Dirk Maxeiner / 25.12.2018 / 17:00 / Foto: Pixabay / 8 / Seite ausdrucken

Wenn gelbe Westen schenken

Unser Leser RR schickte uns gestern folgende Mail:

Euch allen ein Frohes Weihnachtsfest, und dass ihr genauso weitermacht wie bisher. Mein Frühstück ohne euch nicht mehr vorstellbar. Das Sturmgeschütz für die Vernunft. Dazu eine kleine Geschichte, die man ja sonst nicht mitbekommt:

Gestern auf der Fahrt in die Bretagne zum Weihnachtsfest mit der Familie meiner Frau in der Bretage in Pornichet - frische Austern und Fisch! - Gilet Jaunes hatten die Péage bei Ancenis in Beschlag genommen, auf jeder Durchfahrt mit Schlagbaum mindestens sechs Gilet Jaunes. In beiden Richtungen. Ein entspannter Polizeiwagen auf jeder Fahrtrichtung. Warum ist das wichtig? Weil völlig friedlich, die Péage komplett besetzt und alle Durchfahrten offen, begleitet mit der Flagge der Bretagne und mit dem freundlichen Hinweis der Gilet Jaunes "péage libre" passierten wir freudig mit hupen und einem freundlichen Gruss, der ebenso freudig, wir kommen aus der Schweiz, beantwortet wurde. Un pays libre!

Foto: Pixabay

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Wolfgang Kaufmann / 25.12.2018

Noch steckt kein wirkliches politisches Konzept dahinter. Es sind hauptsächlich Bürger, die den Reichen ihren Erfolg neiden, sowie Autonome, die die Umverteilung kurzerhand selbst in die eigene Hand nehmen. – Auf die Frage, wer denn die Güter erwirtschaften soll, die hier so großzügig verteilt werden, kommt wie auch sonst am Mittelmeer keine Antwort. Da schauen sie plötzlich alle auf Deutschland. Zumal Sarkozys Vorschlag damals ja unkorrekt war, das Land mit Hochdruck zu reinigen. Das Thema ist noch nicht durch.

Uta-Marie Assmann / 25.12.2018

Nur der Richtigkeit halber: bei den gilets jaunes bedeutet hupen (klaxonner) “démission Macron”. Und auch bei uns in Lorraine sind sie unermüdlich noch an fast allen grossen rond points im Einsatz, oft in entspannten Gesprächen mit den (sympathisierenden) policiers.

Marc Blenk / 25.12.2018

Lieber Herr Maxeiner, ich kann mich des Lesers mail nur anschließen. ich wünsche der gesamten Achse - Familie, Autoren, Leserbriefschreibern und Lesern ein friedliches, entspanntes und segensreiches Weihnachtsfest.

Jürgen Streeb / 25.12.2018

Eine Mail, die nicht nur bei den unmittelbar Betroffenen Freude auslöst. Ich wünschte mir, dass es den Gilet Jaunes in aller Welt gelingen möge, sich an den entscheidenden Stellen zu positionieren um eine freie Fahrt für die Vernunft zu erwirken. Eine Illusion, ich weiß,  aber man wird ja noch träumen dürfen.

Klaus Klinner / 25.12.2018

Herr Maxeiner, Sie sind aber auch ein schlimmer Finger! Unsere deutschen Wahrheitsmedien predigen uns doch täglich das genaue Gegenteil. Sicher haben Sie übersehen, dass die Gilet Jaunes ausschließlich Rechtspopulisten und verkleidete Anhänger der Front nationale sind? Lassen Sie sich bitte nicht so leicht hinter die Fichte führen!

Stefan Lanz / 25.12.2018

Was wäre, würde das selbe bei uns statt finden? Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, plus Landfriedensbruch… Also so ungefähr 4 Jahre (echter) Haft, um ein deutliches Zeichen zu setzen. Wir sind schließlich ein funktionierender Rechtsstaat - wenn auch nur in Bruchteilen… Frohe Restweihnachten!

Robert Krischik / 25.12.2018

Es sind halt Gelbwesten und keine ISler.

Nathalie Nev / 25.12.2018

Irgendwo in der “France profonde” verbringen die gilets jaunes Weihnachten auf einer Verkehrsinsel und zeigten stolz ihre erhaltenen Geschenke, darunter Obst und Holz und eine Weihnachtsgans. Der geschmueckte Tannenbaum war schon aufgestellt. Gezeigt von BFMTV.

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