Deutschland hatte dereinst 17 Kernkraftwerke, die zuverlässig, sicher und günstig ein gutes Viertel des deutschen Stromverbrauchs erzeugten. Eines davon lag in Mülheim-Kärlich, am linken Rheinufer, unweit von Koblenz. Das Kraftwerk, ein Druckwasserreaktor von der Babcock Brown Boveri Reactor GmbH, mit einer elektrischen Nennleistung von 1.302 Megawatt (MW) war zur Kühlung des Kondensators der Turbine mit einem Kühlturm ausgestattet.

Doch der Bau des KKW Mülheim-Kärlich stand unter keinem guten Stern. Schon während der Bauzeit führten Klagen von Kommunen und Privatpersonen gegen den Bau sowie Nachrüstungen nach dem TMI-Reaktorunfall zu einigen Jahren von Verzögerung. Trotzdem ging das Kraftwerk am 14. März 1986 in Betrieb. Der Bau kostete rund 3,5 Milliarden D-Mark, also inflationsbereinigt ca. 3,5 Milliarden Euro.
Ein Tsunami von Gerichtsprozessen
Die Gegner des Kraftwerkes ließen nicht locker und führten an, dass das Kernkraftwerk auf einem „leicht erdbebengefährdeten Gebiet“ errichtet worden sei und daher die Baugenehmigung wegen Formfehlern keinen Bestand habe. Ein Tsunami von Gerichtsprozessen rollte über die Anlage und ihre Mannschaft, mit dem Ergebnis, dass das Kernkraftwerk im September 1988 nach knapp zwei Jahren im Probebetrieb und 100 Tagen im Regelbetrieb sowie unter tatkräftiger Mithilfe der Politik endgültig abgeschaltet werden musste. Bei einem Auto würde man sagen, dass es noch nicht einmal richtig eingefahren war, als man es verschrottete.

Der Betreiber RWE strengte eine Schadenersatzklage gegen die Landesbehörden von Rheinland-Pfalz wegen „fehlerhaftem Genehmigungsverfahren“ an, die das Unternehmen letztendlich gewann. Im Weiteren ging es in einem nachfolgenden Verfahren um die Quantifizierung des Schadens. Grundsätzlich bestand der politisch erzeugte Schaden aus dem gesamten Bau, der ersten Brennelement-Ladung und den Bauzeitzinsen. Doch mit dem sogenannten „Atomkonsens von 2000“, wurde der Ausstieg aus der Kernenergie im Rahmen einer „Vereinbarung“ zwischen den Energieversorgern und der Bundesregierung festgelegt. Das Atomgesetz wurde 2002 geändert und der Ausstieg somit rechtlich abgesichert. Im Zuge dieser Absprachen wurde ausgehandelt, dass der Schadenersatz hinfällig sei und RWE zehn virtuelle Betriebsjahre des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich auf andere Anlagen übertragen durfte.
Aber – „Kernkraftwerks-Rückbau“ ist nicht mehr als ein Euphemismus für „vollständige Zerstörung“. Aus einer voll funktionstüchtigen Anlage werden Schrott und Bauschutt. Anhand des Turbosatzes des Kraftwerks zeigen wir hier die ungeheuerliche Vergeudung von Investitionen auf, die beim „Rückbau“ politisch stillgelegter Infrastruktur entsteht. Es soll aber auch nicht vergessen werden, dass zu jener Zeit in Deutschland ein weitgehender Konsens zwischen der Politik und der Bevölkerung über das Kernenergie-Aus bestand. Die Angstindustrie hatte ganze Arbeit geleistet, und weil anfangs nur wenige Kraftwerke abgeschaltet wurden, kam der Strom noch billig aus der Steckdose.

Wäre ich ein Grüner, dann würde ich jetzt vorrechnen, dass so ein Turbosatz etwa vier Millionen Haushalte zuverlässig versorgen könnte. Sie sehen, dass Sie nichts sehen – der Turbosatz ist weg. Er hat ca. 250–300 Millionen Mark gekostet, konnte – obwohl neuwertig – nicht verkauft und infolge seiner speziellen Maße auch nicht weiterverwendet werden. Er wurde nach der Stilllegung des Kraftwerks eingelagert, später zerlegt und im Zuge des Rückbaus verschrottet. Es ist aber inzwischen nicht nur der Turbosatz weg, sondern das ganze auf dem Bild noch zu sehende Maschinenhaus ist komplett abgerissen.

Die Hast ist mehr als verdächtig
Die Hast, mit der man in Deutschland die stillgelegten Kraftwerke abreißt und in die Luft sprengt, ist mehr als verdächtig. Wenn andere Länder ein Kernkraftwerk stilllegen, wird es meist für 30 Jahre „eingemottet“, in den USA heißt dieser Vorgang „Moth-Balling“. Das bedeutet, es wird sämtlicher Kernbrennstoff entfernt und die dekontaminierte Anlage trocken, verschlossen und bewacht stehengelassen. Nach 30 Jahren, wenn ein Großteil der radioaktiven Strahlung abgeklungen ist, kann man dann die Anlage mit viel weniger Aufwand abreißen. Oder aber – wie im Falle des Kernkraftwerks Three Mile Island 1 in den USA – es aufwändig modernisieren und wieder in Betrieb nehmen, was viel billiger als ein Neubau ist. Der Nutzer des Stroms dieses wiedererweckten Kraftwerks wird in diesem Fall Microsoft sein, und es wird der Versorgung eines großen Rechenzentrums für Künstliche Intelligenz dienen.
Und da schimmert schon der Grund für die verdächtige Eile beim Rückbau von Kernkraftwerken in Deutschland durch – es werden Tatsachen geschaffen, die eine Umkehr unmöglich machen sollen. In einem Krieg würde man das die „Taktik der verbrannten Erde“ nennen.
Deutschland steigt aus der Kernenergie und aus der Kohleverstromung aus. Danach bleiben den Deutschen neben ein paar unwesentlichen Quellen wie Bioenergie, ein bisschen Wasserkraft und Geothermie nur die wetterabhängigen Erneuerbaren Energien und importiertes teures Gas. Kein anderes Land auf der Welt tut so etwas. Kein Land der Welt schüttet seine existierenden Brunnen zu, bevor die neu zu grabenden Brunnen Wasser geben.

Teil 1 finden Sie hier: Der Tod eines Kernkraftwerks
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„Atomenergie – jetzt aber richtig – Wie die ‚dümmste Energiepolitik der Welt‘ abgewendet werden kann“ von Klaus-Dieter Humpich und Manfred Haferburg, Achgut Edition 2024, hier bestellbar.

Beitragsbild: Montage Achgut.com/K.I/Wolkenkratzer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Absurd dummes Volk mit absurd dummen Regierungen, oder?
Wer wählt sowas, um Gottes Willen? Und warum kündigen normale Menschen Grünenwàhlern nicht die Freundschaft?
Islamismus, Sozialismus, Kernkraftwerke, Umvolkung (klingt schon nach geistiger Umwolkung), Neurechte – seit Ulkotte 2003 sein morbides Programm vorgestellt hat, wird das zu Tode geritten. Dieser haarsträubende Mix hat nur dazu geführt, daß er eine gesammelte Opposition erfolgreich verhindert worden ist.
Good night white pride – was bedeutet das? Die Regierungsparteien wissen das, auch die Straße weiß das. Wer das nicht weiß, ist die Opposition.
Ich habe erst gedacht, Ulkotte stellt sich ein bißchen doof, das merkt jeder, daß der ein Agent ist. Nachdem ich mich ein paar mal mit ihm unterhalten habe, habe ich festgestellt, der ist gar nicht doof, der ist verbohrt. Wie der Holzbock im Gebälk.
Da habe ich mich getäuscht, der Ansteckungseffekt lag wahrscheinlich daran, daß keiner so genau wußte, was das Ziel dieser undurchschaubaren Postulate ist? Ausser sich selber ins Abseits zu stellen. Das Mögliche wird zu Gunsten des Unmöglichen verworfen; der Angriff erfolgt frontal, wo die Panzerplatten am dicksten sind.
In diesem Falle hätte sich der Herr Haferburg als Technik-Spezi mit den Vertikalturbinen beschäftigen können und als Opponent gegen den Mainstream dafür werben. Die waren schon asugereift seit der aggressiven Verspargelung mit Windrädern. 10 mal so effizient, kleiner als die Bäume, können vom Boden gewartet werden, sind leise und man braucht sie nicht in den Wind zu drehen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. 900 % mehr Energie bei gleichem Kapitaleinsatz. Vor allem sind die schon sehr früh z.B. von 3Sat beworben worden. Da wurden Testläufe aus Amerika vorgestellt und alle verliefen total erfolgreich. Die Ingenieure konnte gar nicht fassen, warum die Politik sich an den Windmonstern festgebissen hat?
Und dann sind die Windräder auch noch von den Nazis!
Damit hätte man eine Bresche in die Parteien schlagen können, daß denen hören und sehen vergeht, und die für andere intelligente Ideen nutzen.
Wer nur eine Idee hat, kriegt am Ende gar nichts.
Und was sagt uns das? Das, daß mit Absicht passiert und wahrscheinlich nix mit dem bösen Klimawandel zu tun hat, sondern damit, daß D wieder einmal zu stark geworden war. Zahlen ja aber bitte untertänigst.
Ohne Strom nix los, aber eine Vandalen Sekte (Grüne) weiß es besser, schließlich muss nach ihrem ideologischen Motto nicht produziert werden, nein fleißige Kobolde sitzen in der Steckdose nach Annalena. Ein SPD Finanzminister der nicht weiß, das eine Bilanz Soll und Haben ausgeglichen sein muss, das Kredite plus Zinsen zurück bezahlt werden müssen, wenn man nicht staatlich bankrott gehen will, ein Bundeskanzler dem die Ukraine wichtiger ist, als die deutsche Restheimat zu beschützen, was will man mehr?
Dank EU wird gerade eine neue Konzerndiktatur und Diktatur der Finanzoligarchen aufgebaut, was interessiert es die ob D. dafür über die Klinge springt.
Wir müssen die Vandalensekte nur abwählen, und ihren Hilfsorganisationen den Geldhahn zudrehen. Dann erledigt sich der Spuk von selber.
Aber mit Glaubenssekten ist das nicht so einfach, egal wie falsch sie liegen, sie halten am Irrglauben fest, in diesem Fall treu bis in den Energie-Blackout. Man sollte sie bei ihrem Glaubensbekenntnis packen und doppelt für ihre Vandalen-Energie zahlen lassen.
Es ist überwiegend der Wohlstandsverblödete Westen,der so handelt.Der Krug geht zu Wasser bis er bricht. In NRW soll ein Braunkohletagebau mit Rheinwasser gefüllt werden . Immer weiter so,da sagt auch etwas über das (West)deutsche Bildungssystem aus.