Saporischschja, das größte Kernkraftwerk Europas, ist seit dreieinhalb Jahren russisch besetzt. Kann die Besatzungsmacht jetzt aus dem ukrainischen Kraftwerk einfach ein russisches machen?
Saporischschja (ZNPP) ist nicht irgendein Reaktor, sondern das größte Kernkraftwerk Europas. Es besteht aus sechs Reaktoren mit zusammen 5,7 GWel. Es sind auch keine „Schrottreaktoren“, sondern recht moderne Druckwasserreaktoren vom Typ VVER 1000/320. Die Blöcke 1 bis 5 gingen zwischen 1985 und 1989 in Betrieb, der sechste Block erst 1996. Vor dem russischen Überfall sollen etwa 11.000 Menschen in diesem Kraftwerk gearbeitet haben. Am 4. März 2022 geriet das Kernkraftwerk unter russische Besatzung. Es wird jedoch weiterhin von lokalem Personal betrieben bzw. überwacht. Dies kann man nicht hoch genug würdigen. Diese Mitarbeiter sind praktisch russische Gefangene, die teilweise seit über drei Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Familien haben.
Die russische Soldateska wäre ohne diese Menschen nicht einmal in der Lage, das Licht im Kraftwerk ein- und auszuschalten, geschweige einem Störfall zu begegnen. Nicht, dass es in Russland keine hoch qualifizierten Kerntechniker gäbe, aber die haben natürlich keine Lust, Dienst an der Front zu machen. Seit Juli 2022 nutzt die russische Soldateska das Kraftwerk als Versteck für Waffen und Munition. Ja man ist sogar so dreist, dass man von hier umliegende Städte und Dörfer mit Artillerie beschießt. Dieses Vorgehen ist an Skrupellosigkeit kaum zu überbieten, zumindest ist es ein schwerer Verstoß gegen die Genfer Konvention. Aber beileibe kein „Ausrutscher“, wie der Drohnenbeschuss der Sicherheitsverkleidung der Ruine von Tschernobyl zeigt: Ein Brand, der mehrere Wochen – in radioaktiver Umgebung! – bekämpft werden musste und einen Schaden von mehreren hundert Millionen Euro hinterließ.
Der momentane Zustand
Die gewaltige Abwärme von rund 20 GW bei vollem Betrieb erfordert riesige Mengen Kühlwasser. Sie wurden dem Kachowkaer Stausee entnommen. Nachdem dessen Staumauer am 6. Juni 2023 gesprengt wurde – wahrscheinlich durch russische Truppen, um die damals laufende Gegenoffensive der Ukraine zu behindern – ist ein regulärer Betrieb des Kraftwerks gar nicht mehr möglich. Umbauten und Rekonstruktionen werden nach dem Krieg Jahre in Anspruch nehmen. Folgerichtig wurden die Reaktoren komplett abgeschaltet. Sicherheitstechnisch wichtig ist, dass sich nunmehr alle Reaktoren seit fast zwei Jahren im „kalten, abgeschalteten Zustand“ befinden. Dies ist ein definierter Zustand, bei dem alle Kettenreaktionen unterbrochen sind und die Wassertemperatur unterhalb von 95°C liegt. Der Reaktor ist damit drucklos. Ein Störfall wie in Harrisburg oder Fukushima mit Kernschmelze ist damit physikalisch ausgeschlossen. Inzwischen dürfte die Nachzerfallswärme so gering sein, dass die Blöcke notfalls ohne Kühlwasser auskommen könnten. Als Hinweis für Laien: Nach einem Jahr können alte Brennelemente den Abklingbecken entnommen werden und in trockenen Behältern transportiert oder gelagert werden.
„Nuklearer Terror“ aus St. Petersburg
Nichtsdestotrotz sollte ein Kernkraftwerk nicht ohne Strom sein. Wer will schon mit der Taschenlampe darin arbeiten. Deshalb ist es auch dauerhaft mit dem Netz verbunden. Ursprünglich war ZNPP mit vier 750-kV-Leitungen mit dem ukrainischen Höchstspannungsnetz verbunden und darüber hinaus noch mit 330-kV-Leitungen versorgt. Für alle Fälle verfügt jeder Reaktor über drei Notstromdiesel. Alle 18 Diesel ergeben ein respektables „Dieselkraftwerk“. Schon einer dürfte zur Versorgung von ZNPP in dieser Situation ausreichen. Die Gefahr eines „Super-GAUs“, wie der Genosse Thomas Röper aus seiner wohligen Schreibstube in St. Petersburg behauptet, existiert nicht. In klassisch russischem Stil (wer erinnert sich noch an Syrien, wo sich die Bewohner lt. russischer Propaganda regelmäßig mit Giftgas selbst beschossen haben?) setzt er noch eins drauf: „Die ukrainische Armee hat am Dienstag wieder das AKW Saporoschje beschossen. Dieses Mal wurde externe Stromversorgung des Kernkraftwerkes komplett zerstört, die für die Versorgung der Kühlung der Reaktoren verantwortlich ist.“ Nee, ist schon klar, die Russen konnten die Stromleitungen gar nicht treffen, weil ihren inzwischen tausenden ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen einfach immer Wohnhäuser in den Weg gestellt werden.
Zum Glück können die Ukrainer im eigenen Land auch nicht treffen, obwohl sie in Raffinerien im russischen Hinterland auf wenige Meter genau nicht ersetzbare Kolonnen rausschießen. Die IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation) gab an, dass der Schaden etwa 1,5 km vom ZNPP entfernt aufgetreten ist. Vielleicht hätte der Genosse von der Propaganda einfach mal seine russischen Kollegen in der IAEO fragen sollen? Er hat ja nach eigenem Bekunden Kontakt zur „Leitung des AKW“ – wahrscheinlich dem Besatzungsdirektor Yuri Chernichuk –, der müsste die Telefonnummer haben. Greenpeace Ukraine analysierte Satellitenbilder von den Schäden an der Stromleitung seit dem 23. September und schätzte ein, dass die Stromleitung nicht beschossen wurde, was darauf hindeuten würde, dass russische Streitkräfte Sabotageoperationen gegen die Stromleitung durchgeführt hätten. Übrigens wurde die Stromversorgung inzwischen zum neunten Mal gekappt.
„Kriegspropaganda“ aus Hamburg?
Genosse Röper zieht in seinem Artikel alle Register der „Anti-Atomkraft-Bewegung“: „Super-GAU im AKW“, „Kernschmelze“, „eine Gefahrensituation, wie es sie in der Geschichte der Kernkraft noch nie gegeben hat“ usw. usw. Gemischt mit etwas sowjetischen Heldenmythos „Da der Diesel irgendwann zur Neige gehen könnte und ukrainischer Beschuss von Tankwagen den Nachschub bedroht, wird die Lage immer gefährlicher“. Ob das das Image der russischen Söldner und Kriminellen aus den leergefegten russischen Knästen noch aufbessern kann? Jetzt kommt es aber erst richtig dicke. Der Spiegel plappert nur ukrainische Propaganda nach. So, so. Schon das ist reine Desinformation, denn welche Risiken sollten entstehen, wenn das AKW an russische Stromnetze angeschlossen würde? Das AKW wurde noch zu Sowjetzeiten gebaut, und in Russland stehen viele AKW des gleichen Typs, der russische Betreiber hat also reichlich Erfahrung mit dieser Art von AKW. Hat er wirklich keine Ahnung oder spielt er nur den Ahnungslosen?
Das ukrainische Stromnetz ist längst vom russischen Netz getrennt und mit dem europäischen Stromnetz verbunden. Eine gleichzeitige Verbindung mit beiden Netzen geht gar nicht. Im Mai 2021 haben umfangreiche Tests unter internationaler Kontrolle stattgefunden, um zu klären, dass das ZNPP sicher im europäischen Verbund betrieben werden kann. Das war der Abschluss zweijähriger Arbeit. Also, einfach mal die Drähte umhängen, wäre in der Tat unverantwortlich. Zumal inzwischen Brennelemente von Westinghouse verwendet werden und auch erhebliche Modernisierungen bei der Steuerung und Instrumentierung vorgenommen wurden. Die Russen wissen das, deshalb haben sie auch eine 200 km lange Leitung gebaut. Der Spiegel hat recht, wenn er den ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha zitiert „das AKW ‚stehlen‘ und an das russische Netz anschließen. Dadurch entstünden ‚große Risiken‘, warnte er.“ Wenn Russland die besetzten Gebiete dauerhaft annektieren will, braucht es aber mindestens hierfür Strom.
Die Verleumdung der IAEO
Es hätte schon gereicht, wenn sich Röper mal bei Wikipedia den Artikel über die IAEO durchgelesen hätte. Aber vielleicht hatte gerade die Zensur in St. Petersburg das Internet abgeschaltet. Die IAEO ist neben dem Roten Kreuz wohl inzwischen die einzige Organisation, die über alle Nationen Kontakte unterhält – selbst im Krieg. Ihr Direktor Rafael Mariano Grossi hat mehrfach persönlich mit einem Inspektorenteam das ZNPP besucht. Die Bilder mit Helm und Schutzweste sind zahlreich im Netz vorhanden. Noch im Mai 2022 (Die Besetzung erfolgte am 4.03.2022) hat sich die Ukraine gegen Besuche der IAEO im ZNPP ausgesprochen. Man war der Meinung, vor Inspektionen müssten die Besatzer erstmal aus dem Kraftwerk abziehen.
Die Antwort von Grossi war eindeutig: „Bei dieser Mission geht es nicht um das Wollen oder Wünschen, sondern um eine Verpflichtung auf Seiten der Ukraine und auf der Seite der IAEO. Die IAEO wird im Rahmen des rechtsverbindlichen Sicherheitsabkommens, das die Ukraine mit der IAEO hat, in das Kernkraftwerk Saporischschja (ZNPP) gehen.“ Es geht um Transparenz und Vertrauen. Etwas, dass sozialistische Länder aus Prinzip ablehnen. Im September 2022 verabschiedet der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergie-Organisation eine Resolution, die Russland auffordert, „alle Aktionen gegen und im Kernkraftwerk Saporischschja einzustellen“. 26 Stimmen dafür und zwei dagegen – ist eigentlich nicht schwer zu raten, wer die Gegenstimmen sind: Russland und China. Russia Today berichtete über Russlands Mission bei der IAEO als Reaktion auf die Abstimmung, dass das Dokument vom Westen „durchgeschoben“ wurde, während „die Mehrheit der Menschheit sich weigerte, es zu unterstützen“. So belügen sie sich selbst.
Schlimmer geht immer
In der nächsten Zeit könnte alles noch schlimmer werden. Die russische Sommeroffensive ist kläglich gescheitert. Russische Militäropfer von Januar bis August 2025: (281.550 Opfer, davon 86.744 Gefallene (KIA), darunter 1.583 Offiziere und 8.633 Strafrekruten. 33.996 werden im Einsatz vermisst (MIA), darunter 11.427 Strafrekruten. 158.529 wurden im Einsatz verletzt (WIA), darunter 6.356 Offiziere und 16.489 Strafrekruten und 2.311 wurden gefangen genommen.). Die geplante Eigenfinanzierung des Kriegs durch Raub und Plünderung damit auch. Tausende russischer Panzer und Geschütze sind verloren. Die Soldateska ist schwächer als zu Beginn. Die Knäste liefern kaum mehr Nachschub. In nächster Zeit müssen verstärkt auch Russen an die Front, was zu innenpolitischer Unruhe führen wird. Putin fürchtet noch die Mütter der Gefallenen aus Afghanistan. Deshalb hat er Russen geschont und die Völker aus Sibirien durch Geldprämien gelockt. Langsam hat es sich dort aber herumgesprochen, der Mafiosi aus Petersburg zahlt nicht. Gefallene werden als vermisst verbucht, der Sold gleich wieder abgepresst.
Dies hat einen doppelten Effekt: Schlechte Stimmung bei den Angehörigen in den Weiten Russlands und zerfallene Moral bei den Söldnern. Die Kampfmoral ist längst hinüber und jetzt steht auch noch Väterchen Frost vor der Tür. Ein Soldat braucht bei Frost mindestens 5.000 kcal pro Tag. Die Todeszone beträgt aber heute schon mindestens 30 km. Wenn das Laub abgefallen ist, kann man im heutigen Drohnenkrieg praktisch die Gräben und Unterstände nicht mehr verlassen. Der Hunger droht. Die Kampfgebiete sehen heute schon aus, wie die Front im Ersten Weltkrieg. Zu plündern gibt es schon längst nichts mehr. Andererseits geht die Ignoranz des Krieges in Russland langsam zu Ende. Die Partys in Moskau nähern sich dem Ende. Seit die Ukraine mit weitreichenden Waffen – wohlgemerkt aus eigener Entwicklung und Produktion – systematisch die Ölindustrie zerstört, wird der Krieg schon an der Tankstelle und bei der Eisenbahn spürbar. Der Winter wird auch in Russland härter werden. Das „Moral Bombing“ von Kiew Nacht für Nacht führt eher zu Trotz und Durchhaltewillen, als zur Zermürbung. Eine Erfahrung, die schon die Alliierten im Zweiten Weltkrieg machen mussten.
Was also wird Putin machen? Soll er vor das eigene Volk treten und die „Spezialoperation“ für beendet erklären? Sorry, war halt ne fixe Idee, die Eroberung des Nachbarlandes zur Ehre der untergegangenen Sowjetunion. 1,5 Millionen russische Soldaten für nichts geopfert. Die Wirtschaft für Jahrzehnte ruiniert. Äußerst unwahrscheinlich. Er wird weiter vom Endsieg faseln. Wir Deutsche wissen aus unserer Geschichte nur zu gut, wie ein „Gröfaz“ reagiert.
Dr. Klaus-Dieter Humpich studierte Maschinenbau und Energie- und Verfahrenstechnik mit Schwerpunkt Kerntechnik, bevor er zehn Jahre am Institut für Kerntechnik in der Technischen Universität Berlin arbeitete. Seit 20 Jahren ist er freiberuflich im Bereich Energietechnik tätig. Dieser Beitrag erschien zuerst auf seinem Blog.
Von Klaus Dieter Humpich und Manfred Haferburg erschien in der Achgut-Edition das Buch Atomenergie – jetzt aber richtig. Das Nachwort stammt von dem Wissenschaftsphilosophen Michael Esfeld. Sie können das Buch hier in unserem Shop bestellen,
@Markus Abt : >>—So wie ich das im Faktenbericht lese (2.3.3, 2.3.4), war die Richtung des Energieflusses von ES nach FR (ab kurz vor 11:00 Uhr, anderthalb Stunden vor dem Blackout<< ## Das ist das Problem. Es passt nichts zusammen. Die überhöhten Spannungen in Übertragungsnetzen, die bei falscher Blindleistungskompensation auftreten, gibt es nicht am Einspeisepunkt, sondern am Ende der Leitung (in Energieflussrichtung gesehen). Wenn wirklich der Leistungsfluss von ES nach FR gewesen wäre, hätten die Überspannungen in Frankreich auftreten müssen. Ist sicher nicht ganz Allgemeinswissen, deshalb beachten das die Berichterstatter nicht. Man muss unterscheiden zwischen den Energieflüssen, die laut Gebot am Tag vorher geplant werden und der tatsächlichen physikalischen Energierichtung. Da scheint es vor dem Abtrennen des Inselnetzes Iberia massive Diskrepanzen gegeben haben. Und das scheint genau das Problem zu sein, dass man mit Planungen arbeitet, und solange die auch in der Realität so eintreffen, kann man das System gerade noch mit „manuellen“(!) Eingriffen vor dem Kippen retten. Aber wehe, wenn sich mal irgendwas nicht Geplantes ereignet. Dann ist diese viel zu langsame Steuerung des Netzes am Ende. Meine These: Ein Netz, das in Sekunden zusammenbrechen kann, wie man gesehen hat, MUSS in Millisekunden effektiv gesteuert werden. Da ist das ganze Gerede von drehenden Massen aus dem 19. Jahrhundert völlig fehl am Platz.
Ansonsten, ihr Bügeleisen, Respekt. Auch so ein Relikt der Goldenen Jahre. Hoffentlich haben Sie das nicht 24/7 im Gebrauch? Wenn nicht, müsste man dessen Bedeutung vielleicht relativieren? Ich bügle ja schon lange nicht mehr. Nachdem mir eine Frau gesagt hat, die Hemden für den Job, mit dem ich die Familie finanziere, soll ich gefälligst selber Bügeln, bin ich dann in Jeans und Hawaihemd in den IT-Job gegangen. Und sieheda, es ging auch. Das ist nun auch schon wieder ganz lange her. Aber ich besitze noch ein Bügeleisen, falls mal Kontrolle kommt. :-)
Das ehemals größte KKW Europas kann nicht wieder in Betrieb genommen werden, weil durch die Sprengung der Staumauer in 150km Entfernung das Wasser für eine Kühlung fehlt. Es ist und bleibt eine Industrieruine, von der jedoch eine akute Gefahr ausgeht. Man müsste mal recherchieren, wer die Staumauer zerstört hat und warum. Vielleicht kommt man dann auch auf den Zusammenhang mit dem KKW in Energodar. Nuklearexperten sollten das eigentlich wissen?? Naja, die Erwartungen waren eh nicht hoch.
Ja, es ist Europa.
@Markus Peter: Manche Leute können einfach keine Ruhe geben, weil sie glauben, unbedingt Recht haben zu müssen. Als was genau Sie mich bezeichnen, ist mir so was von…. Anscheinend haben Sie Probleme mit dem Lesen und Verstehen („Was nebenbei bemerkt…, nicht gleichbedeutend sein muß, mit gutheißen oder akzeptieren.“), sind aber gut im Unterstellen und bei fantasievollen Behauptungen. Wenn Sie „aus psychologischer Sicht“ schreiben, halten Sie sich anscheinend für einen Psychologen? Manche Leute halten sich für Gott oder Napoleon, und Sie wissen bestimmt, wo diese dann sicher verwahrt werden? Bekanntes Symptom ist dabei die Selbstüberschätzung („kenne die Verhältnisse in Russland nur zu gut, wohl im Gegensatz zu Ihnen“). Dabei passt Ihr Duktus absolut nicht zu ihren Beteuerungen (liebe ich Russland…), und wer sich über eine korrupte Mischpoke in Rußland erregt, dasselbe Phänomen in der Ukraine aber nicht sieht, na, ja, dazu gehört schon eine sehr spezielle Sichtweise. Aber weiterhin viel Glück beim Denken und als Psychologe und Russlandkenner. Solche Experten brauchen wir. Melden Sie sich doch in Berlin. Da gibt es schon zahlreiche Experten, einer geht immer noch, viel Erfolg.
SgH Julius Grossmann, wissen Sie vielleicht, wo die größten Transportflugzeuge weltweit (An-225) gebaut wurden? Ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass die Orkas in der Ukraine Kloschüssel massenhaft geklaut haben? Den Abschuss und den Untergang der Moskva haben Sie wahrscheinlich nicht bemerkt, genauso wie die ukrainischen Erfolge bei Drohnenbau. Die 5.000 verrosteten Holme aus Deutschland haben wohl dazu beigetragen ;-)
Nun, auf der anderen Seite dürfte es auch nicht besser aussehen. Auch dort wird man nicht bereit sein, „einfach aufzuhören“. Und so zerfetzen sie sich weiter bis zum bitteren Ende, an dem eine Seite zerstört ist. Wäre es nicht intelligenter und für beide Seiten gesichtswahrender, einen Deal irgendeiner Art auszuhandeln, bei dem jeder noch etwas als Gewinn verbuchen kann? Gesichtswahrend? Und vor allem das sinnlose Sterben und Zerstören beendend? Aber ja, ist nur so ein Hirngespinst von mir. Total unmöglich, hat man ja im Gaza-Streifen gesehen, dass diplomatische Lösungen total unmöglich sind. Und das kommt für die ehrenhaften Gerechtigkeitsapostel auch nicht in die Tüte, denn es lässt ihre Ehre nicht zu, vermeintlich ungerechte Beschlüsse zu fassen. Lieber schicken sie weitere Millionen von Menschen in den Tod, als über ihren eigenen Schatten zu springen. Und machen sich dabei noch die Taschen mit Rüstungsmilliarden voll. Grrrr.
@Markus Peter: Der Ukraine-Krieg mag Sie ja ungemein triggern – dennoch rate ich Ihnen: Beruhigen Sie sich und wahren Sie den Anstand. Man kann aus etlichen internationalen Quellen bis hin zu hochrangigen US-Strategen durchaus eine andere, differenziertere Sicht gewinnen, ohne so beschränkt zu sein, wie Sie das einigen Kommentatoren unterstellen. Man kann sich auch einfach durch seinen Stil disqualifizieren.