Ich habe bereits mehrfach geschrieben, dass die Energiewende gescheitert sei. Doch nun frage ich mich, ist das wirklich so? Sagen nicht dutzende kluge Professoren, fast alle politischen Organisationen, ja sogar ein ernst zu nehmender Teil der Bevölkerung, dass die Energiewende ein großer Erfolg sei, dass wir schon auf der Zielgeraden sind, das wir das rettende Ufer der Erneuerbaren Energie bereits erreicht haben? Nur noch ein bisschen mehr verzichten, dann ist es geschafft? Oder verlängern immer neue Reparaturlösungen selbstgemachter Probleme und irgendwelche potenziellen Wunderwaffen nur das Siechtum unserer Wirtschaft und erhöhen die Kosten?
Das Problem heißt in Fachkreisen „Sunk Cost Fallacy“ oder auf Deutsch „Versunkener-Kosten-Trugschluss“. Menschen neigen dazu, an einem Projekt, einer Investition oder Entscheidung festzuhalten, weil sie bereits viel Zeit, Geld oder Mühe hineingesteckt haben – auch wenn es rational besser wäre, aufzuhören. Das Problem ist, dass die bereits investierten Kosten „versunken“, also nicht mehr rückholbar sind. Bei politischen Entscheidungsträgern geht es darüber hinaus häufig um das Verschieben des sichtbaren Scheiterns zwecks eigener Gesichtswahrung, sogar um den Preis einer Insolvenz oder eines Zusammenbruchs.
Eisern hält Deutschland an der Energiewende fest. Um Deutschland ist es energiepolitisch sehr einsam geworden. Was, wenn wir uns kollektiv geirrt haben? Es ist an der Zeit. Wir müssen uns ernsthafte Gedanken machen, wann ein Projekt gescheitert ist und beendet werden muss.
Der Preis für eine kleine Eisdiele
Die Politik hat die Energiewende als Staatsziel ausgerufen, ihr Gesetzescharakter verliehen und sogar ins Grundgesetz geschrieben. Das Projektziel ist eine Umstellung der gesamten Energieversorgung Deutschlands auf „CO2-Neutralität bis zum Jahre 2045“. Die offizielle Aussage der Regierung kommt vom Umweltbundesamt: „CO₂-Neutralität bis 2045 bedeutet, dass Deutschland bis zum Jahr 2045 keine Treibhausgase mehr in die Atmosphäre ausstößt, als durch natürliche Senken (z. B. Wälder, Moore) oder technische Verfahren (z. B. CO₂-Abscheidung) wieder gebunden werden können. Das Ziel ist ein Gleichgewicht – die sogenannten Netto-Null-Emissionen“.
Das ist ein sehr klar definierter Projektansatz. Sogar Zwischenziele wurden definiert:
Bis 2030: 65 Prozent weniger Emissionen gegenüber 1990.
Bis 2040: 88 Prozent weniger Emissionen gegenüber 1990.
Ab 2045: vollständige Klimaneutralität.
Anders als bei Flughäfen und Bahnhöfen sind die engen Zeitangaben integraler Teil des Projektziels, da ja sonst bei jeder Verzögerung „die Erderhitzung“ unzulässig ansteige. Werden die oben genannten Ziele nicht erreicht, ist das Projekt gescheitert und muss aufgegeben werden. Dann aber müssen unzählige Wissenschaftler, Journalisten und Politiker zugeben: „Wir haben uns geirrt, nun sind sie eben weg, Eure Milliarden“. Die Kostenfrage ist längst beantwortet. Die Kosten der Energiewende sprengen jeden volkswirtschaftlichen Rahmen. Die Energiewende ist aus ökonomischer Sicht ein Verarmungs- und Deindustrialisierungsprojekt.
Man kann gar nicht oft genug daran erinnern, dass der grüne Minister Trittin das Volk beruhigte, indem er sagte: „Die Energiewende kostet jede Familie nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat“. Das war wohl ein wenig untertrieben. Finanzexperten schätzen ein, dass die Energiewende bisher weit über 500 Milliarden Euro gekostet hat. Wenn man davon ausgeht, dass etwa 12 Millionen Familien in Deutschland leben, dann hat jede Familie über 40.000 Euro dafür ausgegeben, das wäre dann vielleicht der Preis für eine kleine Eisdiele. Und das dicke Ende kommt erst noch. Studien schätzen ein, dass die Gesamtkosten bis 2045 zwischen 3,4 Billionen Euro (Studie McKinsey) und 13 Billionen Euro (Studie PricewaterhouseCoopers) liegen könnten. Alle anderen Studien, z.B. die von der DIHK mit 5,5 Billionen Euro, liegen irgendwo dazwischen. Und die Energiewende ist ja nicht das einzige Fass ohne Boden der deutschen Politik.
Die Energiewende ist ein Staatsprojekt
Wie bei allen staatlichen Projekten muss man auch bei der Energiewende mit einer Kostenexplosion rechnen. Mit solchen Projekten haben die Deutschen nicht gerade die besten Erfahrungen gemacht. Ein schönes Beispiel ist der Flughafen Berlin Brandenburg, liebevoll BER genannt. Der Flughafen BER wurde von 2006 bis 2020 gebaut – also 14 Jahre statt ursprünglich 5 Jahre. Die Kosten stiegen von geplanten rund 2 Milliarden Euro auf über 7 Milliarden Euro bis zur Eröffnung im Oktober 2020. Ist das Projekt BER gescheitert? Nein, es war zwar ein finanzielles Desaster, aber heute landen und fliegen Flugzeuge vom BER in alle Welt. Ziel mit Hängen und Würgen erreicht.
Oder nehmen wir den Bahnhof Stuttgart. Das Projekt Stuttgart 21 sollte ursprünglich 2009 rund 4,5 Milliarden Euro kosten und bis 2019 fertig sein. Heute (Stand 2025) liegen die Kosten bei etwa 11,3 Milliarden Euro, und die Eröffnung des neuen Tiefbahnhofs ist frühestens für 2027 vorgesehen. Auch hier kann trotzdem nicht vom kompletten Scheitern gesprochen werden, denn es werden mit hoher Wahrscheinlichkeit eines fernen Tages Züge mit Reisenden in Stuttgart 21 abgefertigt werden. Auch hier wird das Ziel erreicht, wenn auch „eine komplette Fehlplanung mit ausufernden Kosten sichtbar wurde.
Man könnte weitere Projekte anführen, wie die Hamburger Elbphilharmonie, die am Ende 866 Millionen Euro kostete statt der ursprünglich geplanten 77 Millionen Euro. Aber auch hier wird der Taktstock in einem vorzeigbaren Gebäude geschwungen. Man könnte für das bisher ausgegebene Geld der Energiewende 600 Elbphilharmonien errichten, oder 42 Tiefbahnhöfe wie Stuttgart 21, oder 71 Flughäfen wie den BER. Notabene – nur das, was die Energiewende bisher gekostet hat.
Energiewende verfehlt alle Zwischenziele
Der Bundesrechnungshof sieht die deutsche Energiewende in seiner Zielerreichungsanalyse 2024 als nicht zielkonform umgesetzt. Es bestehen erhebliche Risiken für Versorgungssicherheit, Kosten und Umweltverträglichkeit. Der Bundesrechnungshof kommt zu dem Ergebnis, dass die „Energiewende nicht auf Kurs“ ist. Die Bundesregierung verfehlt zentrale Ziele bei Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit der Stromversorgung. Der Bundesrechnungshof bescheinigt der Politik ambitionierte Ziele, aber deutliche Defizite. Deutschland verfolgt zwar sehr ehrgeizige Klimaschutz- und Energiewendeziele, erreicht aber diese im Bereich der Energieversorgung nicht. Die Behörde kritisiert, dass die Versorgungssicherheit gefährdet ist und warnt, dass die Stromversorgung nicht ausreichend gesichert ist. Der Ausbau Erneuerbarer Energien und Netze hinkt den Plänen weit hinterher, während gleichzeitig immer mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden.
Der Bericht bescheinigt hohe Kosten und mangelnde Transparenz. Die Strompreise sind bereits hoch, und die Bundesregierung kann die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende auf Haushalte und Unternehmen nicht umfassend bewerten. Auch die Umweltverträglichkeit ist nur unzureichend berücksichtigt: Auswirkungen auf Landschaft, Natur und Umwelt sind nicht vollständig erfasst. Der Rechnungshof kritisiert, dass die Bundesregierung hier keine belastbaren Daten vorlegen kann
Auch der letzte Monitoring-Bericht des Jahres 2025 der Bundesnetzagentur kritisiert vor allem, dass die Umsetzung der Energiewende in Deutschland von unzureichendem Netzausbau, hohen Strompreisen, mangelnder Versorgungssicherheit und fehlender Planungssicherheit geprägt ist. Der Netzausbau hinkt hinterher, der Ausbau der Stromnetze kommt nicht im erforderlichen Tempo voran. Durch die Engpässe im Übertragungsnetz entstehen zu hohe Kosten für Netzstabilisierung (Redispatch, Abregelung von Wind- und Solarstrom). Die führt zu hohen Strompreisen und zur Belastung der Verbraucher. Deutschland hat im europäischen Vergleich sehr hohe Strompreise. Die Gründe dafür sind Umlagen, Netzentgelte und die Kosten für Netzstabilisierung. Die Versorgungssicherheit steht unter Druck. Insbesondere durch den Ausstieg aus Kernenergie und Kohle sinkt die gesicherte Leistung. Es fehlt an der notwendigen Planungssicherheit für Investoren, die Unternehmen beklagen unklare Rahmenbedingungen und häufige politische Kurswechsel. Dies erschwert Investitionen in neue Kraftwerke, Speicher und Netze. Insgesamt sieht die Bundesnetzagentur ein Ungleichgewicht zwischen Zielen und Realität.
- Auch die Expertenkommission Energiewende-Monitoring (Bundesregierung), eine jährlich eingesetzte unabhängige Kommission, beklagt die Gefahr von Energiearmut, da einkommensschwache Haushalte überproportional belastet werden und warnt vor Akzeptanzverlust in der Bevölkerung.
- Die schon erwähnte McKinsey-Studie „Zukunftspfad Stromversorgung“ (2024) mit ihrer Schätzung der Kosten von rund 3,3 Billionen Euro bis 2045.kritisiert, dass die Versorgungssicherheit gefährdet ist, Netzausbau und Speicher hinterherhinken und erhebt die Forderung nach klareren Rahmenbedingungen und Technologieoffenheit.
- Die ebenfalls schon erwähnte Studie von Frontier Economics im Auftrag des DIHK („Plan B“-Studie) beklagt die enormen Kosten: von 5,5 Billionen Euro bis 2049. Demnach überlastet die Energiewende in ihrer aktuellen Form Unternehmen und Haushalte über Gebühr.
- Geradezu vernichtend äußert sich eine PwC Deutschland Studie (2024), die mit Szenarien mit Kosten von 10–13,2 Billionen Euro bis 2045 aufwartet. Selbst der über jeden Verdacht der Energiewende-Gegnerschaft erhabene Thinktank Agora Energiewende analysiert in seinem Bericht „Stand der Dinge 2024“, dass die Ausbauziele für Wind und Solar nicht im nötigen Tempo erfolgen und die Wärmewende stagniert. Ein „Energie-Realitätscheck“ (Green Planet Energy & Agora, 2025) attestiert der Energiewende wirtschaftliche Risiken und klimapolitische Rückschritte.
Man kann weder dem Bundesrechnungshof, der Bundesnetzagentur noch den anderen Untersuchern der Energiewende vorwerfen, dass sie Energiewendegegner oder nicht objektiv seien. Sie kommen alle zu dem Schluss: In ihrer derzeitigen Form erreicht die Energiewende nicht die gesetzten Ziele. Auf der Basis einer Analyse der Zwischenzielerreichung ist die Energiewende ein gescheitertes Projekt.
Die Kosten werden per Inflation auf die Bevölkerung abgewälzt
Nur um der lieben Logik willen, können wir an dieser Stelle mal eine Milchmädchenrechnung aufmachen. Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland liegt aktuell (2025) bei rund 9,9 Billionen Euro (Quelle: Statista) – ein historischer Höchststand. Die Energiewende soll entsprechend der verschiedenen Studien bis 2045 „zwischen 3,5 und 13 Billionen kosten“. Wenn wir für unsere Milchmädchenrechnung den Mittelwert der Energiewende-Kosten ansetzen, dann sind das ungefähr 8 Billionen. Dann blieben allen Deutschen noch 10 Prozent, ein Zehntel ihres Geldvermögens, den Rest müssten sie für die Energiewende ausgeben. Aber es kann auch sein, dass im schlimmsten Falle die Prognose mit den 13 Billionen eintritt. Dann müssten die Deutschen noch eine Hypothek auf Oma ihr klein Häuschen aufnehmen, um die Kosten der Energiewende zu bestreiten. Ich glaube nicht, dass eine Regierung, die dies durchsetzt, an Popularität gewinnt.
Die Politik wird wohl keine Energiewende-Vermögensabgabe nach dem Motto „Gold gab ich für Erneuerbare“ durchführen. Dies würde zum Aufruhr führen. Das geht viel schmerzloser durch das „Weginflationieren“ des Geldvermögens, einer bewährten Methode der Politik, Schulden nicht bezahlen zu müssen. Falls es im Geschichtsunterricht vergessen wurde, Ihnen beizubringen – während der Hyperinflation 1923 hatte der größte ausgegebene Geldschein in Deutschland einen Nennwert von 100 Billionen Mark (das entspricht 100.000.000.000.000 Papiermark. Ein Laib Brot kostete im November 1923 in Berlin über 200 Milliarden Mark. Die Ursache der Hyperinflation war hemmungsloses staatliches Gelddrucken.
Wussten Sie schon, dass die EZB sich eine zweiprozentige Inflation zum Ziel gesetzt hat. Nein? Dann wissen Sie es jetzt. Die Politik hat sich ganz offen Inflation zum Ziel gesetzt. Sie wundern sich, wo Ihre sauer verdiente Kohle bleibt? Warum alles immer teurer und teurer wird? Seit 2020 ist die Inflation in Deutschland stark gestiegen: von 0,5 Prozent (2020) über 3,1 Prozent (2021) auf einen Höhepunkt von 6,9 Prozent (2022) und 5,9 Prozent (2023). Im Jahr 2024 sank sie wieder auf 2,2 Prozent, und für 2025 liegt sie bisher bei etwa 2,3 Prozent. Und das sind nur die offiziellen Zahlen der Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel). Im Januar 2026 kommt mit der CO2-Bepreisung ein neuer Teuerungsschub hinzu, da ja alles, aber auch wirklich alles, bei Herstellung und Transport mit dieser Abgabe belastet wird.
Seit dem Jahr 2000 ist die Geldmenge im Euroraum von etwa 6 Billionen Euro auf rund 17,1 Billionen Euro (Ende 2025) gestiegen. Das bedeutet eine fast dreifache Ausweitung der Geldmenge innerhalb von 25 Jahren, ohne dass eine entsprechende Steigerung des BIP damit einherging. Um das mal fassbarer zu machen: die Geldmenge im Euroraum ist von 13,3 Billionen Euro (2020) auf rund 17,1 Billionen Euro (2025) gestiegen. Das entspricht einer Erhöhung der Geldmenge um etwa 3,8 Billionen Euro in 5 Jahren – also durchschnittlich rund 2,1 Milliarden Euro pro Tag., also 2.100 Millionen Euro pro Tag!
Niemand auf der ganzen Welt folgt uns
Die Energiewende scheitert entweder auf die eine oder auf die andere Art. Mit ungenügender und zu teurer Energiebasis wird Deutschland auf den Lebensstandard eines Entwicklungslandes fallen. Nicht erst 2045. Dazu braucht es auch keinen Blackout, obwohl der nicht ausgeschlossen werden kann.
Die Energiewende scheitert durch die Physik, weil es nur drei Energiequellen auf der Erde gibt: Erneuerbare (Wind, Wasser, Sonne, BioGas), Fossile (Öl, Gas, Kohle) und Kernenergie (Spaltung & Fusion). Deutschland steigt aus zwei davon aus – Kernenergie und bis 2045 aus allen fossilen Energieträgern. Nicht nur für Strom, sondern auch für Wärme, Industrieprozesse, Verkehr und Landwirtschaft. Das geht rein rechnerisch nicht. Deutschland hat nicht genug Fläche, um alle Autos, LKW, Busse, Flugzeuge, Landmaschinen und Baufahrzeuge, die Stahl-, Glas-, Chemie- und verarbeitende Industrie und die Wärme für Heizung und Kühlung aller Gebäude und Wohnhäuser mit Hilfe von Wind und Sonne zu versorgen. Das hieße nämlich: nur noch synthetisches Benzin oder Diesel, synthetisches Flugbenzin, nur noch Wasserstoff anstatt Kohle und Koks, Erdöl oder Erdgas. In weniger als 20 Jahren! Das ist ein Salto-Mortale rückwärts ins Mittelalter.
Die Energiewende scheitert durch die Ökonomie. Die Politik hat mehrere Fässer ohne Boden aufgestellt, welche von der arbeitenden Bevölkerung gefüllt werden müssen. Das größte Fass ohne Boden ist die Energiewende. Sie wirkt verheerend auf der Einnahmeseite – durch Deindustrialisierung und auf der Ausgabenseite – durch den ungeheuerlichen Investitionsbedarf bei den Integrationskosten für die Erneuerbaren.
Schon in wenigen Jahren hat die Politik keinen müden Heller übrig, um zu gestalten oder auch nur die trivialen Staatsaufgaben zu erfüllen. Der Teufelskreis der Schuldentilgung durch Schulden ist bereits eingeleitet, seit Schulden in Sondervermögen umbenannt wurden. In wenigen Jahren verschwinden sämtliche Staatseinnahmen im Sozialsystem, Rentensystem, Beamtensystem und in der Schuldentilgung. Wenn dann die Sozialsysteme unter der Last zusammenbrechen, kommt es zu Verteilungskämpfen, weil es immer weniger unter immer mehreren zu verteilen gibt. Wenn der Staat scheitert, trifft es die Schwächsten zuerst.
Die Energiewende scheitert an beidem, der Physik und Ökonomie. Deutschland hat nach 25 Jahren Energiewende gerade mal 20 Prozent seiner Primärenergie dekarbonisiert, nämlich die gute Hälfte der Stromerzeugung. Der Löwenanteil, nämlich 80 Prozent des Weges liegen noch vor uns. Wenn die Energiewende bis zum endgültigen Scheitern durchgezogen wird, dann scheitert auch der Staat. Auch das ist inzwischen schon fast im Kopf ausrechenbar. Deutschland trägt nicht die Verantwortung für die Rettung des Klimas. Wir sind keine Vorreiter. Niemand auf der ganzen Welt folgt uns. Statt uns zu bewundern, bemitleiden sie uns. Es ist bei Weitem nicht klar, dass das Klima „gerettet“ werden muss. Es ist noch nicht einmal erwiesen, dass Kohlendioxid der entscheidende Faktor für Klimaänderungen ist. Es ist aber erwiesen, dass die Vollversorgung einer Industrienation mittels „erneuerbarer Energie“ in die große Pleite führt, wenn nicht alle anderen Länder mitmachen. Die aber denken gar nicht daran. Wäre es nicht besser, die Energiewende zu stoppen und wenigstens nichts mehr zu zerstören? Wäre es nicht besser, erst dann die alten Brunnen zuzuschütten, wenn die neuen Wasser geben?

„Wir haben uns geirrt, nun sind sie eben weg, Eure Milliarden“. – Paßt auf viele Irrwege der hier die Zepter Schwingenden, zB auch den Krieg in der Ukraine, der nicht nur für den Westen verloren ist, sondern als Reaktion auf den jüngsten Korruptionsskandal in Kiew der Beschluß gefaßt wird, direkt noch ein paar Milliarden nachzuschießen. „“Panama-Pandora-Kontenbetreiber„ und Monaco-Bänker können sich gar nicht schnell genug die Hände reiben.
„Menschen neigen dazu, an einem Projekt, einer Investition oder Entscheidung festzuhalten, weil sie bereits viel Zeit, Geld oder Mühe hineingesteckt haben – auch wenn es rational besser wäre, aufzuhören.“ – Erinnert an einen Witz – Es sitzt einer im Zug und jammert bei jeder Haltestelle für sich hin, von Haltestelle zu Haltestelle lauter. Darauf fragt ihn einer der Mitreisenden nach dem Grund. Sagt er, er sitze im falschen Zug in der falschen Richtung. „Warum sind Sie denn nicht schon früher ausgestiegen?“
Darauf der Mann: „Weil ich dachte, es wird schon noch die richtige Haltestelle kommen.“
Selbst der Tod des Pferdes hält den deutschen Kavalleristen nicht vom Endsieg ab. Mit dem gesparten Geld fürs Futter, kauft er einfach einen neuen Sattel und weiter geht’s.
„Der Bundesrechnungshof kommt zu dem Ergebnis, dass die “Energiewende nicht auf Kurs„ ist. “
Ist der Klabautermann etwa dabei, durch die Decksluke auf das Narrenschiff zu peilen . . . ?
Herr Haferburg, Sie leben in einem Paralleluniversum. Der Kanzler hat heute mit stolzgeschwellter Brust erklärt, daß es „so umfangreiche Reformen in Deutschland noch nie gegeben“ habe. Und bei Friedrich dem Größten Merz wissen wir: ein Mann, ein Wort!
Sunk Costs bedeutet, dass man die bereits aufgewendeten Kosten einfach abschreiben muss weil nicht mehr änderbar. Bei einer neuen Planung muss man also wieder bei Null anfangen: Wieviel wird es kosten die erneuerbaren Energien durchzuziehen gegen: wieviel wird es kosten andere Energien aus- bzw. aufzubauen wie Atomenergie oder fossile Energien. Man kann natürlich auch einen Mix aus verschiedenen Energieformen kalkulieren. Das wäre die volkswirtschaftliche Herangehensweise ohne Ideologie und politische Geplänkel. Dabei fällt es natürlich schwer einzugestehen dass man falsch investiert hatte, aber es würde noch teurer werden weiterhin falsch zu investieren./// Bei der Neuplanung muss eine Risikoanalyse durchgeführt werden und dann ein Plan wie man mit den Risiken umgeht: in Kauf nehmen, Minimieren oder Auslagern an Drittanbieter. Reserven einplanen für unplanbare Risiken und Änderungen der Rahmenbedingungen und Meilensteine einbauen zur Überprüfung der Zwischenergebnisse. Konventionalstrafen einbauen falls Lieferanten nicht wie bestellt abliefern.///Aktuell fällt es schwer einen geordneten Plan zu erkennen, zumal ständig neue Schweine durch´s Dorf getrieben werden und keine Investitionssicherheit besteht. Aber: Ohne Plansicherheit keine Investitionen ! ! !
Ich gebe mal die Kurzfassung:
Man schmeisst schlechtem gutes Geld
weiter hinterher.
Wer die deutsche Mentalität kennt weiss,da helfen rationale Argumente nicht weiter.
Wir marschieren halt gerne bis zum Untergang.
Ein Trump weiß das.
Und hat Deutschland vermutlich deshalb nicht auf seiner bucket list wie Polen,Ungarn, Italien und die Ösis.
Und so wird die Welt wohl zum 3. Mal
nicht am deutschen Wesen genesen.
Doof.