Lange verstand es Wladimir Putin, Donald Trump in seinem Sinne zu beeinflussen – weniger durch Argumente als durch gezielte Schmeichelei. Schon kurz nach Trumps Amtsantritt orchestrierte der Kreml eine beispiellose Kampagne demonstrativer Anerkennung: Trump, so hieß es aus Moskau, sei ein „mutiger Staatsmann“, der das zerrüttete Verhältnis beider Länder heilen könne. Der russische Präsident erkannte früh, dass Trump vor allem auf die Spiegelung seines eigenen Selbstbilds reagierte. So wurde der persönliche Kontakt zwischen beiden Staatschefs zum wichtigsten Steuerungsinstrument russischer Politik.
In den folgenden Monaten knüpfte Trump tatsächlich engere Bande nach Moskau, entsandte Sondergesandte, ließ amerikanische Offiziere an Manövern teilnehmen und suchte demonstrativ das Gespräch mit Putin. Selbst die „New York Times“ räumte ein, dass diese Annäherung zunächst Wirkung zeigte. Zugleich übernahm Trump zunehmend die Rhetorik des Kremls und übte ungewöhnlich scharfe Kritik an Kiew – ein Muster, das sich bis in die jüngste Zeit fortsetzte: Je verbindlicher sich Putin im persönlichen Gespräch gab, desto distanzierter wurde Trumps Haltung zur Ukraine.
Der Kulminationspunkt dieser Dynamik kam, als Putin kurz vor dem jüngst geplanten Treffen mit der ukrainischen Delegation im Weißen Haus einen weiteren Friedensgipfel in Budapest vorschlug. In der Überzeugung, diese Zusage werde halten, wies Trump die Ukrainer brüsk zurück und warnte, weiterer Widerstand könne „zur vollständigen Vernichtung“ führen – ein Schritt, der Moskau in falscher Sicherheit wiegte und zur Fehleinschätzung seiner Frustrationstoleranz beitrug.
Die eigene Position überschätzend, teilte Außenminister Sergej Lawrow seinem amerikanischen Amtskollegen Marco Rubio in einem Telefonat mit, Russland habe keineswegs die Absicht, die Kampfhandlungen entlang der bestehenden Frontlinien zu beenden. Moskau bestehe vielmehr auf der Durchsetzung seiner Maximalforderungen, da die Ukraine ansonsten unter „Naziherrschaft“ verbleibe – ein Signal, das in Washington nicht ungehört blieb.
Das Ziel ist nicht die Bestrafung
Die Reaktion des Weißen Hauses folgte am 22. Oktober. Reserviert sagte Donald Trump das für Budapest geplante Gipfeltreffen ab. „Wir haben das Treffen mit Präsident Putin abgesagt. Es schien mir nicht richtig, und ich glaubte nicht, dass wir erreichen könnten, was wir brauchen“, so der Präsident. Moskau zeige „kein echtes Interesse an einem Waffenstillstand“ in der Ukraine. Anschließend verhängte er die bislang umfassendsten Wirtschaftssanktionen gegen die Russische Föderation seit Beginn des Krieges. Zeitgleich verabschiedete die Europäische Union ihr 19. Sanktionspaket.
Die Maßnahmen zielen auf die beiden größten russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil sowie auf deren zahlreiche Tochtergesellschaften. Nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent sollen sie „Russlands Fähigkeit zur Finanzierung seiner Kriegsmaschinerie“ schwächen und den Energiesektor als wichtigste Einnahmequelle des Regimes treffen.
Konkret umfassen die Sanktionen ein umfassendes Einfrieren sämtlicher Vermögenswerte der betroffenen Unternehmen in den Vereinigten Staaten. Zahlreiche Raffinerien, Förder- und Vertriebsgesellschaften wurden auf die Sanktionsliste des Office of Foreign Assets Control (OFAC) gesetzt. Amerikanischen Unternehmen und Privatpersonen ist jeglicher wirtschaftlicher Kontakt untersagt, während Banken und Versicherer verpflichtet sind, laufende Geschäftsbeziehungen unverzüglich zu beenden. Auch ausländische Finanzinstitute, die weiterhin Zahlungen oder Lieferungen für die russische Energieindustrie abwickeln, drohen mit sogenannten Sekundärsanktionen belegt zu werden.
Bessent forderte Moskau zu einem sofortigen Waffenstillstand auf und erklärte, Washington werde seine Befugnisse „konsequent im Interesse eines dauerhaften Friedens“ einsetzen. Das Finanzministerium betonte, das Ziel der Maßnahmen sei keine Bestrafung, sondern eine Veränderung des Verhaltens: Russland solle zu ernsthaften Friedensverhandlungen bewegt werden.
Das Scheitern der russischen Strategie gegenüber Washington trifft den Kreml zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Zwar rücken russische Truppen in der Ostukraine weiterhin vor, doch sind die Gebietsgewinne gering und mit enormen Verlusten erkauft – ein Zustand, der den Feldzug in seiner gegenwärtigen Form militärisch wie ökonomisch zunehmend sinnlos erscheinen lässt.
„Ich freue mich, dass er das so sieht“
Hinzu kommen fortgesetzte ukrainische Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur im Hinterland. In der vergangenen Woche trafen Drohnen erneut eine von Rosneft betriebene Raffinerie in Rjasan, die nach mehreren Explosionen stundenlang in Flammen stand. Der Vorfall gilt als weiteres Beispiel dafür, dass Moskau der zunehmend asymmetrischen Kriegführung Kiews wenig entgegenzusetzen hat.
Angesichts dieser prekären Lage bemühte sich der Kreml um Beschwichtigung. Präsident Putin bezeichnete die neuen US-Sanktionen als „unfreundlichen Akt“, der zwar die Beziehungen zwischen Moskau und Washington belaste, aber keine wesentlichen Folgen für die russische Wirtschaft oder die Haltung des Kremls im Ukrainekrieg haben werde. „Keine selbstachtende Nation handelt unter Druck“, erklärte Putin und warnte die Vereinigten Staaten zugleich vor der Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern an Kiew. Ein solcher Schritt, so der Präsident, würde eine „zerstörerische Antwort“ Russlands nach sich ziehen.
US-Präsident Donald Trump reagierte demonstrativ gelassen: „Ich freue mich, dass er das so sieht. Wir werden in sechs Monaten wissen, was daraus geworden ist“, sagte er vor Journalisten – eine Bemerkung, die im Weißen Haus mit verhaltenem Lächeln aufgenommen wurde.
Kremlsprecher Dmitri Peskow kündigte an, Moskau werde die Maßnahmen sorgfältig prüfen und „im Einklang mit den eigenen Interessen“ reagieren. Trotz Trumps öffentlicher Absage des für Budapest vorgesehenen Gipfeltreffens erklärte Putin, die Begegnung sei lediglich verschoben worden. Er betonte, Russland bleibe zu einem Dialog bereit, der – anders als die Gespräche der vergangenen Wochen – sorgfältig vorbereitet werden müsse. Auch russische Staatsmedien sprachen nicht von einer Absage, sondern von einer „Verschiebung“ des Gipfels, der ursprünglich auf Vorschlag Washingtons geplant war.
Lassen sich Zahlungströme wirksam unterbrechen?
Eine solche Beschönigung der Lage ändert jedoch nichts daran, dass die nun beschlossenen Sanktionen den sensibelsten Sektor der russischen Exportwirtschaft treffen. Richtig umgesetzt, besitzen sie erhebliches Potenzial, Russlands Kriegsführung substanziell zu schwächen. Mit Rosneft und Lukoil zielen die Maßnahmen auf das finanzielle Herzstück des Kremls. Werden die Sekundärsanktionen gegen Banken und Zwischenhändler in Drittstaaten konsequent durchgesetzt, könnten die Einnahmeströme aus dem Ölhandel empfindlich einbrechen – mit direkten Folgen für die Finanzierung der Militäroperationen.
Erste Reaktionen aus Indien und China, die ihre Importe russischen Öls vorübergehend aussetzten, deuten bereits an, dass Washingtons Drohung Wirkung zeigt. Gelingt es den Vereinigten Staaten, das globale Netz aus Transport- und Zahlungswegen nachhaltig zu stören, könnte der Schritt den russischen Staatshaushalt in einer Tiefe treffen, wie sie bislang keiner westlichen Maßnahme gelungen ist.
Von zentraler Bedeutung für die Wirksamkeit der Sanktionen ist der Finanzsektor. Der eigentliche Hebel liegt weniger in den Handelsrestriktionen selbst als in der Kontrolle über die internationalen Zahlungs- und Abwicklungssysteme, die die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten dominieren. Das amerikanische Finanzministerium nutzt seine Aufsicht über Dollar-Transaktionen, Korrespondenzbanken und Versicherungsnetzwerke, um den globalen Ölhandel faktisch zu überwachen und zu steuern.
Entscheidend wird sein, ob Washington diese Macht konsequent einsetzt – insbesondere gegenüber Finanzinstituten in Indien, China und der Türkei, die bislang russische Exporte abwickeln. Gelingt es, die Zahlungsströme wirksam zu unterbrechen, könnte Russland nicht nur Absatzmärkte, sondern auch den Zugang zu westlicher Liquidität verlieren. In diesem Fall würde sich der Druck auf den Kreml vervielfachen: nicht allein durch sinkende Energieerlöse, sondern durch eine strukturelle Erosion seines internationalen Finanznetzwerks – ein Risiko, das weit über den Energiesektor hinausreicht.
„Neue Ära ökonomischer Partnerschaft“
Die verheerende Wirkung der Sanktionen ergibt sich jedoch nicht allein aus ihrem Inhalt, sondern aus ihrer Wechselwirkung mit den ukrainischen Angriffen auf russische Erdölraffinerien. Dabei gilt ein einfacher Grundsatz: Je weniger Öl Russland auf den Weltmarkt bringt, desto leichter fällt es den Abnehmern, sich dauerhaft neue Bezugsquellen zu sichern. Die Kombination aus westlichen Finanzsanktionen und physischen Angriffen auf die Produktionskapazitäten droht damit, Russlands Position als Energielieferant langfristig zu untergraben. Die Risiken, die sich aus der Beeinträchtigung von Förderung, Verarbeitung und Verkauf eines Rohstoffs ergeben, der rund ein Drittel des Staatshaushalts finanziert, werden im Kreml als immens eingeschätzt.
Kaum waren die Sanktionen in Kraft, begann Moskau, nach einem diplomatischen Ausweg zu suchen. Nur wenige Tage nach Trumps Paukenschlag landete Kirill Dmitriew, Chef des russischen Direktinvestitionsfonds und enger Vertrauter Wladimir Putins, in den Vereinigten Staaten. Nach Angaben von CNN soll er dort Gespräche mit Vertretern der Trump-Administration führen, unter anderem mit dem amerikanischen Sondergesandten Steve Witkoff.
Dmitriew war bereits im April in Washington – als erster hochrangiger russischer Regierungsvertreter, der seit Beginn des Kriegs 2022 offiziell in die USA reiste. Während sein damaliger Besuch noch als vorsichtige Geste der Annäherung galt, steht die jetzige Mission für den Versuch, trotz wachsender Spannungen den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. Zwar erklärte Dmitriew gegenüber „Reuters“, das Treffen sei „seit Langem geplant“ gewesen, doch ist offenkundig, dass sein Aufenthalt unter den neuen Vorzeichen vor allem darauf abzielt, das Inkrafttreten der neuen Sanktionen zu verzögern oder abzuwenden.
In diesem Kontext sind auch seine positiven Äußerungen über eine mögliche zukünftige bilaterale Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zu verstehen – weniger als Zeichen tatsächlicher Entspannung, sondern als Versuch, politische Anschlussfähigkeit zu signalisieren. Dmitriews öffentliche Auftritte in den Vereinigten Staaten folgten dabei einem vertrauten Muster russischer Einflussdiplomatie. Unter dem Deckmantel wirtschaftlicher Kooperation verknüpfte er Angebote zur Zusammenarbeit mit unterschwelligen Drohungen. So warb er für eine vermeintliche „neue Ära ökonomischer Partnerschaft“ zwischen Russland und den USA.
Echo einer erschöpften Strategie
Zugleich betonte Dmitriew, die „Sicherheit der ganzen Welt“ hänge von stabilen Beziehungen zwischen beiden Staaten ab und sprach von der Gefahr einer „vollständigen Auslöschung der Menschheit“. Hinter dieser Rhetorik des Ausgleichs stand jedoch eine kaum verhüllte Drohung: Sollte Washington den russischen Forderungen nicht nachkommen, drohe eine Eskalation – wirtschaftlich, politisch oder gar nuklear.
Doch verfängt diese Rhetorik noch? Immer häufiger wirkt sie wie das Echo einer erschöpften Strategie. Seit das Mittel der Beschwichtigung seine Wirkung verloren hat, bleibt dem Kreml vor allem die Karte der Einschüchterung – ein Instrument, das sich jedoch abnutzt, weil seine Logik zunehmend konstruiert erscheint. So erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow jüngst, Russland müsse davon ausgehen, dass anfliegende Tomahawk-Marschflugkörper mit Atomraketen bestückt sein könnten – und würde entsprechend nuklear reagieren. Dass die Ukraine über keinerlei Atomwaffen verfügt, unterstreicht die Absurdität dieser Argumentation und zeigt, wie brüchig das Drohpotenzial Moskaus inzwischen geworden ist.
Auch militärisch kann der Kreml kaum noch überzeugend für die Durchsetzung seiner Maximalforderungen argumentieren. Zwar erzielen russische Truppen derzeit Geländegewinne im Raum Pokrowsk, doch sind diese operativ begrenzt und strategisch bedeutungslos. Nach Einschätzung ukrainischer Beobachter gelingt es den Angreifern nicht, ihre Vorstöße zu konsolidieren – auch wegen des intensiven Einsatzes ukrainischer Drohnen, die russische Bewegungen empfindlich stören.
Entscheidend aber ist: Russland hat den Krieg strategisch verloren. Kein einziges der ursprünglichen Ziele – die Kontrolle über die Ukraine, die Spaltung des Westens oder die Wiederherstellung einer russischen Einflusssphäre – wurde erreicht. Statt Stärke zu demonstrieren, hat der Kreml eine militärische Schwäche offengelegt, die sich strukturell verfestigt hat. Das bedeutet nicht, dass Moskau künftig nicht mehr zur Kriegführung fähig oder bereit wäre. Unbestreitbar jedoch ist: Die Russen kämpfen längst nicht mehr in jenem Krieg, den sie am 24. Februar 2022 begonnen haben.
Eskalationsgefahren vor dem vierten Kriegswinter
Ein Indiz für das wachsende Bewusstsein des Kremls über die begrenzte Wirksamkeit seiner militärischen Operationen liegt in der Verlagerung der Angriffe von Frontzielen auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Das Kalkül dahinter ist offenkundig: Durch die systematische Zerstörung von Strom- und Heizungsnetzen soll die zivile Bevölkerung zermürbt und innenpolitischer Druck auf die Regierung in Kiew erzeugt werden. In den vergangenen Tagen hat Russland diese Taktik erneut intensiviert und gezielt Energieanlagen im ganzen Land attackiert – ein Zeichen dafür, dass Moskau zunehmend versucht, den militärischen Stillstand durch strategische Erpressung zu kompensieren.
Kiew hält indes unbeirrt an seiner Strategie fest, die russische Ölindustrie gezielt zu schwächen. Dabei liegt die Ukraine eindeutig im Vorteil: Ihre Angriffe treffen die industrielle Basis der russischen Kriegsführung und beeinträchtigen deren operative Leistungsfähigkeit spürbar. Die russischen Gegenschläge hingegen richten sich vornehmlich gegen zivile Ziele und verfehlen damit ihr strategisches Ziel – die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine bleibt weitgehend intakt.
Damit bewegen sich Moskau und Kiew vor dem vierten Kriegswinter in einem gefährlichen Tunnel wechselseitiger Eskalation. Sollte Russland seine Angriffe weiter intensivieren, wächst die Wahrscheinlichkeit einer zunehmenden Involvierung der Vereinigten Staaten in den Konflikt. Steigert hingegen Kiew den Druck – womöglich bald unter Einsatz amerikanischer Marschflugkörper –, hat Wladimir Putin Vergeltungsmaßnahmen „von bisher unbekanntem Ausmaß“ angekündigt.
Wie sich diese Eskalationsdynamik bremsen lässt, ist unklar. Sicher ist nur, dass inzwischen alle Akteure zu Pokerspielern geworden sind – Russland setzt darauf, dass die USA es bei Drohungen belassen. Die Ukraine hofft, dass ihre Schläge tief im russischen Hinterland ohne schwerwiegende Konsequenzen bleiben und Washington davon überzeugen, dass auch die Lieferung von Tomahawks möglich ist. Und die Vereinigten Staaten spielen in der Erwartung, dass Moskau letztlich einknickt – und nicht eskaliert.
Überlagert wird dieses fragile Gleichgewicht von einer zunehmenden Verhärtung der Positionen. Kiew weigert sich, Gebiete abzutreten, Moskau beharrt auf seinen Maximalforderungen und lehnt es kategorisch ab, sich unter Druck setzen zu lassen, während Washington erklärt, Gespräche mit dem Kreml nur dann fortzusetzen, wenn dieser zuvor seine Bereitschaft zu einer Einigung signalisiert.
Vor diesem Hintergrund bleibt nur zu hoffen, dass am Ende nicht derjenige den Ausschlag gibt, der am stärksten eskaliert – sondern jener, der den besseren Bluff spielt.
Putin ist Realpolitiker und Trump hat, im Gegensatz zu manch anderem westlichen Vertreter, noch Bodenhaftung und die Interessen der Amerikaner zumindest noch im Hinterkopf. Damit ist klar, dass weder Trump noch Putin eine Eskalation wünschen, wie sie die EU vorsieht. Weder will Putin Westeuropa erobern, noch hat Trump Interesse an den heiligen Grenzen der Ukraine von 1991. Vielmehr sieht jeder rationale Beobachter, wie lachhaft die Position der Bundesregierung ist. Der Ukraine wird selbstverständlich zugestanden, was die Deutschen jedenfalls von der gegenwärtigen Regierung nie kriegen werden.
Die „Maximalforderungen“ Russlands sind seit Jahrzehnten bekannt und mündeten unter anderem in die Minsker Verträge: keine NATO Truppen auf dem Gebiet der Ukraine; keine Natomitgliedschaft der Ukraine und politische Autonomie der fast rein russisch sprachigen Donbasgebiete.
Im Nachhinein gab Merkel zu, dass die Ukraine und die NATO nie ernsthaft vorgehabt hatten, die Minsker Verträge umzusetzen. So ging dann auch der Bürgerkrieg der ukrainischen Zentralregierung gegen die nach Autonomie strebende russischstämmige Donbasbevölkerung weiter. Die Lage eskalierte endgültig, als Selenski offen die mögliche Stationierung von NATO Atomwaffen im Rahmen einer NATO Mitgliedschaft ins Spiel brachte.
Geopolitisch kann man die russische Position nachvollziehen. Nachvollziehen kann man auch die geopolitischen Interessen der USA sowie einiger NATO Staaten. Ausgetragen werden diese Interessenunterschiede auf dem Rücken der ukrainischen Bevölkerung. Bis zum letzten Ukrainer. Man hat die Ukraine unter falschen Versprechungen in einen kriegerischen Konflikt mit Russland manipuliert. Das war in meinen Augen perfide. Eine Verständigung zwischen den USA und Russland wäre im ureigensten Interesse sowohl Deutschlands als auch letztendlich der Ukraine.
In gewisser Hinsicht scheint es Parallelen zu geben zu Hitlers Angriff auf das UK. Aus nicht zuletzt psychologischen Gründen befahl Hitler die Umlenkung der Angriffe von industriellen Zielen weg hin zu London. Wichtige Teile der Bevölkerung sollten demoralisiert werden. Bekanntlich ging das nach hinten los. Ob Putin die historische Lehre im Blick hat? Damals wie heute hing und hängt natürlich viel vom Verhalten und der Unterstützung Verbündeter etc. ab.
„Moskau bestehe vielmehr auf der Durchsetzung seiner Maximalforderungen, da die Ukraine ansonsten unter Naziherrschaft verbleibe.“
Genau mein Humor.
Und hierzulande ist das antifaschistische Russland mit der Nazi-Keule das Idealbild für frustrierte Ostdeutsche, die ihrerseits die Nazi-Keule der Roten und Grünen satt haben.
Die müssen schon lange den Spiegel im Bad abgehangen haben.
Gutes Bild. Vercingetorix und Gaius Julius Caesar.
Ich habe inzwischen so viele verschiedene Versionen zu der Absage des Treffens an der Buda gelesen, dass ich glaube, dass es an Polen liegt. Wie soll Putin dahin kommen? Warum nicht wieder Alaska oder eine der Russischen Inseln in der Nachbarschaft? Budapest macht keinen Sinn wegen der anderen Europaeer (nicht Orban) und der Lage. Vielleicht ginge Island, aber nur, falls sie diesen Haftbefehl nicht unterschrieben haben. Der beste Satz: „Sicher ist nur, dass inzwischen alle Akteure zu Pokerspielern geworden sind“. So sieht„s aus. Wobei der Golfspieler und der Schachspieler das koennen, der Schauspieler eher nicht.
Diese komische russische Armee geht auf Zivilisten los, wie pervers ist das denn? Die müssen ganz schön auf den Hund gekommen sein. Soll sie doch der Teufel holen. Mehr fällt mir so langsam nicht/s mehr ein zu dem Gelichter.