Die Masern sind nach Europa zurückgekehrt. Während die Zahl der Maserntoten in den Entwicklungsländern sinkt (2007 waren es 197 000) nimmt sie in einigen Industrieländern wieder zu. Die Veranstalter der Ersten Nationalen Impfkonferenz in Mainz kritisieren “schleichende Impfmüdigkeit”. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bemängelt den sinkenden Impfschutz. In Deutschland und der Schweiz wird das Impfen von besonders vielen Eltern abgelehnt.
Was können die Grünen dafür? Vordergründig nichts. Die führenden Köpfe der Partei gehören nicht zu den Impfgegnern. Doch an der Basis überschneiden sich die Milieus. Die von Anthroposophen geführte Bewegung gedeiht in den gleichen bürgerlichen Wohnvierteln, im gleichen geistigen Biotop, dessen ideeller Nährboden aus Technikfeindlichkeit, Aberglauben, Zukunftspessimismus und Naturromantik besteht. Eine Mischung, die der holländische Umwelt-Historiker Wybren Verstegen “Green Thinking” (Grünes Denken) nennt…Hier geht’s weiter.
