Gebucht war ein Tisch in der VIP-Loge von RB Leipzig für Samstag, den 17. Januar 2025. Es handelte sich um die Geburtstagsfeier eines sächsischen Unternehmers. Zu der zwölfköpfigen Gruppe gehörte auch AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla. Die Geburtstagsgäste hatte alle bereits Hotels und Fahrten nach Leipzig gebucht. Doch dann kam alles anders, RB stornierte die Tickets für die gesamte Gruppe.
Über den Vorgang haben inzwischen Medien bundesweit berichtet. Nachzulesen hier, hier, hier und hier.
Gegenüber dem Autor teilte AfD-Chef Tino Chrupalla schriftlich mit:
„Ich bin verwundert, dass die Eintrittskarten seitens des Veranstalters in dem Moment annulliert wurden, als ich im Buchungssystem meinen Namen hinterlegt habe. Enttäuschend bleibt, dass uns RB Leipzig keine Ersatztermine angeboten hat. Man wirbt damit, dass jeder willkommen sei – anscheinend nicht alle.“
Wollte RB Leipzig den Autor einschüchtern?
Von RB Leipzig wollte der Autor unter anderem wissen:
- Wer hat die Stornierung veranlasst?
- Gab es eine Anweisung?
- Ist die Stornierung in Leipzig entschieden worden? Von wem?
- Wurde Tino Chrupalla vom Spiel RB Leipzig – Bayern München durch RB Leipzig ausgeschlossen, weil er in der AfD ist?
- Überprüft RB Leipzig die Käufer von Tickets nach Religions- oder Parteizugehörigkeit?
- Dürfen Anhänger oder Mitglieder von bestimmten Parteien das Stadion nicht betreten?
- Dürfen Mitglieder von bestimmten Religionsgruppen das Stadion nicht betreten?
- Da u.a das Ticket von AfD-Chef Chrupalla storniert wurde – hat er Stadionverbot? Wenn ja, warum? Darf er sich ein Ticket kaufen?
- Gibt es eine RB-interne Blacklist mit Namen von Personen, die das Stadion bei RB-Spielen nicht betreten dürfen?
- Unter den RB-Fans sind wahrscheinlich tausende Personen, die die AfD wählen. Haben Sie vor, diesen Personenkreis künftig von RB-Spielen auszuschließen?
Die o.g. Fragen hatte das RB-Presseteam allesamt nicht beantwortet, sondern flüchtete sich in die folgende Antwort:
„Sollten Tickets aufgrund von Überbuchungen storniert werden müssen, unterbreiten wir dem Käufer selbstverständlich ein entsprechendes Kompensationsangebot. Zwischen Herrn Tino Chrupalla und RB Leipzig bestand zu keinem Zeitpunkt eine Geschäftsbeziehung.
Grundsätzlich kann es bei besonders stark nachgefragten Heimspielen - wie dem am kommenden Wochenende gegen den FC Bayern - in unseren VIP-Bereichen zu Überbuchungen kommen. Bei mehr als einer Million Besucher pro Saison in der Red Bull Arena lassen sich Fehler im Ticketingsystem, die dann entsprechend unserer AGBs umgehend korrigiert werden, nicht gänzlich vermeiden.
Sie werden sicher Verständnis dafür haben, dass wir in dieser Angelegenheit vorsorglich unseren Medienanwalt Christian Schertz in cc setzen.“
Doppelbuchung? Ehrlich gesagt, das glaube ich nicht. Das ist nicht Red Bull, das ist Bull Shit. Von einem RB-Fan erhielt der Autor folgende Information weitergeleitet:
„In der VIP Box gibt es keine Doppelbuchungen. Im Gegenteil, bei solchen Spielen gibt es eine 100 % Aufstockung von 15 auf 30 Personen.“
Will RB Leipzig die Öffentlichkeit für dumm verkaufen?
Bezogen auf den letzten Satz der RB Presseabteilung in Leipzig antwortete der Autor:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
den von Ihnen in u.g. Email geschriebenen Satz, Zitat:
‚Sie werden sicher Verständnis dafür haben, dass wir in dieser Angelegenheit vorsorglich unseren Medienanwalt Christian Schertz in cc setzen.‘
werte ich als Einschüchterungsversuch.“
Offenbar war der Autor nicht der einzige Journalist, bei dem RB Leipzig einen Medienanwalt „vorsorglich“ ins cc setzte. Vorsorge wofür? Um kritische Berichtstattung zu unterbinden?
Auch Nius-Kollege Jan A. Karon, Text oben verlinkt, schrieb davon, dass RB Leipzig einen Medienanwalt ins cc gesetzt habe.
Das Kommunikations-Management – bezogen auf den Chrupalla-Vorgang – bei RB Leipzig war offenbar eine volle Katastrophe. Auf der Facebook-Seite des Bundesligisten ist ein Mega-Shitstorm losgebrochen. Tausende Nutzer verurteilten das Verhalten von RB Leipzig.
Mega-Shitstorm entlädt sich über RB Leipzig
Eine Auswahl:
„Ich bin weder AFD Wähler noch AFD Sympathisant aber der Sport sollte Sport bleiben und nicht durch, wie hier, RB Leipzig instrumentalisiert werden.
RB Leipzig hat jetzt angefangen sich ihre Zuschauer auszusuchen demnach werden wir ab sofort dieses Stadion nicht mehr betreten und auch keine Tickets dort mehr kaufen.
Wir als Gruppe (24 Menschen) werden in Zukunft nach Berlin zu Union fahren um dort die Bundesliga zu schauen.“
„Daran sieht man Demokratie. Ein AfD Wähler würde jetzt niemals sagen, Chrupalla geht zu RB, den wähle nicht mehr. Ein AfD Wähler ist tolerant und sagt, ist seine Entscheidung und gut ist es.“
„Ich distanziere mich von einem Verein, der Menschen mit anderer Meinung ausgrenzt.
Das ist nicht das erste Mal in Deutschland, dass Menschen ausgegrenzt werden“.
„Absolut peinliche Nummer von euch! Der soooo tolerante Verein diskriminiert ÷ erst recht verwunderlich, da RB ständig selber angefeindet wird! Traurig sich auf solch ein Niveau herabzulassen!!“
„Ich nehme von diesen Verein Abstand!!!!“
„Unter Didi Mateschitz hätten dort in der Vereinsführung jetzt einige gehen müssen…
So eine Schande!
Der Sport muss unpolitisch bleiben!“
„Wer hier Chrupalla eine Opferrolle unterstellt - im Empörungs- und Opferstaat schlechhtin - hat wohl den Schuss nicht gehört. Jeden Tag ne andere Story aus dem linksgrünrotenwoken Lager, aber Chrupalla spielt das Opfer. Alles klar.“
„Wer wird als nächstes Ausgeschlossen? Ich weis garnicht was peinlicher ist… die Aktion von RB oder die Reaktion von den teilweise Spinnern hier die einerseits gegen Diskriminierung sind und anderseits hier mal wieder ihre Doppelmoral beweisen.“
„Gesinnungskontrolle am Eingang. Geschichte wiederholt sich. Unser Ball ist dann wohl doch nicht so ganz bunt. Auf das das Stadion komplett leer wird.“
„Pfui Teufel. Ich sage dann mal Tschüss RB. Das ist nicht mehr mein Heimat Verein. Politisch orientierter Verein? Nein danke. Sport ist Sport und ihr habt das mit Füßen getreten, Sport ist offen für alle. Ausgrenzung gab es zu den dunkelsten Zeiten in Deutschland.“
„Mein Mann … hat … sich für die Leipziger begeistert, gestern nach die Vorfall mit Chrupalla,wo keiner die Lügen von die Leipziger glauben kann, hat er gesagt, das Thema mit die Bundesliga ist erledigt. Fussball soll verbinden und nicht teilen in Konfession und politische Ansichten. Dann so eine billige Ausrede.“
„Nach dem ich heute diese Nachricht gelesen habe, bin ich zum Entschluss gekommen mein Ticket für das Spiel gegen FCBM abzugeben.
Ich bin seid 2009 Fan von RB Leipzig, bin Dauerkartenbesitzer und Mitglied in einem Offiziellem Fanclub von RB. Mit dem heutigen Tag werde ich meine Dauerkarte nicht mehr nutzen und zum Ende der Saison abgeben, denn Politik hat im Stadion nichts zu suchen. Mein Herz schlägt immer Rot-Weiß aber solche Machenschaften und Menschenausgrezungen unterstütze ich nicht. RB hat sich durch diese Aktion bei sehr vielen Menschen ins Abseits geschossen. Schluss mit diesem Linkspopulismus.“
„Erbärmliche und peinliche Nummer vom RB Leipzig! Beschweren sich selbst über die Angriffe die wegen Red Bull bei Ihnen laufen, selbst aber keinen deut besser.“
„NIEMAND erwartet oder zwingt einen Fußballverein zu einem politischen Statement, dies geschieht freiwillig.
Wenn ich an Chrupallas stelle wäre, würde ich für die verbleibenden Heimspiele Tickets buchen.“
„Fussball sollte für jeden zugänglich sein! Und die Ausrede mit der Doppelbuchung ist doch ein Witz.“
Der Autor fragt sich: Gibt es bei RB Leipzig eine digitale Kontrolle, die Karteninhaber nach Namen und Parteizugehörigkeit überprüft? Und deren Freunde auch gleich?
Weiter mit ausgewählten Kommentaren:
„WOW RB ... mal in einer Sprache die ihr vllt. versteht ... das war ein Eigentor ... und auch noch mit Absicht ... ihr seid so schlecht ...“
„Nächste Saison bekommen AFD Wähler keine Dauerkarten mehr.“
„Man muß die AfD nicht mögen, aber sowas ist für mich Rassismus.“
Ein Witz
Diese Auswahl ist ziemlich repräsentativ. Der Auschluss des AfD-Bundessprechers und Bundestagsabgeordneten Tino Chrupalla ist ein Skandal. Eine klare Diskriminierung, aus Sicht des Autors. Dürfen Politiker von CDU, SPD, Grünen, Linken oder BSW das RB-Stadion betreten? Dürfen Linksradikale das Stadion betreten? Oder wie ist es mit Sympathisanten der Hammerbande? Oder Tätowierte? Oder Schwule oder Lesben oder Christen oder Moslems oder Juden?
Wie schreibt RB Leipzig auf seine Webseite:
„Bei uns ist jeder willkommen – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Glaube oder sexueller Identität.“ Ist der Slogan ernst gemeint oder nur ein Witz?

Vielleicht sollte sich Red Bull nun auch vom Bullshit Stadion ausladen. Dann werden die VIPs dort bald in der Kreisliga ausladen. Und ich bin gewiss kein Fan von Chrupalla.
@ Else Schrammen – „Der Klub will doch nur Haltung zeigen und zum Kreis der Guten gehören wie…“ – Ua deshalb interessiert mich dieses Milliardengeschäft mittels ua „geldschwerem Menschenhandel“, insbesondere um die Anstellung von inzwischen überwiegend „farbigen Lohnsöldnern“ schon lange nicht mehr. Sport ist doch dort nur noch Mittel zum Zweck.
Nun kommt mal runter! Was soll das Theater um um die Ausladung von Tino Chrupalla durch den RB Leipzig? Der Klub will doch nur Haltung zeigen und zum Kreis der Guten gehören wie Frankfurt, Leverkusen, Bayern München, Dortmund, Darmstadt, Freiburg, Hamburg, Hoffenheim, Mainz, Schalke, St. Pauli, Stuttgart oder Bremen! Credo: KEINE AfD IN UNSEREN STADIEN; WEDER ALS SPIELER, MITGLIEDER, FANS, ODER ZUSCHAUER! Im zweiten Satz: Sport ist neutral und niemals politisch; wir halten die bunte Fahne der Inklusion hoch und schließen NIEMALS jemanden aus!
Lieber Hartmut Laun, Sie wollten doch hoffentlich keinen historischen Vergleich ziehen? Falls doch, sollten Sie sich umgehend eine Bademantel besorgen (ich empfehle Regenbogenfarben, weil das strafmildernd sein wird). Im übrigen hatten wir den Spaß ja schon im Covid-Terror: Zutritt nur mit 3G, 2G, 1G, 0G… Den anderen ist die Benutzung des Geh-Wegs verboten. Es droht Internierung.
Ich konnte RB noch nie leiden. Mit Matuschütz wäre das warscheinlich nicht passiert.Nur noch irre!!!!!!
Vielleicht sollte man diese Geschichte bei Lanz bearbeiten dann können die sich alle gegenseitig die Hucke voll Lügen
„Ich würde mir niemals ein Spiel einer Fussballmannschaft anschauen, die mich ins Stadion lässt.“ (frei nach Groucho Marx)