In einem seiner Kinderbücher erzählte Robert Habeck bereits, wie schön ein Stromausfall sein kann. Hier einige weitere Ideen für Geschichten, mit denen die Kleinen auf die schöne neue grüne Welt eingestimmt werden.
Als Kinderbuchautor hat Robert Habeck in „Kleine Helden, große Abenteuer“, erschienen im Mai 2021, mit seiner Frau Andrea Paluch die grüne Idylle der ganz nahen Zukunft für Kinder ab fünf Jahren beschrieben: „Emily erfährt aus erster Hand, wie aufregend ein nächtlicher Stromausfall sein kann“ (Klappentext). „Es ist wohl wirklich so, dass die Dunkelheit Vertrauen zueinander gibt.“ Im Familienkreis genießt man das Beisammensein bei schwarzer Mattscheibe und warmem Kerzenschein. Und am Schluss heißt es deswegen auch: „Eigentlich schade, dass es wieder Strom gibt.“
Nun, da er Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz ist und mit allerlei Problemen zu kämpfen hat, muss Habeck seine schriftstellerische Tätigkeit natürlich erst einmal ruhen lassen. Und hier komme ich als Ghostwriter ins Spiel! Nachfolgend einige Ideen für Vorlesegeschichten, die natürlich streng dem grünen Mindset verpflichtet sind.
Anna und das Grundlasthuhn
Anna hört davon, dass die Nachbarn neuerdings Angst vor Stromausfällen haben. Aber ihre Mutter, die Lehrerin ist und ganz doll Bescheid weiß, sagt ihr, dass das Netz der Speicher ist und man zum Beispiel mit einem TK-Hühnchen im Supermarkt, wenn es statt bei 22 Grad minus nur bei 20 Grad minus gekühlt wird, an der Grundlast das Netz stabilisieren kann, wie es im Reich der Kobolde schon lange üblich ist. Dort gibt es auch keine Probleme mit der Energie, weil der Strom aus der Steckdose kommt und das Geld aus dem Automaten. Jetzt möchte Anna auch ins Koboldland ziehen. Ihre Mama sagt, dass wir bald alle darin leben.
Lecker Tofu am Stiel!
Eigentlich hat Leon immer am liebsten Fischstäbchen und Spaghetti mit Fleischbällchen gegessen. Da wusste er noch nicht, dass die Meere überfischt sind und die Klopse einmal liebe, gutmütige Tiere waren, die man extra umgebracht hat, um sie zu essen. Jetzt hat Frau Hasenclever-Stutenbiss, seine Grundschullehrerin, aber davon erzählt. Und alle Kinder haben spontan beschlossen, fortan nur noch vegan zu essen. Also nichts, was Augen hat oder den Rücken nach oben trägt, und auch nichts, was man den Tieren durch Folter abgepresst hat. Zum Beispiel Eier oder Milch. Das ist auch viel gesünder. Frau Hasenclever-Stutenbiss hat in die Hände geklatscht und gerufen, wie sehr sie sich freue und dass die Kinder auch ihre Eltern dringend dazu auffordern sollten, nur noch Pflanzen und Früchte zu essen. Und dass sie ihr das sagen sollten, wenn die Eltern trotzdem weiter Fleisch essen. Sie werde sich das dann aufschreiben, für später.
Was ist unnatürlich?
Auf dem Spielplatz erzählt Nina, dass sie eine Mama und einen Papa hat. Moritz findet das „voll komisch“, er hat zwei Papas und keine Mama. So erfährt Nina, dass sie praktisch das einzige Kind ist, das so merkwürdige Eltern hat, wie es früher wohl mal gang und gäbe war. Malte hat zwei Mamas, und Ali sogar vier, aber dafür auch einen Papa. Eine Mama putzt, eine kocht, eine macht die Wäsche und eine ist im Zimmer beim Papa. Das findet Nina praktisch. Jeder sollte jeden heiraten können, meint Moritz, und dass Ninas Eltern wohl echt old school sind. Mia meint, ihr Papa sei jetzt auch eine Mama, jedenfalls unter der Woche, und am Montag zieht er sich Frauenkleider an, setzt sich eine Perücke auf und fährt nach Berlin. Moritz‘ Papa ist sich gar nicht sicher, was er ist, mal fühlt er sich so und mal so, und das finden die Kinder toll. Alle haben Mitleid mit Nina, aber dann trösten sie sie mit veganer Schokolade, da ist keine Milch drin, aber Siruppulver aus Soja. Da geht es Nina wieder besser. Sie nimmt sich vor, mal mit ihren Eltern über Partnerschaft zu sprechen, um herauszufinden, was mit ihnen nicht stimmt.
Klaras große Reise
Es sind Sommerferien, und wie jedes Jahr fährt Klara mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Malte-Thorben in die Provence. Doch dieses Mal ist alles anders: Ihre Mama hat sich ein E-Auto gekauft, das ist ganz leise und gut fürs Klima, und damit fahren sie los. Mit so einem E-Auto kommt man nicht ganz so weit wie mit dem alten Auto, man muss dann öfter an so eine Ladestation, und das dauert dann immer sehr lange, aber in der Zeit guckt die ganze Familie dann „Ben Hur“ auf dem iPad vom Papa. Das ist lustig. Manchmal gibt es aber Probleme mit der App oder die Ladesäule ist kaputt, und so dauert es zweieinhalb Tage, bis sie endlich da sind. Auf der Rückfahrt dauert es noch länger, aber das macht nichts, weil Klaras Eltern Lehrer sind und sechs Wochen Ferien am Stück haben. Wer sich kein E-Auto kaufen kann, muss eben mit dem Lastenfahrrad nach Südfrankreich fahren, sagt Mama. Das dauert nur noch ein bisschen länger. Oder sie nehmen den Zug, das kostet ganz wenig und man ist immer pünktlich am Ziel. Am besten wäre es natürlich, wenn die Leute daheim in Bottrop und Wanne-Eickel bleiben, das ist klimaneutral und so sparen sie das Geld für die Stromnachzahlung.
Ein Tag im Schwimmbad
Es ist ein schöner Sommertag, oder, wie ihre Eltern sagen, Klimakatastrophe. Mia und Lukas beschließen, ins örtliche Freibad zu gehen. Dort sind schon ganz viele Jungs auf der Wiese und im flachen Wasser, sie rufen fröhlich „Wallah!“, „Fick disch, Alda!“ und „Schmachdischmesser!“ und stoßen einander ins Nichtschwimmerbecken. Auch den Sprungturm haben sie besetzt und balgen auf der Leiter herum, sodass andere Kinder, die aus Spaß „Kartoffeln“ genannt werden, nicht aufs Drei-Meter-Brett gelangen. Von ihren Eltern wissen Mia und Lukas aber, dass das toll ist, weil es Vielfalt bedeutet, und außerdem laufen jetzt auch Polizisten Streife am Beckenrand, die aufpassen, dass nichts passiert. Es ist herrlich, auch wenn die Kartoffel-Kinder an diesem Tag nicht mehr zum Schwimmen kommen.
Moritz kämpft gegen rechts
Einer von den zwei Papas, die Moritz hat, ist beim Fernsehen. Jeden Tag macht er sehr wichtige Arbeit im Sender. Er ist nämlich ein Faktenchecker. So erklärt er zum Beispiel, warum böse Menschen völlig zu Unrecht an der Politik herummeckern. Die tut wirklich alles für eine bessere Welt, aber die Meckerer sind Rassisten und Nazis, die wollen Atomkraftwerke wiederhaben und ihr privates Auto behalten und weniger Steuern bezahlen und nicht „Stromzähler:innen" sagen. Moritz‘ Vater muss jeden Tag davor warnen, diesen schlechten Menschen auf den Leim zu gehen, denn sie sind zwar dumm, aber sehr geschickt, wenn sie mit ihrem Hass andere Menschen aufhetzen. Deshalb ist es so bedeutsam, was Moritz‘ Vater macht, er ist dann immer ganz erschöpft, wenn er abends nach Hause kommt und in seinen Massagesessel sinkt. Von ihm hat Moritz gelernt, dass man etwas tun muss gegen rechts, und deshalb geht er in den Supermarkt und versteckt die Hefte, auf denen „Tichys Einblick“ steht, hinter den Dosen mit der veganen Lasagne, wo sie niemand sieht. Da ist Moritz‘ Vater ganz stolz auf seinen Sohn. Vielleicht erzählt er die Geschichte sogar in seinem Tagesthemen-Kommentar.
Zu Besuch bei Murat
Finn-Luka ist es schon länger aufgefallen: Im Stadtzentrum hängen viel mehr junge Männer als früher ab, mit schwarzen Haaren und oft mit Bart, sie tragen Sneakers und Jogginghosen. Auch mehr und mehr Frauen mit Kopftüchern und anderen Verhüllungen tauchen auf, manchmal sieht man nur die Augen. Das macht die Gesellschaft bunt, erklärt die Mutter Finn-Luka. Nur böse Menschen haben etwas dagegen, dass die Flüchtlinge hier sind. Andere aus denselben Ländern sind schon länger hier und haben Kinder und Enkel. Enkel wie Murat, mit dem Finn-Luka in eine Klasse geht. Murat feiert zwar kein Weihnachten und auch keinen Geburtstag, aber dafür hat er viele Geschwister und es gibt immer ganz viel zu essen. Das stellt Finn-Luka fest, als Murat ihn zu sich nach Hause einlädt. Murats großer Bruder hat schon einen Bart und neulich ein Bild fertiggestellt, auf dem Davidsterne und krumme Nasen und Gewehre und Schweineringelschwänzchen zu sehen sind, das wird jetzt auf einer großen Kunstausstellung in Kassel gezeigt. Murat sagt, Finn-Luka könne ja mal mitkommen, wenn Al-Quds-Tag ist, da gibt es immer ein großes Hallo. Die ganze Familie geht hin, sogar Murats Schwestern kommen mal raus. Aber trotzdem erleben die Öztürks immer wieder Rassismus. Erst gestern hat sein Papa draußen den Gebetsteppich ausgeklopft, da hat ein Mann vom Nachbarbalkon gerufen: „Was ist los, Ahmet, springt er nicht an?“ Finn-Lukas Vater sagt, dass das ein Nazi war und dass er sofort die Polizei und den Staatsschutz informiert.
Warum weniger mehr ist
Geld macht nicht glücklich, sagen Luisas Eltern immer, wenn Klara sie in ihrer großen Villa am See besucht. Es ist nämlich nicht gut für den Planeten, wenn so viele Menschen ständig Dinge kaufen wollen, in ferne Länder fliegen oder mit ihren Autos die Luft verpesten. Deshalb müssen sie lernen, mit weniger auszukommen. Also, die anderen Menschen, nicht Luisas Eltern, denn die tun auch so genug für die Zukunft. Zum Beispiel kaufen sie im Bio-Laden ein, wo sie für einen halben Liter Bodenwischpflege mit Seife aus Olivenöl, nachhaltig produziert und fair gehandelt, schon mal 9,95 Euro ausgeben, und sie wählen die einzig richtige Partei. Die meisten Menschen müssen einfach ihre hohen Ansprüche herunterschrauben, lernt Klara, zum Beispiel nicht so oft duschen, sondern den Waschlappen benutzen, wie früher die Oma. Am besten ist es sogar, wenn sich die ganze Familie den Waschlappen teilt, das Klima wird es danken und das 1,5-Grad-Ziel erreicht. Dann wird es so schön auf dem Planeten, wie sich Luisas Eltern das vorstellen.

Ich muss schon sagen, dass mich der weiße Bär auf dem Foto stört. Hoffentlich ist er wenigstens Schwul oder Lesbisch oder am Besten beides zugleich.
Letzte Woche erzählte ein sehr weißer, äh… intelligenter Mann:INN seinem Enkel:INN folgende wunderbare Geschichte.
Ein Dorf hat starke Ängste vor einem Wolfsangriff eines herumstreunenden Rudels. Aber der Bürgermeister Robärt Habspäck beruhigte und besänftigte die Menge. „Oh schweigt still ihr Zweifler. Es sind doch nicht unbedingt Wölfe, nur weil sie euch fressen können oder wie Wölfe aussehen, oder wie Wölfe riechen oder sich wie Wölfe anhören.“ Das klang nicht unbedingt logisch für die Menge, aber als der Bürgermeister noch zusätzlich bekräftigte, dass diese „Wesen“ nicht unbedingt Menschen fressen, sondern nur die Menschen nicht unbedingt davor verschonen gefressen zu werden und das sterben nicht unbedingt bedeutet auch tot zu sein. Nun konnten sich Gustav- Malte und sein Freund Michel und die ganze Dorfbevölkerung beruhigt schlafen legen, wohlwissend, dass alles in bester Ordnung ist, der Bürgermeister hat alles im Griff. Der beste Bürgermeister im besten Dorf Titania aller Zeiten.
Frau Hasenclever- Stutenbiß hieß zu meiner Zeit einfach nur Fräulein und hatte auch so manches über ein sittsam- moralisches Leben zu sagen, ganz besonders viel Negatives über die, die „leichtlebig“ waren. Sie war in der Regel sitzen geblieben- nein, nicht in der Schule-und fand nun ihre Erfüllung in Religion und Moral, was sie beides mit Enthusiasmus verbreitete, also den unschuldigen Kleinen eintrichterte. Wenig Unterschied zwischen den beiden zu sehen, nur im Inhalt von Moral, der ein heute wenig anders ist, aber bestimmt nicht bei der äußeren Attraktivität und der inneren Verbiestertheit.
>… aber in der Zeit guckt die ganze Familie dann „Ben Hur“ auf dem iPad vom Papa. Das ist lustig.< – Nee, ist es überhaupt nicht. Es ist kulturelle Aneignung. Charlton Heston ist kein Jude und sieht auch gar nicht so richtig jüdisch aus; wieso darf einer, der aussieht wie Goliath, den David spielen? Nur, weil die Römer im Film auch keine Römer sind? In dem Schinken wird Heston als angeblicher Jude zunächst als Opfer und dann als Held dargestellt, der noch dazu am Ende zum Christen wird. Das ist erstens zionistisch und zweitens antisemitisch. Für Ersteres war in Deutschland die Zentralstelle für jüdische Auswanderung zuständig, und für Letzteres ist hier seither kein Platz! Wehret den Anfängen! Übler noch: Heston diente gegen Deutschland in einem Bomber der US Air Force, und er wurde im Alter vom Linken zum Konservativen – was zwar eher die Regel ist als die Ausnahme, außer man befindet sich an der Macht; dann geht es natürlich auch umgekehrt, aber eben nicht bei Heston! – Fazit: Papi verdirbt seine Kinder mit jüdisch-amerikanischem Schund! Das muss aufhören! Stellt Papi den Strom ab – oder lasst ihn was Vernünftiges sehen, „Bibi und Tina“ (womit nicht Bibi Netanyahu gemeint ist!) oder „Tal der Wölfe“…
@ Hab auch gelacht, @ Ilona Grimm: „Was ist los, Ahmet, springt er nicht an?“ Das ist so’ne Art Jürgen von Manger-Humor. Schätze die zwei kommen ganz gut aus miteinander. Die Doppelnamen sind auch zum Niederlegen. Das sind so Namen, bei denen die Eltern sich vorgestellt haben, die verlesen später Nachrichten im Fernsehen oder schreiben Artikel für Woke. Ich finde so einen schlichten Namen wie Omid auch interessant. Der vertritt Ehepaar Markle – das sind die, die ihren Vater, den amerikanischen, ignorieren – und ist sonst oder war irgendwo in den Sphären von Harper’s Bazar, Nomen est Omen.
Die Kinderbuchplots wären zum Brüllen komisch, wenn sie nicht so nah an der bestehenden und zukünftigen Realität wären.
Hört man sich Habecks Auslassung vor Mikrophonen und in Talkshows an und vergleicht sie mit seinen bisherigen Kinderbuchergüssen, so beschleicht einen der Verdacht, dass er alles tut, um seine infantilen Visionen 1:1 in der „Erwachsenenwelt“ umzusetzen.
Hanna liebt nun mal Kühlschränke und will, wenn sie groß ist, einmal ganz viele kleine Kühlschrankbabies haben von einem richtig geilen Kühl/Gefrier-Kombi-Brummer, so ein ganz bulliger und in strammem Mintgrün. In so einen tät sie immer am liebsten reinkriechen für Ewigkeiten und einen Tag immer. Und da sowas noch nicht als Ehe oder eingetragene Lebensgemeinschaft von den Standesämter staatlich verbindlich anerkannt und eingetragen wird mit Rentenansprüchen, Schwangerschaftsurlaub, Erb- und Beitstandsrechten , gesetzliche Krankenkassen-Mitversicherung auch für den ökozertifizierten routinemäßigen Kühlmittelaustausch zum Beispiel und allem solchen Pipapo, hilft ihr jetzt ihre Mami, vorsorglich schon mal in ihrer Kitaeinrichtung eine Aktivisten-Kitagruppe für die bisher diskriminierten Objektlibidinösen Gendermenschen und ihre little-tech-Gspusis aufzubauen. Aus der dann vielleicht mal eine Aktivistenfront der Partei der Grünen werden könnte, die dann dereinst bestimmt mal recht zahlreich als MdBs in den Bundestag einziehen könnten, eventuell sogar an ihre Kühlschrankpartner gekettet, ja, Mensch, um gegen die Nazi-Honks von der AfD dort für die volle und ungeteilte Menschmaschinen-Gender-Gerechtigkeit zu kämpfen. . Hanna glaubt sogar, dass sie das ganz ohne einen Schulabschluss, ja sogar in einem Großen Sprung nach vorne, direkt von der Kita in den Bundestag , schaffen könnt, wenn sie nur recht lange jede Form von Einschulung verweigert.
Und ihre Mutti weiß dazu sogar den passenden Antifa-Slogan: „Sei Realist, fordere das Unmögliche. UTOPIA NOW!“
Herr Casula, Herr Casula, ich muss doch wieder mal bitten! Können Sie die Leute nicht vorher kurz warnen, wenn Sie so etwas schreiben: „Was ist los, Ahmet, springt er nicht an?“ Ich wäre vor Lachen fast vom Stuhl gekippt!