Am vergangenen Samstag hatten wir das, was man gemeinhin einen Waldbrand nennt, direkt vor der eigenen Nase in Waldaschaff. Ein größerer Flächenbrand. Die betroffene Fläche betrug zwar „nur“ sieben Hektar, die gefühlte Angst der Anwohner erstreckte sich jedoch mühelos über ein Areal von gefühlten einhundert Hektar. Das ist durchaus verständlich, wenn man dramatische Feuerwände bislang nur aus der sicheren Distanz des abendlichen Fernsehbildschirms kannte.
Meine Familie trieb es übrigens zur puren Weißglut, dass ich angesichts der nahenden Rauchschwaden eine geradezu stoische Ruhe an den Tag legte. Meine Gelassenheit hatte allerdings einen ganz pragmatischen Grund: das unerschütterliche Wissen darum, dass die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg, in Bayern und eigentlich im gesamten Bundesgebiet, eine absolute Macht sind.
Die lokale Bevölkerung teilte sich an diesem Tag gefühlt in zwei Lager: Die einen hatten akute Angst um Hab und Gut, die anderen waren einfach alle bei der Freiwilligen Feuerwehr. Für die besagten sieben Hektar Unterholz waren am Ende knapp über 600 Einsatzkräfte mobilisiert, wie ich am Tag danach erfuhr. Ein beeindruckendes Aufgebot.
Es war ein faszinierendes psychologisches und logistisches Schauspiel, dieses präzise Ineinandergreifen der Rädchen zu beobachten. Da eine intensive Brandbekämpfung enorme Mengen Löschwasser verschlingt und es in unserer unmittelbaren Nachbarschaft an größeren Seen mangelt, musste das Nass im Pendelverkehr herangekarrt werden. Wie selbstverständlich sprangen örtliche Landwirte und Unternehmer mit ihren wasserführenden Fahrzeugen und Güllefässern ein, um die kontinuierliche Versorgung zu sichern.
Stau mit dem gesamten Kleiderschrank auf dem Rücksitz
Parallel dazu bot sich ein ganz anderes, fast schon amüsantes Bild der menschlichen Natur: Etliche Nachbarn, die nur einige hundert Meter vom Waldrand entfernt wohnten und praktisch wie theoretisch kaum in echter Gefahr schwebten, verfielen in helle Panik. Hals über Kopf wurden lose Kleidungsstücke in die Autos gestopft, um fluchtartig das Weite zu suchen. Man mochte sich gar nicht ausmalen, wie dieses logistische Chaos bei einer echten Großkatastrophe oder gar im Kriegsfall enden würde. Vermutlich im kolossalen Stau mit dem gesamten Kleiderschrank auf dem Rücksitz.
Als genauer, wenn auch tatenloser Beobachter der Szenerie – ich selbst beherrsche beruflich bedingt leider nur die Seelsorge und weniger das praktische Anpacken an der Spritze – kamen mir im Angesicht der Rauchwolken unweigerlich ein paar zukunftsträchtige Gedanken. Wie, so fragte ich mich, würde solch eine hochkomplexe, unentgeltliche Rettungsaktion wohl in einigen Jahrzehnten verlaufen, wenn der demografische Wandel die Reihen der klassischen „Biodeutschen“ unweigerlich gelichtet hat?
Unter den hunderten Helfern sah ich nur ganz vereinzelt Gesichter, die man optisch nicht dem traditionellen hiesigen Genpool zuordnen würde. Ein Blick in die Statistik der Floriansjünger bestätigt das Bauchgefühl: Der Anteil der Aktiven mit Migrationshintergrund liegt bei der Freiwilligen Feuerwehr bei gerade einmal unter vier Prozent. Viele derer, die sich einbringen, stammen zudem aus den Nachkommen der älteren Generation türkischer Einwanderer – Menschen, die vor Jahrzehnten zum Arbeiten kamen, längst dazugehören und im besten Sinne tief in der lokalen Gemeinschaft verwurzelt sind.
Ich habe an dieser Stelle schon einmal darüber geschrieben, was eigentlich passiert, wenn das Ehrenamt aus dem Alltag auf deutschem Boden wegbricht. Die vielen Freiwilligen, die einem während des Feuereinsatzes durch ihre pure Präsenz Mut machten, verdienen unser aller Hochachtung. Doch was kommt danach? Wird eine individualisierte, stark veränderte Gesellschaft, die primär auf monetäre Anreize anspringt, denselben Corpsgeist entwickeln? Werden Menschen, die vielleicht ohne Bezug zu dieser spezifischen Pflichtkultur aufwachsen, am Samstagnachmittag unbezahlt ihr Leben riskieren, um den Wald des Nachbarn zu retten?
Der Blick in die Zukunft bleibt vernebelt, aber selbst ein vermeintlich kleiner Waldbrand im Spessart kann einen gehörig nachdenklich stimmen. Den Rettern von Waldaschaff gilt jedenfalls mein tiefster Dank. Schön, dass es euch gibt – hoffentlich auch noch in dreißig Jahren.

Die freiwilligen Feuerwehren sind den Machthabern generell ein Dorn im Auge – überwiegend biodeutsch, weiss, männlich, Corpsgeist, Uniformen, Befehlsstrukturen, körperlich fit, mental belastbar, deshlab geachtet. Fast so etwas wie eine kleine Bundeswehr. Solange die spuren, weil der Kommandant ähnlich einem Politikommisar Mitglied der Blockparteien ist und den Laden unter Kontrolle hat, werden die akzeptiert.
Sollte sich das ändern, werden schon Beweise für „rechte Umtriebe“ auftachen und der Ruf nach alleiniger Berufsfeuerwehr laut.
Ähnliches gilt für Traditionelle Schützenvereine, Reiter und Jäger. Ich mag diese Personengruppen generell nicht, wegen ihres exklusiven Habitus’, der allein auf Abstammung beruht – die sehen sich als Fortführung der Junker.
Allerdings hat man die, neben der Personengruppe, schon rechtlich unter Kontrolle (Reiter eher finanziell).
Wer allein unter weissen Biodeutschen sein möchte – ehrenamtlich beim Roten Kreuz Blut spenden gehen. Da sind dann auch keine Einwanderkinder mehr.
Vorsicht, wenn man sich als Floriansjünger mit dem falschen Politiker ablichten läßt. In Egeln in Sachsen-Anhalt läuft gerade eine vom Bürgermeister initiierte Hexenjagd gegen junge Männer der Freiwilligen Feuerwehr, weil die sich nach einem Einsatz mit dem aktuellen Gottseibeiuns-Ulrich Siegmund haben ablichten lassen. Anita Nitzschke, Sachgebietsleiterin für öffentliche Ordnung und Sicherheit der Gemeindeverwaltung, sorgt dafür, daß sich Reporter nicht in die Nähe der verteufelten Feuerwehrleute wagen.
Wen`s interessiert, siehe Artikel auf AN.
Berthold Huber als der spätere kommissarische Vorsitzende des Aufsichtsrates der Volkswagen AG bat bereits in einem persönlichen Brief vor bald zwei Jahrzehnten darum, wenigstens ehrenamtlich tätig zu sein, wenn der Weg versperrt ist, an einer Wissenschaftseinrichtung gegen Entgelt den notwendigen Aufschluss darüber zu gewinnen, was die Voraussetzungen dafür sind, buchstäblich durchs „Feuer“ (Daniel 3,25) gehen zu können. Angesichts dessen, dass es gegenwärtig besonders in den dortigen Werken inzwischen „lichterloh brennt“ (Thomas Schäfer namens der Marke VW am 10.7.2023: The roof is on fire) und die Zukunft von Europas größtem Industriebetrieb dadurch ungewisser nicht sein könnte, erstaunt es jedoch ungemein, welch geringe Wertschätzung die Befähigung, damit ganze Belegschaften gleichsam vor den Flammen zu bewahren, auch künftig erfährt. Anstatt endlich Vernunft obwalten zu lassen, überwiegt weiterhin der Schimpfklatsch, dass angeblich schon die jeweilige Person charakterlich wenig respektabel sei, das eigene Leben für Menschen einzusetzen, die in ärgster Lebensnot sind.
„…ich selbst beherrsche beruflich bedingt leider nur die Seelsorge und weniger das praktische Anpacken an der Spritze“. Tja, da machste nix, da fallen die Löschübungen am Samstagsnachmittag auf fruchtlosen Boden. Aber amüsante Betrachtungen über panische Mitbürger sind ja auch schon hilfreich.
Abgesehen davon das es Verrückte oder beauftragte Brandleger gibt die solche Waldbrände europaweit legen und schon zig hunderte Personen verhaftet wurden, gab es auch etwas anderes.
Die Reparationshiebe z.B. Karstwanderweg der Engländer nach 1945. Im Harz standen einmal Eiche, Rotbuche oder Bergahorn, die Fichtenmonokultur der Wälder sind eine Folge des Notstandes.
Ganze Wälder wurden als Reparation abgeholzt. Auch in Bayern gab es Reparationshiebe.
„Die Fällungen erfolgten oft als radikale Kahlschläge, bei denen waldbauliche Aspekte oder die heimischen Forstplanungen kaum berücksichtigt wurden. Es entstanden Monokulturen. Da schnell verfügbares Saatgut und Pflanzgut benötigt wurden, pflanzte man bevorzugt die robuste Fichte an, was vielerorts bis heute zu anfälligen Fichten-Reinbeständen in Bayern geführt hat.“
Zum Glück wurde kein Moorgebiet wie das Beschussfeld des Militärs in Brand gesetzt.
Bundeswehr bei Meppen im Landkreis Emsland setzte im Mai 2026 etwa 100 Hektar Vegetation in Brand. Der verheerend, wochenlangen Moorbrand an derselben Stelle im Jahr 2018 wurde durch einen Hubschrauber-Raketentest ausgelöst. Die Waffenproduzenten erhalten aus dem EU landwirtschaftlichen Fonds forstwirtschaftlich Geld für die Beschussfelder.
Die Goldstücke mit Migrationshintergrund kommen häufig genau aus dem Kulturkreis, den sie selbst zerstört haben, unfähig, kompromisslos eine tragende Gesellschaft zu bilden.
Sie werden sich hier summarisch nicht anders verhalten. Inshallah
Mit der gleichen Mentalität, die einem freiwilligen Feuerwehrmann innewohnt, meldete man sich früher auch leicht an die Ostfront, oder zum Volkssturm. Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile.
Den Verdacht , dass es sich um politisch motivierte Waldbrände handelt wird nur verschämt geäußert . Bei der Frage , wem sollen sie nutzen und wer der großen Erklärbären leitet welche Forderungen ab , kommt man nicht auf die praktischen Löschtrupppen .