Manchmal überschlagen sich die Ereignisse. So auch vor zwei Tagen am 20. Januar 2021. An diesem Tag wurde nicht nur ein neuer US-Präsident vereidigt. An diesem Tag verkündete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darüber hinaus auch Erstaunliches: Der weltweit seit rund einem Jahr exzessiv – „Testen! Testen! Testen!“ – verwendete PCR-Test zum Nachweis einer Infektion mit dem „neuartigen SARS CoV-2“ ist danach überhaupt nicht unbesehen geeignet, eine Infektion zu erkennen:
Was unabhängige Geister (unter anderen Achgut.com mit einer ganzen Serie) seit Monaten vortragen, ist demnach nun auch von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt. In der „WHO Information Notice for IVD Users 2020/05“ wird erklärt: Wo das Testresultat nicht mit dem klinischen Befund eines Untersuchten übereinstimmt, da hat eine neue Probe genommen und eine weitere Untersuchung vorgenommen zu werden. Mehr noch: Der Ct-Wert eines Testergebnisses verhalte sich umgekehrt proportional zu der erkannten Viruslast bei einer untersuchten Person. Je mehr Replikationszyklen bei einem PCR-Test gefahren werden müssen, um eine (vermeintliche) Kontamination des Untersuchten mit dem Virus (oder Bruchstücken seiner Erbinformation) zu erkennen, desto geringer ist die Belastung des Untersuchten mit dem Virus bzw. dessen genetischem Material.
Erstaunlicherweise hat dieser gewichtige Hinweis der WHO an die gesamte Menschheit in den vergangenen Stunden noch nicht das mediale Echo gefunden, das ihm in Ansehung einer vielfach angenommenen globalen Pandemie richtigerweise zukommt. Denn die Nutzerinformation der WHO birgt nicht nur labormedizinischen, sondern insbesondere rechtlichen (und mittelbar: politischen) Sprengstoff von wahrhaft planetarer Bedeutung. Bislang ist man beinahe flächendeckend regelhaft davon ausgegangen, dass ein jeder wie auch immer beschaffene positive PCR-Test den Nachweis dafür erbringe, der Getestete sei eine akute Gefahr für seine Mitmenschen. Deswegen wurden Menschen massenweise aus dem Verkehr gezogen oder sonstwie voneinander abgesondert, koste es, was es wolle. Die jetzige Mitteilung der WHO berichtigt die unzutreffende Alarmprämisse nun unzweideutig.
Quarantäneanordnung entbehrt oft einer rechtlichen Grundlage
Richtig ist, zu unterscheiden, ob ein Betroffener kontaminiert, infiziert oder infektiös ist. Eine Kontamination liegt vor, wenn ein Virus (oder ein sonstiger Erreger) mit dem menschlichen Organismus in Kontakt gekommen ist. Das deutsche Wort für Kontamination ist „Verschmutzung“. Ein verschmutzter Betroffener ist jedoch nicht sogleich auch „infiziert“. Eine Infektion setzt – jedenfalls nach dem Wortlaut des Infektionsschutzgesetzes – voraus, dass der von dem menschlichen Organismus aufgenommene Krankheitserreger sich in dem Menschen auch entwickelt oder vermehrt. Das kann er regelhaft nur dann, wenn er überhaupt in einer gewissen Vielzahl in den Organismus einzieht. Hier spricht man von der sogenannten „Virenlast“.
Kommen zu wenige Viren in einem Organismus an, scheitert der Versuch einer Infektion. Ist der Erreger direkt nach der Kontamination von dem Immunsystem erkannt und „besiegt“, kommt es also erst gar nicht zu einer Infektion. Wer nicht infiziert ist, kann einen anderen Menschen aber auch nicht anstecken. Denn die Infektion ist Voraussetzung der Infektiosität. Kurz: Wer asymptomatisch durch die Welt läuft, der ist mit an absoluter Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch keine Ansteckungsgefahr für andere. Ihn alleine auf der Grundlage eines PCR-Tests abzusondern oder – mehr noch – ihn auch ohne PCR-gestützten Kontaminationsverdacht rein präventiv in Masken zu hüllen, ist rechtlich nicht begründbar.
Die WHO hat somit am 20. Januar 2021 allen infektionsschutzrechtlichen Schlussfolgerungen alleine aus der (unrichtigen) Annahme einer Infektiosität bei jedwedem positiven PCR-Test ohne weitere Differenzialdiagnostik den Boden entzogen. Diesen Umstand kann man gar nicht überbewerten. Denn er bedeutet: Jede Quarantäneanordnung gegenüber einer Person auf alleiniger Basis eines nicht näher spezifizierten positiven PCR-Tests entbehrt einer rechtlichen Grundlage. Jede allgemeinverfügende Kontaktbeschränkung, die derartige PCR-Tests singulär in Bezug nimmt, ist gesetzeswidrig. Alle auf der Annahme einer Infektiosität nur wegen irgendeiner positiven PCR-Testung beruhenden Grundrechtsverkürzungen ermangeln einer rechtlichen Grundlage.
Der deutsche Gesetzgeber kommt nicht an der Erkenntnis der WHO vorbei
Wegen der Offensichtlichkeit des naturwissenschaftlich-medizinischen Fehlschlusses von einem beliebigen positiven PCR-Test auf eine seuchenrechtlich relevante Infektionsgefahr ist auch die Begründung nicht länger haltbar, es gäbe in Deutschland aktuell eine „Epidemische Lage von nationaler Tragweite“, wenn irgendwo 100 oder 50 oder 20 oder 7 „Inzidenzen“ im Sinne von positiven PCR-Testungen mit überhöhten Ct-Werten vorliegen. Auch eine politische Einschätzungsprärogative bedarf – um verfassungsrechtlich legitim zu sein – einer naturwissenschaftlich haltbaren Prämisse. Ist diese Prämisse richtig oder vertretbar umstritten, mag sie als verfassungsrechtlich hinreichend angesehen werden. Ist sie allerdings offensichtlich unrichtig, kommt sie als Rechtsfertigungsgrundlage auch für eine politische Einschätzungsprärogative nicht (mehr) in Betracht.
Mit § 5 I Nr. 1 des deutschen Infektionsschutzgesetzes ist die gesundheitliche Einschätzung der WHO durch dynamische Gesetzesverweisung zum Gegenstand der deutschen Rechtsordnung gemacht worden. Das bedeutet: Auch der deutsche Gesetzesgeber kommt nicht an der Erkenntnis der WHO vom 20. Januar 2021 vorbei, wonach positive PCR-Testergebnisse ohne symptomatisches Korrelat für sich gesehen keine Infektiosität beweisen oder auch nur einen relevanten Anschein dahingehend setzen.
Es lässt sich nach allem gut die Rechtsauffassung vertreten, dass die gesamte infektionsrechtliche Architektur des bundesrepublikanischen Pandemie-Normengebäudes mit der „User Information“ der WHO vom 20. Januar 2021 ihre zentrale Grundlage verloren hat. Ein pflichtgemäß handelnder Deutscher Bundestag hat daher umgehend zusammenzutreten und durch Beschluss das sofortige Ende einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite festzustellen. Täte er es nicht, liefe er am Ende Gefahr, aus den gängigen sozialen Netzwerken gelöscht zu werden. Denn deren Community-Standards erfordern bekanntlich Harmonie auch mit der WHO.
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Beitragsbild: CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Das mit dem nicht aussagefähigen PCR Test, insbesondere hinsichtlich der hohen Reproduktionszyklen, sagt doch Prof. Bhakdi seit bald einem Jahr. Ich erinnere mich an eine Talk Sendung im Servus TV mit weiteren Gästen, unter anderem Roland Tichy, bei der Prof. Bhakdi versuchte, die Ungeeignetheit des PCR Test, insbesondere bei hohen Reproduktionszyklen, anschaulich zu erläutern. Leider war aber den Gästen wichtiger darüber zu reden, wie es mit der Impfung weitergehen könnte und wann endlich ein Impfstoff verfügbar sei. Als Bhakdi dann auf Risiken bei dem mRNA Impfstoff hinwies, wurde er rüde von Herrn Tichy angefahren, ihm ginge es wohl nur um Rechthaberei. Bhakdi schwieg dann eben. Eines ist jedenfalls klar, die PCR Tests taugen nichts, sie täuschen in vielen Fällen eine Infektion vor, die gar nicht da ist. Ich denke, auch das, was Prof. Bhakdi bezüglich mRNA Impfstoff und mögliche schwerwiegende Risiken gesagt hat, sollte man im Gedächtnis behalten. Der Mann ist weder ein Verschwörungstheoretiker, noch ein Spinner, sondern ein hervorragender Wissenschaftler, der bahnbrechende Forschungen auf dem Gebiet der Mikrobiologie vorzuweisen hat. Allein das man solch honorige Wissenschaftler durch blödsinnige Stigmatisierung, wie Verschwörungstheoretiker oder Corona Leugner versucht mundtot zu machen, lässt tief blicken, was den Zustand der deutschen Medienlandschaft und natürlich der Politik anbetrifft. Auch Mediziner müssen sich fragen lassen, wieso sie wider besseren Wissens hier eine Politik der Panik und Hysterie unterstützt haben statt mutigen Fachkollegen, wie Prof. Bhakdi, beizuspringen und sich gegen systematische Beschimpfungen zu stellen. Aber dazu bedarf es eben des Mutes, der leider auch heute eine rare Tugend ist.
Es ist einfach nur Wahnsinn wie sich das politmediale Establishment in seiner Hysterie auf Basis von "Fallzahlen" am Grundgesetz und seinen Grundrechten vergangen hat und sich dafür auch noch moralisch überhebt, indem Kritiker zu Unmenschen erklärt werden. Die bestehenden im November beschlossenen Infektions-Notstandgesetze können einzig und allein mit über jeden Zweifel erhabenen Zahlen von realen Kranken, Hospitalisierten, intensiv Behandelten oder Verstorbenen gerechtfertigt werden.
Ich möchte jetzt gerne reihenweise einstürzende Lügengebäude sehen ...
Danke für die Veröffentlichung. w-on lässt heute Unken quaken. Danke an achgut. Ich hätte nie gedacht, dass eines Tages ausgerechnet die WHO die Rettung vor unwissenschaftlicher (alle Stimmen müssen gehört werden, nur das ist Wissenschaft) Willkür bringt. Die Gerichte werden zu tun haben.
"Der deutsche Gesetzgeber kommt nicht an der Erkenntnis der WHO vorbei." Allein diese Überschrift muß natürlich hinterfragt werden. Wer die heutige Pressekonferen mit dem Staatsvirrologen (sic.) Drosten verfolgt hat, wird mir zustimmen : Die ERLEUCHTETE (und Gesetzgeberin) hat sich mit Lampenhaltern umgeben, an deren kriminellen Elan sie nicht zu rütteln vermag. Erleuchtete zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass ihr Eigenlicht alles überstrahlt. Und ob es im September für immer elischt, ist mehr als fraglich.
Na endlich.
Es wurde doch gerade erst verkündet, daß offenbar zu viele Nutzer des PCR Tests einfach die Bedienungsanleitung nicht gelesen haben oder einfach zu schlecht ausgebildet sind...... Ich bin mal gespannt auf die Stellungsnahme der WHO zu dieser Aussage. Ich habe heute bei der Bundespressekonferenz Tränen gelacht und ein Funken Hoffung kehrte zurück, daß das Bundesverfassungsgericht, auch nach den Ausführungen von Herrn Papier, endlich diese ganze Angelegenheit beendet.