
Ich habe den Beitrag gestern auch verfolgt. Es war irgendwie so unangenehm, da zuzuschauen. Mir tut diese Frau nur leid. Diese als “Auktion” getarnte Almosengeberei. Und sie HOFFT ernsthaft, dass der “Hof” eine Existenzgrundlage für ihre Tochter (?) bieten wird? WAS wird da gefördert? Warun? Will man diese Frau endgültig in den Ruin treiben? Aber naja, NDR halt, da wundert einen nicht viel…
Ich will allen Randexistenzen die Existenz, so gut es geht, gönnen. Ärgerlich ist allein eine Fernseh-Doku, die der in der Mitte verweilenden Bevölkerung die Mitte noch behaglicher machen will.
Der öffentlich rechtliche Rundfunk lebt komplett in einer ökologischen Scheinwelt. Jede Reisereportage zeigt ausschließlich Menschen, die in Kleinstbetrieben Käse, Wolle, Bio-Produkte etc. herstellen. Damit wird für den Zuschauer eine heile Kuschelwelt als Vorbild und Sehnsuchtsort konstruiert, die es niemals gegeben hat und auch nie geben wird. Die Leute müssen doch nur ihre Oma fragen, wie es in so einer kleinteilig wirtschaftenden Welt war, arm, schmutzig und ungesund.
Seien Sie nicht zu hart zu der Dame! Außer den paar vom Fuchs geholten Enten und den von den Krähen zerhackten Lämmern hat keiner einen großen Schaden von ihrer Bauernhof-Simulation. Es ist der Vorteil unseres Bildungssystems, dass auch der Abi machen und studieren kann, der sich ganz bewusst sich gegen Karriere und Teilhabe am Wirtschaftssystem entscheidet. Und wenn die Subsistenzbäuerin mal krank wird oder arbeitsunfähig, dann springt halt der Staat ein - da gibt es weitaus unsympathischere Leistungsempfänger! PS.: Es gibt eine andere Andrea, der man viel eher sagen möchte: “Menschenskind! Hör auf.” Aber keiner sagt es - und so wird sie vielleicht mal Kanzlerin!
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