Quentin Quencher / 14.01.2018 / 14:30 / 10 / Seite ausdrucken

Wenn sich’s radioaktiv länger lebt…

„Studien haben gezeigt, dass tiefe Strahlungsdosen die Lebensspannen von Tieren und Menschen verlängern.” Mit dieser klaren Aussage zweier renommierter Fachleute provoziert die Basler Zeitung in einen Artikel über die Wirkung von radioaktiver Strahlung. Nun, so richtig neu ist das nicht für diejenigen, die sich dafür interessieren, doch für Fakten interessiert sich hierzulande kaum einer, schon gar nicht, wenn es um Radioaktivität geht. Dabei gibt es belastbare Hinweise über den Hormesis-Effekt auch bei Radioaktivität. Zitat aus dem Artikel der Basler Zeitung:

„Ein unerwartetes Ergebnis zeigte auch eine Untersuchung in Taiwan, wo ab 1982 etwa 10.000 Menschen einer stark erhöhten Strahlung ausgesetzt waren. Der Grund war, dass Stahl, der im Hausbau eingesetzt wurde, wegen eines Industrieunfalls durch strahlendes Cobalt-60 versetzt war. Die Strahlung, die die Betroffenen in ihren Wohnungen während Jahren abgekommen haben, war im Schnitt etwa so stark wie diejenige, die anfänglich in der Sperrzone um das AKW Fukushima herrschte. Die Auswertung zeigte aber, dass die Betroffenen signifikant seltener an Krebs litten als die übrige Bevölkerung Taiwans. Zudem gab es weniger Fälle angeborener Missbildungen.

2010 kam der ukrainische Medizinwissenschaftler Alexander Vaiserman in einer Übersichtsarbeit zum Schluss, dass der gesundheitliche Nutzen massvoller ionisierender Strahlung (zu der auch radioaktive Strahlung zählt) in mehr als 3.000 Studien nachgewiesen wurde. Es gibt mittlerweile viele Strahlenbiologen, die überzeugt sind, dass massvolle Radioaktivität für Menschen von Vorteil sein könnte.“

Mir liegt es fern, für höhere Radioaktivität in der Umwelt zu plädieren, auch nicht aus gesundheitlichen Gründen, es geht nur darum, der Hysterie der „Atomängstlichen” ein paar Fakten entgegenzustellen. Leider ist es doch auch hier so, dass mit Vorsorge mehr Schaden angerichtet wird, insbesondere im Schüren von Ängsten, als mit der kühlen Betrachtung von Phänomenen, beispielsweise der Wirkungsweise von ionisierender Strahlung.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Quentin Quenchers Blog Glitzerwasser

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Leserpost (10)
Karsten Dörre / 14.01.2018

Nuklearmedizin wird bei Krebsbekämpfung angewandt, also nicht neu. Risiko ist hingegen nicht kontrolliert herbeigeführte Radioaktivität. In Deutschland nimmt Mensch im Durchschnitt 2,1, Millisievert Radioaktivität im Jahr durch Atem und Nahrung über natürliche Zerfallsprodukte und kosmischer Radioaktivität auf. Weiterhin kommen ca. 1,9 Millisievert/Jahr durch technische Einflüsse wie z.B. Gepäckkontrollen und Kalibrierungssysteme technischer Geräte hinzu.

Toni Keller / 14.01.2018

googeln Sie mal Bad Gastein Heilstollen, da finden Sie ihre Thesen ebenfalls bestätigt!

K.Knerzje / 14.01.2018

Es ist wie bei allem: Die Dosis macht das Gift

Karl-Heinz Lösche / 14.01.2018

Für mich war es als Kind immer spannend, mit meiner Mutter für mich neue Schuhe zu kaufen. Einkaufen war mir eigentlich ein Gräuel, aber da gab es ein Gerät,  in das man die neubeschuhten Füße hineinstellte, und dann sah man oben am Bildschirm, ob der Knochen der großen Zehe genug Spielraum zur Schuhspitze hatte. Was für ein Spaß! Jetzt bin ich fast 80, ziemlich gesund für mein Alter, und sollte ich schlummernden Krebs haben, dann hat er sicher andere Ursachen.

Michael Lorenz / 14.01.2018

Das radioaktive Gas Radon atmen Kranke in einem Stollen in Bad Gastein schon seit Jahrzehnten gezielt ein, um ihre Krankheiten zu bekämpfen. Könnte man erfahren , wenn man wollte. Scheint aber im Bereich von PISA-geschädigten Ländern zur Kategorie “Belangloses Wissen” zu gehören ;-)

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