Von Klaus Kadir.
Unter dem Titel „Wer hat’s gesagt?“ konfrontieren wir Sie am Sonntagmorgen mit einem prägnanten Zitat – und Sie dürfen raten, von wem es stammt. Sie sind außerdem herzlich eingeladen, Ihre Vermutungen in der Kommentarspalte zu verewigen. Eine Auswahl bekannter Namen wird Ihnen dabei jeweils helfen.
Zitat:
„Die Lockdown-Politik ist gerade für die vulnerablen Gruppen wirkungslos. (…) Es besteht die paradoxe Situation, dass eine mit hohen gesellschaftlichen Kosten verbundene Lockdown-Politik durchgesetzt wird, ohne andere Optionen in Betracht zu ziehen und über einen dringend notwendigen Strategiewechsel überhaupt nur nachzudenken, obwohl die am stärksten Betroffenen, die höheren Altersgruppen und PflegeheimbewohnerInnen, durch einen Lockdown nicht geschützt werden.“
Wer hat's gesagt?
(1) Hary Harakiri, Pressesprecher von SONY, Fan von Fortuna Düsseldorf
(2) Dr.med. A. Narcho, ehemaliger Vereinsarzt von Schalke 04
(3) Dr.med. Marie Huana, Leiterin des Gesundheitsamtes in Rosenheim
(4) Prof. Andrea Nahles (SPD), nachdem sie nicht mehr im Bundestag Pipi Langstumpf-Lieder singt, reguliert sie Briefkästen und Münzfernsprecher
(5) Prof. Dr.med. Matthias Schrappe, früher stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit
(6) Dr.med. Angela Spelsberg, Ex-Frau von Karl Lauterbach (SPD), vor dem sie die Wähler (erfolglos) warnte
(7) Kim Jong-Un, Menschenrechtsaktivist und Experte für Isolationsmaßnahmen
(8) Jens Spahn (CDU), gelernter Bausparkassenverkäufer, mischt im Berliner Immobilienmarkt mit
(9) Roland Berger, Strategieberater, kann allen helfen, nur der Deutschen Bank nicht
(10) Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne, Gerichtsmediziner in Münster
(11) Prof. Brinkmann, langjähriger Chefarzt der Schwarzwald-Klinik
(12) Christian Lindner (FDP), sucht verzweifelt nach Mitteln und Wegen, den „harschen Lockdownern“ Paroli zu bieten. Kann auf positive Berichterstattung durch die Chefredaktion der WELT nicht hoffen.
(13) Quähr Dänker, Pressesprecher des Deutschen Heilpraktikerverbandes (DHpV)
(14) Tilman Kuban, Vorsitzender der Jungen Union (JU), stichelt gerne gegen die Kanzlerin
Auflösung: Matthias Schrappe, früher stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit.
Quelle: Welt Online.
Mein erster Gedanke war: Drosten, bevor er in den Panikmodus geschaltet hat (er hat sich ja, als treuer Merkelianer, sehr konform mit ihr gezeigt und passend dazu seine Aussagen öfter gewechselt als man anderer seine Unterwäsche). Der ist aber nicht dabei. Ich wusste gar nicht, dass A. Narcho bei Schalke 04 war, ich dachte immer, beim HSV.
Was die Nummer 11 immer auszeichnete, war ein gewisser Pragmatismus. Daher ist es natürlich 11, ganz klar. Und das hier müssen alle im Auge behalten, denn die Zahlen, säuberlich verglichen mit dem Wert der Vorwoche, also auch Sonntag, gehen bereits zurück: "Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,95 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab." Welt, Panorama, Corona.
@Bernhard Freiling: Volle Zustimmung meinerseits zu Ihrer Diagnose. Wer Wörter wie „Vulnerable“ in die Welt setzt, erfindet auch „Deplorables“ [*]– bzw. Methoden, um diese loszuwerden. Die Verbrecher, so fürchte ich, werden von keinem Menschen jemals zur Verantwortung gezogen werden. ---[*] abgeleitet von lat. „deplorare“ = laut weinen, jammern, klagen; beweinen, beklagen, als verloren aufgeben. -- Der Begriff wurde von Hilary Clinton auf ihre Gegner angewendet. Sie meinte damit „Jammerlappen“ und wurde später von Helge Lindh kopiert, der eine „Japperlammeritis“ in D-Land feststellte. Achgut.com berichtete am 20.05.2020 – HMB –unter dem Titel „Lieber renitent als flatulent“, der mich heute noch beigeistert. Für einige der 130 Kommentatoren resultierten daraus allerdings Anzeigen durch den majetätsbeleidigten Helge Lindh. Das arme beleidigte Leberwürstchen...
Sorry, aber das war mein Friseur, der das so phänomenal ausformuliert hat. Seine Expertise schlägt sogar die Fachkompetenz unseres Sparkassen Medizinrats Spahn.
Das tolle an dieser Aufstellung sind, wie immer, die Namen der Suspekten. Hary Harakiri, Dr.med. Marie Huana, ... großartig! Diesmal war die Antwort nicht schwierig. Im Übrigen stimme ich Bernhard Freiling zu, bis auf den letzten Satz. Wenn ich mir dadurch auch wütende Kommentare einhandle: Verbrecher sind das nicht. Es sind unverantwortliche Politiker. Da sehe ich schon noch einen Unterschied. Und: sie setzten nur das um, was die Mehrheit (Schlafschafe geschimpft) verlangt.
@ Dr. Joachim Lucas, ... nicht sofort alles verraten, verdirbt den Spaß! @ Bernhard Freiling: Auch Sie kennen lt. GOOGLE die Antwort, darüberhinaus haben Sie haben t Recht mit Ihren allen Ihren Aussagen. Kann ich alles unterschreiben. Und es geht noch viel tiefer. (Siehe Buch von Paul Schreyer, Chronik einer angekündigten Krise. Wie ein Virus die Welt verändern konnte).
Im Ernst: Ich und viele ärztliche Kollegen. Und wortgleich findet sich dieser Passus in dem neuesten Thesenpapier von Professor Matthias Schrappe wieder. Die Stendaler Amtsärztin hat sich kürzlich differenziert und relativierend in einer Pressekonferenz geäußert. Wenn auch sehr spät, werden Kritik und Widerstand endlich vernehmbar!