Der NGO-Komplex macht sich auch im Bereich Psychotherapie bemerkbar. Therapeuten basteln Studien, die ihnen Arbeit beschaffen, und staatlich geförderte Organisationen springen auf den Zug auf. Zum Beispiel beim „Kampf gegen rechts“.
Bei der Recherche nach aktuellen Entwicklungen zu einem relativ neuen Thema, nämlich dem Kampf der Psychotherapeuten gegen rechts, stieß ich auf einen Beitrag in einem Online-Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) namens fluter. Genauer: auf ein Interview mit dem „Psychiater Prof. Allroggen vom Universitätsklinikum Ulm“ mit der sinnigen Überschrift: „Eine extremistische Einstellung ist keine psychische Erkrankung“. Wobei es in dem Interview natürlich weniger um extremistische Einstellungen schlechthin geht, sondern zuvorderst um solche rechtsextremistischer Art, flankiert von den sogenannten Verschwörungstheorien. Entgegen der Behauptung im fluter ist Prof. Allroggen allerdings kein Erwachsenen-Psychiater, sondern Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und dementsprechend auch nur in diesem Alterssegment tätig. Aber das nur nebenbei. Wer sich fragt, wieso jetzt auch die Psychiater und Psychotherapeuten in den Kampf gegen rechts ziehen, kommt an Prof. Allroggen nicht ganz vorbei. Vielleicht ist er sogar die fachliche Speerspitze in diesem Kampf, denn sein Forschungsweg der letzten Jahre hat ihn zu einem diesbezüglichen „Experten“ reifen lassen. Sonst hätte ihn der fluter auch nicht interviewt.
Das Publikationsverzeichnis von Prof. Allroggen, sozusagen seine wissenschaftliche Visitenkarte, hat bereits leichte Schlagseite: Es wird dominiert von Veröffentlichungen zu psychiatrischen Problemen im Bereich des Leistungssports von Kindern und Jugendlichen. Im Jahr 2019 entschloss Allroggen sich ganz offensichtlich, seine wissenschaftliche Basis etwas zu verbreitern oder zumindest Haltungspunkte zu sammeln, schließlich will man ja nicht ewig Leitender Oberarzt bleiben. Sein neu gewähltes Thema dürfte allerdings schon damals nicht mehr wirklich im Trend gelegen haben, ging es doch um „Gefährdungsmomente“ bei religiös-motivierter Radikalisierung von Jugendlichen – gemeint sind ganz vorrangig solche muslimischen Glaubens.
Ein Jahr später folgte dann eine etwas schrottige, dafür aber umso wortreichere Studie: Ursprünglich sollten im Auftrag des Bundesamtes für Migration BAMF 20 Tiefeninterviews mit islamistisch motivierten jugendlichen oder jungerwachsenen Extremisten durchgeführt werden. Dieses Vorhaben scheiterte aber an fehlender Kooperationsbereitschaft seitens der Extremisten oder beteiligter Deradikalisierungs-Organisationen, was ja eigentlich auch Bände spricht, aber von Allroggen nicht weiter thematisiert wird. Befragt wurden schließlich sage und schreibe sieben, teils inhaftierte Personen, die von „Fachkräften“ als „radikalisiert“ eingeschätzt worden waren. Drei der Befragten gaben eine „islamistische/religiöse Radikalisierung“ an, vier eine – wie es 2020 noch zurückhaltend hieß – „rechtspolitische Orientierung“.
Auch hier gibt es ein Problem mit der Kooperation
Im folgenden Jahr wurde das Thema der Deradikalisierung bei islamistischem Extremismus von Allroggen weiter beforscht, jetzt in Gestalt einer Befragung von sage und schreibe 13 Fachkräften aus neun „zivilgesellschaftlichen und staatlichen mit dem BAMF kooperierenden Fachberatungsstellen“, wobei auch hier etliche der kontaktierten Einrichtungen ganz offensichtlich nicht zur Kooperation bereit waren. Die Ergebnisse sind nicht der Rede wert. Aber der Ulmer Professor – jetzt in Kooperation mit einer Diplom-Sozialarbeiterin – lässt nicht locker und gibt im Jahr 2021 eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zur Inanspruchnahme von Angeboten zur Extremismusprävention in Auftrag.
Ganz im Gegensatz zur Meinung der beiden Autoren sind die Daten nach meiner Einschätzung allerdings nicht geeignet, hier irgendeinen besonderen Beratungsbedarf zu begründen. Denn nur 1,5 Prozent der Befragten beziehungsweise der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands gaben an, jemals in ihrem Leben eine solche Beratung – ganz überwiegend bei Erziehungsberatungsstellen – in Anspruch genommen zu haben. Belege für irgendeine Art von Unterversorgung mit Beratungsstellen oder ähnlichen Einrichtungen sind hier schlicht nicht erkennbar. Es scheint so, dass für das Objekt seiner wissenschaftlichen Begierde eher kein besonderer Forschungsbedarf besteht, beziehungsweise dort, wo er vielleicht vorhanden ist, gemauert wird.
Aber Allroggen sucht und findet einen Ausweg, um sein Thema der Prävention von Radikalisierungsprozessen weiter verfolgen zu können. Zunächst holt er sich namhafte Verstärkung mit ins Boot – in Gestalt des Ärztlichen Direktors seines Ulmer Universitätsklinikums, Prof. Fegert. Obwohl die eben erwähnten Ergebnisse aus der Bevölkerungsumfage das überhaupt nicht hergeben, wird jetzt, quasi aus dem hohlen Bauch, behauptet: „Ärzte und Psychotherapeuten können eine bedeutsame Rolle bei der Prävention von Radikalisierungsprozessen spielen“ – und das sollten sie auch. So jedenfalls könnte die Ergänzung von Allroggen lauten. Wohlweislich haben die Autoren diesen Besinnungsaufsatz nicht in irgendeiner medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht, denn das hätte Ende 2022 vielleicht noch zu Protesten geführt. Denn abgesehen davon, dass sich die meisten Ärzte doch ohnehin überlastet fühlen und daher wenig Neigung verspüren, sich auch noch systematisch um das Erkennen und die Prävention von Radikalisierungsprozessen samt evtentueller Überweisung an irgendwelche Beratungsstellen zu kümmern, wäre seinerzeit wahrscheinlich noch die Frage nach dem ärztlichen Ethos und der Schweigepflicht aufgeworfen worden.
Noch eine Bombenstudie
Mit ihrer Publikation von 2023 legen Allroggen und drei Mitautorinnen jetzt Ergebnisse aus einem für sie leichter zugänglichen Bereich vor, nämlich dem der Psychiater und nicht-ärztlichen Psychotherapeuten – in Klinik und Praxis. Es wird dieses Mal kein Meinungsforschungsinstitut beauftragt, sondern eine Umfragesoftware bundesweit an zahlreiche medizinische und psychologische Fachgesellschaften sowie an die einschlägigen Standesorganisationen geschickt, mit der Bitte um Versendung an die jeweiligen Mitglieder. Ziel ist es, Art und Häufigkeit von erlebten „Gefährdungssituationen im Zusammenhang mit der Krankenbehandlung von Personen mit vermuteter extremistischer Einstellung“ zu ermitteln, genauer: Solche links- oder rechtsextremistischer oder islamistischer Art und, ganz auf der Höhe der Zeit und ohne spezielle Begründung, auch sogenannte „Querdenker“.
Schlussendlich lagen 364 auswertungsfähige Fragebögen vor. Niemand – und die Autoren versuchen es auch erst gar nicht – vermag bei einer solchen Methodik genauer zu benennen, wen diese 364 Personen nun tatsächlich repräsentieren. Man sollte als seriöser Forscher aber offen und ungeschönt darauf hinweisen, dass bei diesem Vorgehen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit diejenigen überrepräsentiert sind, die bereits einschlägige Erfahrung im Umgang mit Extremisten gesammelt haben oder das Thema aus anderen Gründen für besonders wichtig halten. Folglich überschätzen die angegebenen Häufigkeiten die tatsächliche zahlenmäßige Bedeutung von beruflichen Kontakten der Psychiater/Psychotherapeuten mit Extremisten unterschiedlicher Couleur, in unbekannter Größenordnung.
Ganz zu schweigen von der hier verwendeten, sehr breit gefassten Extremismusdefinition, die sogar Überzeugungen einschließt, die sich „am Rande einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegen“, was der Willkür bei den Befragten noch breiteren Raum lässt. So wird von einer linksgrün gestrickten Behandlerin vielleicht bereits die Aussage „Frau Doktor, wenn das mit der Migration so weitergeht, wähle ich nächstes Mal auch die AfD“ als rechtsextrem eingestuft.
Ein kaum messbares Problem
Von den insgesamt 364 in die Auswertung einbezogenen Psychiatern und Psychotherapeuten gaben 210 beziehungsweise 57,7 Prozent an – über einen Zeitraum von immerhin durchschnittlich 13,3 Arbeitsjahren –, mindestens einmal eine Person mit extremistischer Einstellung behandelt zu haben. Bezogen auf die Gesamtstichprobe (n = 364) lässt sich daraus leicht berechnen, dass im Verlaufe eines Jahres durchschnittlich nur 4,3 Prozent der Psychiater und Psychotherapeuten zumindest einen beruflichen Kontakt zu einer Person mit extremistischer Einstellung hatten, 95,7 Prozent aber keinen! Da zudem nur knapp ein Viertel (24,6 Prozent) der Extremisten dem Bereich des Rechtsextremismus zugeordnet wurde – die „Querdenker“ machten acht Prozent aus –, müsste die Kernbotschaft hier doch wohl lauten: Maximal ein Prozent der Psychiater und Psychotherapeuten in Deutschland hat im Laufe eines Jahres beruflichen Kontakt mit einem Rechtsextremisten – oder besser: mit einer Person, die er für rechtsextremistisch hält.
Noch einmal deutlich geringer fällt die Zahl derjenigen aus, die während der Behandlung Tatpläne geäußert oder eine direkte Gewaltanwendung thematisiert haben – was immer darunter genauer zu verstehen ist. Vielleicht reichen da, zum Beispiel bei zart besaiteten Psychotherapeutinnen, schon die folgenden, doch wohl gesichert menschenfeindlichen Äußerungen aus: „Am liebsten möchte ich diesem linken Vogel mal was aufs Maul hauen.“ Oder: „Bei all den da herumlungernden Schwarzen und Arabern fühlt man sich ja nicht mehr sicher.“ Aber wie lautet nun das Resümee der Autoren? „Die Studie konnte zeigen, dass Extremismus und damit einhergehend Gefährdungslagen ein wichtiges Thema in der Krankenbehandlung sind.“ Das allerdings ist angesichts der mitgeteilten Ergebnisse abwegig oder auch schlicht eine Lüge.
Das Thema nimmt dennoch systematisch weiter Fahrt auf
Im vergangenen Jahr veröffentlichte ein vielköpfiges Autorenteam mit Allroggen als Leitautor eine Publikation unter dem Titel „Denkanstoß zu extremistischen Ansichten bei Patient*innen“, mit teils halbwegs vernünftigen und teils abwegigen Beurteilungen und Empfehlungen. Zunächst wird, wie nahezu immer, wenn ein Thema lanciert werden soll, natürlich dessen außerordentliche Relevanz behauptet, hier allerdings, wie wir wissen, völlig losgelöst von den tatsächlichen Daten oder auch frei erfunden: „Patient*innen mit extremistischen Einstellungen stellen das Gesundheitswesen vor große Herausforderungen.“ Damit ist diese Behauptung aber nun einmal in der Welt und dürfte fortan von vielen ebenso ungeprüft wie bereitwillig übernommen beziehungsweise zitiert werden. Aber dieser „Denkanstoß“ besticht auch noch durch unfreiwillige Komik, wenn die Autoren glauben feststellen zu müssen, „dass alleine durch die Behandlung einer psychischen Störung nicht zwingend eine Distanzierung von extremistischen Einstellungen erreicht werden kann“.
Zum Glück wissen die Autoren aber einen Ausweg: „Umso wichtiger ist es, dass es deutschlandweit spezialisierte Fachberatungsstellen und Ausstiegsprogramme gibt, die sich mit der Komplexität von Ausstiegsprozessen befassen und Menschen, die aus dem extremistischen Milieu aussteigen möchten oder Zweifel hinsichtlich ihrer Einstellung hegen, umfassend begleiten.“ In der Tat sind entsprechende Bemühungen schon recht weit fortgeschritten. Eine der in diesem Bereich wirkenden NGOs, das IZRD, ist gerade nach eigener Aussage dabei, „das Arbeitsfeld der Gesundheits- und Heilberufe mit dem der Radikalisierungsprävention, spezifisch der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit, zu vernetzen“. Mit großer Selbstverständlichkeit bittet zum Beispiel die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (dgp) ihre Mitglieder um entsprechende Mitwirkung. Das Abstinenzgebot der Psychotherapeuten scheint nicht mehr zu gelten.
Aber besonders unangenehm stößt bei diesem ganzen Thema auf, dass ausgerechnet die deutsche Psychiatrie sich hier zum Gesinnungswächter aufspielen will, dieses Mal natürlich zur Rettung UnsererDemokratie. Dabei demonstriert sie gerade erneut ihr brüchiges moralisches Fundament, nämlich durch ihr dröhnendes Schweigen zum Attentat beziehungsweise zum Attentäter von Magdeburg und zeigt damit, wie unfähig und wenig bereit sie ist, aktuelles, strukturelles und vor allem folgenreiches Fehlverhalten aufarbeiten zu können oder zu wollen. Wäre doch die Arzt-Werdung des Attentäters ohne eine durchgängige positive Diskriminierung durch die beteiligten Ärzte, Kliniken und nicht zuletzt auch Ärztekammern schlicht nicht vorstellbar.
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Wolfgang Meins ist Neuropsychologe, Arzt für Psychiatrie und Neurologie, Geriater und apl. Professor für Psychiatrie. In den letzten Jahren überwiegend tätig als gerichtlicher Sachverständiger im zivilrechtlichen Bereich.

Die laut unicef ca. 700 Millionen in „Kinderehen“ gezwungenen Mädchen, zumeist muslimische, interessieren den Herrn Psycho offenbar nicht; gut, sind ja auch nur Mädchen. Opfer sind eben nicht so spannend wie Täter. Jedes Jahr kommen laut unicef etwa 12 Millionen neue Opfer hinzu – DAS wäre doch ein Geschäft für die Püschologen, oder? Aber man lässt die Mädchen und Frauen lieber allein mit den gewalttätigen Kerlen. Warum ist das so?
„Eine extremistische Einstellung ist noch keine psychische Erkrankung.“ Ja, stimme ich zu. Mit einer Ausnahme: die Grünen.
„Eine extremistische Einstellung ist noch keine psychische Erkrankung“. Richtig! Genau genommen ist das überhaupt nicht so. Extremistische Einstellungen bekämpft man deshalb nicht mit Psychotherapie, sondern mit Aufklärung. Die richtige Information zur richtigen Zeit kann da wahre Wunder wirken. Mal in die eine, mal die andere Richtung. Es gibt natürlich auch psychisch kranke Extremisten, aber da spielt nicht der Extremismus die entscheidende Rolle, sondern die Erkrankung, die Menschen in Behandlung so steuerbar machen kann. Oder vielmehr die medikamentöse „Behandlung“ an sich und nicht etwa die Krankheit selbst. Stichwort: MK Ultra. Ich kann aus einem psychisch Kranken einen gesunden Menschen machen, oder einen brandgefährlichen Attentäter. Das bedeutet aber nicht, dass jeder, der politisch extreme Einstellungen vertritt, gleich brandgefährlich oder eben psychisch krank ist. Im Gegenteil, extreme Situationen produzieren natürlich nachvollziehbar extreme Reaktionen. Womit sich dann der Kreis zur Aufklärung zieht, um die Situation zu entschärfen oder zumindest in die richtige Richtung zu kanalisieren. Jetzt haben Ärzte, besonders Fachärzte sehr häufig einen Tunnelblick und finden natürlich schnell das, was sie auch gemeinhin suchen sollen. Auch wenn das vielleicht gar nicht da ist. Die meisten Leser dürften den Film „Taxi Driver“ mit Robert de Niro in der Hauptrolle kennen. Wer jetzt als Psychiater nicht weiß, dass das ein Hollywood Streifen ist den er da schaut und den Film fälschlich für bare Münze hält, wird Robert de Niro sofort einweisen wollen. Um einen „Patienten“ richtig beurteilen zu können, muss man das gesamte Umfeld kennen. Ein Blick auf eine Kameraaufnahme aus der Ferne taugt für eine Diagnose überhaupt nicht. Und eine fehlende Expertise beim Psychiater in geheimdienstlichen Sauereien aus dem Kalten Krieg führt sofort zur Fehldiagnose. Leider. Ich hatte gehofft, dass Psychiater einen Lügendetektortest ersetzen könnten. Aber dafür reicht es eben nicht…
Er hatte also doch Nachkommen (Bild).
@ Ilona Grimm – „dass die Erfindung des “Nazi„ als Diffamierungsgebrüll geradezu genial ist:“ – Damit hauen die linksgrün Medialen doch schon seit ca. 50 Jahren
um sich, dankbar aufgenommen von den schon damals in den ersten Wellen „asylierenden“ Neubürgern, die sich zB mit der seinerzeit noch legal ohne Auflagen zu führenden Schreckschußpistole ausrüsteten, immer mit der Begründung, sich gegen den imaginären „Natzie“ wehren zu müssen, der oder dessen „Treffpunkte“ bei Nachfrage natürlich nicht zu benennen war. Aber die „Knarren“ erfüllten schon ihren Zweck, zB zum verniedlichend „Abziehen“ bgenannten Straßenraub. Wollte damals niemand in diesem schönen Ländle wissen, was sich entsprechend verselbständigt hat. Und nu‚ liegt „der Kleine“ im Brunnen und ist dort abgesoffen. Im übrigen bevorzuge ich statt des irreführenden als quasi Neutrum daher gequatschen „Natzie“ die Vollversion „NationalSOZIALISTEN“.
Die Kritik an den methodisch und thematisch fragwüdigen Studien des Ulmer Kinderpsychiaters ist berechtigt und agebracht! Politisierung und Ideologisierung der Psychiatrie, wie sie hier zelebriert wird, ist eine psychiatrische Todsünde! Es ist unärztlich und menschlich schäbig, sich als Arzt in den Dienst der umstrittenen und parteiischen Bundesanstalt für politische Bildung, einer teuren linken Vorfeldinstitution, zu stellen. Politischer Ansichten in jeglicher Richtung sind höchst selten – ausnahmsweise! – Symptom einer psychiatrischen Erkrankung, sondern absolute Privatsache! Es ist widerlich, wie hier ein namhafter(?) Psychiater sich mit einer vermeintlichen Extremismus-Expertise andient. Die Rechtspflege ist nicht seine Aufgabe! Die Definition des Extremismus ist in diesem Deutschland nach Merkel verbraucht und verbrannt, wenn eine ganze Partei und Millionen ihrer Wähler die Diagnose „gesichert rechtsextrem“ über sich ergehen lassen müssen. Alle jetzt nach Ulm in die Extremismus-Fachambulanz eines Arztes, der seinen Eid vergessen hat? Angenehme Zusammenarbeit mit dem sog. Verfassungsschutz!
Wenn einer sich dem Kampf „gegen rechts“ verschrieben hat, dann verortet er sich offensichtlich selbst zeitlich irgendwann im letzten Jahrhundert nach 1933. Allein das wirkt doch mehr als nur etwas wahnhaft. Und damit ihm dann die dafür nötige Anzahl „Nazis“ begegnet, muss er sich eben ordentlich ins Zeug legen, wir kennen es doch alle längst, wer oder was alles plötzlich „rechtsextrem“ sein soll. Alles nur entfernt Bürgerliche und Vernünftige gehört schon lange dazu. Ich hatte selbst einmal einen einschlägigen Fragebogen von der Soziologiefraktion der hiesigen Hochschule vorliegen und die Fragen nach „sind Sie rechts“ waren derartig plump und peinlich, dass dieses Ding schon von weitem nach „Gesinnungstest – ergibt sicher üble Ergebnisse“ roch. Und – ganz ehrlich, die daran Beteiligten waren offensichtlich keine sonderlichen Leuchten, die Fragen waren dermaßen schlecht formuliert und so offensichtlich. Also war selbstverständlich der natürliche Ort für das Machwerk der Papiermüll und mittlerweile wurde es schon einmal zum Spiegel und einmal zu einer Süddeutschen verarbeitet und fühlt sich noch immer hundsmiserabel. Inzwischen hat es sich dafür beworben, ein Eierbehälter aus Pappe zu werden, es will einfach nicht mehr missbraucht werden. Man hat ihm dann eine Existenz als Burgerpapier angeboten und es hat angenommen – immerhin doch etwas besser als zuvor.