Peter Hahne, Gastautor / 09.04.2023 / 10:00 / Foto: Superbass / 111 / Seite ausdrucken

Wider die Oster-Leugner!

Peter Hahne ist ein streitbarer Christ, und wir geben ihm aus österlichem Anlass Raum, dies erneut unter Beweis zu stellen. Wobei seine Philippika das Zeug hat, auch Nicht-Christen eine Osterfreude zu bereiten – da bleibt kein Auge trocken.

Was fällt Ihnen zu Ostern ein? Irgendwas mit Eiern und Hasen, so die Antwort unlängst bei einer TV-Straßenumfrage. Weihnachten: Irgendetwas mit Geschenken. Nach Karfreitag, Pfingsten oder Himmelfahrt muss man gar nicht erst fragen. Geistliches Analphabetentum auf der ganzen Linie. Doch was erwartet man, wenn Oberklerikale beider Konfessionen das Kreuz beim Besuch des Jerusalemer Tempelberges verleugneten und „Probleme“ mit der leibhaftigen Auferstehung von Jesus haben. Osterleugner! Religionsunterricht und Predigten gleichen weithin links-grüner NGO-Propaganda. Feiertage verblassen zu Urlaubsbrücken, weil das breite Volk deren Sinn nicht mehr kennt. 

Der geistliche Grundwasserspiegel sinkt gegen Null. Und das ist die Alleinschuld der Kirchen. Daran gibt es nichts zu deuteln. Die „Osterbotschaften“ aus Bischofsmund, die in diesen Stunden im deutschsprachigen Raum durch die Medien geistern, sind fast ausschließlich politisches Geschwätz. Peinliche Kopien von Grünen-Parteitagen.

Ein Anschlag auf die Menschlichkeit. Denn wer von Ostern nichts weiß, ist arm dran. Das ist die Verantwortung von uns Christen, dass wir von Jesus als dem Retter und Erlöser, dem Garanten für ewiges Leben reden. Und nicht von dem, was andere auch können: Klima, Corona, Krieg. Evangelisation, die Verkündigung der frohen (!) Botschaft, war noch nie so nötig wie heute. Stattdessen Drohbotschaft einer Angst- und Verbotsreligion. 
Das dröhnende Schweigen von Ostern hat Konsequenzen. Deshalb laufen auch so viele „Karfreitags-Menschen“ durch die Lande: miesepetrig, verbissen, verbohrt, ohne jeden Humor. Man schalte bei den üblichen TV-Talks über Corona, Klima und dem woken Gender-Gaga einfach mal den Ton ab. Allein an den Gesichtern erkennt man, wer welche Position vertritt. 

Allüberall Weltuntergangsstimmung mit Betroffenheits-Tremolo. Leider auch bei Christen. Man schaue sich nur diese freudlos-fanatische Truppe des „suizidalen Irrwegs“ der katholischen Kirche an. Oder diesen Dauer-Jammer-Protestantismus. Ewiger Karfreitag. Osterleugner verdunkeln das Evangelium.

Dabei müßten gerade Christen Osterfreude ausstrahlen. Ewigkeitshoffnung aus allen Knopflöchern. Freude in allem Leide, wie man doch vollmundig im alten Choral singt. „Wenn der Bauer Christ ist, müssen das die Kühe im Stall merken“, hörte ich einmal einen begnadeten Prediger in ein Missionszelt rufen. Heute sieht man „Ostern“ nur in den Auslagen der Geschäfte. Inzwischen fast ganzjährig.

Ostern ist Faktum: Die Auferstehung von Jesus Christus ist die historisch bestbezeugte Tatsache der Antike. Die ersten Aufzeichnungen gab es bereits 20 Jahre nach dem Ereignis (1. Korinther 15). Also für jeden überprüfbar. Das leere Grab hält jedem Faktencheck stand.

Diese elende Schwurbelei von „Jesus lebt in seinem Wort und Werk weiter“ ist reine Verschwörungstheorie. Nein, er IST auferstanden! Er lebt! Unvergessen, wie der damalige deutsche Sozialminister Norbert Blüm, ein engagierter Katholik, den Demonstranten der Solidarnoc im August 1989 auf der Danziger Werft zurief: „Karl Marx ist tot, aber Jesus lebt!“ Einer Kirche, die diese Gewißheit wieder verkündigt und als ihren Markenkern die Oster-Hoffnung predigt würde niemand mehr davonlaufen. Voll sind die Gottesdienste, in denen keine verhinderten Politiker die Regie führen, sondern glaubensgewisse Zeugen der Auferstehungsbotschaft. 


Gerade heute, in einer gespaltenen Gesellschaft bis in Familien und Gemeinden hinein, täten Osterlachen und Osterfreude so gut! Gegen das Dreijahres-Virus von Desinformation und Denunziation, von Selbstüberheblichkeit und Rechthaberei, von verordneter Einsamkeit und trostlosem Sterben hilft nur eine Injizierung von Osterhoffnung. Diese Impfung hätte keine Nebenwirkungen. Höchstens das „Risiko“, auf Dauer-Freude programmiert zu sein. Was kann es Besseres geben in diesen trostlosen Zeiten! Schon Martin Luther sagte: „Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens.“

Dieser Text erschien zuerst auf Kath.net.



Peter Hahne ist TV-Moderator und Bestseller-Autor mit 9-Millionen-Auflage. Über Jahrzehnte das Nachrichtengesicht des ZDF. Heute gefragter Talkgast, Redner und Publizist. 18 Jahre gehörte er dem Rat der EKD, dem obersten Leitungsgremium der Evang. Kirche Deutschlands, an. 2022 bekam er für sein Lebenswerk die theologische Ehrendoktorwürde der STH Basel.

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R. Matzen / 09.04.2023

Es gibt sie noch, die alten Recken der Kirche! Wie gerne habe ich früher die Artikel von Dr. Hans-Christian Knuth, Bischof im Sprengel Schleswig, gelesen; bin dann sogar zum Weihnachtsgottesdienst in den Dom nach Schleswig gefahren. Oder Traugott Giesen, früher Pastor in Keitum auf Sylt. Seine Kirche war immer voll. Dort gab es mehr Kirchenbesucher als Einwohner in Keitum. Und heute? Keine Ahnung. In Schleswig residierte Gotthilf Margaard, ein, nach meinem Eindruck, hasenfüßiger Kirchenmann, der sich dagegen sträubte, einen Gottesbezug in die Schleswig Holsteinische Landesverfassung aufzunehmen. Und dann gab es noch einen Bischof, dessen Namen ich vergessen habe. So ein Schwafler war das! Aber man unterhält ein Schleuserschiff, das zeigt, daß diese NGO über Leichen geht. Ihnen allen Frohe Ostern!

Ilona Grimm / 09.04.2023

Wie froh bin ich, heute hier von Peter Hahne ein Plädoyer für den Glauben der Christen, „Wider die Oster-Leugner“, zu lesen. Vielen Dank den Achse-Betreibern für den Platz, der Peter Hahne hier eingeräumt wird. Und bei der Gelegenheit wünsche ich natürlich allen Christen, die an die Auferstehung unseres Herrn glauben, FROHE OSTERN. Allen , die nicht daran glauben (können oder wollen), wünsche ich frohe arbeitsfreie Tage. Zudem wünsche ich allen Intoleranten jedweder Geistesrichtung, dass sie die Bedeutung von Toleranz begreifen.

Ilona Grimm / 09.04.2023

Heute vor 78 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer von den Nationalsozialisten im KZ Flossenbürg durch den Strang hingerichtet: weil er seinem Christus-Glauben, seinem Vertrauen in die Bibel, seiner Fürsprache für das Volk der Juden sowie seiner generellen Gegnerschaft zum NS-Regime nicht absagen wollte. - - Gestern, also vor nur einem Tag, forderte jemand hier auf der Achse des Guten, gläubige Christen, die ihren Glauben offen bekennen (und daher nerven), in Lager zu sperren („sicherungsverwahrt“) und jeden Dialog mit ihnen zu verweigern. Unterstützer dieser Forderung fanden sich überraschend schnell, Gott sei Dank aber auch scharfer Protest dagegen. - - NIE WIEDER ?? WEHRET DEN ANFÄNGEN?? – Alles vergessen… - - An Spott und Hohn bin ich längst gewöhnt; da befinde ich mich ja in allerbester Gesellschaft. Aber der gestrige Appell, bekennende Christen in Lager zu sperren, hat mich tatsächlich krank gemacht. Vieles ist in den letzten drei Jahren möglich geworden, aber das Ende der Fahnenstange ist offensichtlich noch lange nicht erreicht.

Klaus Beusch / 09.04.2023

Danke Peter Hahne. Wie immer mit Humor und einem Lächeln in den Augenwinkel, Wahrheit verkünden. Ich bin vor 33 Jahren aus der der katholischen Kirche ( meine Frau übrigends auch ) ausgetreten und behaupte, deshalb gläubiger und überzeugter Christ geblieben zu sein. Der Ungeist der sich in beiden Konfessionen breit gemacht hat, hinter dem n.m.M. der Teufel des Mammons steckt, wird oder hat schon beide Religionen bis zur Lächerlichkeit verzerrt und ihrem Auftrag, sich um das Seelenheil der Menschen zu kümmern, völlig entfremdet. Es gibt auch kein Zurück mehr, denn wenn sich jemand einmal lächerlich und unglaubwürdig gemacht hat, wird er dieses Image nie wieder los. Das gilt auch für Institutionen. Der Fels, auf dem Jesus seine Kirche gebaut hat, wurde in Münzen umgewandelt und rutscht nun in sich zusammen. Weil Jesus das gewußt hat, hat er die Geldwechsler aus dem Tempel vertrieben, aber sie haben sich, ganz leise durch die Hintertür, wieder hineingeschlichen und ihr böses Werk vollendet. Aber so sehr sie sich auch anstrengen, so können die Götzendiener des Klimagottes, Jesus doch niemals aus den Herzen der Gläubigen vertreiben oder ihn gar ersetzen, denn das Klima ist ein Produkt Gottes und somit kein Gott. Ich wünsche allen Menschen, in unserem Lande, ein ” Frohes Osterfest ” und viel Freude in der Familie.

HKunz / 09.04.2023

Da ist aber arg viel Übermut mit durchgegangen. Die Auferstehung sei “historisch bestbezeugt” mag für Theologen glaubhaft sein. Die üben solches (zu)  Glauben täglich.. Wer sich aber nur ein wenig mit der christlichen Urgeschichte und der Entstehung des Neuen Testaments beschäftigt merkt, dass der einzige “Zeuge” die christliche Kirche ist, weil sie das Monopol auf “das zu Wissende” hatte und praktisch alles Schriftgut vernichtete, was dem entgegenstand. Jedenfalls gibt es keine seriöse, außerchristliche Fundstellen dazu. Und die viel berichtenden Römer waren schließlich “vor Ort”. Viele wissen auch nicht, dass das “Auferstehen” damals eine allgemein “übliche” Entrückung wichtiger Personen in den verschiedenen, heidnischen Religionsströmungen war. An dieser Leistung musste sich Jesus messen, denn deren Konkurrenz war zu groß. Ergänzend fehlt noch die “Ernennung” von Greta als moderner Jesus*in, der*die durch unsere “Judas-“Polizei verraten wurde, wie es die evangelische Kirche Bayern twitterte. “Der geistliche Grundwasserspiegel sinkt gegen Null” ist mehr als zutreffend. Da hilft der viele Frühjahrsregen auch nichts mehr.

ricardo sanchis / 09.04.2023

“Ostern ist Faktum: Die Auferstehung von Jesus Christus ist die historisch bestbezeugte Tatsache der Antike. Die ersten Aufzeichnungen gab es bereits 20 Jahre nach dem Ereignis (1. Korinther 15). Also für jeden überprüfbar. Das leere Grab hält jedem Faktencheck stand.” Der war gut!* Schenkel Klopf* Eine Aufzeichnung über einen Vorgang der angeblich vor 20 Jahren stattfand als Beleg für dessen Tatsächlichkeit zu behaupten und dann noch als die bestbezeugte Tatsache der Antike, ist schon urkomisch. Nichts für ungut Herr Hahne aber warum meinen sie heißt ihr Glaube ( und Andere Glauben )  denn Glaube? Ansonsten stimme ich ihnen natürlich zu . Das Christentum der Konfessionen bzw. deren obersten Vertreter biedern und dienen sich den Mächtigen an. Das ist nichts neues. Aber spätestens seit “impfen ist Liebe” ist für mich der “Laden” so etwas von unten durch. Insofern auch nicht der Rede wert. 

R. Matzen / 09.04.2023

Es gibt sie noch, die alten Recken der Kirche! Wie gerne habe ich früher die Artikel von Dr. Hans-Christian Knuth, Bischof im Sprengel Schleswig, gelesen; bin dann sogar zum Weihnachtsgottesdienst in den Dom nach Schleswig gefahren. Oder Traugott Giesen, früher Pastor in Keitum auf Sylt. Seine Kirche war immer voll. Dort gab es mehr Kirchenbesucher als Einwohner in Keitum. Und heute? Keine Ahnung. In Schleswig residierte Gotthilf Margaard, ein, nach meinem Eindruck, hasenfüßiger Kirchenmann, der sich dagegen sträubte, einen Gottesbezug in die Schleswig Holsteinische Landesverfassung aufzunehmen. Und dann gab es noch einen Bischof, dessen Namen ich vergessen habe. So ein Schwafler war das! Aber man unterhält ein Schleuserschiff, das zeigt, daß diese NGO über Leichen geht.

Volker Kleinophorst / 09.04.2023

Wenn die Gottes-Schwurbler von Oster-Leugnern sprechen, entbehrt das nicht einer gewissen Komik.

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