Volker Seitz / 10.01.2020 / 06:24 / Foto: Pixabay / 47 / Seite ausdrucken

Wie Entwicklungshilfe Afrikas Talent vernichtet

In ein realistisches Gesamtbild der afrikanischen Wirklichkeit sollte auch die Tatsache integriert werden, dass viele Staaten für ihre politische und ökonomische Stagnation eine Eigenverantwortung tragen. Die postkoloniale Vergangenheit des Kontinents ist leider auch von Versäumnissen und Fehlentwicklungen geprägt. Erst wenn es gelingt, ein erweitertes Afrikabild zuzulassen, wird ein kultureller und wirtschaftlicher Transfer möglich, der nicht mehr von untergehenden Booten dominiert ist.

Missstände in der Entwicklungspolitik werden gerne mit einer Soße aus menschenfreundlichen Phrasen übergossen. Auch hier meine ich, dass die Deutschen sich aufs hohe moralische Ross setzen. Es ist an der Zeit, jede Naivität abzulegen und die Dinge substanziell zu hinterfragen. Es wäre eine überaus lohnenswerte Anstrengung, aber leider gibt es kein Interesse dafür, keine Geduld und offenbar auch keine fachliche Kompetenz. Ständig wachsende Geldströme von außen lösen die Armutsprobleme nicht, im Gegenteil. Die Umverteilung von Nord nach Süd zerstört Anreize, verschüttet oft lokale Potenziale und verführt gute Leute dazu, ihr Glück in der Entwicklungshilfe statt im Unternehmertum zu suchen.

Wir müssen uns Afrika ungezwungener nähern, den Afrikanern zutrauen, dass sie ihre Schwierigkeiten selbst lösen können. Fragen sollten wir uns, in Deutschland, in Europa, warum wir alle so scharf darauf sind, dass Subsahara weiter am Entwicklungstropf hängt. Viele Afrikaner sehen mittlerweile das westliche Gutmenschentum als militanten Egoismus. 

Afrika bleibt ein dunkler Kontinent

In der Entwicklungshilfe gibt es keine Patentrezepte. Die seit Jahrzehnten betriebene Art der Realitätsverweigerung in der Entwicklungspolitik bringt die Länder nicht entscheidend voran, schafft kaum Arbeitsplätze vor Ort, mehrt dort das Wohlergehen einiger weniger, beseitigt aber nicht das breite Elend. Wir wissen dies, aber differenzierter ist der Diskurs mitnichten geworden, sondern eintönig in seinem beflissenen Bemühen, unter allen Umständen der Political Correctness auch hier zu folgen.

Wir sollten stattdessen den steinigen, aber dafür realistischen Weg der selbstkritischen Auseinandersetzung über die Wirkung der „Hilfe“ favorisieren. Dann würden wir erkennen, dass afrikanische Eliten statt Hilfslieferungen oder wohltätigen Spenden viel mehr ein Gefühl für Recht und Menschlichkeit brauchen. Es braucht eine neue Generation von Eliten, die es fertigbringen, Afrika zu managen. Derzeit zerbröselt in vielen Staaten das Sozialgefüge und die Kräfte und Fähigkeiten der Menschen werden für den täglichen Überlebenskampf gebraucht.

Entwicklungspolitik hat in vielen Ländern die Qualität der Regierungsführung eher verschlechtert und interne Reformen verhindert. Der Mittelaufwand steigt, die Empfänger werden jedoch nicht viel besser ausgewählt. Selbst in wohlmeinenden Helferkreisen – die gerne Füllhörner über den Kontinent ausschütten – hat sich inzwischen herumgesprochen, dass wirkliche Entwicklung Afrikas nur autogene Entwicklung sein kann, also solche, die aus eigenem Antrieb und aus eigener Kraft erzeugt wird. Selbst geübten Schönfärbern fällt es schwer, noch von zufriedenstellenden Ergebnissen von über 50 Jahren Hilfe für Afrika zu sprechen: Afrika bleibt ein dunkler Kontinent: zu wenig Licht und Strom, zu wenig Bildung, zu wenig staatliche Gesundheitsvorsorge, zu wenig Familienplanung, zu wenig Industrie und damit zu wenig Arbeitsplätze.

Afrika ist voller Rohstoffe, menschlichem Potenzial und Lebensfreude – trotz teilweise bedrückender Armut aufgrund von schlechtem Regierungsmanagement und Korruption. Der Kontinent hat alles, was es braucht, um anstehende Probleme zu lösen. Er muss und kann dies aus eigener Kraft leisten – danach kann man über Unterstützung reden. Es gab in den letzten Jahren in einigen wenigen Staaten Verbesserungen (zum Beispiel Ruanda, Botswana, Äthiopien, Senegal, Namibia, Ghana und sogar Togo). Aber gemessen an dem, was möglich wäre, schneiden die meisten afrikanischen Staaten schlecht ab. 

Die Wirkung der Maßnahmen wird nicht gemessen

In vielen Staaten Afrikas gilt das Recht des Stärkeren. Eine allmächtige Minderheit bereichert sich in ungeschminkter Form auf Kosten der oft ohnmächtigen Mehrheit. Die reichlich vorhandenen Bodenschätze werden verscherbelt, und die Stärksten sichern sich den Löwenanteil der Erlöse. Schlimm ist, dass bei einem durchschnittlichen Wachstum von sechs Prozent Millionen Menschen unter Nahrungsmittelunsicherheit leiden und in Armut verharren. Schlechtes Management und Misswirtschaft stehen oben auf der Mängelliste. Gerechtigkeit und Arbeit sind am allerwenigsten mit afrikanischen Regimen in Zusammenhang zu bringen. Diese Menschen leiden unter der Selbstbereicherung der politischen Eliten, die versagt haben, das Potenzial des Kontinents zu heben. Sie werden im frankophonen Afrika gerne als „grosses légumes“ (fette Bonzen) bezeichnet. In Südafrika werden die neuen Superreichen „Fat Cats“ genannt.

Immer noch leidet Afrika unter zu viel Betreuung. Was haben die deutschen Gelder tatsächlich in Afrika an Armutsbekämpfung, Demokratieförderung und „Institution-Building“ im weitesten Sinne beigetragen? Eine kritische Erfolgsmessung bleibt weiter aus. Die Maßstäbe sind nicht nachvollziehbar. Die Jahresberichte bilden nur ab, wie viel Geld in die einzelnen Projekte geflossen ist. Die Wirkung der Maßnahmen wird nicht gemessen.

Ich behaupte, dass einzig die Katastrophenhilfe, aber auch da nur bedingt, den Betroffenen etwas gebracht hat. Aber wenn sie zur Dauereinrichtung wird, dann richten sich die Menschen darauf ein. Diese „Hilfe“ wird gefährlich, wenn sie sicherer ist als der Ertrag aus Eigenleistung. Heute ist es leider so: Je bedürftiger ein Land ist, desto mehr können die Verantwortlichen kassieren. Bedürftigkeit ist ein Trumpf in den Verhandlungen mit den Gebern. Wenn eine Bevölkerung sich über Generationen immer darauf verlassen konnte, dass letztlich externe Hilfe auftaucht und gewissermaßen einer Lebensfürsorge ausübt, verfestigte dies Unselbstständigkeit. Allerdings ist die Existenz von Entwicklungshilfeorganisationen zum Selbstzweck verkommen.

Entwicklungshilfe hat seit Jahrzehnten unter Beweis gestellt, dass sie in der Regel das Gegenteil von dem bewirkt, was sie erreichen will. Hilfe ist ein gefährliches Suchtmittel und schafft Abhängigkeit. Entwicklungshilfe ist deshalb ein unwürdiges Geschäft, nutzt der Entwicklungsindustrie und schadet den sogenannten Entwicklungsländern. Dem Steuerzahler wird es perfiderweise auch noch als „Hilfe zur Selbsthilfe“ verkauft. Die Bekämpfung des korrupten Staatsapparats wäre für afrikanische Regierungen die beste Selbsthilfe (siehe hier).

Wann beginnt der Westen zu lernen?

Oberste Ziel unserer Entwicklungshilfe für Afrika müsste sein, sich selbst überflüssig zu machen. Das Scheitern der Entwicklungshilfe liegt nicht am Geldmangel. In allen Ländern, in denen ich gearbeitet habe, hatten wir Probleme, überhaupt genügend sinnvolle Projekte zu finden, um die Mittel loszuwerden („Mittelabflussdruck“). Entwicklung lässt sich nicht erzwingen. Trotzdem fließt weiter milliardenschwere Entwicklungshilfe in Prestigeprojekte, oder versickert im Gestrüpp der Bürokratie. „Die hydraulische Vorstellung von Entwicklungshilfe – wenn vorn Wasser ins Rohr fließt, kommt hinten die gleiche Menge wieder heraus – ist eine gefährliche Illusion“, sagte Angus Deaton (Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Princetown University und 2015 Wirtschaftsnobelpreisträger).

Entwicklungshilfe sei ein Gebot der Menschlichkeit, heißt es. Wer anderer Meinung ist, ist inkompetent oder vorurteilsbeladen. An der Idee, etwas Gutes zu tun, wird festgehalten, obwohl die Realität sie schon längst widerlegt hat. Es ist also schwer, die jahrzehntelang ausgebreitete und einzementierte schädliche Entwicklungshilfe-Ideologie zu bekämpfen. Dabei ist längst bewiesen, dass dort, wo Rechtsstaatlichkeit und die Respektierung grundlegender Menschenrechte fehlen, Korruption sich breit macht.

Die, die sich niemals längere Zeit in Afrika aufgehalten haben, glauben am besten zu wissen, was zu tun ist. Nächstenliebe mag sich gut anfühlen, doch hier löst sie keine Probleme in einer nachhaltigen Form. Die Armen würden meist lieber selbst aktiv werden. So wie das Geld der Euroretter in Wirklichkeit nicht den notleidenden Menschen in den Schuldnerstaaten zugute kam, sondern den Gläubigerbanken, so hat Entwicklungshilfe korrupte Machthaber finanziert und stabilisiert.

Projekte liefen nur mit vielen faulen Kompromissen

Viele afrikanische Ökonomien kranken daran, dass es dort kein funktionierendes Steuersystem gibt. Vor allem fehlt dies in den Staaten, die einen großen Teil des Staatshaushaltes aus Entwicklungshilfe bestreiten. Ohne Entwicklungshilfe müssten die Regierenden Gewerbe, Landwirtschaft und Handel fördern, Steuern erheben – und wären so endlich dem Volk verpflichtet. Ein großes Problem ist fast überall die Erhaltung bestehender Strukturen. In Wartung wird nicht investiert, und so verkommt die Infrastruktur, fällt Strom, Wasser aus, bis ein Geberland dies wieder in Ordnung bringt. 

Auch öffentliche-privatwirtschaftliche Kooperationen (PPP), die entwicklungspolitische Effekte stimulieren sollten, wurden von den Gebern fast durchweg positiv beurteilt, aber die meisten Projekte liefen nur mit vielen faulen Kompromissen oder wurden ganz storniert, weil Good Governance und Transparency sich nicht materialisieren wollten. 

„Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips liegt es, Menschen instand zu setzen, sich selbst zu helfen. Hilfe zur Selbsthilfe ist objektiv die wirksamste Hilfe, hat aber vor allen auch den Vorzug, den anderen nicht als Objekt zu betrachten, sondern ihn als Subjekt zu achten, das sich selbst an der zu lösenden Aufgabe beteiligen will, die es allein nicht zu bewältigen vermag.“ (Nell Bräuning) 

Es gibt die nach außen hervorragend dargestellten Power-Point-Projekte der GIZ. In den Büros vor Ort werden den lokalen Mitarbeitern im Landesdurchschnitt horrende Gehälter gezahlt und Fahrzeuge neuesten Baujahrs zur Verfügung gestellt. Heute verdient ein Fahrer für die UN oder eine Hilfsorganisation mehr als ein Abteilungsleiter in einem Ministerium. Mit den Anschaffungspreisen der Autos könnte man mehrere Dörfer im Lande bis zu einem Jahr ernähren.

Entwicklungshilfe als Dauereinrichtung ist schädlich

Es geht nicht um die Bevölkerung, die Strategie wird von oben herab konzipiert und dient vorrangig den Interessen der Betreuungsindustrie und den Regierungen. Die Geber denken sich etwas aus, nicht die Leute, denen vorgeblich geholfen werden soll. Mit symbolischen Handlungen „eben mal die Welt retten“. Die Helfer haben eine überaus irrige Auffassung ihrer Stellung in Afrika, und dieser Irrtum ist unausrottbar. Geholfen wird aber nur dann, wenn die Menschen mittels Unterstützung eigener Projekte ihre Lebensverhältnisse dauerhaft verbessern.

Wenn aber Entwicklungshelfer die Probleme für die Afrikaner lösen wollen, dann schaffen sie Konflikte. Sie haben auch eine überaus irrige Auffassung von Hilfe. Entwicklung beruht immer auf Eigeninitiative. Dauergaben ohne eigene Initiativen machen die Afrikaner zu Bettlern. Aber umdenken und eigene Fehler einräumen, ist in der Entwicklungshilfezunft nur schwach ausgeprägt. Es gibt keine Organisation, die die Frage beantworten kann, wann Entwicklungshilfe in dem Land eingestellt werden könnte. Natürlich auch, weil sich die Frage niemand stellen will. 

Der beamtete Staatssekretär des Entwicklungsministeriums (BMZ) ist Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Damit ist er als Auftraggeber (BMZ) und gleichzeitig Auftragsnehmer (GIZ) verantwortlich. Gleichzeitig sind Abgeordnete aller Parteien des Bundestages sowohl Mitglieder im Haushaltsausschuss des Bundestages als auch im Aufsichtsrat der GIZ. Reinhard Müller schreibt in seinem Leitartikel „Gemeinwohl gehört nicht einer Clique“ in der F.A.Z. am 8. Januar 2020: „So kam der hessische SPD-Politiker Thorsten Schäfer-Gümbel ja auch nicht nach einem erfolgreichen Bewerbungsverfahren um eine ausgeschriebene Stelle in den Vorstand der GIZ; immerhin war er einst entwicklungspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Landtag. Da die Sprecherin des zweiköpfigen Vorstands der GIZ die ehemalige baden-württembergische CDU-Politikern Tanja Gönner ist, passt alles wieder.“ Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. 

Immunabwehr gegen Neues und Veränderungen

Die GIZ publiziert zwar regelmäßig ihre eigenen Evaluierungsergebnisse und jubelt, dass zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Projekte erfolgreich waren, aber es sind Projekte ohne große Wirkung für die Bevölkerung. Zivilgesellschaftliche Akteure in den Zielländern müssen mehr beteiligt werden. Echte Entwicklungszusammenarbeit muss gemeinsam mit Betroffenen (nicht nur mit weit entfernten Ministerien) ein Konzept erstellen, das deren Bedürfnisse erkennt, befriedigt und laufend gemeinsam überprüft. Werden diese Bedürfnisse wie bisher übergangen, helfen die teuersten Geschenke nicht.

Viele junge Afrikaner bringen genug Ehrgeiz mit, um die Probleme ihres Landes offensiv anzugehen und möchten deshalb an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligt werden. Die Entwicklungszusammenarbeit der letzten Jahre hat – leider meist vergeblich – auf die Stärkung von Institutionen gezielt. Gut funktionierende Institutionen sind die Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Wir wissen aber nicht genau, wie man eine gute Institution herstellt. Leider kennen die meisten Entwicklungsländer die wirklichen Kosten der Korruption nicht.

Die Entwicklungshilfeorganisationen entwickeln eine Art Immunabwehr gegen Neues und Veränderungen. Denn Neues stört das innerbetriebliche Gefüge. Erfahrene Entwicklungshelfer prangern einen Etikettenschwindel an, der mit Slogans wie „Klimawandel stoppen“ oder „Fluchtursachen bekämpfen“ betrieben werde. Sie machen dieselben Sachen wie immer, verkaufen sie aber unter diesen Labeln (siehe hier). Entwicklungshelfer sind Staatsangestellte mit einer sehr komfortablen Ausstattung und Bezahlung. Ständig wird verkündet, dass Afrika ein Pflegefall und auf unsere Hilfe angewiesen ist. Deshalb gibt es so viele Akteure, die miteinander um irgendwelche Projekte konkurrieren.

Das Afrikabild wird so von den sich selbst erhaltenden Hilfswerken und Helfern, die Hilfe als Lebensjob betreiben, geprägt. Die ursprüngliche Idee, dass deutsche Fachkräfte einen begrenzten Zeitraum ohne Erwerbsabsichten nach Afrika und anderswo gehen und dort ihr Wissen einbringen, ist seit Jahren in Vergessenheit geraten. Heute haben viele GIZ-Mitarbeiter das Entwicklungshelferdasein zum Beruf gemacht. Die teils hochqualifizierten Fachkräfte in den Entwicklungsländern bekommen deshalb keine Chance. Dabei wird seitens der Geberländer selbstverständlich alles getan, um die Entwicklungshilfe in einem möglichst guten Licht darzustellen. 

Weniger ist manchmal mehr

Das hässliche Wort „alternativlos“ bedeutet auch in der Entwicklungspolitik eine politische Kapitulation. Wenn etwas „alternativlos“ ist, ist Politik nicht mehr erforderlich. Dann wird nur noch verwaltet. Vertieftes Nachdenken ist dann nicht mehr gefragt. Wann immer jemand behauptet, es gäbe zu unserer Entwicklungspolitik keine Alternative, werde ich skeptisch und frage mich, wer von solch einer Darstellung profitiert. Wer eine vermeintlich alternativlose Politik propagiert, gefährdet sie: Wir können nicht mehr Argumente abwägen, vergleichen. Es werden Fragen und Debatten verhindert.

Kritiker der Entwicklungshilfe werden als hartherzig diskreditiert. Es gibt in der demokratischen Politik immer mehrere Möglichkeiten. Die reklamefreudige Entwicklungshilfe-Lobby befeuert mit Verve immer wieder die Diskussion, denn allein in Deutschland leben über 100.000 Menschen von der Entwicklungshilfe. Wer diese Art „Hilfe“ kritisch hinterfragt, setzt sich vehement der Kritik einer immer mächtiger werdenden Lobby aus. Weniger ist manchmal mehr. Für die Entwicklungspolitiker ein unerträglicher Gedanke. 

Warum wollen europäische Politiker nicht mit der Realität in Afrika konfrontiert werden? Sie wollen auch nicht deutlich zu verstehen geben, dass sie sehr wohl wissen, was gespielt wird. „Probleme in Afrika sind hausgemacht.“ (Kardinal Gilbert Anokye, Erzbischof von Kumasi/Ghana im Dom-Radio, 10.08.2019) 

Die afrikanischen Demokratien haben in der Regel keine Mechanismen entwickelt, ihre Repräsentanten wirksam zu kontrollieren. So kommt es zu massivem Diebstahl staatlicher Gelder und Ressourcen. Wenn man an den Stellen nachhakt, wo Phantasie und Realität nicht mehr deckungsgleich sind, und man die Wunschvorstellungen gezielt infrage stellt, dann ist keiner mehr interessiert. Unachtsame Hilfe oder die Tolerierung von Ungerechtigkeiten sind das Hauptproblem der Entwicklungshilfe. Die Gründe, weshalb junge Afrikaner wenig Vertrauen in die Zukunft, besonders in den Großstädten, haben und ihr Heimatland verlassen möchten, werden nicht ernsthaft untersucht.

Ein Mühlstein um den Hals

Die machtlosen Bevölkerungen fühlen sich von ihrer eigenen politischen Klasse und deren Führern verlassen und verraten. Afrikanische Gesellschaften agieren noch immer zu oft nach tribalistischen Prinzipien. Ökonomische, politische, soziale und andere Entscheidungen gründen sich auf familiären oder Klan-ähnlichen Verbindungen, das macht die afrikanischen Gesellschaften unflexibel. Solange sich die politische Klasse nicht reformiert, werden die Gründe für die empörend hohe Arbeitslosigkeit – trotz reichlichen Bodenschätzen in den meisten Staaten – bestehen bleiben. In vielen Ländern in Subsahara-Afrika haben undurchsichtige, sich ständig ändernde Bürokratien Tradition. Die Partizipationsmöglichkeiten der Bürger müssten verstärkt werden, um zum Beispiel Bestechungen und Steuerhinterziehung zu verfolgen.

Mit den alten Regierungsriegen – die ihr Schäfchen längst ins Trockene gebracht haben – scheint es mir unrealistisch, auf einen Gesinnungswechsel zu hoffen. Die Polarisierung zwischen einer sehr kleinen und sehr vermögenden Schicht und den Armen schreitet fort. Die Ausbreitung von Demokratie und Bürgerrechten wäre auch für Afrika eine Quelle wirtschaftlichen Wohlstandes. Die Teilhabe möglichst vieler Menschen am politischen und wirtschaftlichen Leben könnten Anreize schaffen, Innovationen zu entwickeln und wirtschaftlich zu nutzen. Der technische Fortschritt könnte wie in China dadurch erreicht werden, dass durch das Kopieren reicherer Länder Entwicklungsschritte übersprungen werden können. 

Wenn wir Afrikanern wirklich helfen wollten, dann würden wir ihre Machthaber, die in der Regel nicht die Belange ihrer Bürger vertreten, nicht weiter unterstützen. Wir müssen uns eines Tages fragen lassen, warum wir wider besseres Wissen die korrupten alten Männer, die teils jahrzehntelang Macht und Kontrolle über die Bevölkerungen hatten, so lange unterstützt haben. Die Stützung afrikanischer Langzeitherrscher hängt uns wie ein Mühlstein am Hals.

„Als Entwicklungsförderung untauglich“

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder forderte in einem Interview mit der Bild am Sonntag am 5. Januar 2020 frische Kräfte in der Bundesregierung: "Wir sollten daher bis Mitte des Jahres das Regierungsteam verjüngen und erneuern. Denn es braucht Aufbruchstimmung." Markus Söder könnte sofort damit beginnen, unter anderem seinen seit 2013 glücklosen Entwicklungsminister Gerd Müller auszuwechseln. Auch wenn die Senioren-Union über den Vorstoß verärgert ist, werden vermutlich von Müller inhaltliche Zukunftsdebatten nicht mehr kommen. Seit Jahren behauptet BMZ-Minister Müller, dass kein Pfennig oder Cent der Entwicklungshilfe in dunklen Kanälen verschwindet. Er will unbequeme Fakten nicht hören. Das war nicht immer so. Der ehemalige BMZ-Minister Carl-Dieter Spranger schrieb mir am 28. Januar 2019:

Ihre kritischen Bemerkungen und Ihre Alternativen zur aktuellen Entwicklungspolitik gerade in Afrika kann ich nur in vollem Umfange zustimmen. In meinen mehr als 8 ¾ Jahren als Entwicklungsminister habe ich die gleichen Eindrücke gewonnen wie Sie. [Ich kann mich aus meiner Zeit in Benin gut erinnern, dass Spranger immer im Sinne des deutschen Steuerzahlers handelte und unsinnige Projekte, bei der Hilfe zur Selbsthilfe nicht der Schlüssel war, einstellen ließ.] Das Schlimmste, was man machen konnte, war, Geld für die Haushalte zur Verfügung zu stellen. Das Zweite waren Sachwerte, die geschenkt wurden und Bemühungen zum selbsterarbeiteten Eigenerwerb überflüssig machten. In aktuellen Notlagen ja – als Entwicklungsförderung untauglich.

 

Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er gehört zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Buches „Afrika wird armregiert“. Die aktualisierte und erweiterte Taschenbuchausgabe erschien im September 2018. Zwei Nachauflagen folgten 2019. Volker Seitz publiziert regelmäßig zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika und hält Vorträge.

Foto: Pixabay

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A.Ziegler / 10.01.2020

Was der Autor hier für Afrika beschreibt, gilt in abgewandelter Form genauso für die europäischen Sozialstaaten. Eine Geldhilfe, die abhängig macht und Eigeninitiative erstickt. Eine wachsende Bürokratie, die kein Interesse hat, sich selbst überflüssig zu machen. Ich lebe in der Schweiz, wo man Armut mit der Lupe suchen muss. Trotzdem wächst der „Sozialstaat“ ohne jede Erfolgsbilanz seit Jahren. Wir reden über Milliarden, die an interessierte Empfänger und Akteure in der Bürokratie fliessen. Jeder Sozialstaat wird früher oder später an diesem inneren Widerspruch scheitern. Schweden erlebt das gerade, mit tätiger Hilfe von „aussen“.

J.G.R. Benthien / 10.01.2020

Zitat: »...Steuern erheben – und wären so endlich dem Volk verpflichtet.« Das funktioniert nicht einmal im ach so gelobten Deutschland, siehe illegale Verschwendung von Steuergeld durch den Alleingang von Andreas Scheuer bei den Mautverträgen. Die Gier nach Geld und Macht ist einfach grenzenlos. Aber Ihr Ansatz ist im Prinzip gut, nur wird die Realität anders aussehen.

R. Lichti / 10.01.2020

Danke Herr Seitz für Ihre fundierte Argumentationshilfen in Sachen Entwicklungspolitik. Es ist wohl nicht zu weit hergeholt, wenn man davon ausgeht, dass die anderen Sparten der deutschen Politik genauso realitätsfern und faktenleugnend geführt werden.

Wolfgang Kaufmann / 10.01.2020

Herr Seitz, das ist jetzt aber voll rassistisch, wie Sie von den Afrikanern Eigenverantwortung verlangen. Jeder politisch korrekte Mensch weiß doch, dass an allem Übel der Welt der Alte Weiße Mann schuld ist, an der Dürre und am Monsun, an der Schwerkraft und am Aussterben der Dinosaurier. Die armen Afrikaner brauchen doch die Hilfe der deutschen Supermenschen, die ihnen Brunnen graben und Schulen bauen. Und der gute Deutsche braucht die ritualisierte Belohnung in Form eines treuen Hundeblicks. Sie sind die Bois und wir die Massas; so wollen es Misereor und Brot für die Welt. Ende Sarkasmus.

Stefan Bahr / 10.01.2020

Seit meiner Kindheit in den 70er Jahren wird mit den gleichen Plakaten für Afrikahilfe geworben. Unglückliche Mütter mit ihren ausgezehrten Kindern. Heute sehe ich immer noch die selben Plakatmotive. Da fragt man sich, was für einen Sinn das haben soll, man kann Afrika offensichtlich nicht helfen,  jede Spende war doch rausgeworfenes Geld oder hat das Problem nur noch vergrößert. Die einzige Hilfe, die was nützen würde, wäre eine staatliche Geburtenkontrolle. Aber statt dessen ist man nun bemüht, den afrikanischen Geburtenüberschuss nach Deutschland zu holen. Ich habe selbst in einem Wohnheim für Flüchtlinge gearbeitet und weiß, dass gerade Afrikaner mit Abstand die größte Problemgruppe darstellt. Die Männer haben kaum Bildung, sind renitent und halten sich an keine Regel. Deutsch lernen die meisten erst nach Jahren und dann nur ein paar Worte. Die Frauen bekommen sofort in Deutschland Kinder, oft eines nach dem anderen. Das hat den Grund, so eine Abschiebung zu verhindern, das Anrecht auf ein eigenes Zimmer zu bekommen, von allen Arbeiten befreit zu werden und mehr Sozialhilfe rauszuschlagen. Vater wird immer mit unbekannt angegeben, denn es hat sich herumgesprochen, dass Väter in Deutschland Unterhalt zahlen müssen und das macht nur Probleme. Sämtlicher Schreib-und Behördenkram wird ja von den Sozialarbeitern erledigt, sie selbst müssen praktisch gar nichts machen, ausser eine Unterschrift leisten. Die Afrikanische Frau hat überhaupt kein Interesse in Deutschland arbeiten zu gehen oder eine Ausbildung anzufangen, sie bringt ihr Lebensmodel aus Afrika nach Deutschland mit, das heißt viele Kinder zu bekommen um dann so sozial Abgesichert zu sein. Deutschland macht das noch munter mit.

Ronald Henss / 10.01.2020

Teil 2 von 2 =========== 5. Da man die Intelligenz nicht von heute auf morgen massiv anheben kann, wird Schwarzafrika noch über eine lange Zeit nicht auf eigenen Füßen stehen können. „Über eine lange Zeit“ ist nicht dasselbe wie „für immer“. Unsere Urururgroßeltern waren kaum intelligenter als die heutigen Schwarzafrikaner. ____ 6. Auch Schwarzafrika erlebt einen Flynn-Effekt, aber es ist völlig offen, wie schnell er sein wird; und es ist völlig offen, auf welches Endniveau er führen wird. Vieles spricht dafür, dass das westliche Niveau noch lange außer Reichweite bleiben wird. ____ 7. Auf die Frage „Warum wollen europäische Politiker nicht mit der Realität in Afrika konfrontiert werden?“ gibt es eine einfache Antwort: Weil niemand den Mut hat, die Wahrheit auszusprechen. Die Wahrheit lautet: Die Intelligenz der Schwarzafrikaner ist außerordentlich gering und solange sich daran nichts Grundlegendes ändert, kann ein sich selbst regierendes Schwarzafrika keine funktionierenden modernen Gesellschaften aufbauen. Leider hat auch Volker Seitz nicht den Mut, diese Tatsache auszusprechen.

Ronald Henss / 10.01.2020

Teil 1 von 2 ============ 1. Guter Artikel, aber die Kernthese – „Der Kontinent hat alles, was es braucht, um anstehende Probleme zu lösen“ – ist leider falsch. Das Gegenteil ist richtig: Dem Kontinent fehlt genau das, was erforderlich ist! ____ 2. Eine funktionierende moderne Gesellschaft gibt es nur dann, wenn die Bevölkerung hinreichend intelligent ist. Genau hier liegt das alles überragende Problem Schwarzafrikas. Der IQ Schwarzafrikas beträgt etwa 70; das entspricht, wenn es hoch kommt, dem kognitiven Entwicklungsniveau von 12-jährigen Kindern der westlichen Welt. Gesellschaften auf diesem niedrigen Niveau haben niemals die Chance, den Anschluss an die moderne Welt aus eigener Kraft zu schaffen. All die Unzulänglichkeiten, die in dem Artikel beschrieben werden, sind lediglich Symptome der niedrigen Intelligenz. ____ 3. Am Ende der Kolonialzeit glaubten viele, Schwarzafrika hätte bessere Zukunftsaussichten als Ostasien. Genau das Gegenteil ist eingetreten. Die Schwarzafrikaner haben mit ihrer niedrigen Intelligenz alles verrotten und verkommen lassen. Die Ostasiaten haben hingegen mit ihrer überragenden Intelligenz den Sprung an die Weltspitze geschafft. ____ 4. Der Schlüssel zum Wohlstand ist die Intelligenz. Genauer gesagt: Der Schlüssel zum Wohlstand ist ein hohes Maß an formal-operativer Intelligenz. Wo diese aus der Bevölkerung selbst kommt, schaffen es Gesellschaften aus eigener Kraft. Wo formal-operative Intelligenz fehlt – genau das ist in Schwarzafrika der Fall –, bedarf es externer Intelligenz. ____ Fortsetzung folgt im Teil 2

Paul Diehl / 10.01.2020

Der Vergleich mag naturgemäß hinken, aber aus Kindern werden niemals echte Erwachsene, ohne den Sprung ins kalte Wasser der Eigenverantwortung. Wer mit 40 noch bei Muttern wohnt und sich bekochen lässt, wird niemals alleine klar kommen. Nein, natürlich sind nicht alle Afrikaner kindlich und unselbständig, aber das System der vermeintlichen Hilfen und Unterstützungen für Afrika, begünstig und fördert eine Abhängigkeit, die zwangsläufig in die Unselbständigkeit führt. Natürlich ist die Ausbeutung großer Teile der Afrikaner durch ihre Regierungen und Warlords nicht hinnehmbar und auch nicht die Hungerkatastropen und Bürgerkriege, aber die Afrikaner müssen sich selbst von diesen Zuständen befreien. Es bedurfte in Euro der Französischen Religion, verschiedenster Aufstände und Verwerfungen, um zu Frieden, Wohlstand und Demokratie zu kommen. Diese Entwicklung muss Afrika durchleben, wenn es ein starker, selbstbestimmter und prosperierender Kontinent werden will. Entwicklungshilfe entmündigt und macht unselbständig. Kreativität, Eingenverantwortung und Potential werden im Keim erstickt. Brunnen versanden und technische Anlagen verrotten, weil kaum jemand in der Lage ist, Eigenverantwortung zu leben und über das entsprechende know how verfügt.

Dr. Michael Brockerhoff / 10.01.2020

Ich lebe seit einigen Jahren in Kenia und kann diesen Artikel nur voll unterstreichen. Die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen werden jedoch von durch und durch parasitierenden Struckturen und deren Nutzniessern negiert und torpediert werden solange sie nicht ins Bewusstsein der breiten Bevölkerung Deutschlands gelangen.

Justin Theim / 10.01.2020

Afrikanische Gesellschaften waren seit Jahrtausenden Stammesgesellschaften. Es gab einen Häuptling und einen Hofstaat, die die wesentlichen Reichtümer des Stammes auf sich vereinigten. Die Macht dieser Leute kam aus ihren großen Familien, die natürlich ebenso mit Reichtümern bedacht wurden. Wir bezeichnen das aus westlicher Sicht als Korruption und Vetternwirtschaft. Den Untertanen blieb nichts anderes übrig, als ebenso große Familien anzustreben, um Macht zu erhalten, was aber schwierig war, weil viele Kinder zumindest bis sie groß sind, doch etliche Kosten verursachten. Darüber hinaus versuchten natürlich die Machthaber, diese Entwicklungen klein zu halten, weil sie sich keine Konkurrenz erwachsen lassen wollten. Zusätzlich gab es immer wieder Stammeskonflikte. Und nicht zu vergessen Hungersnöte und Seuchen. Alles in allem blieb dadurch das Bevölkerungswachstum Afrikas in Grenzen. Westliche Einflussnahme brachte dann das alles zum Explodieren. Der westlich-“humanitäre” Ansatz von mehr Nahrung, mehr Technologie, medizinischer Fortschritt sprengte die Stammesgesellschaften und führten zu einem raschen Anstieg der Bevölkerungszahlen, der durch Stammeskonflikte, Hungersnöte und Seuchen nicht mehr gebremst wurde. Die grundlegende Kultur blieb jedoch erhalten. Und diese Verantwortung, diese Konsequenzen leugnet die “Entwicklungshilfe” bis heute. Auch deshalb, weil in den Industrieländern ein großer Wirtschaftszweig daraus entstanden ist, der von Leuten betrieben wird, die trotz mangelnder eigener Fähigkeiten, einen ordentlichen wertschöpfenden Beruf auszuüben, hier ihr wirtschaftliches Auskommen finden. Früher war Mildtätigkeit ein selbstloser Akt, für den die Ausübenden keine Gegenleistung erwarteten. Heute ist es ein Geschäft geworden! Darin liegt das größte Problem! Entwicklungshilfe vernichtet nicht nur Afrikas Talent, wenn wir nicht aufpassen, werden ihre Konsequenzen uns selbst vernichten!

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