Gastautor / 11.09.2022 / 09:00 / Foto: Bildarchiv Pieterman / 18 / Seite ausdrucken

Wer hat’s gesagt? „Der Maulkorb gehört zur deutschen Straßenbekleidung.”

Von Klaus Kadir.

Unter dem Titel „Wer hat’s gesagt?“ konfrontieren wir Sie am Sonntagmorgen mit einem prägnanten Zitat – und Sie dürfen raten, von wem es stammt. Sie sind außerdem herzlich eingeladen, Ihre Vermutungen in der Kommentarspalte zu verewigen. Eine Auswahl bekannter Namen wird Ihnen dabei jeweils helfen.

Zitat:

„Noch unter jedem Regime gehörte der Maulkorb zur korrekten deutschen Straßenbekleidung.“

Wer hat's gesagt?

(1) Hans „Johnny“ Klein, CSU, war Regierungssprecher unter Kohl 

(2) Johannes Gross, Publizist (1932-1999), musste sich der linken STERN-Redaktion beugen

(3) Theodor W. Adorno, neben Horkheimer und Marcuse führender Kopf der „Frankfurter Schule“

(4) Theodor Heuss, stimmte 1933 „aus Fraktionszwang“ Hitlers Ermächtigungsgesetz zu. Später FDP-Bundespräsident

(5) William S. Schlamm, wortgewaltiger Publizist

(6) Rudolf Augstein, Ex-Wehrmachtsoffizier, Sylt-Liebhaber

(7) Henri Nannen, langjähriger Nazi-Propagandist, später Propagandist für Brandts Ostpolitik.

(8) Karl-Eduard von Schnitzler, erst NWDR, später „Der schwarze Kanal“ im DDR-Fensehen

(9) Theo M. Loch, SS-Obersturmführer in der Leibstandarte Adolf Hitler, erst NSDAP, später CDU, 1964 bis 1965 stellvertretender Chefredakteur beim Handelsblatt, danach bis 1968 in gleicher Funktion beim Rheinischen Merkur, Mai 1975 bis 1977 Leiter des WDR-Studios Bonn. Ab August 1977 bis zum 31. Oktober 1983 Chefredakteur des WDR-Fernsehens. Walter Scheel (FDP) hielt eine Grabrede für Theo M. Loch.

(10) Günter Grass, erst Waffen-SS, später Literaturnobelpreisträger. Autor der Blechtrommel, trommelte auch für SPD und Grüne

(11) Loïk Le Floch-Prigent, ging im Korruptionsumpf von Elf-Aquitaine unter. In Deutschland blieb alles recht stabil.

(12) Wilfried von Oven, Ex-Mitarbeiter von Joseph Gooebbels. Setzt sich 1951 mit einem von Rudolf Augstein unterschriebenen Presseausweis nach Argentinien ab, um in Argentinien sowohl für Augsteins Spiegel als auch für die Frankfurter Allgemeine Zeitung als Auslandskorrespondent zu arbeiten.

Auflösung: Johannes Gross.

Quelle: Focus Online.

Foto: Bildarchiv Pieterman

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Leserpost

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Harald Hotz / 11.09.2022

“Der Opportunist gehört zum Grundinventar eines jeden deutschen Verlagshauses, einer jeden deutschen Medienanstalt.” ... könnte man in Anlehnung sagen.

Werner Liebisch / 11.09.2022

Es war Johannes der Grosse…

Hannes Koormann / 11.09.2022

Zu den schönsten Erinnerungen meiner Berliner Taxifahrerzeit in den 80ern (neben dem Studium) gehört eine Tour mit Johannes Gross. Ihm war kalt am Kopf und wir fuhren zu einem Hutgeschäft (gab’s damals noch), wo ich ihn bei der Auswahl einer Mütze beraten durfte. Wir führten während der längeren Fahrt ein interessantes Gespräch, an das ich mich gern erinnere. Das Zitat fiel zwar nicht. Aber zutrauen würde ich es ihm.

H. Krautner / 11.09.2022

Apropos Maulkorb bzw. FFP2-Maske: Wenn selbst das freie Atmen nicht mehr erlaubt ist, dann müsste eigentlich doch jeder kapieren, dass endgültig Schluss ist mit der Demokratie, dass der allerletzte Funken von Demokratie ausgelöscht wurde . Deutlicher kann man das doch nicht zeigen.

Manni Meier / 11.09.2022

Martin Rütter - RTL Hundeflüsterer

Georg Dobler / 11.09.2022

Die beruflichen Lebensläufe der Herren Theo M. Loch und Wilfried von Oven sind beeindruckend. Zeigen sie doch die unglaubliche Wendefähigkeit der Menschen und man darf ahnen wo und wie weich die Verantwortlichen de Energiedesasters auch Energiewende genannt, des Corona- und des Migrationsdesasters nach deren Scheitern landen werden. Gewiss, es gibt eine Minderheit an Menschen die diese Wendefähigkeit nicht haben, sondern die haben Charakter, werden aber im Politikbetrieb selten anzutreffen sein. Oder in der FDP? OK, die letzte Frage soll die Leser, da ich versuche, ein guter Mensch zu sein, zum Lachen bringen, ist ja Sonntag.

Volker Kleinophorst / 11.09.2022

Johannes Groß nach dem Tänzchen (als hätte Joseph Goebbels den Verlag übernommen), dass sich die Stern-Redaktion in der Post-Hitlertagebücher Phase um seine (und die von Peter Scholl-Latour) Berufung zu Herausgeber und Chefredaktion geleistet hat. Immerhin zwei der renommiertesten Journalisten der Nachkriegszeit. “Nach tagelangen Protesten der Belegschaft, die einen politischen RECHTSRUCK des Magazins fürchtete, verzichtete Gross darauf, den Posten anzutreten. Höhepunkt des Widerstands gegen Gross bildete eine öffentliche Kundgebung in Hamburg vor mehr als 2000 Journalisten und Sympathisanten, eine bis heute in der deutschen Medienlandschaft einmalig gebliebene Protestaktion gegen die missliebige Personalentscheidung eines großen Verlagshauses.” (Wiki) PS.: Die Hitlertagebücher waren das Ende des Sterns. Seitdem torkelt man mit Beliebigkeit und Haltung in den Untergang. Immer noch genial, wie es Schulte-Hillen geschafft hat, dass an ihm nix hängen blieb.

Heinrich Friedrich Klemm / 11.09.2022

Ganz einfach im Ausschlussverfahren können alle Sozialisten( National-, Interational- und sonstige) sowie entsprechend Affine ausgeschlossen werden. Bleiben übrig : 1. der ist mir lediglich als Inspirant für den Politclown , ehemals bekannt als “Karl, die Fliege” erinnerlich***** 2. in seiner Vita ist mir nur seine konservative Einstellung bekannt ( ist aber heutzutage auch schon Sozialist, u.ä. s.o.)****5. kenne ich nicht*****  Wird wohl Pol Pot gewesen sein, falsch übersetzt, “.. in einem ordentlichen Steinzeitkommunismus trägt niemand eine Brille-weil die war damals noch nicht erfunden”

Hjalmar Kreutzer / 11.09.2022

Ohne Ansehen der Liste hätte ich auf Karl Kraus, ohne googeln nach Ansehen der Liste auf einen der Herren 9 oder 12 mit der vielseitigen politischen Biographie getippt. Am Ende konnte ich noch etwas über einen Zeitzeugen der alten Bundesrepublik lernen, dessen Schriften für mich jenseits der Mauer nicht erreichbar waren. Danke!

Günter Dehren / 11.09.2022

Das könnte auch Heinrich Spoerl geschrieben haben. Der Verfasser der schönsten Maulkorbgeschichte, die heute noch volle Gültigkeit hat.

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