Fundstück / 26.11.2013 / 04:40 / 3 / Seite ausdrucken

Westerwelles W-Punkt

Mit dieser Bande wurde nun also ein Vertrag unterzeichnet, der die Urananreicherung gutheißt. Mit einem Regime, das seine Bürger in Kerkern foltern, vergewaltigen und ermorden lässt, das in diesem Jahr ganz offiziell bereits über 500 Menschen an den Galgen gebracht beziehungsweise an Kränen aufgehängt hat, mit einem Regime, das sich auch in Syrien am Krieg gegen die Zivilbevölkerung beteiligt, das Terrororganisationen mit genozidalen Absichten wie die Hamas und die Hisbollah bewaffnet und finanziert, das 1994 den Anschlag auf das jüdische Zentrum in Buenos Aires organisiert hat und das selbst während der Gespräche in Genf zur Zerstörung Israels aufrief. Dieses Regime bekommt nun umgehend acht Milliarden US-Dollar gutgeschrieben, die es nutzen kann, um weitere Foltergefängnisse zu bauen und die iranische Bevölkerung effektiver zu kontrollieren und zu unterjochen. http://lizaswelt.net/2013/11/25/gewogen-und-zu-leicht-befunden/

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Paul Mittelsdorf / 26.11.2013

Der Wille nach Frieden ist Herrn Westerwelle nicht abzustreiten. Aber leider auch die Dummheit nicht, die ihn mit Obama, Ashton und anderen eint. Auf lizaswelt wird auf Churchill und Chamberlain eingegangen, ein ähnliches Beispiel ist Themistokles. Dieser fand nach den ersten Angriffen der Perser bei den Athener Bürgern und Politikern kein Gehör, als er vor einem zweiten Angriff warnte. Seine Rufe nach einer Verstärkung der Flotte verhallten ungehört, ehe es ihm gelang, seinen Willen mit einer List durchzusetzen. Mit dem Verweis auf einen angeblichen griechischen Konkurrenten bekam er endlich das Geld für die Flotte. Die Folgen sind bekannt. Ohne diese Maßnahme wäre die Geschichte, auch die der Demokratie, anders verlaufen. Griechenland wäre persisch geworden, die ersten Ansätze des kritischen Denkens wären im Keim erstickt worden. Nun haben wir eine Mischung dieser vergangenen Geschehnisse - Themistokles, Chamberlain, die Sehnsucht nach Frieden (um jeden Preis), das Schicksal eines einzigen kleinen Staates - wieder vor unserer Haustür. Und wieder scheint unsere Gesellschaft nicht bereit zu sein, dem größeren Übel (ein atomar bewaffneter Iran, Atomwaffen in terroristischen Händen) mit einem kleineren Übel (die Zerstörung der Nuklearanlagen oder eine Auslagerung des iranischen Urans beziehungsweise dessen Kontrolle) vorzubeugen. Aber natürlich, wie Herr Chamberlain sagte: Wir haben Frieden für unsere Zeit. Ebenso klingen Herr Westerwelle, Frau Ashton und Herr Obama. Hauptsache ein Abkommen. Auch wenn es absehbar ist, das der Iran sich an keinerlei Vereinbahrungen halten und weiter an der Atombombe bauen wird.

Engelbert Gartner / 26.11.2013

Der gesamte Vorgang erinnert an das ” Münchner Abkommen von 1938. Nach der Rückkehr aus Deutschland hielt Premierminister Chamberlain noch auf der Flugzeugtreppe den Vertrag als Zeichen seines Erfolgs hochgestreckt in seiner Hand. Das gesamte Europa hatte sich damals vom Diktator Hitler täuschen lassen. Dieser legte es als ein Zeichen der Schwäche von Demokratien aus. Was es letztendlich auch war. Was danach geschah war für die gesamte Welt grauenhaft. Unsere westlichen Politiker fühlen sich momentan als Sieger und möchten sich gerne feiern und wiederwählen lassen. Man kann nur noch hoffen, dass sich diese Geschichte nicht wiederholt. MfG E. Gartner

Torsten Weiss / 26.11.2013

Welches Land, das Terror gegen, und Folter von Andersdenkenden in Diktaturen unterstützt, Unschuldige und Verdächtige weltweit als Kollateralschaden abschiessen lässt, illegale Todeslisten seiner Feinde pflegt und Gefangene jahrelang ohne völkerrrechtliche Grundlage in Foltergefängnissen interniert.. ja welches Land meint der Autor wohl?

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