Sehr geehrter Herr Weißgerber, darf ich Sie in einer Kleinigkeit korrigieren: Ludwig der IVX. starb am 1. 9. 1715 im Bett, verfettet und mit blutigen Geschwüren übersät. Er musste angeblich einen Spezialsarg angefertigt bekommen. Seine Fahrt zum Friedhof, als pietätvolle Staatstrauer - Veranstaltung gedacht, lief gründlich aus dem Ruder. Das empörte Volk riss Pflastersteine aus der Straße und bombardierte damit den Sarg, so dass angeblich der Leichnam auf die Straße fiel (ich war nicht dabei, deshalb: mutmaßlich). Sie meinen Ludwig XVI., der eigentlich sogar reformbereit, aus revolutionsstrategischen gründen völlig unnötig am 21.1. 1793 öffentlich geköpft wurde. Sie wissen schon: der mit der Marie Antoinette. Robespierre hat die beiden im Grunde auf dem Gewissen. Bitte entschuldigen Sie meine Besserwisserei - ist ein Berufsleiden. Ich war Geschichtslehrer. Vielen Dank für Ihre Arbeit, die Sie als Kommentator täglich erbringen müssen.
Ich nörgle nur ungern herum, aber L der XIV hat seinen Kopf behalten.
Der Alkohol hat ihn geritten.
Sehr geehrter Herr Weißgerber, nur ein kleiner Hinweis: ” „l‘État c’est moi“ postulierte Ludwig XIV. Er verlor dann seinen Kopf. “ Der französische König Ludwig XIV., auch genannt der Sonnenkönig, dem der Satz “L´Etat, c´est moi” zugeschrieben wird, starb nach 72-jähriger Herrschaft am 1. September 1715 eines natürlichen Todes, also 74 Jahre vor der Französischen Revolution. Ob er mal in seiner langen Herrschaft den Kopf verloren hat, also im übertragenen Sinne, zum Beispiel 1685 bei der Aufhebung des Edikts von Nantes, wodurch er Hunderttausende Hugenotten in die Flucht ins europäische Ausland getrieben hat? Jedenfalls, in der Französischen Revolution war es König Ludwig XVI., der letzte der Bourbonenherrscher, der 1793 “seinen Kopf verlor”, auf der Guillotine. Nix für ungut und viele Grüße Karen M. Jahns
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