Peter Hahne ist ein streitbarer Christ, und wir geben ihm aus österlichem Anlass Raum, dies erneut unter Beweis zu stellen. Wobei seine Philippika das Zeug hat, auch Nicht-Christen eine Osterfreude zu bereiten – da bleibt kein Auge trocken.
Was fällt Ihnen zu Ostern ein? Irgendwas mit Eiern und Hasen, so die Antwort unlängst bei einer TV-Straßenumfrage. Weihnachten: Irgendetwas mit Geschenken. Nach Karfreitag, Pfingsten oder Himmelfahrt muss man gar nicht erst fragen. Geistliches Analphabetentum auf der ganzen Linie. Doch was erwartet man, wenn Oberklerikale beider Konfessionen das Kreuz beim Besuch des Jerusalemer Tempelberges verleugneten und „Probleme“ mit der leibhaftigen Auferstehung von Jesus haben. Osterleugner! Religionsunterricht und Predigten gleichen weithin links-grüner NGO-Propaganda. Feiertage verblassen zu Urlaubsbrücken, weil das breite Volk deren Sinn nicht mehr kennt.
Der geistliche Grundwasserspiegel sinkt gegen Null. Und das ist die Alleinschuld der Kirchen. Daran gibt es nichts zu deuteln. Die „Osterbotschaften“ aus Bischofsmund, die in diesen Stunden im deutschsprachigen Raum durch die Medien geistern, sind fast ausschließlich politisches Geschwätz. Peinliche Kopien von Grünen-Parteitagen.
Ein Anschlag auf die Menschlichkeit. Denn wer von Ostern nichts weiß, ist arm dran. Das ist die Verantwortung von uns Christen, dass wir von Jesus als dem Retter und Erlöser, dem Garanten für ewiges Leben reden. Und nicht von dem, was andere auch können: Klima, Corona, Krieg. Evangelisation, die Verkündigung der frohen (!) Botschaft, war noch nie so nötig wie heute. Stattdessen Drohbotschaft einer Angst- und Verbotsreligion.
Das dröhnende Schweigen von Ostern hat Konsequenzen. Deshalb laufen auch so viele „Karfreitags-Menschen“ durch die Lande: miesepetrig, verbissen, verbohrt, ohne jeden Humor. Man schalte bei den üblichen TV-Talks über Corona, Klima und dem woken Gender-Gaga einfach mal den Ton ab. Allein an den Gesichtern erkennt man, wer welche Position vertritt.
Allüberall Weltuntergangsstimmung mit Betroffenheits-Tremolo. Leider auch bei Christen. Man schaue sich nur diese freudlos-fanatische Truppe des „suizidalen Irrwegs“ der katholischen Kirche an. Oder diesen Dauer-Jammer-Protestantismus. Ewiger Karfreitag. Osterleugner verdunkeln das Evangelium.
Dabei müßten gerade Christen Osterfreude ausstrahlen. Ewigkeitshoffnung aus allen Knopflöchern. Freude in allem Leide, wie man doch vollmundig im alten Choral singt. „Wenn der Bauer Christ ist, müssen das die Kühe im Stall merken“, hörte ich einmal einen begnadeten Prediger in ein Missionszelt rufen. Heute sieht man „Ostern“ nur in den Auslagen der Geschäfte. Inzwischen fast ganzjährig.
Ostern ist Faktum: Die Auferstehung von Jesus Christus ist die historisch bestbezeugte Tatsache der Antike. Die ersten Aufzeichnungen gab es bereits 20 Jahre nach dem Ereignis (1. Korinther 15). Also für jeden überprüfbar. Das leere Grab hält jedem Faktencheck stand.
Diese elende Schwurbelei von „Jesus lebt in seinem Wort und Werk weiter“ ist reine Verschwörungstheorie. Nein, er IST auferstanden! Er lebt! Unvergessen, wie der damalige deutsche Sozialminister Norbert Blüm, ein engagierter Katholik, den Demonstranten der Solidarnoc im August 1989 auf der Danziger Werft zurief: „Karl Marx ist tot, aber Jesus lebt!“ Einer Kirche, die diese Gewißheit wieder verkündigt und als ihren Markenkern die Oster-Hoffnung predigt würde niemand mehr davonlaufen. Voll sind die Gottesdienste, in denen keine verhinderten Politiker die Regie führen, sondern glaubensgewisse Zeugen der Auferstehungsbotschaft.
Gerade heute, in einer gespaltenen Gesellschaft bis in Familien und Gemeinden hinein, täten Osterlachen und Osterfreude so gut! Gegen das Dreijahres-Virus von Desinformation und Denunziation, von Selbstüberheblichkeit und Rechthaberei, von verordneter Einsamkeit und trostlosem Sterben hilft nur eine Injizierung von Osterhoffnung. Diese Impfung hätte keine Nebenwirkungen. Höchstens das „Risiko“, auf Dauer-Freude programmiert zu sein. Was kann es Besseres geben in diesen trostlosen Zeiten! Schon Martin Luther sagte: „Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens.“
Dieser Text erschien zuerst auf Kath.net.
Peter Hahne ist TV-Moderator und Bestseller-Autor mit 9-Millionen-Auflage. Über Jahrzehnte das Nachrichtengesicht des ZDF. Heute gefragter Talkgast, Redner und Publizist. 18 Jahre gehörte er dem Rat der EKD, dem obersten Leitungsgremium der Evang. Kirche Deutschlands, an. 2022 bekam er für sein Lebenswerk die theologische Ehrendoktorwürde der STH Basel.
Beitragsbild: Superbass CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
@ giesemann gerhard , was die Russ./Orth. Kirche in der Ukraine betrifft – die wird aktuell abgeschlachtet. Aber ich muss jetzt mal wirklich was hier loswerden, bitte fassen Sie sich hier mit Beiträgen etwas kürzer. Es ist z.T. „Unterste Schublade“ was Sie hier so schreiben! Ein Kommentar reicht pro Beitrag völlig aus! Ich will höflich bleiben und möchte das nicht noch ausweiden, Sie sind doch sicherlich ein erwachsener Mensch!
@Jungnickel: Sorry, wenn Ihnen meine Art zu denken nicht zusagt, aber ich kann in den Aussagen dieser „Lady“ nicht erkennen, dass sie g e g e n Waffenlieferungen an die Ukraine ist. Auch wenn sie eingestehen muss, dass Waffen keinen Frieden schaffen, so findet sie aber, dass Bemühungen um Gespräche von Waffenlieferungen begleitet werden sollten. Diesen Unsinn habe ich bei „Anne Will“ und im „Deutschlandfunk“ aufgeschnappt (wenn auch ungern, aber extra für Sie noch mal nachgeschaut).
„miesepetrig, verbissen, verbohrt, ohne jeden Humor.“ Es scheint mir, Herr Hahne hat manche Leserbriefe zu seinem Artikel in seinem Geiste gelesen, bevor sie geschrieben wurden,
@J.Brandenburg: Schön, dass sie eine Diskussion vom „geistlichen Analphabetentum“ intiiert haben. Vom Anfang würde ich Ihnen empfehlen, nach dem Namen „Astarte“ und „Astaroth“ zu googeln, um zu erfahren, woher die angeblich „germanische“ Gottheit gekommen ist, die genauso wenig germanisch ist, wie Jesus ein 100%ger Arier.
@c.krull / 09.04.2023
„Ich träume von einer Welt ohne Religionen. Religion kidnapped die Moral und verleitet Menschen dazu, grausam zu sein.“ Ian McEwan:‚Kindeswohl‘ „Schaut euch unsere Gesellschaft an. Alles ist auf den Kopf gestellt.
Ich fürchte, Sie und Ihre Träumer träumen da von Weißwürsten! Als ob die meist praktizierte Lebensregel des Westens im Allgemeinen und Deutschlands im Besonderen nicht schon längst von lupenrein-verweltlichtem Säkularismus/Atheismus geprägt wäre! Daneben vielleicht noch ein paar krude Esoteriken (Marke Wünsch dir was) . GAR NICHTS hat demnach die christliche Religion etwas mit den auf den Kopf gestellten Umständen zu tun – so einfach ist das! Das genau das Gegenteil der Fall ist, scheint den überschaubaren Horizont schon zu sprengen. Genauso wie der Abstieg eines Landes und seiner Gesellschaft –
– komischerweise – mit den abnehmenden Amtsschwüren seiner Politiker auf Gott zunehmend einherging/geht. Aber einfaches Korrelationsdenken scheint nicht die Stärke von sich in chronischer Überlegenheit wähnenden Atheisten o. Esoteriker & Co zu sein. Und sorry, aber mit der Aufzählung menschlicher Schandtaten, die im NAMEN Christie – NIE aber DURCH IHN bzw. SEINER LEHRE legitimiert waren (was im koranischen Islam diametral anders ist) – zelebrieren Sie nur das eigene Defizit, dass Sie auf der Metaebene offensichtlich haben. Als ob die “Verwaltung„ (ohne der auch Sie trotzdem heute nicht mal neunmalklug in die Tasten hauen könnten, wenn sie damals keine militärischen Abwehrreaktionen (Kreuzzüge) gegen einen aggressiv-erobernden ISLAM geführt hätte) ALLES wäre, was mit der heutigen FROHBOTSCHAFT des Christentums zu verbinden wäre. Wer nur den ewigen Misthaufen, den es nun mal überall gibt, wo MENSCHEN am Werke sind, runterleiert und das Zeugnis jener Helden und Leuchtgestalten, die diese Religion hervorgebracht hat, unter den Tisch fallen lässt, macht sich in jedem Fall der gesinnungsethischen Unredlichkeit verdächtig.
# J. Brandenburg: gerne jeder, wie er möchte. Ich finde es dagegen tröstlich, in all dem Irrsinn, in dem wir derzeit leben, zu wissen, daß wir eben nicht von Gott verlassen und allein durchs Weltall trudeln. Daß da jemand ist, der einen Plan hat. Und daß es diesen Plan gibt, ist für mich offensichtlich.
„Geistliches Analphabetentum auf der ganzen Linie.“ – Nun, das mag sein und ist sicherlich traurig. Aber wie steht’s mit weltlichem Analphabetentum, Herr Hahne? Sie sind doch „geimpft“, nicht wahr? --- „Allüberall Weltuntergangsstimmung mit Betroffenheits-Tremolo.“ – Tja, zu wissen und zu spüren, dass seit Merkels Davoser Transformationsrede ganz offiziell der Weltkrieg mit dem Namen Great Reset eingeläutet wurde, kann einen schon in Weltuntergangsstimmung versetzen und betroffen machen. insbesondere deswegen, weil die hohen und höchsten Herren Milliarden Menschen vorsätzlich vergiftet haben, was u.a. wegen der erfolgreichen, generationenlangen Indoktrination und massenmedialen Gehirnwäsche funktioniert hat. Jesus‚ geimpfte Kinder sind jetzt Massenversuchuntermenschen, von denen nicht wenige im Brain Fog ihres eigenen genmodifizierten Gehirns herumstolpern. Jesus‘ Kinder sind jetzt auch GMOs – Genetically Modified Organisms. – Hoffnung und Glauben alleine helfen da wenigstens bei der persönlichen Bewältigung drängender Probleme, aber wie verhält es sich mit denjenigen, die sich nicht selbst helfen, diesen globalen Hybridkrieg zu überwinden? Wie verhält es sich mit denjenigen, die schon auf Erden am liebsten alles weltliche hinter sich lassen wollen und sich gleichzeitig auf Erden dem Teufel aus Bequemlichkeit, Dummheit, Ignoranz und billigem Konformitätsdruck beugen, statt ihn zu verfluchen und zu vetreiben?