Dass Flüchtlinge, anerkannte Asylbewerber und Schutzsuchende aller Art in die Länder reisen, aus denen sie unter Gefahr für Leib und Leben geflohen sind, sei es um kranke Verwandte zu besuchen oder "Urlaub" zu machen, ist ein Novum in der Geschichte der Fluchtbewegungen. Kein DDR-Flüchtling wäre jemals auf die Idee gekommen, kein Iraner, der dem Terror-Regime der Mullahs und Ayatollahs entkommen konnte. Und von den Kommunisten, Sozialdemokraten und Juden, denen die Flucht aus dem Dritten Reich gelang, wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden.
Aber es gibt sie doch! Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz - "eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar" - findet: „Es kann gewichtige Gründe geben, warum ein anerkannter Flüchtling für kurze Zeit in seine Heimat reisen will.“ So ein gewichtiger Grund kann z. B. vorliegen,"wenn die Mutter im Sterben liegt und man sie noch ein letztes Mal sehen möchte".
So ein gewichtiger Grund lässt keine Fragen zu: Wie finanzieren mittellose Flüchtlinge eine solche Reise? Mit welchen Papieren reisen sie? Doch nicht etwa mit denen, die sie auf ihrer Flucht nach Deutschland verloren haben? Und schließlich: Haben sie keine Angst, bei der Einreise in ihre "Heimat" verhaftet zu werden? Sie sind ja vor Verfolgung geflohen.
Wie das alles möglich ist, beschreibt Roland Tichy auf Tichys Einblick. Mit Hilfe kooperativer deutscher Behörden.
Der SPIEGEL hat sich der Sache ebenfalls angenommen, kommt aber zu einem ganz anderen Ergebnis. Innenministerium hat keine Belege für Erholungsreisen von Flüchtlingen. Der Text hält zwar nicht ganz, was die Überschrift verspricht, er kapriziert sich nämlich auf Erholungsreisen. Und wie es der Genosse Zufall will, "hat der SPIEGEL von einer Frau erfahren, die ihren sterbenskranken Vater im Irak besuchen will". Ein starker, ein überzeugender Beweis! So etwas ist natürlich keine Erholungsreise, schon gar nicht nach den Maßstäben des Magazins, das "keine Angst vor de Wahrheit" hat. Allenfalls davor, sie seinen Lesern mitzuteilen.

Der Schwachsinn kann gar nicht so schnell galoppieren, dass er nicht von einigen Politikern und Journalisten aus der bekannten Ecke noch locker überholt werden könnte. Aber langsam wundert man sich über nichts mehr.
Die dänischen Grenzbeamten haben am Flughafen Kopenhagen wiederholt Personen mit "multipler Reisetätigkeit" aus Deutschland festgestellt. So ist es überhaupt dazu gekommen, die Daten an die Bundespolizei zu übermitteln. Mehr Aus- und Einreisen, als man üblicherweise im Sterben liegende Mütter haben könnte. Und jetzt steht die Bundespolizei (nach 2015) zum zweiten Mal dumm dar Gesetze nicht anwenden zu wollen oder können. Und die Politik startet wieder eine irrsinnige Verrenkung über "Urlaubsreise" oder "nachvollziehbarer" sonstiger Aufenthalt. Sanktionen? Nicht doch, der Herr Asylant hat lediglich eine nachvollziehbare Geschäftsreise in seinen Verfolgerstaat unternommen. Es wäre zumindest angebracht, wenn der nachsichtige Staat bei den Betroffenen die Gründe notieren würde - damit die tote Mutti nicht noch zufällig für das Nachzügler-Programm ausgewählt wird.
Das Narrenschiff Deutschland ist inzwischen dermaßen absurd und lächerlich, dass einem die Worte fehlen und Satire versagt. Ich glaube nicht, dass es je ein absurderes Land in der Weltgeschichte gegeben hat. Man hat keine Grenzen mehr. Einheimische Steuerzahler werden schlechter behandelt, als ausländische Kriminelle. Man kann ohne Pass einreisen. Aber nicht ohne Pass zur Ausreise gezwungen werden. Glücksritter heißen Schutzsuchende. Betrüger Asylanten. 35jährige sind unbegleitete Minderjährige. Wer die Wahrheit sagt wird mit Prozessen überzogen und beruflich vernichtet. Die Presse lügt, verdreht, lässt weg, schaut weg. Die Führerin redet ständig dummes Zeug. Richter und Richterinnen fällen abstruse Urteile. Inkompetenz ist Kernkompetenz eines Ministers. Maas und Mitte fehlen. Herr Broder halten sie die Ohren steif. Das Land braucht sie dringender denn je.
"... kein Iraner, der dem Terror-Regime der Mullahs und Ayatollahs entkommen konnte..." Eine gute Bekannte, die in einem Arbeitsamt arbeitslose mit Migrations-Hintergrund betreute, berichtete mir schon vor vielen Jahren, das anerkannte iranische Asylanten, die Arbeitslosengeld bezogen, durchaus unbehelligt mit Familie nach Persien reisten. Nachzuweisen mit den Ein- und Ausreise-Stempeln in Ihrem Pass. Wenn meine Bekannte ihren Vorgesetzten auf solche Fälle von Asyl- und Sozialbetrug hinwies, wurde sie unwirsch zurecht gewiesen: Mit der Aberkennung des Arbeislosengeldes überschreite sie ihre Kompetenz und die Daten düften auch nicht weitergegeben werden. Aus datenschutzrechtlichen Gründen.