Peter Heller, Gastautor / 03.02.2018 / 06:10 / Foto: martinak15 / 37 / Seite ausdrucken

Wie das mit dem Strom so funktioniert – und wie nicht

Die mit der deutschen Energiepolitik verknüpften Risiken sind schon in ihrem konzeptionellen Fundament angelegt. Man will, so heißt es seitens der Bundesregierung, eine Energieversorgung etablieren, die gleichzeitig zuverlässig, bezahlbar und umweltschonend ist. Dieses sogenannte energiepolitische Dreieck hat sich als Dogma etabliert, dem niemand mehr widerspricht. Aus guten Gründen, eröffnet doch die Verknüpfung dreier miteinander unvereinbarer Zielmarken so manchen ideologisch gefestigten, aber von technischem Wissen eher unbelasteten Zeitgenossen einmalige Möglichkeiten, ihrer Agenda Gehör zu verschaffen.

So unterliegt die Antwort auf die Frage, was als umweltfreundlich anzusehen ist, einer vielstimmigen emotionalen Beliebigkeit, deren zusammengefasstes Optimum in einem Energiesystem besteht, das auf vogelschnetzelnde Windräder, emittierende Kohle- und strahlende Kernkraftwerke ebenso verzichtet, wie auf toxische Solarzellen und intensivlandwirtschaftlich produzierte Biomasse.

Die einzig wirklich umweltschonende Versorgung ist offensichtlich gar keine Versorgung. Die natürlich auch nichts kostet. So könnte eine Rückkehr zum steinzeitlichen Nomadenleben zwei der Anliegen des energiepolitischen Dreiecks bestmöglich erfüllen. Und das dritte wäre dann schlicht irrelevant. Was ist von einer Aufgabenstellung zu halten, deren unterschiedliche Vorgaben nur durch eine solche Lösung gleichermaßen perfekt umgesetzt werden?

Tatsächlich ist Versorgungssicherheit das einzige Kriterium, das wirklich zählt. Denn Energie hat keinen Wert und keinen Nutzen, wenn sie nicht überall dort, wo man sie braucht, und immer dann, wenn man sie braucht, in der erforderlichen Form und Quantität zur Verfügung steht. 

Was könnte man mit einem Auto schon anfangen, bei dem das Tanken reine Glückssache wäre? Was mit einer Heizung, für die das Brennstoffangebot von Zufällen abhinge? Wer würde sich einen Fernseher kaufen, den man nicht einschalten kann, wann man will? Versorgungssicherheit ist kein Luxusgut, das man ohne größere Folgen aus der Perspektive eines wankelmütigen Zeitgeistes betrachten darf, sondern notwendige Basis für die Aufrechterhaltung einer freien und wohlhabenden modernen Gesellschaft.

Strom besteht nicht aus Elektronen

Die Zuverlässigkeit eines Versorgungssystems ist dabei nicht primär an der Menge der bereitgestellten Energie zu messen, sondern wesentlich an dessen Widerstandskraft gegen Fehler und Störungen. Es sollte unter widrigen, vom Idealzustand abweichenden Bedingungen nicht allzu leicht versagen. Und wenn es doch ausfällt, schnell wieder in Betrieb gehen können. Das energiepolitische Dreieck aber erzwingt mit der Energiewende Konzessionen zu Lasten genau dieser Aspekte. Versorgungssicherheit, die bei vielen Primärenergieträgern vor allem mittels einer effektiven Logistik dargestellt werden kann, unterliegt nämlich beim Strom spezifischen physikalischen Rahmenbedingungen. Hier kommt es nicht nur darauf an, genug elektrische Energie zu erzeugen. Es muss auch auf die richtige Weise geschehen.

Obwohl der Begriff solches leider nahelegt, besteht Strom nicht aus Elektronen, die durch Drähte fließen wie Gasmoleküle durch Rohrleitungen. Es wandern keine geladenen Teilchen aus Kraftwerken durch unsere Lampen, Waschmaschinen oder Fernseher, wenn wir diese einschalten. Vielmehr sind sie schon da, in den elektrischen Bauelementen unserer Geräte, völlig orientierungs- und richtungslos zwischen den in einer Gitterstruktur angeordneten Atomen eines metallischen Kabels herumirrend. Dieses Gewimmel kann zu Strom werden, wenn es einen Dirigenten gibt, der ihm Struktur verleiht.

Dies leisten die durch Turbinen in den großen thermischen Kraftwerken angetriebenen Generatoren, in denen rotierende Magneten die Elektronen in den Leitungen der sie umgebenden Spulen in einem exakt festgelegten Takt anstoßen. So wird Ordnung dem Chaos aufgeprägt. Exakt fünfzigmal pro Sekunde hüpfen die Ladungsträger auf der Stelle hin und her, eine regelmäßige Bewegung, zu der sie über die elektromagnetische Wechselwirkung auch alle anderen Elektronen in den angeschlossenen Leitungen und Geräten anregen. Es ist die durch diese Schwingung transportierte Energie, die wir anzapfen, wenn wir ein Endgerät einschalten, es ist die Dynamik dieses Tanzes, die wir über geeignete Mechanismen in Wärme, Licht oder mechanische Bewegung umsetzen.

Störfaktoren der Netzfrequenz

Die Festlegung der Netzfrequenz auf einen Wert von fünfzig Hertz folgt keiner physikalischen oder technischen Notwendigkeit, sondern spiegelt eine historisch gewachsene Vereinbarung wieder. Da diese nun aber verbindlich gilt, richten sich auch alle nach ihr, Verbraucher wie Versorger. Weicht die Netzfrequenz zu stark von ihrem Sollwert ab, funktionieren sehr viele elektrotechnische und elektronische Systeme nicht mehr besonders gut, viele überhaupt nicht mehr und manche können gar beschädigt oder zerstört werden. Dies gilt insbesondere für die Werkzeugmaschinen in der industriellen Produktion, wie auch für die Einrichtungen des Netzbetriebs selbst, von den Kraftwerken bis zu den Transformatoren. Unterhalb von 47,5 und oberhalb von 51,5 Hertz wären beispielsweise die Generatoren vieler Erzeugungsanlagen gefährdet, was zu Notabschaltungen und einem vollständigen Zusammenbruch der Versorgung führen würde. Für einen optimalen Betrieb sollte die Netzfrequenz sogar immer in dem Band zwischen 49,98 und 50,02 Hertz liegen.

Es ist nicht ganz so einfach, dies zu gewährleisten. Jede Energieentnahme verlangsamt die Schwingung der Elektronen, die Netzfrequenz sinkt. Jede Energiezufuhr beschleunigt den Formationstanz der Ladungsträger, die Netzfrequenz steigt. Energiezuflüsse und Energieabflüsse müssen sich also immer die Waage halten, um der Anforderung nach einer konstanten Netzfrequenz zu genügen. Im alltäglichen Betrieb kann man das regeln. Zumal man über genug Erfahrungswerte verfügt, die es gestatten, den voraussichtlichen Bedarf für einen bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu prognostizieren. Wind- und Sonnenstrom allerdings stellen in dieser Hinsicht Störfaktoren dar. Denn sie beteiligen sich aufgrund ihrer technischen Eigenschaften und ihrer volatilen, wetterabhängigen Erzeugungscharakteristik weder an der Definition der Netzfrequenz, noch an deren Haltung. Sie sind über Umrichter an das Netz angeschlossen, die sich eben nach irgendetwas „richten“ müssen, um die elektrische Energie aus Solarzellen und Windrädern an die Erfordernisse anzupassen. Die volatilen Quellen bedürfen dazu des konventionellen Kapellmeisters, der sie anleitet, sonst zerstören sie den Gleichklang des Erzeugerorchesters und verwandeln den Formationstanz der Elektronen in ein Durcheinander.

Oft gehörte Klagen von Befürwortern der Energiewende, die herkömmlichen Kraftwerke würden die Leitungen „verstopfen“ und dem Wind- und Sonnenstrom dadurch Zugänge versperren, sie wären gar verantwortlich für immer häufiger auftretende Produktionsüberschüsse, für deren Aufnahme zur Sicherung der Netzstabilität ausländische Abnehmer sogar prämiert werden müssen (negative Strompreise), sind daher entweder irreführende Propaganda oder Ausdruck intellektuellen Schiffbruchs. Ohne den durch die Rotation der Läufer in den Generatoren der großen thermischen Kraftwerke vorgegebenen Takt gäbe es erst gar kein Stromnetz, in das noch andere Erzeuger integriert werden könnten.

Vollversorgung ist auf Basis volatiler Quellen unmöglich

Allein dies macht eine hundertprozentige Versorgung auf Basis volatiler Quellen unmöglich. Aber der potenzielle Anteil von Wind und Sonne an der Stromerzeugung ist noch durch einen anderen Aspekt begrenzt.

Was geschieht, wenn etwas schiefgeht? Wenn etwa auf einen Schlag mehrere große Kraftwerke ausfallen? Die Folge wäre ein unmittelbares und unaufhaltsames Absinken der Netzfrequenz unter ein noch zu verkraftendes Niveau und damit der Blackout. Da sich dieser Effekt blitzartig mit Lichtgeschwindigkeit im Netz ausbreitet, gäbe es keine Chance auf Gegenmaßnahmen.

Wären da nicht die Schwungmassen der herkömmlichen Meiler. Mehr als hundert Tonnen bringt so ein Läufer auf die Waage, und in zweipoliger Ausführung rotiert er fünfzigmal in jeder Sekunde um die eigene Achse. Einige tausend Tonnen drehen sich in dieser enormen Geschwindigkeit zu jedem Zeitpunkt in den größten deutschen Kraftwerken, die überwiegend mit Kohle, manche aber auch mit Erdgas und einige wenige noch mit Uran befeuert werden. Und diese träge Masse ist es, die dem Netz Widerstandskraft gegen Ausfälle und unvorhergesehene Bedarfsspitzen verleiht. Denn sie bremst jede Veränderung der Netzfrequenz auf ein beherrschbares Maß.

Kettenreaktionen die uns ins Dunkel tauchen

Die Geschwindigkeit, in der die Netzfrequenz ansteigt oder absinkt, darf nicht mehr als zwei Hertz pro Sekunde betragen. Nur dann können die verfügbaren Regelmechanismen greifen, die den Tanz der Elektronen zunächst stabilisieren, um ihn anschließend in die gewünschte Geschwindigkeit zurückzuführen. Wie hoch die konventionellen, auf rotierenden Massen beruhenden Erzeugerkapazitäten sein müssen, um dies zu gewährleisten, hängt vom Verhältnis der gesamten Netzlast zur Über- oder Unterdeckung ab. Will man einen Ausfall von zehn Prozent der aktuellen Netzlast überstehen, darf der Anteil der durch Schwungmassen eingespeisten Leistung 25 Prozent nicht unterschreiten. Will man sich gar gegen den plötzlichen Verlust von zwanzig Prozent der Erzeugerkapazität schützen, läge dieser Wert schon bei der Hälfte. Die Ausbaugrenze für volatile Erzeuger richtet sich nach dem angestrebten Sicherheitsniveau.

Grundsätzlich aber gilt: Je geringer der Anteil konventioneller Großkraftwerke an der Stromerzeugung, desto größer die Gefahr eines flächendeckenden Stromausfalls im Falle einer Störung. Und mit steigendem Anteil von Sonnen- und Windstrom steigt auch der Anspruch an die Resilienz des Systems, weil Pannen wahrscheinlicher werden. Dazu tragen nicht nur die immer häufigeren Redispatch-Maßnahmen bei, die durch die Unstetigkeit der gesetzlich bevorzugten Zufallslieferanten erforderlich werden. Sondern auch die technischen Charakteristika der alternativen Quellen selbst. Man denke beispielsweise an große Offshore-Windparks, die nur über einige wenige Leitungen und einige wenige Konverterstationen mit dem Festland verbunden sind. Bereits der Ausfall nur einer Trasse vermag da eine Kettenreaktion auszulösen, die uns alle ins Dunkel taucht.

Mit jedem neuen Windrad, mit jeder neuen Photovoltaik-Anlage steigt also das Risiko für Störfälle, und mit jedem konventionellen Kraftwerk, das zugunsten alternativer Erzeuger vom Netz geht, steigt die Gefahr, diese nicht mehr beherrschen zu können. Auf die Frage, wie viele Kohlekraftwerke in den kommenden Jahren vom Netz gehen könnten, ohne die Versorgungssicherheit zu reduzieren, gibt es daher nur eine Antwort: Kein einziges. Es sei denn, man ersetzt sie durch Gas- oder Kernkraftwerke.

Hierzulande diskutiert die Politik trotzdem über Kohlekapazitäten, die zusätzlich zu den Kernkraftwerken zeitnah abgeschaltet werden sollen. Das Lavieren im energiepolitischen Dreieck führt zu einer abstrusen Feilscherei, in der fünf, sieben oder gar elf Gigawatt ohne jede Scham in den Raum geworfen werden, als wären politische Kompromisse geeignet, die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen. Angesichts der Bedeutung, die eine verlässliche Stromversorgung für unser Gemeinwesen hat, angesichts der katastrophalen Folgen, die ein flächendeckender Stromausfall mit sich bringen würde, bleibt festzuhalten: Im energiepolitischen Dreieck versinken die Interessen der Wähler. Und tauchen daraus auch nie wieder auf.

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Dr. Liu Mei / 03.02.2018

Viel Vergnügen bei dem Versuch, jene faktenbasierten Gesetzmäßigkeiten einer Frau Katrin Göring-Eckardt oder eines Herrn Anton Hofreiter, nebst grünem Anhang näherzubringen. Ich befürchte zudem, dass Sie damit - sehr geehrter Herr Heller - selbst bei einer promovierten Physikerin auf staunendes Unverständnis stossen. Das mag aber dem Verdrängungsprinzip eines selbstverursachten Chaos’ geschuldet sein.

Heinrich Niklaus / 03.02.2018

Die geradezu umwerfende Expertise in Sachen Energie der neuen Grünen Parteichefin, Annalena Baerbock ist geradezu erschreckend. Hier eine Kostprobe: DLF fragt Annalena Baerbock: Ein beliebtes Argument der Gegner eines schnellen Kohleausstiegs lautet ja immer wieder, dass man sagt, wenn Deutschland allzu schnell aus der Kohle aussteigt, sind wir im Zweifel an Tagen, wo nicht genug Sonne und Wind herrscht, angewiesen auf Stromimporte aus dem Ausland, sprich Atomstrom zum Beispiel aus Frankreich. Wie wollen Sie dieses Argument entkräften? Baerbock: Das ist ein Dreiklang. Und es ist aber so – und das ist einfach Fakt, da kommt man nicht drum herum – wir haben massiv Stromexporte. Wir exportieren ein Zehntel unseres Stroms ins Ausland, in andere Länder. Die osteuropäischen Staaten haben schon gesagt: ‚So geht das nicht weiter, ihr verstopft unsere Netze.’ Deswegen haben wir gesagt, diese zehn Prozent Export die können wir an Kohle vom Netz nehmen. Und natürlich gibt es Schwankungen. Das ist vollkommen klar. An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet.

Heinrich Niklaus / 03.02.2018

Ich setze nicht mehr auf die Vernunft links-grüner Politik. Sie stellt Ideologie über die Vernunft. Deshalb brauchen wir einen veritablen Blackout. Vielleicht gewinnt die Vernunft danach wieder die Oberhand.

Dietmar Schmidt / 03.02.2018

Danke Herr Heller, für die übermittelten Grundlagen der Energieversorgung. Ich hoffe die Parteiführung der Grünen, Frau Baerbock und Herr Habeck, lesen den Artikel auch und da ich ihn, mit meiner bodenständigen Intelligenz, verstanden habe müssten unsere Eliten ihn erst recht verstehen. Aber, die Hoffnung stirbt zuletzt. Gruß D. Schmidt

Udo Schreck / 03.02.2018

Wow, ein toller Artikel der in Schulen als Pflichttext im Physikunterricht mindestens vier Stunden lang behandelt werden müsste. Deutschland sollte einfach einmal flächendeckend acht Wochen Stromausfall im Dezember und Januar haben, das wäre ein gesundes Heilbad für viele. Mit zwei, drei ähnlichen Nachausfällen im Anschluss wären wir vielleicht für ein paar Jahre von grünen Ideologien befreit.

Gerd Kohl / 03.02.2018

Eine weitere Möglichkeit ein Stromnetz zu stabilisieren und negative Kettenreaktionen zu vermeiden ist der Lastabwurf. Bei instabilem Netz wäre dieser zuvorderst in solchen Kommunen zu praktizieren, in denen energiegewendete Politiker in Verantwortung stehen. Eine brachiale aber wahrscheinlich sehr wirkungsvolle Methode Verantwortungsbewusstsein bei den entsprechenden Entscheidungsträgern zu schulen.

Achim Kaussen / 03.02.2018

Hallo Herr Heller, besten Dank fuer den technisch fundierten Bericht. Wer braucht da noch die “Qualitaetspresse”, in deren Redaktionen man teilweise Probleme mit der Unterscheidung von Photovoltaik und Solarthermie hat. Noch ein paar Anmerkungen. Sollte die Netzfrequenz zu sehr absinken (Ueberlast), warten die Netzbetreiber nicht, bis der Blackout eintritt, sondern werfen zuvor definierte Gebiete ab. Diese Gebiete sind quasi als Plan “B” definiert. Diese Listen werden regelmaessig geaendert, da jeder per Gesetz das gleiche Recht auf Versorgung hat. Statistisch gesehen kann es also jeden Treffen, wobei ich davon ausgehe, das das Regierungsviertel oder wichtige Industrieanlgen eher nicht auf dieser Liste stehen. Da aktuell keine temporaeren Notabschaltungen erfolgen, zumindest hoert man nichts davon, scheinen die Betreiber noch alles im Griff zu haben. Sollte die Netzfrequenz ansteigen (Ueberangebot) gab es bis vor ca. 3 Jahren eine grosses Problem. Alle PV Wechselrichter schalteten ab einem Grenzwert schlagartig ab. Dieser Grenzwert war bei allen Wechselrichtern gleich. Waeren da schlagartig einige GW vom Netz gegangen, haette das zu Problemen gefuehrt. Vor ca. 3 Jahren wurde ein Softwareupdate verteilt, das nun dafuer sorgt, das die WR ab einem Schwellwert langsam ihre Leistung runterfahren (Derating). Grosse Anlagen koennen remote durch die Netzbetreiber gesteuert werden. Durch diese technischen Massnahmen konnte das Netz stabilisiert werden. Ich gebe Ihnen aber recht, man kann das Netz nicht beliebig instabil machen, es gibt technische Grenzen. Gruss

Jürgen Keil / 03.02.2018

Sehr geehrter Herr Heller, Dank für diesen sachlichen, fundierten Artikel. So etwas im Geburtsland eines Werner von Siemens, mit einer Kanzlerin, die vom Beruf Physikerin ist. Ideologie vor Sachverstand. Man könnte weinen, wenn einem nicht schon von der Migrationsideologie die Tränendrüsen geleert würden.

Klaus Ruptich / 03.02.2018

Peter Heller - danke für diesen Artikel. Einen Aspekt könnten Sie aber bei Gelegenheit auch noch betrachten: Sowohl moderne Windräder als auch PV-Anlagen erzeugen Gleichstrom, der über mehr oder weniger gute Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt wird. Dies ist meines Wissens keine ideale Sinuswelle, sondern eine mehr oder weniger gute Nachbildung als Treppchen, verbunden mit Oberwellen. Durch die Glättung über die rotierenden Massen kommt zwar beim Verbraucher ein ordentlicher Wechselstrom an. Aber welchen Einfluss hat hier der Wegfall von immer mehr solcher Puffer? Und haben diese Oberwellen unter Umständen auch Auswirkungen auf die zum Teil schon alten Leitungen, die bislang zum Verteilen des Stroms, jetzt aber wahlweise auch zum Sammeln des Zappelstroms genutzt werden, und auf die Trafos und Schalter in den Netzen? Gefühlt steigt die Zahl der Meldungen über lokale Stromausfälle durch “unbekannte Ursache” immer weiter an.

Rainer Zangs / 03.02.2018

Eine interessante und richtige Darstellung der physikalisch-technischen Bedingungen in einer bildhaften Sprache, die auch den öko-romatischen Leser erreichen könnte, wenn, ja wenn die Öko-Propaganda nicht medial so intensiv wäre. Dennoch, jeder Beitrag in dieser Art ist wichtig. Und gibt auch dem stärker technisch denkenden (und sprechenden?) Bürgern die Möglichkeit, die Sprachwahl bei der Diskussion im Freundes- und Bekanntenkreis zu verwenden. Deshalb meine Bitte: Weiter so! Und vielen Dank.

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