Jahrzehnte blieb die Bundeswehr weitgehend unberücksichtigt in der öffentlichen Diskussion. Nach Jahren des Tiefschlafes nahm das Thema Verteidigung seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 in fast allen westeuropäischen Ländern eine überraschende Wendung. Mit der im Frühjahr 2022 vom damaligen Bundeskanzler Scholz ausgerufenen "Zeitenwende" war das Thema Landesverteidigung endgültig zurück auf der Agenda. Bundeskanzler Merz konkretisierte die neue Sicherheits- und Verteidigungsstrategie, indem er am 14. Mai 2025 in seiner Regierungserklärung forderte, "die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee Europas" auszubauen. Zur Aufrüstung gehört die Beschaffung von Militärausrüstung sowie der Einkauf von Bau- und Dienstleistungen für militärische Zwecke. Ob und in welchem Umfang die Landes- und Bündnisverteidigung auch für mittelständische Unternehmen zu einem Markt werden könnte, soll in diesem Artikel erörtert werden. Zudem wird die Machbarkeit der politischen Zielvorgaben kritisch hinterfragt.
Auch wenn die Bundeswehr nach 1990 in stark begrenztem Umfang an mehreren kriegerischen Konflikten und internationalen Einsätzen beteiligt war, so blieb die Zeit nach der Wiedervereinigung aus deutscher Sicht glücklicherweise eine Zeit des Friedens und der Abrüstung. Nach dem Zerfall der Sowjetunion war keine unmittelbare Bedrohung unseres Territoriums mehr erkennbar, entsprechend konnten Personalstärke und Bewaffnung der Bundeswehr kontinuierlich heruntergefahren werden und die eingesparten Mittel an anderer Stelle – je nach Standpunkt des Betrachters – sinnvoll investiert oder eher sinnlos konsumiert werden.
Neben der Auflösung einzelner Truppenteile wurden in den zwei Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung Einheiten verkleinert oder zusammengelegt sowie zahlreiche Bundeswehrstandorte aufgegeben. Auch ich war hiervon betroffen: Nach Ableistung meines 15-monatigen Wehrdienstes Mitte der 80er-Jahre und dem Absolvieren einer vierzehntägigen Mobilmachungstruppenübung bei einem sogenannten Heimatschutzregiment rund ein Jahr vor dem Mauerfall, wurde auch "mein" ca. 1.000 Mann starkes Reservisten-Regiment im Jahr 1993 aufgelöst und ich erhielt die Aufforderung, die mir überlassenen Ausrüstungsgegenstände in einem Bundeswehr-Materialdepot final abzugeben. Seitdem hatte ich mit dem Thema Bundeswehr nichts mehr zu tun.
Die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht für Männer in Deutschland im Jahr 2011 war letztlich der konsequente Abschluss dieses zwei Jahrzehnte andauernden Abrüstungsprozesses. Parallel dazu verschwand die Bundeswehr weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Auch die Politik hatte am Thema jegliches Interesse verloren, was die zahlreichen Fehlbesetzungen an der Spitze des Verteidigungsministeriums deutlich belegen. Wer, wie ein Großteil unserer politischen "Elite" in der Ära Merkel, global denkt und einem Leitbild mit offenen Grenzen ohne Nationalstaaten folgt ("no borders, no nations"), hat auch nichts mehr zu verteidigen.
Es soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass seit dem Jahr 1990 trotz Frieden und Abrüstung über 100 Angehörige der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen oder in deren unmittelbarem Zusammenhang ums Leben gekommen sind. Der Dienst in einer Armee ist und bleibt (lebens-) gefährlich.
Rüstungsaufträge als Rettungsanker?
Mein Wiedersehen mit dem Thema Bundeswehr kam recht überraschend zustande. Vor einigen Wochen rief mich ein langjähriger Beratungskunde an und bat mich um einen Gefallen. In seinem Posteingang sei eine Einladung zu einer interessanten eintägigen Informationsveranstaltung der in seiner Region zuständigen Industrie- und Handelskammer (abgekürzt IHK) gelandet: "Aufträge rund um Sicherheit und Verteidigung". Das Thema sei grundsätzlich spannend, schließlich würden auch in seinem Kerngeschäft seit Monaten die meisten Indikatoren nach unten zeigen. Andererseits wüsste er, dass das Thema Rüstung innerhalb seiner Belegschaft hochgradig umstritten sei, schließlich zeige sich auch sein Unternehmen der "Nachhaltigkeit" und seiner "ethischen Verantwortung" verpflichtet. Ich solle an der Veranstaltung teilnehmen und ihm anschließend bei einem ausführlichen gemeinsamen Mittagessen berichten. Gesagt, getan.
An der IHK-Veranstaltung nahmen fast 100 Vertreter aus der Wirtschaft teil. Es herrschte eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre, auch die Pausengespräche bestätigten durchweg ein ernsthaftes Interesse der Teilnehmer. Unter den Referenten waren primär Vertreter der Bundeswehr: Ein Stabsoffizier (Dienstgrad Oberst), ein Hochschullehrer der Bundeswehr-Universität München, ein Mitarbeiter des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (abgekürzt BAAINBw, Koblenz) sowie ein Mitarbeiter des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (abgekürzt BAIUDBw, Bonn). Ergänzt wurde die Rednerliste um zwei auf öffentliches Vergaberecht spezialisierte Rechtsanwälte. Zu Beginn gab es von IHK-Mitarbeitern eine Einführung in das Thema.
Sprachlich blieb die gesamte Veranstaltung angenehm zurückhaltend. Wer insgeheim auf martialische Kriegsrhetorik gehofft hatte, wie sie von manchen "Falken" im Politbetrieb in Berlin regelmäßig in Richtung der Fernsehkameras kundgetan wird, wurde enttäuscht. Der aus meiner Sicht kategorisch abzulehnende Begriff "Kriegstauglichkeit" wurde vermieden. Von der Tonalität erinnerte die Veranstaltung an eine professionelle Projektbesprechung in einem Industriebetrieb. Die Angehörigen der Bundeswehr machten glaubhaft zu verstehen, dass sie die politischen Vorgaben als Auftrag akzeptieren und entsprechend die Fähigkeiten der Truppe – im NATO-Jargon die "Readiness" – engagiert und zeitnah zu steigern beabsichtigen.
Inhaltlich ging es primär um das "wie", d. h. wie seitens der Bundeswehr beschafft wird, und nicht um "was" gekauft wird. Wer sich Einblicke erhoffte, ob 1.000 neue, teure Kampfpanzer mit 130-mm-Glattrohrkanone auf dem Gefechtsfeld tauglicher sind als 50.000 kostengünstige FPV-Drohnen oder ob Deutschland möglicherweise doch noch einen Flugzeugträger für die Marine bauen sollte, war in der falschen Veranstaltung. Im Fokus der Betrachtungen stand die Schnittstelle zwischen den Produkt- und Dienstleistungs-Anbietern in der freien Wirtschaft und den besonderen öffentlichen Auftraggebern, in diesem Fall Bundeswehr sowie NATO. Wie bei fast jeder Vortragsveranstaltung üblich, konnten die Teilnehmer abseits des eigentlichen Themenschwerpunktes so manch aufschlussreiche Informationen "zwischen den Zeilen" zusätzlich mit nach Hause nehmen.
Von Null auf Unlimitiert: Zeitenwende 2.0
Zu Beginn des Jahres 2022 muss die Bundeswehr in einem erbärmlichen Zustand gewesen sein. Wenige Tage vor dem russischen Überfall auf die Ukraine gab der damalige Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, offen zu, dass die Bundeswehr "mehr oder weniger blank" dastehen würde. Zu dieser Zeit kursierte auch kurz die Meldung in der Presse, die Bundeswehr hätte für genau einen Tag Kampfhandlungen Munitionsvorräte in den Depots. Im Rahmen der Veranstaltung wurde überraschenderweise mehrmals in die gleiche Kerbe geschlagen: Man habe "den Laden vor 2022 verhungern lassen", die Ausrüstungsdefizite wären unübersehbar gewesen, es gäbe einen gewaltigen Nachholbedarf. Wer sich Stand heute Sorgen bezüglich der Verteidigungsfähigkeit des Landes macht, sollte sich daher unbedingt nochmals in Erinnerung rufen, wer bis 2022 im Bund die Regierung geführt hat.
Wer einen "blank dastehenden Laden", dessen Lagerbestände an Roh- und Hilfsstoffen nahe null liegt, wieder wettbewerbsfähig machen will, muss massiv in die Betriebsmittel investieren und die Vorräte umfangreich aufstocken. Bundeskanzler Scholz und Finanzminister Lindner hatten die prekäre Lage im Jahr 2022 richtig erkannt und entsprechend ein 100 Milliarden "Sondervermögen" für die Bundeswehr einmalig bereitgestellt. Die seltsame Trickserei mit dem Begriff Sondervermögen war allerdings ungeschickt und hat ein berechtigtes Anliegen, das zum damaligen Zeitpunkt wahrscheinlich von einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wurde, unnötig beschädigt. Es dauerte im Anschluss wohl nicht allzu lange, bis in Berlin erkannt wurde, dass dieser Einmalbetrag für die Sanierung der Streitkräfte bei weitem nicht ausreichen würde. Laut Aussage eines Referenten hätte die aktuelle Regierung unter Bundeskanzler Merz nochmals nachgelegt, es würden "im Prinzip unlimitierte Mittel" zur Verfügung stehen, was aufgrund der großen Bedeutung dieser politischen Entscheidung historisch als "Zeitenwende 2.0" eingeordnet werden könne. Zusätzlich wären Änderungen im Vergaberecht vorgenommen worden, die Planung und Beschaffung innerhalb der Bundeswehr beschleunigen würden. Ab 2029 würde Deutschland freiwillig sogar 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (abgekürzt BIP) jährlich für Verteidigung aufwenden, was eine langfristige Absicherung der ambitionierten militärischen Vorhaben garantiere.
Wie wir in den weiteren Ausführungen sehen werden, ist das von der Politik bereitgestellte Geld zwar eine notwendige Bedingung, aber für den Erfolg der Bemühungen um eine adäquate Stärkung der Streitkräfte leider nicht hinreichend. Betrachten wir dafür exemplarisch drei Herausforderungen, die den politisch/militärischen Zielen im Weg stehen könnten.
Herausforderung Nummer 1: Bürokratie
Beschaffungen für die Landes- und Bündnisverteidigung bieten Unternehmen grundsätzlich einen interessanten Markt. Dieser wird aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren aufgrund steigender Mittel für die Verteidigung sogar noch erheblich wachsen.
Am einfachsten dürfte die Lage sein für Hersteller von sogenannten Dual-Use-Produkten, d. h. Produkten, die ohne technische Änderungen sowohl im zivilen Sektor als auch vom Militär eingesetzt werden können. In den allermeisten Fällen werden sich die Anbieter allerdings mit sehr speziellen technischen Anforderungen auseinandersetzen müssen, um mit Bundeswehr und NATO ins Geschäft zu kommen. Ein gutes Beispiel für derlei Anforderungen liefert die sogenannte MIL-Spezifikation für Halbleiter: Elektronische Bauelemente, die diesen Standards genügen, müssen auch in deutlich erweiterten Temperaturbereichen zuverlässig funktionieren, mechanisch besonders robust und zudem resistent gegen Strahlungs- und Umwelteinflüsse sein. Die meisten der in einem Durchschnittshaushalt vorhandenen elektronischen Geräte wären für die militärische Nutzung mangels MIL-kompatibler Bauelemente nicht zugelassen.
Welche Leistungsmerkmale ein Produkt aufweisen muss, wird von den Militärs üblicherweise in sehr detaillierten sogenannten Lastenheften festgelegt, unabhängig davon, ob Feldkochgeschirr oder Zielerfassungsradar. Die ausführliche Spezifikation ist Voraussetzung für vergleichbare Angebote, die vom "Vergaberecht", das bei Rüstungsbeschaffungen Anwendung findet, im Sinne eines fairen Wettbewerbes gefordert werden. Auch wenn aktuell viel Geld im System sei, so soll laut Bundesbehörde im Interesse des Steuerzahlers jederzeit der Grundsatz gewahrt bleiben, das wirtschaftlichste Produkt zu kaufen, d. h. das Produkt mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei Geschäftswerten über 25 Millionen Euro wird der Beschaffungsprozess einer zusätzlichen Kontrolle unterworfen, da eine Genehmigung durch den Bundestag erfolgen muss.
Wie mehrere Referenten durchblicken ließen, gilt das übliche Vergabeverfahren mit seinen öffentlichen Ausschreibungen als komplex und sei daher seit langem bei fast allen Beteiligten nicht sonderlich beliebt. Einzelne Kritiker würden der Bundeswehr in Anbetracht Hunderte Seiten langer Vergabe-Unterlagen sogar "Verwaltungswahn" unterstellen. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass das in Koblenz ansässige Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit seinen nachgeordneten Behörden über mehr als 12.000 Mitarbeiter verfügt (Stand März 2026). Die Beschaffung der unterschiedlichsten Ausrüstungsgüter ist sicherlich eine Herausforderung, zumal dabei zum Teil widersprüchliche Interessen der unterschiedlichsten Stakeholder in der EU, der Bundespolitik und der Bundesländer berücksichtigt werden müssen. Dennoch zur Einordnung: Der Volkswagen-Konzern mit einer weltweiten Gesamtbelegschaft von über 600.000 hat im Bereich Einkauf und Beschaffung 6.000 Mitarbeiter unter Vertrag.
Halten wir fest: Unternehmen, die direkt an die Bundeswehr liefern wollen, müssen sich mit einem umfangreichen und komplexen Vergabeverfahren intensiv auseinandersetzen. Unternehmer, die Freude an kniffeligen rechtlichen Fragestellungen haben, werden hier ein neues Betätigungsfeld für sich entdecken. Die Thematik erinnert an die vergleichbar ausführlichen Lieferanten-Bedingungen der Großindustrie. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu berichten: Wer als verantwortlicher Geschäftsführer eines Unternehmens die Vertragstexte liest, bekommt unweigerlich den Eindruck, mit einem Bein bereits im Gefängnis zu stehen. Man kann auf solche Bedingungen eingehen – muss es aber nicht. Ob öffentliche Hand oder Großunternehmen als Auftraggeber: Ich kenne zahlreiche mittelständische Unternehmer, die es bevorzugen ihre Arbeitszeit in die Verbesserung ihrer Produkte zu investieren, um diese dann an weniger anspruchsvolle Kunden zu verkaufen. Es verwundert daher kaum, dass sich im Internet zahlreiche Quellen finden lassen, die belegen, dass schon heute bei öffentlichen Ausschreibungen zunehmend zu wenige Angebote eingehen. Bei fast 20 Prozent der EU-weiten Ausschreibungen gab es laut "Single Market Scoreboard" der EU-Kommission sogar nur einen einzigen Bieter! Von Wettbewerb kann hier keine Rede mehr sein. Für kleine und mittelgroße Unternehmen (abgekürzt KMU), die unbedingt von den staatlichen Mitteln für Verteidigung profitieren möchten, dürfte es im Zweifelsfall weniger nervenaufreibend sein, als Zulieferer der zweiten Ebene oder als "Tier-3-Zulieferer" lediglich indirekt Teil der Lieferkette an das Militär zu werden.
Herausforderung Nummer 2: Informationstechnik (IT)
Wie von mehreren Referenten betont, kommt auch bei der Bundeswehr der IT eine wachsende Bedeutung zu. So wurde in einem der Vorträge der Vergleich angestellt, dass ein modernes Kampfflugzeug als "fliegender Computer" zu betrachten sei. In einer Vielzahl moderner Waffensysteme wird die Leistungsfähigkeit ("Kampfwert") mittlerweile durch die installierte Software bestimmt. Im bekannten Patriot-Raketen-Flugabwehrsystem beispielsweise spielt Software für die Zielerfassung und die Berechnung des Abfangkurses die entscheidende Rolle. Das Militär übernimmt hier lediglich einen seit Jahrzehnten in der Industrie ablaufenden Trend – Software is everywhere. In einem modernen Premium-PKW werden von Dutzenden Mikroprozessoren über 100 Millionen Zeilen Programmcode abgearbeitet. Software liefert seit Jahren bei vielen Industrieprodukten Made in Germany einen kontinuierlich steigenden Beitrag zur Wertschöpfung. Aktuell ist "Künstliche Intelligenz" (abgekürzt KI) das Hype-Thema in Industrie und Wirtschaft. Während im zivilen Bereich mit KI primär Hoffnungen auf Produktivitätssteigerungen verbunden sind, dürften die Militärs u. a. auf softwarebasierte Kampfwertsteigerungen hoffen, wenn bestehende Waffensysteme mit dedizierten KI-Systemen nachgerüstet werden.
KI eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für die nachfolgenden Betrachtungen: KI-Systeme basieren auf leistungsfähiger Hardware, komplexer Software sowie umfangreichem Datenmaterial für das Training der Algorithmen. Insbesondere im Bereich Software steht unser Land allerdings ebenfalls relativ "blank" da: US-Konzerne dominieren die Informationstechnik, Deutschland hingegen ist weitgehend bedeutungslos. Der Mangel an einschlägigem IT-Knowhow und entsprechend gut qualifiziertem Personal verhindert in der Industrie schon seit Jahren so manche innovative Entwicklung. Die aktuelle Krise der deutschen Automobil-Industrie ist zu einem Teil auch eine Software-Krise, das Drama um die im Jahr 2020 gegründete Volkswagen Software-Tochter "Cariad" spricht Bände. Mit Ausnahme des Softwareherstellers SAP aus Walldorf lässt sich kein deutsches Unternehmen finden, das in irgendeinem Bereich der IT eine weltweit führende Rolle einnimmt und aus dieser Position heraus volkswirtschaftlich relevante Umsätze erzielt. Im Gegenteil: Die Dominanz anderer Länder bei Hard- und Software zwingt Hunderttausende deutsche Unternehmen in die hochproblematische Rolle des abhängigen Kunden, der Import von Software und IT-Dienstleistungen nimmt seit Jahren entsprechend stetig zu. (Wer tiefer in das Thema einsteigen möchten, dem empfehle ich meine im September 2025 auf der Achse veröffentlichte dreiteilige Artikelserie „Die tiefe deutsche Software-Krise“, siehe auch hier und hier)
Aus Gründen der nationalen Sicherheit dürfte das Militär daran interessiert sein, derlei Abhängigkeiten von ausländischen Anbietern und Dienstleistern zu vermeiden. Es hat gute Gründe, dass die EU im Bereich der Rüstungsgüter explizit eine Re-Fokussierung auf europäische Anbieter fordert. Leider nur sind viele IT-Produkte und IT-Dienstleistungen überhaupt nicht von Anbietern aus der EU lieferbar. Auch wenn eine Softwarekomponente scheinbar von einem deutschen Hersteller entwickelt wurde, stecke tief im System "am Ende oftmals doch Software von Microsoft oder Google drin", so der leicht ernüchternde Kommentar eines Referenten. Die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern kann aber im Krisenfall problematisch werden. Wer sich schon einmal in einem Kriegsgebiet aufgehalten hat, kann dies spätestens nach einem Blick auf die Kartenanzeige der auf dem Smartphone installierten Navigations-App bestätigen: Die vom Militär kontrollierten Satelliten liefern plötzlich manipulierte Positionsdaten. 50 Kilometer Abweichung sind die Regel, 500 keine Seltenheit. Militärisch genutzte Computersysteme müssen allerdings jederzeit entsprechend der Spezifikation funktionieren und dürfen unter keinen Umständen von außen – durch potenzielle Gegner – manipulierbar sein.
Wenn die benötigte Software aus legitimen Sicherheitsinteressen nicht am Markt bezogen werden kann, muss mit geeigneten lokalen Partnern eine Eigenentwicklung angestoßen werden. Ich gehe davon aus, dass die Bundeswehr in vielen Bereichen ähnlich strenge Anforderungen an die Softwareentwicklung stellt, wie die Luftfahrtindustrie, schließlich können Softwarefehler im Kampfeinsatz katastrophale Folgen für die beteiligten Soldaten haben. Derlei Software basiert auf aufwändigen Entwicklungsverfahren, Implementierung, Test und Dokumentation sind sehr zeit- und personalintensiv und somit teuer. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass Softwareentwicklung grundsätzlich kein Selbstläufer ist: Fast ein Fünftel aller begonnenen Softwareprojekte scheitert komplett und fast die Hälfte der Projekte verfehlt die ursprünglich gewünschten Projektziele.
Herausforderung Nummer 3: Automatisierte Fertigung
Vom Podium kam der wichtige Hinweis, dass zahlreiche von der Bundeswehr beschaffte Rüstungsgüter bis heute aufgrund der geringen Stückzahlen in einer Art Manufakturbetrieb hergestellt werden. Ein Manufakturbetrieb macht für kleine Serien Sinn, diese Art der Fertigung ist allerdings durch einen hohen Anteil von Handarbeit charakterisiert. Aufgrund des bei einer Vielzahl von Rüstungsgütern festgestellten großen Nachholbedarfs werden seitens der Bundeswehr nun deutlich höhere Stückzahlen abgerufen. Diese Losgrößen lassen sich mit den bestehenden Fertigungskapazitäten nicht in einem für die Planungen der NATO akzeptablen zeitlichen Rahmen herstellen. Daraus resultiert vielerorts die Notwendigkeit, die Fertigung dieser Güter erstmals umfangreich zu automatisieren. Eine hochgradig automatisierte Fertigung eines Produktes von Grund auf neu aufzusetzen, ist je nach Komplexität des zu fertigenden Gutes und der am Standort erforderlichen Genehmigungsverfahren eine zeit- und ressourcenaufwändige Herausforderung, zudem muss diese Investition in der Regel vom Hersteller vorfinanziert werden. Diese Aufgabe darf nicht mit den Verhältnissen in der Automobilindustrie verglichen werden, da deren neu gebaute Produktionsstätten meistens Duplikate oder zumindest Abwandlungen bereits bestehender Fertigungseinrichtungen sind.
Darüber hinaus sind bei Konzeption und Bau von Fertigungsstätten für Rüstungsgüter völlig andere Maßstäbe anzulegen als für den Bau ziviler Einrichtungen. Bei Auswahl der Lieferanten für Maschinen, Anlagen und Komponenten sind die besonderen Sicherheitsinteressen des Landes mitzuberücksichtigen. Insbesondere die sogenannte Embedded Software, die in technische Geräte und Systeme integriert ist, kann nicht per Definition als vertrauenswürdig betrachtet werden. Daher bedarf es in der Fertigung von Rüstungsgütern einer sorgfältigen Auswahl der Zulieferer, um Spionage und Sabotage zuverlässig ausschließen zu können. Im Bereich der IT sind umfassende Sicherheitskonzepte erforderlich, um auch im Krisenfall die Informationssicherheit zu gewährleisten und Störungen der Betriebsabläufe unter allen Umständen zu verhindern.
Risiken und die alles entscheidende Frage
Verteidigung gehört zu den ureigensten hoheitlichen Grundaufgaben jedes Staatswesens. Eine leistungsfähige Armee garantiert territoriale Integrität und bietet dem Bürger Schutz vor Bedrohungen von außerhalb der Landesgrenzen. Grundsätzlich ist es begrüßenswert, dass die Bundeswehr seit 2022 endlich wieder in einen arbeitsfähigen Zustand versetzt wird. Das der Truppe auferlegte Fitnessprogramm scheint offenbar bereits erste Früchte zu tragen, denn Generalleutnant Christian Freuding Inspekteur des Heeres, kündigte bereits im November 2025 selbstbewusst an, man sei "ready to fight tonight".
Ohne eine umfangreiche Unterstützung der deutschen Wirtschaft wird die Bundeswehr die ambitionierten Zielvorgaben der Politik jedoch kaum erreichen können. Es ist daher zielführend, dass die Bundeswehr proaktiv und mit einem hohen Maß an Offenheit verbunden auch den Kontakt zu und die Diskussion mit potenziellen Zulieferern und Dienstleistern im Mittelstand sucht.
Ob es tatsächlich Sinn macht, die Bundeswehr "zur stärksten konventionellen Armee Europas" hochzurüsten oder ob es nicht vollkommen ausreichend wäre, die Bundeswehr wieder in einen Zustand zu versetzen, der es ihr erlaubt mit – im europäischen Vergleich – soliden, durchschnittlichen Fähigkeiten einen potenziellen Angreifer glaubhaft abzuschrecken, ist eine Grundsatzfrage und sollte bei nächster Gelegenheit vom Wähler entschieden werden. "Unlimitierte Mittel" für Rüstung könnten zu einer starken Staatsverschuldung führen, die massive Wohlstandsverluste auf Seiten der Bürger nach sich ziehen wird. Die erst vor kurzem vom Philosophen Richard David Precht ausgesprochene Warnung, Deutschland würde durch die "'Rekordaufrüstung' zielstrebig auf einen ökonomischen und politischen Zusammenbruch hinarbeiten", ist berechtigt.
Unabhängig vom Umfang der bereitgestellten finanziellen Mittel: Ob die Bundeswehr in absehbarer Zeit tatsächlich zur stärksten konventionellen Armee Europas werden kann, scheint mit einigen Fragezeichen verbunden zu sein. Wie bei jeder in der Industrie stundenlang euphorisch diskutierten Projektidee bleibt auch in Bezug auf die Aufrüstung der Bundeswehr am Ende die alles entscheidende Frage im Raum stehen:
Wer macht es?
Erste Frage: Wer produziert die benötigten Rüstungsgüter?
Aktuell befinden wir uns noch nicht in einer "Kriegswirtschaft", in der die Regierung den Markt weitgehend außer Kraft setzen und die Wirtschaft zentral lenken kann, um die Produktion benötigter (Rüstungs-) Güter von den Unternehmen zu erzwingen. Die Bundeswehr ist daher lediglich ein Marktteilnehmer unter vielen. Ob die Bundeswehr das allgemeine Desinteresse der Wirtschaft, sich auf aufwändige öffentliche Ausschreibungen einzulassen, ändern kann, ist fraglich. Für die Streitkräfte könnte sprechen, dass sich gerade im Unternehmerlager (noch!) überdurchschnittlich viele Patrioten finden lassen. Andererseits wurde die Wirtschaft in den letzten zehn Jahren seitens der EU auf Einhaltung der "ESG-Kriterien" getrimmt (Abkürzung für "Environmental, Social and Governance"). Waffen nun plötzlich für "nachhaltig" zu erklären, dürfte einige intellektuelle Klimmzüge erfordern. Insgesamt stehen aktuell noch einige Widersprüche im Raum, die insbesondere die mittelständischen Unternehmen im Zweifelsfall Abstand zum Thema Rüstung halten lassen werden. Zudem wird die mit den Geldern der Steuerzahler betriebene "Rekordaufrüstung" auch in vielen Belegschaften kritisch gesehen, unabhängig von den damit verbundenen möglichen wirtschaftlichen Chancen für die Betriebe. Unruhe innerhalb der Belegschaften ist so ziemlich das letzte, was die Betriebe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen können. Ob sich in den nächsten Jahren ausreichend (An-) Bieter für die benötigten Rüstungsgüter und Dienstleistungen im geforderten Umfang finden lassen, dürfte daher völlig offen sein.
Vor diesem Hintergrund ist zu befürchten, dass aufgrund der hohen formalen und rechtlichen Hürden bei der Belieferung der Bundeswehr der Mittelstand bestenfalls eine untergeordnete Rolle spielen wird. Großkonzerne hingegen, mit eigenen Rechtsabteilungen versehen, werden sich den Anforderungen des öffentlichen Beschaffungswesens stellen (können). Dass der Bund sich kürzlich sogar am deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS beteiligt hat, zeigt wohin die Reise geht. Aber Achtung: Insbesondere Maschinenbau lastige Großkonzerne bauen gerne große Maschinen – weil sie es kennen, weil sie es schon immer gemacht haben und weil mit viel umbautem Volumen in der Vergangenheit oftmals reichlich Geld verdient wurde. Die Gefahr besteht, dass wichtige Innovationen in der Rüstungstechnologie zumindest unterschätzt, möglicherweise sogar ignoriert werden und die Armee mit Technologien aus dem zweiten Weltkrieg, wie beispielsweise Panzern, Zerstörern und Kampfjets, einen dritten Weltkrieg verhindern soll, der mit hoher Wahrscheinlichkeit völlig anders ausgetragen wird.
Zweite Frage: Wer implementiert – hier im Land, unter Berücksichtigung der nationalen Sicherheitsinteressen – die für High-Tech-Waffen benötigte Software?
Deutschland hat durch eine Mischung aus politischen Fehlentscheidungen und gesellschaftlichem Desinteresse den Anschluss in der Informationstechnik verloren. Seit Jahren sind viele Bereiche von Industrie und Wirtschaft weitgehend dazu verdammt, sich bezüglich der IT mit der Rolle des zahlenden Zuschauers abzufinden. Qualifizierte Ingenieure und insbesondere top ausgebildete Softwareentwickler sind seit langem Mangelware, insbesondere im öffentlichen Sektor können IT-Systeme oftmals nur noch mit viel Mühe am Laufen gehalten werden. Die aktuell bereits prekäre Lage in diesem Segment des Arbeitsmarktes dürfte dadurch noch verschärft werden, dass Millionen gut qualifizierte und mit großem Erfahrungsschatz versehene "Boomer" in den nächsten Jahren in Rente gehen. Dabei wird es in unzähligen Bereichen der Wirtschaft – insbesondere auch in der IT – zu einem Knowhow-Verlust kommen, wie wir ihn seit Gründung der Bundesrepublik noch nicht gesehen haben. Wer in dieser Situation denkt, in Deutschland ließe sich die nächsten Jahre in großem Umfang komplexe Software für High-Tech-Waffen herstellen, leidet unter Realitätsverlust.
Ditte Frage: Wer konzipiert und baut die für die Serienproduktion zukünftiger Waffenarsenale dringend benötigten automatisierten Fertigungseinrichtungen?
Wie bereits erwähnt: Qualifizierte Ingenieure und Softwareentwickler sind allerorts Mangelware, auch im Bereich der Automatisierungstechnik. Die Errichtung neuer Fertigungsstätten für die Produktion von Rüstungsgütern dürfte insofern eine Herausforderung werden, als dass viele der dafür benötigten Maschinen und Gerätschaften gar nicht mehr in Deutschland oder innerhalb der EU hergestellt werden. Leider hat insbesondere im deutschen Maschinenbau in den vergangenen zehn Jahren bereits ein gewisser Ausverkauf stattgefunden, zahlreiche Top-Unternehmen sind mittlerweile in ausländischem Besitz. Eine nicht unerhebliche Zahl dieser neuen Besitzverhältnisse wird von den NATO-Partnern als Sicherheitsrisiko eingestuft, daher können diese Betriebe nicht in die militärischen Lieferketten integriert werden. Ob die benötigten Fertigungskapazitäten zügig bereitgestellt werden können, scheint mir daher ebenfalls offen zu sein. Bereits in der Vergangenheit wurden bei komplexen militärischen Ausrüstungsgütern die bei Beschaffung vereinbarten Liefertermine nur in den seltensten Fällen eingehalten.
Es fehlen Knowhow und qualifiziertes Personal
Wer deutsche Bildungspläne mit den entsprechenden Vorgaben in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens vergleicht, wird klar erkennen, dass wir seit Jahrzehnten in unserem Bildungssystem bestenfalls noch Mittelmaß produzieren. Die Folgen davon sind unübersehbar: Der Mangel an einschlägigem Knowhow und gut qualifiziertem Personal verhindert seit ungefähr 20 Jahren in vielen Bereichen der Wirtschaft innovative Entwicklungen – mit stetig zunehmender Tendenz. Die Liste der gescheiterten Digital-Projekte ist lang und auch bei Infrastruktur-Großprojekten sowie jeder Form von "Transformation" oder "Wende" hat sich das Land in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Es sollte auch zur Kenntnis genommen werden, dass insbesondere bei großen europäischen Rüstungsprojekten die Erfolgsbilanz in der Vergangenheit mehr als durchwachsen war. So verzögerte sich die Auslieferung des von Airbus hergestellten militärischen Transportflugzeuges A400M um insgesamt 16 Jahre gegenüber der ursprünglichen Planung. Jahre – nicht Monate. Das "Future Combat Air System", ein deutsch-französisch-spanisches Programm zur Entwicklung eines "fliegenden Waffensystems", wurde erst im Juni von Deutschland und Frankreich aufgrund von "Unstimmigkeiten" zwischen den Projektpartnern noch vor Fertigstellung eines ersten Prototyps beerdigt, sieben Jahre nach der feierlichen Unterzeichnung des Rahmenabkommens.
Ob es aus dieser schwierigen Gemengelage heraus gelingen kann, die Streitkräfte innerhalb weniger Jahren von "blank" bis an die europäische Spitze zu bringen, darf in Anbetracht der vielen offenen Fragen bezweifelt werden. Es ist letztlich wie in der Industrie: Die großartigsten Produkt- und Dienstleistungsideen lassen sich nicht realisieren, wenn es am notwendigen Knowhow und an den erforderlichen Personalressourcen fehlt. Geld ist zwar notwendig, aber für die Abarbeitung der Wunschliste der Bundeswehr nicht hinreichend. Erhebliche Teile der geplanten Aufrüstung werden nicht machbar sein, stehen klar unter Realisierungsvorbehalt. Nachbarländer, die sich seit 2022 in Anbetracht der angekündigten Aufrüstung Sorgen machen über ein wiedererstarktes Deutschland, sollten sich bis auf Weiteres entspannt zurücklehnen.
Einen weiteren – wenn auch sicherlich nicht beabsichtigten – Hinweis auf zusätzliche mögliche Risiken der kostspieligen Aufrüstungsbemühungen lieferte der bei der Veranstaltung anwesende Stabsoffizier im Rahmen seiner Ausführungen selbst: In Bezug auf die geplante massive Aufrüstung an der Ostflanke der NATO mit modernsten Waffensystemen und Hightech-Sensorik verwies er auf die "Maginot-Linie". Zur Erinnerung: Die Maginot-Linie war eine nach dem französischen Kriegsminister André Maginot benannte Verteidigungslinie, die 1929-32 entlang der Ostgrenze Frankreichs aufwändig gebaut wurde. Wer sich ein Bild von der beeindruckenden französischen Ingenieurskunst der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts machen will, dem sei ein Besuch im "Fort de Schoenenbourg" 35 Kilometer westlich von Karlsruhe empfohlen. Was dem vortragenden Offizier in diesem Moment wohl entfallen war: Die nach heutigen Maßstäben geschätzte drei Milliarden Euro teure Maginot-Linie erwies sich für die verteidigenden Franzosen im zweiten Weltkrieg schon kurz nach Beginn des Westfeldzuges der Wehrmacht als Fehlinvestition, da die tiefgestaffelten Verteidigungsanlagen für Kampfhandlungen entsprechend denen des zurückliegenden ersten Weltkrieges – mit seinen starren Stellungskämpfen – konzipiert wurden. Gegen die im Jahr 1940 eingesetzten modernen Waffensysteme sowie den taktisch fortschrittlich geführten Bewegungskrieg der deutschen Panzerdivisionen blieb die Maginot-Linie weitgehend wirkungslos.
Christian Demant hat an der Universität Stuttgart Technische Kybernetik studiert mit Abschluss Dipl.-Ing. Er verfügt über 30 Jahre unternehmerische Erfahrung im Bereich der Software und Automatisierungstechnik. Zudem hat er über zwei Jahrzehnte als Mitgesellschafter und Aufsichtsrat ein Tech-Unternehmen in Oxfordshire/UK begleitet
Ist das ein Psyops Artikel, Terroranstalt Fraunhofer, Werbung(IAIS) für mehr Steuergelder? Aus der Universität der Bundeswehr München „Institut für Theologie und Ethik“, Werner-Heisenberg-Weg 39 kamen Äußerungen wie „Anders als erhofft, entfaltet sich unter freiheitlich-demokratischen Bedingungen keine gemeinschaftlich-gute Lebensform.“
Eine gaaanz große Tüte Mitleid für die arme arme Bundeswehr die lieber einen Massenmord an der eigenen Bevölkerung vom Scheibtisch aus organisiert und selbst vor den eigenen Soldaten, Kameraden kein Halt kennt. Die Verantwortlichen sollten vors Militärgericht.
„Reiche Kammern, arme Betriebe“ IHK mal wieder in ihrer besten bekannten Rolle, sie glüht mal wieder vor Gewalt und Verehrung, ähnlich wie im MEFO Hitlerismus.
Richtig abartig war der französische Nationalfeiertag. Da liefen ~50 ukrainische Neonazis als Ehrengäste unter dem Beifall und Augen des Merz, Pisstorius, Macrone vorweg und wurden als „Koalition der Willigen“ für „das strategische Erwachen Europas“ bezeichnet. Der nicht gewählte Präsident der Ukraine bettet aktuell mehrere Neonazis z.B. Jewgenij Konowalez, aus Europa zurück um sie zu verehren. Merz und seine kriegswilligen Schergen inkl. IHK und Bischöfe werden wohl heimlich die letzte OUN Ruhestätte in der Ukraine besuchen.
Die korrupten NATO Söldner, Taliban in Uniform gehört aufgelöst. Sie ist eine frei drehende Mördertruppe mit Aufträgen ausserhalb jegliche Demokratie. Aus dem Grund wird es immer und ewig Probleme geben.
Erhalten die Bundeswehr Drohnenpiloten in Bayern auch eine Prämie für jeden getöteten Russen?
Es gibt übrigens auch mittelständische Unternehmer, die bewusst keine Kriegsgeräte oder Komponenten dazu liefern. Weil ihnen das Leben der Menschen wichtiger ist. Wer zum Krieg rüstet, will irgendwann auch Krieg führen. Wer hochgerüstet ist, neigt nicht zum Verhandeln. Und das Interesse der breiten Bevölkerung einschließlich der Bürger liegt im Frieden. Ich bin kein Diplomat, aber im Zweifelsfall würde ich in jedem Fall auf Diplomatie setzen. Und einen etwas faulen Kompromiss dem elendigen Zerfetzen von Menschen vorziehen, denn genau das bedeutet Krieg heute. Und es eskaliert weiter, mittlerweile hat man Maschinen im Einsatz, die Menschen zerfetzen, die Dystopie von ehemals morgen ist heute. Also verdienen Unternehmer ihr Geld lieber woanders, zumal der Staat dazu neigt, die Preise extrem zu drücken. Und nebenan für Ideologieprojekte in blödsinniger Weise Geld zu verschwenden. Wer mag schon solche Kunden.
@S.Buch- kann Ihnen nur zustimmen, hierzu u.a. auch ein Interview mit Professor Sachs auf dem Kanal von Glenn Diesen.
Die Achse marschiert im Gleichschritt mit den Mainstream Medien gen Moskau, na ja zumindest werden kritische Kommentare noch veröffentlicht, das ist ja auch schon mal was.
Schönen Tag noch allerseits
„Mir ist keine Verteidigung bekannt, die im Ausland stattfindet“
Fragen sie mal in Israel an, wie das geht. Man kann nicht immer warten, bis die Raketen der Hisbollah und anderer Räuberbanden fliegen.
„wurde in einem der Vorträge der Vergleich angestellt, dass ein modernes Kampfflugzeug als “fliegender Computer„ zu betrachten sei.“
Die F15 war der erste der fliegenden Computer. Das Teil kann eine Menge Aufgaben erledigen, unter anderem die Aufmerksamkeit des Piloten mit seinen zahlreichen Spielereien komplett zu binden. So ist es bei simulierten Gefechten einem wesentlich simpleren F16 Jäger wiederholt gelungen, unbemerkt in die 6 Uhr Position der F15 zu schleichen, weil der Pilot von all seinen Spielereien inklusive HoTaS zu sehr abgelenkt war. Diese fliegenden Computer überfordern die Piloten zunehmend und die Antwort dürfte lauten: „mehr Computergepiepse!“. Das fortschrittlichste derzeitige Jagdflugzeug ist die F22, die kann nur noch von der absoluten Elite der Piloten geflogen werden und auch von denen bringt vielleicht eine Handvoll Piloten das Fluggerät kontrolliert an seine technischen Grenzen. Die Technik ist dem Menschen enteilt.
Zum traurigen Stand der deutschen Software-Industrie vgl. auch den Blog von Hadmut Danisch…
Was hier vielleicht etwas knapp erwähnt wird, ist der Moloch des Beschaffungsamtes. Generell kann man mit Bürokratie alles abwürgen und dieses Amt ist da mit Sicherheit keine Ausnahme.
„Verteidigung gehört zu den ureigensten hoheitlichen Grundaufgaben jedes Staatswesens. “ -> Ja, vor allem durch Kriege in anderen Ländern. Mir ist keine Verteidigung bekannt, die im Ausland stattfindet – auch nicht im Namen von „unsere Freiheit und Demokratie“. Ganz abgesehen davon gibt es keine Bedrohung durch Russland in Richtung Wertewesten, sondern in umgekehrte Richtung – siehe den vom Westen finanzierten und militärisch ausgestatteten Ukraine-Krieg. Der Artikel ist komplett obsolet, weil auf dem Narrativ (Lügenmärchen) von der Bedrohung durch Russland aufbauend. Aber immerhin ist er wie beabsichtigt ganz im Sinne der herzustellenden Kriegstüchtigkeit Deutschlands mit den bekannten NATO-Zielen.