
Wenn man anspruchslos ist, dann reichen einem die alten, zum Teil bezaubernd schönen Schriften als Beweis für Göttliches jeglicher Provenienz. Was gibt es Schöneres als die Schöpfungsgeschichte/n! Natürlich auch das Ostergeschehen, Pfingsten, die Weihnachtsgeschichte/n. Auch das Gilgameschepos mit seiner Sehnsucht nach Unsterblichkeit. Es gibt ein diesbezügliches Forschungsvorhaben, genannt “Gilgameschprojekt”. Die Vertreibung aus dem Paradies. Die Bhagavad Gita, die Veden, ach ... . Meinen Kindern habe ich ihre Pubertät so erklärt: Ihr erlebt gerade eure persönliche Vertreibung aus dem Paradies. Macht etwas daraus. Das nennt sich “Individuation”. Wenigen gelingt es, die meisten brauchen dafür irgendwelche Schamanen, Druiden, etc. Die liefern bereitwillig -gegen ein kleines Entgelt, klar. Und sei es nur, dass du ihnen was nachbeten musst.
@D. Katz “Ich lese gern die Kommentare von Gläubigen. Sie helfen mir dabei zu verstehen, wie Taliban und Klimakleber ticken. ... Dass ich überzeugter Gottloser bin, rührt.. von Kenntnis”. Haha, herrliches Kopfkino und geile Denkart. Möge Ihr glorreicher Kenntnisstand - insbesondere was die Differenzierung von Taliban, Klimaklebern & Co betrifft, von den “gläubigen Kommentaren” um weitere, theologisch-philosophische, Quantensprünge erweitert werden. Damit sollten Sie als Faktenchecker und Quellengenie bei der ARD anheuern! Die stehen nämlich dort auf sowas…. Die Freude des Auferstandenen sei dennoch mit Ihnen, Sie “überzeugter Gottloser”, voll der Gnade antigöttlicher (Er)Kenntnis !! ;-)
Gerade erst hat doch die evangelische bayerische Kirche in einem Tweet Greta Thunberg mit Jesus gleichgesetzt (Artikel siehe Tichys Einblick). Mehr Ausverkauf geht doch fast gar nicht. Während der Corona Zeit haben sowohl kath. als auch ev. Kirche ihre Grundwerte mal wieder im großen Stil vergessen bzw. verraten. In dieser Zeit habe ich online beim Kirchentag reingeschaut. Statt Profil zu zeigen, haben sie sich dem Mainstream angebiedert. Ich dachte, ich bin auf dem Parteitag der Grünen Jugend gelandet… es wird in dieser Gesellschaft immer schwieriger, seine Kinder nach christlichen Werten zu erziehen, wenn die dazugehörigen Kirchen diese für Politik immer weiter beiseite schieben.
Ausgezeichneter Beitrag zum Osterfest und zur Lage des „christlichen“ Deutschlands, Herr Hahne. Dafür verzeihe ich Ihnen sogar 20 von 30 Jahren Zwangsgleichschaltungsfernsehen. Mit der Kirche ist halt wie mit CDU und FDP im Staate. Die eigenen Werte werden für populistisches Anpassen an den Zeitgeist gnadenlos verraten. Würde ein Schachclub anfangen Fussball zu spielen, nur weil der populärer ist? Wohl eher nicht. Übrigens, wurde ich mal evangelisch getauft, habe den Zweiflern unter den Christen aber mit der Volljährigkeit abgeschworen. Wäre ich wirklich tief gläubig, dann Römisch Katholisch, ohne wenn und und aber. Echter Glaube kennt weder Zweifel (an den Grundwerten, am Dogma) noch rennt er dem Zeitgeist hinter her.
“Die Auferstehung von Jesus Christus ist die historisch bestbezeugte Tatsache der Antike. Die ersten Aufzeichnungen gab es bereits 20 Jahre nach dem Ereignis (1. Korinther 15). Also für jeden überprüfbar. Das leere Grab hält jedem Faktencheck stand.” Weil Paulus, der Jesus übrigens nie kennengelernt hat, nach 20 Jahren diese Behauptung aufgestellt hat, hält es “jedem Faktencheck stand”? Und “historisch bestbezeugte Tatsache”, weil einige parteiische Personen es behauptet haben? Klar, dass Jesus überlebt hat, oder heimlich aus dem Grab genommen wurde, oder dass die Geschichte einfach erfunden wurde ist ja auch viel unwahrscheinlicher und unwissenschaftlicher als dass jemand von den Toten aufersteht und in den Himmel hinauffährt - ohne Rakete, einfach so. Dann müssen wir wohl auch glauben, dass Flüchtlinge uns reich machen, die Klimakatastrophe bevorsteht und die mRNA-“Impfung” keine Nebenwirkungen hat. P.S.: Ich schätze Peter Hahne sehr, aber Religion ist nun mal keine Wissenschaft; egal ob Klimareligion oder Christentum.
Es gibt auch eine Osterbotschaft für Agnostiker und natürlich ist sie ein Witz: ” Ein Atheist stirbt und kommt in die Hölle.” Nein, ich erzähle den hier nicht, aber er ist schon richtig komisch. Schließlich ist schon der Eröffnungssatz komisch genug. Ich habe das Neue Testament immer für eins gehalten, für ein unglaublich humanistisches Werk. Speziell, wenn man sich die alltägliche Gewalttätigkeit der Entstehungszeit einmal vor Augen hält und dann die Worte der Bergpredigt liest. Von daher ist das auch für Nichtgläubige ein besonderes Buch. Und man sollte nicht den Irrtum begehen, die Fehlerhaftigkeit einiger Menschen mit der eigentlichen Botschaft zu verwechseln oder gleichzusetzen. Sagt ein Agnostiker. Es gibt eine Fülle von Religionen, aber die christliche ist deutlich eine der besseren. Nicht immer von der gelebten Praxis, aber auf jeden Fall vom ideellen Gehalt.
@Michael Müller: Theologisch-philosophischer Analphabetismus in Reinkultur. Ich bin mit 44 zwar vermutlich noch jünger als Sie, dennoch bin ich froh, dass mich ein Jesuitenpater (Alfons Klein) in den 90’iger Jahren zum christlichen Glauben geführt hat. Der war übrigens - anders als die vielen, sich für intelligent haltenden, aber in metaphysischer und gesinnungsethischer Dummheit verhafteten Schwätzer*innen unserer Tage, tatsächlich KZ-Überlebender, wo man ihn als Jugendlichen - wegen Widerstands gegen die braunen Sozialisten - wiederholt gesperrt hat und mittels Hungern bis zum Skelett-Methoden nebst sonstigen Schikanen zu brechen versuchte. Ohne Erfolg! Er ging danach erst recht zu den Jesuiten und wurde dort zu einem der gefragtesten Seelsorger. Sowohl für den hochrangigen Wirtschaftsboss als auch für den von Gewissensbissen geplagten US-Pilot, der die Münchner St. Michaels Kirche in Schutt und Asche bombte; für den Penner von der Isar, genauso wie vor Künstler, Kranke o. Hoffnungslose etc. Jetzt könnte ich Ihren Beitrag Stück für Stück auseinandernehmen und Ihnen erklären, warum Gott (in J. Ch.) SELBST Mensch geworden ist - es also nichts mit einer dämlichen Sadomaso-o. Sühneopfer-Veranstaltung zwischen Vater/Sohn und sonstigen Stereotypen der Mich(a)el Müllers zu tun hat. Aber dazu müsste man, fürchte ich, Ihre Metaebene zumindest mal auf Erbsengröße aufblasen. Wenn ich Zeugnis und Worte solcher Figuren, dazu gehört für mich auch ein Ruppert Mayr, ein Alfred Delp o. eine Edith Stein; D. Bonhoeffer etc etc. , mit Ihrem bla bla vergleiche, wird mir ganz anders. Und vor dem Hintergrund, dass doch auch SIE Ihr scheingescheites bla, bla, OHNE dem Christentum heute entweder gar nicht oder in Form von 5 Mal täglich Bückgebet gen Mekka verrichten dürften, wird mir richtiggehend schlecht… Möge die Freude des Auferstandenen trotzdem mit Ihnen sein!
@Michael Müller Die ängstliche Frage Ihres Theologieprofessors ist durchaus berechtigt für solche, die das Opfer des Christus mit Füßen treten oder schlicht gleichgültig ablehnen. Ein ewiger Aufenthalt in der Hölle ist wahrlich fürchterlicher als “nur” sechs Stunden lang am Kreuz zu hängen. Solchen aber, die das Opfer des Herrn nicht als Sado/Maso-Veranstaltung deklarieren, sondern als Erlösung für ihre persönlichen Sünden in Anspruch nehmen, gilt Kolosser 1,12-23. Dort wird kein Zweifel daran gelassen, WER Gott ist, WAS er zu unserer Erlösung getan hat und WAS er gedenkt, in Zukunft mit denen zu tun, die Seine Erlösung angenommen haben. Ich zitiere mal: “Er (Gott) hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden. Er (Jesus) ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm wurde alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, auf dass er in allem der Erste sei. Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in ihm wohnen zu lassen und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. Auch euch, die ihr einst Fremde wart und feindlich gesinnt in bösen Werken, hat er nun versöhnt durch seinen sterblichen Leib, durch seinen Tod, auf dass er euch heilig und makellos und untadelig vor sein Angesicht stelle; wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel.”
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