Moria ist abgebrannt. Im griechischen Flüchtlingscamp auf der Insel Lesbos hatte es schon in der Vergangenheit immer wieder gebrannt. Zum Teil wurden die Brände mutwillig von Bewohnern gelegt, um eine Verlegung auf das Festland zu erzwingen. „Bye Bye Moria“, hört man einen der Bewohner des Camps auf einem Video in den sozialen Medien aus sicherer Entfernung singen.
Auch dieses Mal liegt der Verdacht der Brandstiftung nahe. Zumal Feuerwehrleute bei Löscharbeiten behindert worden sein sollen. Welche Rolle eventuell auch Aktivisten und NGOs dabei spielen, bleibt ungewiss. Kurz zuvor verkündete man aus Deutschland zusammen mit Prominenten und Politikern mit einer großen Aktion vor dem Bundestag #WirHabenPlatz. Was als symbolische Aktion mit 13.000 leeren Stühlen vor dem Bundestag gedacht war, wird nach dem Brand in Moria nun, wenn es nach linken Aktivisten und Politkern geht, alsbald in die Tat umgesetzt. Bereits wenige Stunden nach dem Brand kündigte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet an, „Geflüchtete“ aus Moria aufzunehmen.
Auch andere Bundesländer zeigten Bereitschaft. „Thüringen will Moria-Flüchtlinge“ aufnehmen, titelt es ebenfalls und auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte bereits vorgestern im Bundestag auf Nachfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke verkündet, dass humanitäre Hilfe vor Ort nicht ausreiche und daher Deutschland und andere EU-Länder gefordert seien, Flüchtlinge aufzunehmen. Zuvor forderten bereits Politiker der Grünen und der Linkspartei die Aufnahme der Migranten von Moria.
Haltung vor Verstand lautet das Motto
Die Frage bei alldem ist nur: Wer sind „Wir“, wenn die Einladung #WirHabenPlatz ausgesprochen wird? Wer ist Nordrhein-Westfalen, wenn Armin Laschet ankündigt, Menschen aufnehmen zu wollen? Wer ist Thüringen und wer ist ganz allgemein gesprochen Deutschland, wenn es mit Blick auf Moria wieder einmal darum geht, von Schuld und Schande zu sprechen? Von einer Verpflichtung, die WIR hätten. Es fehle an Menschlichkeit in der deutschen Flüchtlingspolitik, verkündet Mely Kiyak in der ZEIT. Man möchte sie fragen, ob sie wie Captain America die letzten Jahre in einem Kälteschlaf verbracht hat, weil ihr offenbar entgangen ist, dass Deutschland seit 2015 mehr Migranten und Flüchtlinge als alle EU-Länder zusammen aufgenommen hat.
Ja, man fragt sich, wann es eigentlich mal genug ist, ob es für diese Leute eine Grenze bezüglich der Aufnahmekapazitäten Deutschlands gibt und wenn nein, wie sie sich das eigentlich vorstellen. Aber vermutlich wird daran gar kein Gedanke verschwendet. Haltung vor Verstand lautet bekanntermaßen das Motto seit 2015. Zumal man sich damit auch weniger die Hände schmutzig macht.
Was Mely Kiyak, Ulla Jelpke und die Aktivisten auf den vorgestrigen Demos für die Aufnahme der Moria-Migranten eint, ist die völlige Ignoranz und Empathielosigkeit gegenüber der eigenen deutschen Bevölkerung, von der ein stetig wachsender Teil der Meinung ist, dass es eben langsam einmal genug ist und dass man angesichts von zunehmendem Unsicherheitsempfinden, kultureller Fremdheit, Corona-Sorgen und eigener finanzieller Belastung einfach keine Lust mehr darauf hat, sich ständig eine Verantwortlichkeit für das Elend der gesamten Welt und eine daraus resultierende Verpflichtung einreden zu lassen, wir müssten schlussendlich jeden aufnehmen, der zu uns kommen möchte.
Mit vollen Hosen ist eben gut stinken
Es ist jener Teil der Bevölkerung, der schlicht und ergreifend keine Zeit hat, 13.000 Stühle vor dem Bundestag aufzustellen oder nachmittags mal eben spontan auf eine Demo zu gehen, um seinen Pseudo-Altruismus auszuleben, weil er arbeiten muss. Weil er Geld verdienen muss, um seine Familie ernähren und Steuern zahlen zu können, damit Aktivisten wie Niklas Fischer in der FAZ verkünden können, die Aufnahme von 13.000 Migranten sei für ein Land wie Deutschland ja eine kleine Zahl.
Ohnehin kommt der Spruch, Deutschland sei ein reiches Land, zuvorderst von jenen Bürgern, die in der Regel am wenigsten zum Steueraufkommen beitragen. Also von Studenten, Politikern oder anderen linken Wirrköpfen, die irgendwas mit sozialer Arbeit studiert haben und nun arbeitslos sind. Menschen wie Claudia Roth, die als Bundestagsvizepräsidentin eine Diät von 14.300 Euro monatlich zuzüglich diverser Pauschalen erhält. Mit vollen Hosen ist eben gut stinken. Da kann man sich schon einmal in regelmäßigen Abständen den moralischen Zeigefinger gegenüber des Teils der Bevölkerung erlauben, der den ganzen Laden hier mit seinen Steuergeldern am Laufen hält und vielleicht eines Tages auch gerne selbst einmal etwas davon hätte, statt es immer an alle anderen verteilen zu müssen.
Um es deutlich zu machen: Dass die Zustände in Moria prekär sind, steht außer Frage. Außer Frage steht jedoch auch, dass diese Menschen, wie so viele andere vor ihnen, aus einem sicheren EU-Land kommen und daher keinerlei Verpflichtung für Deutschland besteht, sie aufzunehmen.
Die überwiegende Mehrheit von ihnen ist männlich und unter 30. Die überwiegende Mehrheit sind auch keine Kriegsflüchtlinge, sondern Wirtschaftsmigranten. Es ist der Geburtenüberschuss dieser Länder, der schon seit Jahren sein Glück in Europa sucht. Man kann es ihnen nicht übelnehmen, dass sie auf der Suche nach einem besseren Leben sind, aber wer sie alle aufnimmt und sogar Brandstiftung mit Asyl im Wunschland belohnt, der verkennt, dass er damit nicht nur den Rechtsstaat demontiert, sondern in letzter Instanz auch jedwede Bereitschaft zur humanitären Hilfe innerhalb der Bevölkerung. Wer sagt, wir seien ein reiches Land, der ignoriert, dass dieser Reichtum auf dem Fleiß jener beruht, die zunehmend die Nase voll haben und dass dieser ungerechterweise schon lange nicht mehr bei denen ankommt, die ihn erwirtschaften und dieses Land damit für seine Leistungsträger zunehmend unattraktiv wird.
Humanitärer Größenwahn spaltet diese Gesellschaft
Der setzt sich darüber hinweg, dass Kapazitäten in jedem Staat endlich sind und dass man auch denjenigen etwas „bieten“ muss, die die Party bezahlen. Wer heute hunderttausende Menschen ohne Anrecht auf Asyl aufnimmt, von denen Teile Straftaten begehen, nur geduldet sind und trotzdem nie abgeschoben werden, der sorgt morgen dafür, dass Menschen, die tatsächlich Schutz suchen, keine Chance mehr bekommen werden, weil es nicht nur an infrastrukturellen Kapazitäten mangelt, sondern auch an der Bereitschaft der Menschen, für die diese Zuwanderung, nüchtern betrachtet, zum Großteil ein einziges Minusgeschäft ist. Nicht die AfD spaltet das Land, und auch nicht die angeblichen „geistigen Brandstifter“ wie Sarrazin.
Nein, es sind jene Aktivisten, Journalisten, Prominente, Politiker und Bürger von Links, die in ihrem humanitären Größenwahn nicht wahrhaben wollen, dass sie einen beachtlichen Teil der Bevölkerung auf ihrem Weg zu einer „besseren“ Gesellschaft verloren haben. Dass er teilweise nie mit ihnen in einem Boot saß und dass zu einer pluralistischen Demokratie auch die Akzeptanz und Einbeziehung der Meinungen gehört, die nicht der eigenen Weltsicht entsprechen. Dass es letztlich dieser humanitäre Größenwahn ist, der diese Gesellschaft spaltet, destabilisiert und am Ende sogar zur Auflösung von Humanität gegenüber jenen führt, die wirklich Hilfe bräuchten und eine ehrliche Chance verdient hätten. Stattdessen führt man sich auf wie ein Heroinsüchtiger, der sich selbst sagt: „Noch ein letzter Schuss und dann wird alles gut.“
Dass die deutsche Regierung vor derart bornierten und schlicht dummgefährlichen Menschen immer wieder einknickt, ist nicht nur ein geistiges Armutszeugnis, sondern auch ein Zeugnis darüber, dass wir offenbar über keinen einzigen Politiker in Verantwortung mehr verfügen, der so viel Charakter besitzt, dass er diese Verantwortung auch tatsächlich ernst nimmt und gegen den vorgegaukelten Zeitgeist durchsetzt. Horst Seehofer ist bekanntermaßen ein Umfaller. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis er dem Druck nachgibt. Immerhin war er es auch, der stumpf gegen jeden Einwand eine „Koalition der Willigen“ zur Aufnahme von Frauen und Kindern aus den Flüchtlingslagern in Griechenland durchsetzte. Eine Koalition, deren Löwenanteil wie immer Deutschland trägt.
Damals war es der nicht unbedingt als konservativer Hardliner bekannte Fraktionsvorsitzende der Union, Ralph Brinkhaus, der den Innenminister anschrie und verkündete: „Ihr habt nichts gelernt, die Leute wollen keine Flüchtlinge!“
Hätte er mal auf ihn gehört.

Wir = 87% des Wahlvolkes, welche Parteien gewählt haben, deren Vertreter die beschriebenen Zustände kräftig fördern. Und nächstes Jahr könnten es sogar 90% sein....
Hallo Frau Schunke. wieder mal ein hervorragender Artikel von Ihnen der den Nagel genau auf den Kopf trifft! Sollen doch "jene Aktivisten, Journalisten, Prominente, Politiker und Bürger von Links, die in ihrem humanitären Größenwahn nicht wahrhaben wollen" dafür sorgen, dass die, die sie aufnehmen wollen bei sich zu Hause und auf ihre Kosten unterkommen, sollen sie doch komplett für deren Auskommen sorgen (müssen), ihre Krankenversicherung, ihr Kindergeld etc., etc...... Mal sehen wie lange das dann gut geht, aber wenn diesen Spinnern aus Wut das Dach über dem Kopf abgefackelt wird weil das reale Leben in Deutschland so überhaupt nicht den Versprechungen und Erwartungen dieser "Migranten" entspricht, erst dann werden diese Klugscheißer hoffentlich begreifen, dass das Ende der Fahnenstange schon lange erreicht ist! Solange der "Deutsche" aber immer und immer wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird, daraus eben von diesen " Aktivisten, Journalisten, Prominenten, Politikern und Bürgern von Links", untragbare Verpflichtungen von all jenen in unserem Land die den Wohlstand erarbeitet haben, gefordert werden, der deutsche Michel dazu auch noch beflissen buckelt und alles gutgläubig abnickt, solange werden diese Leute ungestraft agieren können..... Denk ich an Deutschland in der Nacht.....
Sehr geehrte Frau Schunke, Einmal mehr treffen sie den Nagel auf den Kopf. Ich habe immer noch ein leichtes Schleudertrauma vor lauter Kopfschütteln beim Betrachten der Bilder von den pro-Moria-Demos im Fernsehen. Also pro Aufnahme der Flüchtlinge von dort. Ich behaupte, ein sehr empathie-fähiger Mensch zu sein, aber was diese "Aktivisten" umtreibt entzieht sich völlig meiner Vorstellungskraft. Stattdessen habe ich mir folgende Geschichten ausgedacht, die mMn gewisse Parallelen zu Moria aufweisen und wäre gespannt, wie diese Aktivisten in der Situation reagieren würden: Ein Kind guckt Fernsehen, sagen wir mal, die Sesamstraße. Es möchte aber lieber Tom und Jerry gucken, darf das aber nicht. Aus lauter Wut malt es den Bildschirm mit Wachsmalstiften an und kratzt und beißt die Eltern, als diese versuchen, den Fernseher zu reinigen, damit das Kind die Sesamstraße zu Ende gucken kann. Wie reagiert man als verantwortungsvolle Eltern? Schaltet man um zu Tom und Jerry? Jahre später, das Kind ist ein Teenager, möchte der/die/das hormongeplagte Wesen sein Kinderzimmer mit Papas größerem Arbeitszimmer tauschen. Papa braucht aber den Platz, es geht nicht. Daraufhin beginnt der Teenie, die Einrichtung seines Zimmers zu demolieren und geht auf die Mutter los, die verzweifelt versucht, das zu retten, was noch nicht der Zerstörungswut des Nachwuchses anheim gefallen ist. Und dann? Zur Belohnung in Papas Zimmer ziehen lassen?
Dieses "Wir" ist offensichtlich die Front aus SED, RAF und LInkschristen. CDU/CSU und FDP sind deren dressierte Pudel, die jetzt brav zu allem nicken. Von Deutschland aus wird wieder viel Schaden für ganz Europa angerichtet. Ich hoffe, dass man in den Nachbarländern vernünftiger ist und uns politisch isoliert. Sanktionen gegen Deutschland wegen der Aufnahme von Illegalen in den Schengenraum wären schon lange angebracht.
Die eingangs gestellte Frage, wer wir sind, ist nicht ganz treffend. Richtig wäre zu fragen, was wir sind. Nämlich Idioten. Eco hat den Idioten als jemanden charakterisiert, der beim Versuch, ein Eis zu essen, es sich gegen die Stirn drückt. Und genau solche Idioten regieren das Land oder lassen sich von Idioten antreiben. Die Frage, vor was eigentlich diese jungen, starken und gesunden Männer "flüchten" wird nicht einmal mehr gestellt, es genuegt, dass sie ueberhaupt unterwegs sind. Das Offenkundige, dass diese Menschen nicht vor etwas davonlaufen, sondern wie der klimaschaedliche Hund im schweinsgalopp zum fressnapf rennen, wird ausgeblendet und durch das frei erfundene, zweifelsfrei falsche narrativ des Flüchtenden ersetzt. Wer das ernstlich vertritt, ist ein Idiot, nicht einmal mehr ein Gutmensch. Wer diesen idiotismen nicht einhält gebietet, ist ein Idiot. Wer allen ernstes Menschen dafuer belohnen will, dass sie Brandstiftung begehen und löscharbeiten behindern, in Deutschland schwerste Straftaten, nämlich Verbrechen, hat nicht nur ein verqueres Weltbild, sondern den Verstand verloren.
Möge jeder dieser "Wirs" doch einen Flüchtling aus Murcia in seine eigenen Vier-Wände einladen, so 24/7, komplett auf eigene Kosten natürlich. Dann wäre das Problem doch schnell gelöst.
Schon jetzt gibt es bei so vielen "Flüchtlingen" Frust, weil sie in den deutschen Arbeitsmarkt schlecht integriert werden können. Was soll erst passieren, wenn die Arbeitslosenzahl selbst bei gutqualifizierten Deutschen,, aufgrund der politisch gewollten Deindustriealisierung und gleichzeitiger Digitalisierung deutlich steigt? Das wird in den nächsten Jahren passieren. Man sollte sich an die Bilder in Stuttgart erinnern. Wollen wir das wirklich? Es macht einfach keinen Sinn und leider haben wir zu viele Politiker, die das einfach nicht begreifen.