Tom David Frey, Gastautor / 10.10.2023 / 14:00 / 35 / Seite ausdrucken

Wie denkt Deutschland über den Terror in Israel?

Von Tom David Frey.

Israel wurde überfallen. Hamas-Terroristen vergewaltigen Mädchen und Frauen, sie foltern und demütigen, sie schlachten Rentner und Kinder in ihren Wohnzimmern ab und schänden die Leichen ihrer Opfer. Und wie reagieren die Deutschen? Drei Tage in Berlin malen ein ganz eigenes Bild der Beziehung Deutschlands zu Israel.

Die Geschehnisse in Israel rütteln auf. Die schrecklichen Bilder tun weh. Anzusehen, wie Leichen geschändet und Zivilisten misshandelt werden, ist wohl für jeden eine Belastung, der nicht jahrelang als Kriegsreporter in den schlimmsten Gegenden der Welt unterwegs war. Man möchte wegschalten, schafft es aber nicht. Und auch die Politik fühlt sich an die eigene Vergangenheit erinnert. An eine Zeit, in der es nicht nur die Plebs, sondern gerade auch die Bildungselite Deutschlands war – also Professoren, Doktoren und Studenten – die den brutalsten Völkermord der Geschichte beging. Bis heute trägt Deutschland deshalb eine besondere politische Verantwortung.

Diese allerdings wird allzu oft in eine seltsame Selbstbeweihräucherungskultur umfunktioniert. Man klopft sich dafür auf die Schulter, wie gut man darin wäre, die Geschichte „aufzuarbeiten“. Man ist stolz darauf, aus den Übeln „gelernt“ zu haben. Man beherrscht die Kunst der „Vergangenheitsbewältigung“ so flüssig, dass man – ganz in alter deutscher Kaisermanier – anderen Ländern erklärt, wie der Hase läuft.

Es ist also zu erwarten, dass gerade in Deutschland die Menschen bewegt sind von dem Grauen, das Israel durch den Überraschungsüberfall auf die eigene Zivilbevölkerung erlebt hat.

Berlin, Berlin

Aus beruflichen Gründen fliege ich nach Berlin. Ich sitze im Flugzeug und poste das typische Tragflügel-Bild des Airbus, der sich im Flughafengebäude spiegelt. Noch ist die Welt scheinbar in Ordnung. Erst in Berlin bemerke ich, dass mir die Raketenalarm-App, die auf die israelische Zivilbevölkerung abgeschossene Raketen meldet, im Hintergrund hunderte Benachrichtigungen geschickt hat. Mein Handyakku geht unerwartet leer, weil mein Display über Stunden einfach nicht mehr aufhört, aufzuleuchten. Ohne Handy in Berlin.

Am nächsten Tag kommt es dann zu einer großen Kundgebung vor dem Brandenburger Tor. Solidarität mit Israel. Solidarität mit den Hinterbliebenen und den Millionen, die in Angst ausharren. Die einen Krieg aufgezwungen bekommen haben. Eine feine Sache.

Auf der Bühne, auf der sich eine große Fahne Deutschlands und eine des Staates Israel treffen, sprechen verschiedene Menschen. Vertreter von Organisationen ebenso wie politische Persönlichkeiten aus Deutschland, Israel und den Vereinigten Staaten. Aber auch der Botschafter Frankreichs ist gekommen und viele weitere hochrangige Vertreter aus Gesellschaft und Politik.

Eines fällt auf. Ob sich nun Petra Pau (Die Linke) auf der Bühne darum bemüht, ihr Mitleid und ihre Solidarität auszudrücken – oder ob Franziska Giffey (SPD) sich die Blöße gibt. Es gibt Gegenwind aus dem Publikum. Es scheint, als könne man die leeren Phrasen nicht mehr hören: das Geschwurbel von Solidarität gerade von denen, die Israel am liebsten verurteilen. Die die israelischen Streitkräfte seit Jahren mit den Terroristen der Hamas gleichsetzen, wenn sie in Konflikten „beide Seiten“ zur Deeskalation aufrufen.

Rund 2.000 Menschen stehen an diesem Tag vor dem Brandenburger Tor, in einem Meer aus blau-weißen Fahnen. Manche mit Tränen in den Augen, als am Ende die Ha'Tikva gespielt wird. Eine junge Frau bricht vor mir schluchzend in sich zusammen. Vielleicht hat auch sie erfahren, wie so viele andere, dass ein Verwandter unter den Entführten ist, die vor den Kameras vergewaltigt und gedemütigt und auf vielfältige Weise schwer misshandelt werden.

Was ist Deutschland wichtig?

Ein neuer Tag. Der nächste Tag. Heute ist es regnerisch und bewölkt in Berlin. Wieder muss ich zu einem Termin. Ich habe Zeit und schlendere entspannt die vier Kilometer, die mein Hotel am Kudamm vom Brandenburger Tor entfernt liegt, durch den Park. Dort will ich dann eine Bahn nehmen.

Schon lange bevor ich das Brandenburger Tor erreiche, höre ich laute Durchsagen aus der Ferne hallen. Ich höre Musik. Menschen. Alles klingt nach einer weiteren Demonstration. Ich beschleunige und google. Es habe wohl bereits eine regierungskritische Versammlung gegeben, auf der vereinzelt auch AfD-Fahnen aufgetaucht seien.

Ich steuere langsam auf das Brandenburger Tor zu. Dann fällt mir, endlich den Blick vom Smartphone hebend, auf, dass um mich herum sämtliche Menschen in Schwarz-Gelb gekleidet unterwegs sind. Hat der BVB eine Meisterschaft gewonnen? Spielen die überhaupt im Moment? Nein, es sind Angestellte der Deutschen Post und DHL.

Hunderte schlendern, wie ich, in Richtung Brandenburger Tor. Viele mit Wurst und Pommes in der Hand. Die Stimmung scheint ausgelassen. Man demonstriert mit Verdi-Fahnen für die üblichen Verdächtigen. Es werden immer mehr Posthörner, die mich so sehr ausbremsen, dass ich am Ende etwa eine Viertelstunde zu spät zu meinem Termin komme.

Als ich dann meinen Termin beende und einen Polizisten frage, wie viele Menschen denn demonstriert hätten, schätzt er die Menge auf 25.000 bis 30.000 Menschen. Obwohl schwer zu erkennen, stehen hier Post- und DHL-Mitarbeiter, so weit das Auge reicht.

Wie verhielt sich Deutschland in der nahen Vergangenheit?

Nun gut. 2.000 gegen bis zu 30.000. Ordentliche Verträge scheint man mehr zu schätzen als man sich historisch und menschlich verpflichtet fühlt. Andererseits lässt sich das schlecht vergleichen. Eine Situation fällt mir allerdings ein, die einen guten Vergleich darstellt. Wie steht es um die Demonstrationen zu Beginn des Ukraine-Kriegs, als Putin den westlichen Nachbarn militärisch überfiel?

Rund 100.000 Menschen zog es da spontan und umgehend auf die Straßen vor dem Brandenburger Tor.

2.000 für gekidnappte, ermordete und geschändete Juden.
30.000 für bessere Verträge bei der Arbeit.
100.000 für ein Land, von dem sie (die Ehrlichkeit gebietet das) bis dato fast nichts wussten.
Krieg ist anscheinend nicht immer wirklich schlimm.

Auch bleiben die Entrüstungsstürme in der sonst so aktiven linken Szene aus. Menschenketten, die sonst eifrig gebildet werden, bleiben aus. Omas gegen Rechts stolzieren nicht mit Plakaten auf und ab, wie sie das sonst gerne tun, vor Antisemitismus warnend. Verbotsforderungen gegen Samidoun werden bei Twitter nicht eingeklagt. Zur Erinnerung: Samidoun ist die islamistische Organisation, die in Berlin-Neukölln freudig Süßigkeiten verteilte, um die brutale Ermordung, um die Vergewaltigungen und Entführungen zu feiern. Auch bedrohten Teilnehmer der Kundgebung laut Medienberichten ein Kamerateam, dass die Festlichkeiten filmte. Klar, nach außen möchte man seriös scheinen. Man kämpft doch für Menschenrechte. Die sonst laute linke Szene scheint damit klarzukommen.

Nein, so stellt man fest. Demokratisch legitimiert ist das Versprechen der israelischen Sicherheit als deutsche Staatsräson nicht. Rechten wie linken Vertretern, ebenso wie der breiten Mitte sind Juden offenbar noch immer vollkommen egal. 

Der Beitrag erschien zuerst hier auf tomdavidfrey.de.

 

Tom David Frey, geboren 1992, ist Doppelstaatsbürger, Unternehmer und Kreativschaffender. Dokumentarfilme, Blogposts und Podcasts erscheinen hier.

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Alfons Münkler / 10.10.2023

Nur 2000 Menschen?  Die Medien, und die Politik haben seit Jahren ,,IHRE ARBEIT‘‘ gemacht! Als ich den Beitrag las, musste ich unwillkürlich an einem kürzlich meinerseits geführten Dialog mit einer vollkommen unpolitischen Person denken.                                                                Zwei Zitat Beispiele: 1.,, Die (Israelis) sind aber auch ungerecht, nehmen den Leuten das Land weg, und bauen darauf Häuser! Die (Palästinenser)müssen sich doch wehren können.‘‘ Wir waren z.Z in New York und trafen unzählige Juden mit Kippa, Zizit, etc. wegen des jüd. Feiertags. Auf meinen Hinweis hin, dass dieses für Juden in Berlin so nicht möglich, sondern lebensgefährlich sei, kam die Frage, 2.Zitat: Wieso, sind da wieder so viel Nazis, oder AFDler unterwegs? Diese Person war ‘ausschließlich‘ und zwar nur durch den ÖR, und Tageszeitung, infiltriert. (sogar SPIEGEL ,Süddeutsche, FAZ, usw. außen vor.)Unfassbar!                          Die Realität allerdings ist eine andere. Einzig diese böse AFD ist der Freund Israels. Schon 2019 forderte sie ein BDS Verbot. Schon lange fordert sie die offenen und versteckten Finanzierungen der Hamas, auch aus Richtung der UN, der EU und von deutscher Seite, zu beenden.  

S. Marek / 10.10.2023

Deshalb muß die Zivilisation die Barbarei besiegen, ohne Umschweife, Entschuldigungen oder Mitleid, nicht nur um zu gewinnen, sondern auch um ihre eigene Seele wiederzubeleben. Verhandlungen und Kriegsgesetze sind für die gleichrangige Zivilisation. Die Barbaren bieten nichts an und sind daher nichts schuldig. Sie halten keine Vereinbarungen ein, außer wenn es ihnen paßt. Ihr Wort ist wertlos und ihre Moral ist nicht existent.  Eine Zivilisation, die all dies nicht versteht, wird es auf die harte Tour lernen.  Zivilisationen sind auf der Unterdrückung der Barbarei aufgebaut: sowohl im Inneren als auch im Äußeren. Wenn Zivilisationen Barbaren besiegen, gedeihen Lernen, Kunst, Wissenschaft und Ideen. Und wenn Zivilisationen zulassen, daß Barbaren sie verwüsten, verlieren sie ihre Menschen, ihre Moral und schließlich ihre Existenz.  Keine Form des Krieges ist heiliger als der Krieg der Zivilisation gegen die Barbarei. Es sind diese Kriege, die das Christentum und das Judentum, ganz zu schweigen von allen Ideen der westlichen Zivilisation, wie auch die Asiens und Indiens, erst möglich gemacht haben. Dies ist einmal mehr der entscheidende Kampf unserer Zeit.  Entweder die Zivilisation oder die Barbaren werden sich durchsetzen. Jeder Versuch, einen Mittelweg zu finden, ist Selbstmord.  Unsere Enkelkinder werden entweder Großes leisten oder sie werden von umherstreifenden Barbaren gejagt, wie die Teenager-Mädchen auf einem Konzert in Israel oder die, die auf ähnliche Weise an Veranstaltungsorten in Europa gejagt wurden.  Alle Hoffnungen der Menschheit hängen von der totalen Niederlage der Barbaren ab, nicht nur in Israel, sondern in Amerika, in Europa, in Indien und Asien und in der ganzen Welt. Dies ist nicht der Kampf einer einzelnen Nation, sondern die Krise der Menschheit. Entweder wird sich die Menschheit erheben oder wir werden untergehen.

Michael Müller / 10.10.2023

Frau Merkel (CDU) hat viele törichte Dinge in ihrem Leben getan. Eines dieser Dinge war jene Rede, in der sie von der deutschen Staatsräson schwadronierte, was das Existenzrecht Israels angeht. Das Zeug von dieser Sprechpuppe erweckte den Eindruck, Merkel habe eine völlig neue Leitlinie in der Außenpolitik formuliert. Man muss sich dieses dumme Weibergequatsche in etwa so vorstellen, wie die von Baerbock gegebene Kriegserklärung an Russland. Wenn Leute so etwas ernst nehmen, sind sie selbst dran schuld. Nimmt denn eigentlich - außer ‘n paar Trottel -  überhaupt irgendwer Weiber in der Politik ernst? Herr Gauland (AfD) hat das leere Gequatsche der Kanzlerin völlig zu Recht abgelehnt. Er machte auf Folgendes aufmerksam: Wenn man unsere Politiker nach dem Einsatz deutscher Soldaten in Israel fragt, bekommt man keine klare Antwort. Gauland wörtlich: ” Wissen Sie, das klingt so einfach, aber in Israel gibt es dauernd Krieg. Zur Staatsräson müsste dann gehören, dass wir auch wirklich bereit sind, unser Leben für den Staat Israel einzusetzen und das spüre ich nicht.” 2012 distanzierte sich dann Bundespräsident Gauck bei seinem Israelbesuch von der Äußerung Merkels. Gauck verwies in dem Zusammenhang auf den Einsatz deutscher Soldaten in Israel im Konfliktfall, etwa mit Blick auf einen denkbaren Krieg Israels mit dem Iran. Das Wort “Staatsräson” könne Merkel noch in enorme Schwierigkeiten bringen, so Gauck. Zum Glück hat Gauck das klargestellt, denn durch die unbedachte Äußerung dieser Polit-Trulla wäre eine Erwartungshaltung seitens Israels,was den Kampfeinsatz deutscher Soldaten angeht, durchaus verständlich gewesen. Aber das will hier in Deutschland niemand. Die Deutschen wollen immer nur wegen Auschwitz “tief betroffen” sein, wie unsere Yad Vashem-Dauerbesucherin Merkel. 2021 besuchte sie den Ort zum sechsten und letzten Mal als Bundeskanzlerin, um toter Juden zu gedenken.

S. Marek / 10.10.2023

.............................................................................. DEUTSCHE .......................................................................  mit Eurem Steuergeld finanziert und politisch unterstützt seit Jahrzehnten die Deutsche Regierung Terror der islamischen   barbarischen Bestien der PLO,  HAMAS und der andren um deren koranisch geforderten Mord an Juden &  Christen weltweit,  bis Scharia überall herrscht,  zu ermöglichen !  Fordert sofortigen STOPP dieser feigen Aktivitäten !!  Nicht nur die Juden Israels sind dessen Opfer auch Deutsche wurden &  werden geschlachtet !!!

A. Ostrovsky / 10.10.2023

@Ilona Grimm : >>Bei „Grimmistisch“ wäre es schon schwieriger, weil es Grimms wie Sand am Meer gibt.<<  Ich habe in meinem Computer so eine Echse. Den Thesaurus. Er sieht ein bischen aus, wie ein Dino. Dem habe ich soeben den Begriff “ilonistisch-grimmistisch” zugeordnet. Der Thesaurus hat gefragt “Wollen Sie das wirklich?”. Dann hat er mir als Synonym vorgeschlagen: “grimmizistisch”. Er nimmt mich wohl nicht ernst :-( Also mit einem Absolventen des MIT habe ich mal über synchrone Ereignisse diskutiert. Da habe ich das Wort “Synchronität” erwähnt. Es ging um die Korellationsfunktion. Da war der völlig vergnatzt, weil es bei ihm “Synchronizität” hieß. Das weitere Gespräch verlief ohne jedes Ergebnis. Schade, aber später hat er mal erwähnt, dass er die Korrelation nicht verstanden hat. Das hat er nun davon. Da war es umgekehrt, er wollte das Wort mit Schnörkel, ich das Wort ohne. Ich hatte über eine Erscheinung in der realen Physik geredet, er meinte einen Begriff aus der Psychoanalyse. Es war mein Fehler. Ich hatte nicht geahnt, dass man im MIT (T steht für Technologie) auch Psychoanalyse studieren kann. So ist das mit dem Ismus. Es ist die politische Auslegung des Islam. Und nun kommt sicher gleich wieder einer, der sagt, Islam ist gar keine Religion, sondern nur immer politisch gemeint. OK, was soll ich da sagen. Man kommt einfach nicht zu einer gemeinsamen Meinung, weil beide Ansichten eigentlich Überzeichnungen sind. Das Problem ist, dass der Moslem, der extra in ein anderes Land geht, um dort dem Islam politisch zur Macht zu verhelfen, immer ein ISLAMIST ist. Die repräsentative Menge der Islamisten in einem anderen Land, als dem, woher die Vorfahren stammen. Sie wollen dort den Islam(ismus) verbreiten. Das ist wie Edward Bernays, der in den USA die psychoanalytische Methode seines Onkels Sigmund verbreiten sollte, aber in Wahrheit die Amerikaner, speziell Woodrow Wilson, für den Krieg gegen Deutschland begeistert hat, propagandISTISCH.

S. Marek / 10.10.2023

Abgesehen von der Politik und der Geopolitik haben wir immer noch nicht begriffen, was wir da bekämpfen.  Die bestialische Barbarei, Frauen und Kinder zu ermorden, sie als Geiseln zu nehmen und Fotos ihrer Leichen in den sozialen Medien zu posten, ist kein Nebenprodukt der islamischen Kriegsführung, sondern der eigentliche Sinn.  Grausamkeit, Enthauptung, Verbrennung, Folter und Verstümmelung sind die Essenz des Islam. Auf diese Weise wurde die islamische Kriegsführung von Mohammed an über tausend Jahre lang praktiziert. Auf diese Weise wird sie auch heute noch praktiziert, sei es, daß ISIS andere Muslime bekämpft, daß aserbaidschanische Truppen Armenier töten, daß die Hamas Israelis angreift oder daß islamische Terroristen ein Blutbad in westlichen Ländern anrichten.  Der Islam entstand aus einem Krieg von bestialischen Barbaren gegen die zivilisierten Gesellschaften von Persien und Byzanz. Trotz akademischer Mythenbildung ging seine Vision nie über Vergewaltigung und Sklaverei hinaus, seine Reiche zerfielen in Machtkämpfe, angefangen bei Sunniten und Schiiten, und seine kulturellen und wissenschaftlichen Errungenschaften wurden allesamt von den eroberten Völkern geplündert. Als die Zivilisation schließlich das Osmanische Reich mit Hilfe der eigenen Barbaren stürzte, begann der Kreislauf von neuem.  Israel ist nur eine Front in einem globalen Krieg zwischen bestialischen Barbaren und Zivilisation. Anders als das Judentum und das Christentum ist der Islam keine Religion der Seele, sondern ausschließlich eine Religion der Macht. Von seinem völkermörderischen Ruf “Allahu Akbar”, der die physische Überlegenheit Allahs über alle anderen Religionen verkündet, bis hin zu den militärischen Siegen seiner Anhänger wird alles auf Eroberung reduziert. Die Wahrheit des Islam wird durch den Krieg bestätigt. Wenn Dschihadisten Nicht-Muslime erobern und vergewaltigen, beweisen sie, daß der Islam wahr ist und daß die Religionen der Eroberten falsch sind.

Tina Kaps / 10.10.2023

Deutsche Politiker der Altparteien heißen hassende Moslems willkommen und werden wiedergewählt. Aber es gibt Hoffnung: Tino Chrupalla lebt. Und RAMMSTEIN machen weiter.

Karl Schmidt / 10.10.2023

Oder die Freunde Israels sind keine Selbstdarsteller. Ich kann nicht sagen, dass mich das Schicksal der Ukraine sehr bewegt oder bewegt hat. Als wir helfen hätten können, haben wir es nicht getan. Die Russen haben vorher getestet, was der Westen unternimmt, und wir haben nicht einmal symbolische Truppenkontingente dort stationiert. Westberlin konnte so die Freiheit bewahrt werden. Für die Ukraine ist man nicht dasselbe Risiko eingegangen. Israel steht im Zentrum unserer Kultur, denn die Lehren von Jesus haben bis heute tiefe Spuren hinterlassen - gerade auch in Deutschland, denn die Verflechtung von Staat und Kirche ist bis heute (zu) eng. Jüdische Deutsche haben die Geschichte Deutschlands, sogar der Menschheit geprägt. Der Stolz ist in Deutschland immer noch groß. Umgekehrt leben die Nachfahren von geflüchteten jüdischen Deutschen in Israel und nicht zuletzt der israelische Botschafter zeigt, dass bei aller Brutalität, denen Juden durch ihre Landsleute ausgesetzt waren, dem Hinschlachten ganzer Familien, dem Versuch, sie systematisch zu tilgen, auch ihr Stolz und ihre deutsche Prägung nicht immer gebrochen wurde. Wenn ich die Nachrichten lese, habe ich Sorge um ein außergewöhnliches Volk, merkwürdig, streitbar und witzig, dass sogar seine Feinde maßgeblich zumindest über die Religion beeinflusst hat. So klein und so bedeutend. Ich merke, dass ich auch wütend bin, weil die Nachkommen der Überlebenden schon wieder um ihr Leben kämpfen, um ihre Freiheit und ihre Sicherheit; viele mit deutschen Namen. Und wieder spielt Deutschland eine Rolle, weil es den Terror mitfinanziert hat und weiter finanziert. Wären die Bekenntnisse zu Israel echt, hätte man keine Organisationen unterstützt, die die israelische Regierung für terroristisch hält. Wie viele Raketen habe ich mit meinen Steuern mitfinanziert? Und warum lässt sich das in einer angeblichen Demokratie eigentlich nicht abstellen?

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Tom David Frey, Gastautor / 09.11.2023 / 12:00 / 31

Frey in Israel: Überfall auf den Kibbuz Kfar Aza

Die brutalen Überfälle auf die Kibbuzim in Israel, die sich am 7. Oktober 2023 ereigneten, sind auch einen Monat später noch erschreckend. Was sich zugetragen…/ mehr

Tom David Frey, Gastautor / 24.10.2023 / 10:00 / 58

Wie die progressive Linke am Nahost-Konflikt scheitert

Von Tom David Frey.  Warum das progressive und nach außen menschenfreundlich-antifaschistische Kartenhaus im Angesicht des barbarischen Massakers der Hamas an Juden still und leise in…/ mehr

Tom David Frey, Gastautor / 08.09.2023 / 12:00 / 3

Der Trump-Faktencheck (3): Teufel, Heiland oder… Sexist?

Von Tom David Frey. Was, wenn Donald Trump weder der Teufel noch der Heiland wäre? Angenommen, er wäre einfach nur ein Politiker mit Vor- und…/ mehr

Tom David Frey, Gastautor / 07.09.2023 / 14:00 / 14

Der Trump-Faktencheck (2): Teufel, Heiland oder ... Rassist?

Von Tom David Frey. Was, wenn Donald Trump weder der Teufel noch der Heiland wäre? Angenommen, er wäre einfach nur ein Politiker mit Vor- und…/ mehr

Tom David Frey, Gastautor / 06.09.2023 / 12:00 / 18

Der Trump-Faktencheck (1): Teufel, Heiland oder… Antisemit?

Von Tom David Frey. Was, wenn Donald Trump weder der Teufel noch der Heiland wäre? Angenommen, er wäre einfach nur ein Politiker mit Vor- und…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com