gebrauch an sich mit Vorsicht zu genießen, bei naturwissenschaftlichen Themen aber überwiegend brauchbar ist). Da werden Sie geholfen über tektonische Hebungen und Senkungen über lange Zeit, die nicht das Geringste mit dem Meerwasserspiegel zu tun haben. Zweifelsohne ist die jetzige Situation aber menschengemacht, nachdem der Gevatter Stalin aus Kirgisistan und Usbekistan das größte Baumwollanbaugebiet der Welt bastelte und damit die wasserreichen Zuflüsse des Sees auf Null brachte. Bereits in den Sechzigern hatten unsere Sozialisten bemerkt, daß dies keine so gute Idee war und wollten Abhilfe schaffen: Der berüchtigte Dawydow-Plan sah vor, die Wassermassen der großen sibirischen Ströme u.a.durch das Wegsprengen ganzer Gebirge mittels gewaltiger Atomexplosionen in die Steppengebiete des Südens umzuleiten. Erst Gorbatschow hat diesen Unfug endgültig begraben. Die Amis standen dem nicht nach: Nur mit Mühe konnte man dort in den Fünfzigern ein paar Vollpfosten daran hindern, den Panamakanal durch einen parallel dazu mit Atombomben in die Berge des mittelamerikanischen Landrückens gesprengten Wasserweg zu ersetzen. Was das “gewonnene Land” am Aralsee anbetrifft: Mitnichten ist der Gifteinsatz verantwortlich für die Nichtnutzbarkeit. Hombre, es regnet dort schlicht und einfach nicht.

Rolf Lindner / 27.06.2020

Es gibt nicht nur Landgewinne und -verluste im Küstenbereich. Bekanntlich gibt es Gewinne von landwirtschaftlich nutzbarem Land dort, wo vorher Sand war, indirekt dank des steigenden Meeresspiegels. Leider wird der Zugewinn intelligensdefektbedingt im wahren Sinn des Wortes wieder aufgefressen.

Leo Hohensee / 27.06.2020

Seltsam, niemand hat jemals diese Messangaben bezweifelt, 3,3 cm in 10 Jahren ? Die Erde ist keine wirklich runde Kugel; sie hat etwas von Ei und Meteor, die Verschiebungen der Erdplatten erfolgen durchaus nicht regelmäßig (siehe Erdbeben), die eine Platte taucht unter, die andere schiebt sich auf. Hinzu kommen partielle Hebungen und Senkungen vulkanischer Art (nicht nur Südsee). Die ganzen großflächigen Senkungen durch küstennahen Grundwasserentzug der Molloch-Städte dieser Erde, die verschiedenartige Eisbildung und damit Auflaständerung an beiden Polen - das alles ist bis hinters Komma berechnet ?? - Idiotisch! Noch schlimmer sind die Angaben mit Vergleichen zu den letzten 150 Jahren oder so. Als hätten die vor 150 Jahren / 100 oder 50 Jahren vergleichbare Messungen mit zuverlässigen Angaben hinter dem Komma überhaupt machen können. Die Einen mögen es ja noch im Rahmen der wissenschaftlichen Möglichkeiten einfach nur berichten - die Anderen machen ein Horrorszenario daraus. Die Panikpresse hat wieder Futter und überschlägt sich in dilettantischer Vereinfachung und Hiobs-Botschafterei!

Roland Müller / 27.06.2020

Der Meeresspiegel steigt seit langem praktisch nicht. Kann mn also getrost vergessen. Nicht vergessen sollte man allerdings, das auf Sylt mit Steuergeldern Fehlinvestitionen von Millionären gerettet werden. Von dem Inselchen ist bekannt, das es sich seit Jahrmillionen von der Halbinsel zur Insel und wieder zurück verwandelt. Wer dort in der Nähe vom Strand Gebäude errichtet, vertraut auf die Blödheit der Politiker und der Steuerzahler.

Uwe Heinz / 27.06.2020

Die zehn Inseln / Inselgruppen, denen die Überflutung droht (Welche es sind, findet man mit google) liegen allesamt auf dem Teil der Pazifischen Platte, der sich gerade unter die Japanische Platte schiebt. Also nix mit Ansteigen des Meeresspiegels, sondern Abtauchen der Platte, auf der die Inseln liegen.

RMPetersen / 27.06.2020

Es gibt einen Klimawandel, und auf die Veränderungen sollten wir vorbereitet sein.  Der insbesondere für seine Berichts-Kurzfassungen mit dem Titel “Summary for Policymakers” unseriöse und mit Recht gescholtene IPCC hat zwar auch einen Diskussions- und Berichtsstrang “Adaption” (Anpassung), aber darüber wird in den Reden und den Medien wenig gesprochen. Möglicherweise liegt dies daran, dass die Anpassungsmaßnahmen nicht so lukrativ sind wie globale “Transformationen” des gesamten Wirtschaftssystems. Schon wenn Energiesysteme umgewandelt werden, lässt sich massig Geld verdienen, wie man an den vom EEG verschobenen Hunderte Milliarden sieht. (WELT vom 10.10.2016: “Energiewende kostet die Bürger 520.000.000.000 Euro – erstmal”. Altmaier hatte sich 3 Jahre früher (2013) Szenariozahlen herausgeplappert, dass die Kosten bis Ende der 30er Jahre “über eine Billion €” betragen könnten. Das sind Kosten für die deutsche CO2-Reduktion, von der völlig offen ist, ob sie irgendeinen Effekt auf den globalen Klimawandel haben würden. Tausend Milliarden EURO allein aus deutschen Portemonnaies für Null Effekt? Das könnte sein, denn bei den Unsicherheitsmargen der Modelle und dem deutschen Anteil von rd. 2 Prozent könnten alle Anstrengungen schon mal im Rauschen der Daten untergehen. Richtig angelegt ist Steuergeld dagegen bei Investitionen in Infrastruktur-Anlagen, die mit höheren Sommertemperaturen, mehr Starkregen (- im Winter sollen die Niederschläge leicht zu-, im Sommer dagegen leicht abnehmen). Man müsste das umgangssprachlich “Normen” genannte aussergesetzliche Regelwerk für Wasser- und Abwasseranlagen an die Erwartungen anpassen, die Strassenbauregeln auf höhere Spitzentemperaturen und eben Sturzregen anpassen, Regenwasser-Rückhaltebecken erweitern, Brückenfeiler gegen höhere Belastungen durch stärkere Strömungen sichern etc. Beim Deichbau wird das ja gemacht, auch wenn der Name “Klimadeiche” für die Aktivitäten in SH und NI albern ist.

Rudolf George / 27.06.2020

Das Frustrierende ist doch, dass man die Wahrheit noch so oft wiederholen kann, Politik und Medien scheren sich nicht darum. Tagtäglich erzählt man uns Märchen und Lügen, alles im Interesse der „großen Transformation“.

Hein Noog / 27.06.2020

Wo ist eigentlich Claudia Roth, na natürlich im Südpazifik zum nachmessen, wie hoch die Wassermassen seit dem letzten Südsseetrip schon wieder gestiegen sind. Und außerdem, ich kanns ja schon mal verraten, die Claudi ist die Zwillingsschwester von Hengameh Yaghoobifarah, wenn man die beiden so betrachtet, hätte einem das schon längst auffallen müssen. Ja sowas, Sachen gibts?

Matthias Lesch / 27.06.2020

Na gut. Ich versuches es mal, obwohl hier ja Sachargumente nicht gefragt sind: der Nettogewinn an Land, der oben erwähnt wird entspricht ziemlich genau der Fläche des ausgetrockneten Aral Sees. Nun das ist eine der grössten von Menschen verursachten Umweltkatastrophen schlechthin. Das gewonnene Land ist vergiftet und verseucht von Düngemitteln. Aber wie gesagt, solche Argumente will hier ja niemand zur Kenntnis nehmen.

Thomas Roth / 27.06.2020

Die Änderung des Meeressiegels anhand von Pegelmessungen in Hafenstädten zu verstehen ist eine Wissenschaft für sich. Verschiedene gegenläufige Effekte, Wassersanstieg, absinken der Kruste wegen Grundwasserentnahme, Anheben - absenken der Kontinentalplatte, Strömungen, Rüden, Wetterphänomene, winde. am besten mit einer Analogie zu vergleichen: Mit einem Dutzend Uhren, die alle falsch gehen, die Zeit richtig zu bestimmen.

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