Sissy Hewson / 03.11.2013 / 13:47 / 12 / Seite ausdrucken

Wenn Angst den Verstand frisst

Wer erinnert sich noch daran, dass man Angst vor der Benützung von Zügen hatte, weil die horrende Geschwindigkeit (weit unter 50h/km) den Menschen den Atem nehmen, sie besinnungslos oder verrückt machen würde? Der Mensch sei nur für Lauf-Geschwindigkeit geboren, hieß es. Es gab in den 50-er Jahren die Angst vor dem Fernsehen: Die Strahlen des Fernsehers würden nicht nur den Augen, sondern auch dem Gehirn schweren Schaden zufügen, wenn man sich ihnen länger als zwei Stunden pro Tag aussetze. Weltuntergänge sind schon unzählige Male vorausgesagt worden und erzeugten wilde Panik. Und die Angst vor dem Ersticken der Städte in Pferdeäpfeln hat sich auch nicht wirklich bewahrheitet.

Aber immer wieder gibt es Angstmacher, die eine perfekte Lösung zu vermeintlichen Problemen anbieten. Oft um teures Geld. Früher nannte man sie Quacksalber, heute kommen sie als „Heiler“, „Energetiker“ oder „Schamanen“ daher, graben „Altes Wissen“ aus und ignorieren gerne jeglichen wissenschaftlichen Fortschritt. Manche sind noch perfider: Sie verwenden wissenschaftliche Ausdrücke, um damit „Beweise“ für ihre Theorien anzuführen und ihre Produkte noch besser verkaufen zu können.

Die Handy-Bedrohung

Schädliche Handystrahlen sind ein gerne verbreiteter Mythos. Oder die bösen Strahlen der Handymasten. Doch wenn man nur ein wenig Physik versteht, wird man erkennen, dass man unbeschwert telefonieren und sich frohen Herzens die angeblich abschirmenden Aufkleber sparen kann, oder die vor Strahlen schützenden Tapeten (ja, die gibt es auch schon). Denn ein
 Handy sendet im Stand-by nicht, daher kann es auch nicht “strahlen” und, wie behauptet, durch die Hosentasche unfruchtbar machen. Und je näher man der Basisstation, dem so genannten Handymast ist, umso geringer ist die Sendeleistung des Handys am Ohr
 - logisch, es muss sich nicht „bemühen“, den Sender zu erreichen. Auch wegen der Strahlen aktiver Geräte braucht man sich nicht zu sorgen: Nicht-ionisierte Strahlen, wie die Infrarot-Wärmestrahlung (gerne in den wohltuenden Infrarot-Wärmekabinen angewendet), Mikrowellen (auch lange Zeit sinnlose Angstquellen), Radiowellen und eben auch Handyfelder können den Körper nicht schädigen, nicht einmal bei 24-Stunden Dauerbestrahlung. Darüber gibt es 13.000 Studien und über 700 Untersuchungen! Eine besonders bemerkenswerte war die Geschichte über einen Handymast, gegen den Kopfschmerzgeplagte der Umgebung protestierten – er war aber schon seit langer Zeit abgeschaltet gewesen. Übrigens:  Das analoge Fernsehen, das dieselben Frequenzbänder wie ein Handy verwendet, hat in den letzten 50 Jahren weder Gehirntumore noch eine sonstige Missbildung (höchsten schlechte Bildung) hervorgebracht. Es ist so, wie bei vielen dieser krusen Theorien: die Angst vor den Strahlen macht die Menschen krank, nicht die Strahlen selbst.

Und weil wir schon bei Strahlen sind: Es gibt ja angeblich Erdstrahlen, die von Schlaflosigkeit bis zur Anfälligkeit für Krankheiten stets Übles heraufbeschwören. An Erdstrahlen glaubte man erstmals im 15. Jhdt., als man sich noch vor Hexen und Dämonen fürchtete und überzeugt war, dass Blitze eine von Gott gesandte Strafe sind und die Pest durch Nebel entsteht, oder dass die Gebärmutter bei im Freien schlafenden Frauen als Kröte durch den Mund entweichen könnte, und was dergleichen Angstmären mehr waren. Man sollte glauben, dass sich in den letzten Jahrhunderten einiges getan hat, aber nein: die Theorie, dass diese Strahlen schädlich sein sollen, stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, und wurde auch im 20. Jahrhundert zum Beispiel von einem Dr. Hartmann immer wieder aufgewärmt. Wie auch Dr. Curry wähnt er ein sich über den Globus spannendes Netz von Störzonen. Der eine der beiden „Fachleute“ spricht von Linien mit zwei Metern Abstand, beim anderen sind es 33 bis 129cm. Außer gläubigen Anhängern hat noch niemand dieses Netz irgendwie messen, erspüren oder erklären können, ebenso wenig wie die schlechte Auswirkung, die Geopathie.

Die Wasserader-Hysterie

Auch Wünschelrutengeher oder Muter (so nennt man sie auch) sind ja „Erdstrahlen(er)kenner“ und betreiben ihre Radiästhesie, das Aufspüren, seit dem Mittelalter. Verschwundene Grenzsteine, vergrabene Schätze, Verbrecher und Orte des Verbrechens wurden – und werden! – angeblich mit Hilfe der Wünschelrute oder des Pendels entdeckt. Nicht zu vergessen Krankheiten. Und natürlich Wasseradern. Wobei in unseren Breiten Quellen und Grundwasser sehr häufig aus der Tiefe sprudeln und es fast schwieriger ist, beim Graben nicht auf Wasser zu stoßen. Bisher hat sich jedenfalls nicht ein einziger, eine einzige dieser Geomanten (Weissagern aus der Erde) bei offiziellen Tests bewähren können, auch wenn die Testanordnungen nach deren Wünschen durchgeführt wurden. Niemand konnte bis heute bessere Resultate als den zu erwartenden Durchschnitt erreichen, niemand die Million Dollar mit nach Hause nehmen, die für den Beweis übernatürlicher Fähigkeiten ausgesetzt sind. Als zum Beispiel bei einem Versuch durch unterirdische Wasserrohre nach Zufallsverteilung zeitweise Wasser floss, konnte das keiner der Probanden mit der Rute erkennen. Und keiner der Muter fand nach mehrmaliger Begehung eines Geländes die vorher festgestellten Wasseradern wieder. Auch das norwegische Heer hat es aufgegeben, so nach Lawinenopfern suchen zu lassen – es wurden nie welche gefunden.

Vor diesen „Wasseradern“, die den Schlaf stören und ebenfalls Krankheiten fördern sollen, braucht sich übrigens niemand zu fürchten: Es gibt sie gar nicht. Wasser wird vom Erdreich wie ein Schwamm aufgesogen und verteilt sich großflächig, die Vorstellung, dass da unter unseren Füßen viele Flüsschen fließen ist vollkommen falsch. Ganz abgesehen davon, dass ja dann auch Wasserleitungen „strahlen“ müssten, was sie nicht können, weil Wasser keine Strahlung aussenden kann, höchsten Feuchtigkeit: Die kann wirklich krank machen.

Der allgemeine Wasser-Blödsinn

Wasser ist ja ein ganz besonderer Liebling der Esoterik-Phantasien. Sein „trauriges Schicksal“ liest sich in „Wasserbeleber“-Prospekten wie das Märchen von der schönen Prinzessin, die vom Drachen in dunkle Höhlen entführt, verzweifelt vor sich hin schwächelt, bis ein Prinz sie erlöst und wachküsst: „Trinkwasser wird durch enge, finstere Leitungen kilometerweit bis in die Haushalte geleitet. Klar, dass es auf diesem Weg seine natürliche Struktur verliert, die dem natürlichen Quellwasser seinen frischen Geschmack und seine wohltuende Wirkung auf die Gesundheit verleiht. Durch unser Gerät bekommt Ihr Trinkwasser all diese positiven Ur-Informationen zurück.“ Da wird vitalisiert und informiert, erfrischt, gereinigt und sogar levitiert. Und das alles durch Belebungs-Apparate oder Fläschchen mit dem schon belebten Wasser, die ihre „Schwingungen“ weitergeben, ohne sich mit der Flüssigkeit zu mischen. Wasser ist wohl wirklich wunderbar in seinen Eigenschaften, aber nicht wundertätig. Es kann unmöglich Informationen speichern, weil es keine Molekülnetze oder –ketten bildet, die man verändern könnte, sondern sich nur drei bis vier Moleküle zusammenfinden, die sich unvorstellbar schnell, in Femtosekunden, wieder voneinander trennen. Logisch, sonst wäre Wasser ja nicht flüssig.

Der Homöopathie-Schwachsinn

Die Flüssigkeit von Wasser ist einer der Punkte, die auch die Homöopathie ad absurdum führen: Verdünnungen ab 1023 enthalten bereits kein einziges Molekül der Ausgangssubstanz mehr – und noch weiter verdünnt sollen dieses nun substanzfreie Wasser noch besser wirken? Wie? Und was ist mit all den anderen Substanzen, mit denen Wasser in Berührung kommt, und die da wohl auch verdünnt vorhanden sein müssen – und unglaublich wirken müssten? Aber damit nicht genug, das „Informationswasser“ wird dann auch noch auf Zuckerkügelchen aufgesprüht, die diese Information aufsaugen und weitergeben sollen: Also ist auch Zucker ein Informationsträger, der aber wiederum mit Hilfe von Wasser (!) gewonnen wird, das ja ebenfalls Infos enthalten und hinterlassen haben müsste? Einfach absurd! Ein schlichtes Gegen-Beispiel, das jeder nachmachen kann: Alkohol verdünnen. Geschüttelt, nicht gerührt.

Doch das ist nicht die einzige Absurdität der Lehre von der Homöopathie, seit einigen Jahren die Erfolgsgeschichte Nummer Eins in der „Komplementärmedizin“. Diese 200 Jahre alte Lehre von den drei Urübeln (Miasmen), vorrangig Psora (Krätzesiechtum), dann Syphilis und die Sykose (Feigwarzenkrankheit, auch Gonorrhoe), die laut Samuel Hahnemann den Ursprung jeder Krankheit darstellen und sich verschieden äußern, müssen mit Mitteln, die den Symptomen entsprechen, behandelt werden, nach dem Simile-Prinzip: Weil zum Beispiel nach einem Bienestich bei einem gesunden Menschen Schwellungen entstehen meinte Hahnemann, man müsse bei jeglichen schmerzhaften Schwellungen Extrakte aus zerriebenen Honigbienen auftragen, egal, welche Ursache sie haben. Diese Theorie hat mit moderner Medizin nichts zu tun, viel hingegen mit dem Aberglauben des Mittelalters, als man die Signaturlehre zur Heilung heranzog und die Ähnlichkeit von Pflanzen mit Körperteilen auch zu deren Heilung verwendete, wie Nüsse gegen Hirnkrankheiten oder Herbstzeitlosen mit ihren „Schwellungen“ (der Wurzelzwiebel) gegen Gicht. Und so werden heute auch homöopathische Mittel gegen Trennungsängste (zerriebene Berliner Mauer), Abwehr von Dämonen (Fledermausblut) oder Leopardenurin wogegen-auch-immer verdünnt, verschüttelt und um teures Geld verkauft.

Das Mond-Märchen

Viel Geld gemacht haben auch die Autoren von Mondphasenbüchern, Kalendern, Tabellen usw. Allen voran das Hauptwerk „Vom richtigen Zeitpunkt“. Da werden die Mondphasen für alles verantwortlich gemacht, was sich auf Erden so tut. Vom Haareschneiden bis zum Wäschewaschen, vom Baumfällen bis zur Familienplanung. Zuerst einmal: Der Mond zieht nicht Wasser an, er zieht die Erde an. Wie übrigens auch die Erde ihn. Ob er beleuchtet ist oder nicht, hat damit überhaupt nichts zu tun, er steht auch unbeleuchtet (Neumond) am Himmel und wirkt auf uns ein, allerdings nur in höchst geringem Ausmaß, weil wir zu klein sind. Wie auch Bäume: Mondholz hat sich als guter Schmäh von Holzverkäufern herausgestellt, und Christbäume nadeln je nach Sorte und Frische, nicht wegen der unpassenden Mondphasen, wie eine Studie der Hochschule für Bodenkultur bewiesen hat. Es gibt keine Anhäufung von Geburten, keine Hinweise auf vermehrte Verkehrsunfälle, keine verbesserte Heilung nach Operationen, wie Studien an hunderttausenden Menschen, wie es Verkehrsstatistiken und Geburtsregister beweisen.

Also: Kein Angst vor dem falschen Mond-Zeitpunkt, den Wasseradern hier oder den Erdstrahlen dort. Wenn Sie bereit sind, für ein Kilogramm Zucker 600 Euro zu zahlen, weil Sie glauben, ein paar Globuli zur rechten Zeit helfen Ihnen, sich selbst zu helfen, wunderbar. Wenn Paniktropfen Sie beruhigen: nehmen Sie sie. Aber lassen Sie sich nicht mit Pseudowissenschaft zuschwurbeln. Das ist Geschäftemacherei der übelsten Sorte.

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Leserpost

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Frederik Scherff / 06.11.2013

@ Frank Holbers Das soll doch wohl ein Scherz sein? Offensichtlich wurde nur das Hochstellen der 23 vergessen. Dass bei einer solchen Potenzierung kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr im Produkt ist, ist auch recht einleuchtend, da es bedeutet, dass eine Volumeneinheit Ausgangssubstanz auf 10^23 VE Wasser kommt. Normiert man das jetzt auf ein Mol Wasser (etwa 18g, 6*10^23 Teilchen) und bedenkt, dass die Ausgansstoffe (i.d.R. organische Stoffe) eine deutlich höhere molare Masse als Wasser haben, enthalten also statistisch gesehen 18g der Wirkstoffflüssigkeit weniger als ein Molekül Ausgangssubstanz. Bedenkt man jetzt noch, dass 18g Wirkstofflüssigkeit ausreichen, einige 10.000 Globuli herzustellen, kann man mit Sicherheit sagen, dass Globuli mit einer solchen Potenzierung keine Wirkstoffmoleküle mehr enthalten. siehe auch Wikpedia - Potenzieren Homöopathie - Abschnitt Beispielverdünnungen

Frank Holbers / 04.11.2013

Übrigens hat man noch vor wenigen Jahrzehnten mit genau diesem ‘Da ist dann ja nichts mehr drin’-Argument Dünnsaüre, Altöle, Kunststoffe, radioaktiven Abfall und Müll in die Meere verklappt. Das ungeliebte Zeug verschwindet dann ja einfach so in diesen großen Wassermassen. Hatte man sich so gedacht. Das Elend auf der Welt ist, daß zu viele Menschen, die nichteinmal grundlegende Kenntnisse der Natur(wissenschaften) haben, ihre falschen Ansichten verbreiten.

Frank Holbers / 04.11.2013

Das ist wahre Esoterik: Materie verschwindet einfach so ins Nichts. Herr Neitzel, Ihren Rechenfehler, mit dem Sie diesen Zaubertrick belegen möchten, überdenken Sie doch bitte nochmal. Bei welcher Division zweier natürlicher Zahlen erhalten Sie denn den Wert Null?? Unwissenheit macht Angst? Ja, aber schlimmer ist Falschwissen, denn das ist gefährlich!

Gert Jobst / 04.11.2013

Ich fürchte, hier hat mal wieder jemand nicht im Matheunterricht aufgepasst, was aber kein Grund war, nicht Wissenschaftsjournalist zu werden. Hier wird offensichtlich 1023 geschrieben, wo 10 hoch 23 gemeint war.

Hans Osmers / 04.11.2013

Im Stand-By sendet das Handy zwar - aber nur alle “Jubeljahre” d.h. hin und wieder mal ganz kurz. Und doch gibt es Menschen, die von den “Handy-Strahlen” krank werden. Wie kann das sein, wo es doch nun keinen wirklichen Einfluß auf den Menschen gibt (bin Nachrichtentechnik-Ingeneur)? Die Antwort heiß Nocebo-Effect. (Wikipedia: Nocebo-Effekt)

Elisabeth Hewson / 04.11.2013

Sorry, das war nicht ganz korrekt, es sendet fast nicht - nämlich ignorierbar. Hier der Beitrag eines ehemaligen Professors für Nachrichten- und Hochfrequenztechnik an der TU Wien, Ernst Bonek Dazu bekannte technische Gegebenheiten des Mobilfunks, die für Konsumenten interessant sind: 1. Das Handy im Standby, also eingeschaltet aber nicht telefonierend oder Internet surfend, sendet nicht laufend – nur in periodischen Abständen von einigen Stunden und dann ganz kurz. Dauernd empfängt es nur - es kann daher auch nicht „strahlen“. Das ist für jedermann einsichtig, der bedenkt, dass eine Batterieladung zwar für das Telefonieren nur einige Stunden reicht, für Standby aber bis zu zwei Wochen. Man braucht daher auch keine Produkte kaufen, die vor etwas schützen sollen, das es gar nicht gibt. ...

Eliyah Havemann / 04.11.2013

Ein modernes Smartphone sendet sogar noch mehr im “Stand-By” als ein altes GSM-Telefon. Schlecht schlafen muss man deswegen trotzdem nicht. Dem Rest des Artikels stimme ich voll zu.

Sven Rohark / 04.11.2013

Angstmache: Zur Zeit wo es hiess “Ärzte rauchen Camel” sagte ein führender Krebsspezialist zu einem Arzt der damals Lungenkrebs mit rauchen von Zigaretten in Zusammenhang brachte “Genau wie Nailonstrümpfe.” Die Realität hat das nicht verändert. Wir müssen immer aufpassen, dass wir selber keine Nailonstrümpftheoretiker werden. Es gibt ja gewissen Dinge davor haben Leute Angst - Krebs z.B. Wer will den ausschliessen das nicht zu starkes Handytelefonieren Krebserkrankungen begünstigt? Wer denn? Welche Studie hat zweifelsfrei belegt - auch wenn das Teil 24 Stunden am Ohr klebt ist das ungefährlich? Welche denn? Die Leute futtern heute alle möglichen modernen Nahrungsmittel - wer weiss denn wirklich ob das ungefährlich ist - auf lange Sicht? Also 30 Jahre und mehr? Und man sagt einfach, sterben müssen wir alle mal, also egal. Aber wer denkt das schon. Wer bleibt den völlig entspannt wenn der Arzt sagt wir müssen ihen leider mitteilen ... Nun gibt es “Nailonstrumpftheoretiker” die sagen Rauchen ungefährlich, denaturierte Nahrung ungefährlich, Autofahren unter Alkohol usw…. Ab einem bestimmten Punkt ist das einfach gelogen. Da muss man einfach definieren - was man als Gefahr ansieht - mit 60 Diabetiker zu werden? Mit 65 am Herzinfarkt zu sterben. Mit 75 an Krebs zu sterben ... das ist eine Definitionsfrage. Wer sagt mir alles egal - der braucht sich ja keine Gedanken machen - warum lesen da die Menschen überhaupt Literatur, die sich mit Gefahren beschäftigt?

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