Roger Letsch / 18.10.2019 / 06:25 / 40 / Seite ausdrucken

Weltrettungs-Labels: Grünwaschen und Geld drucken

Stellen Sie sich vor, Ihr Lebenstraum wäre es, einen Eisladen aufzumachen. Der perfekte Standort ist gefunden, der Businessplan ausgearbeitet und die Bank hellauf begeistert. Sie haben kreative Rezepte am Start, motiviertes Personal, alle fachlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen Sie. Natürlich kennen und beachten Sie jede noch so stumpfsinnige Eisabgabedurchführungsverordnung der EU sowie das neue Gutes-Eis-an-der Waffel-Gesetz der Bundesregierung, und der Biobauer aus Ihrer Nachbarschaft bringt die benötigte Milch jeden Morgen mit dem Elektroroller vorbei.

Sie legen also los, der Laden brummt, Sie bezahlen Ihre Angestellten, den Finanzminister, die GEMA für das Gedudel im Laden, die Berufsgenossenschaft, die IHK, die Werbegemeinschaft und noch ein weiteres halbes Dutzend Versicherungen und Behörden. Und wenn Sie nicht gestorben sind oder vom Markt verdrängt wurden – oder Ihre Gäste an Salmonellen verenden –, könnte das eine ganze Weile so weitergehen. Doch dann kommt jemand und macht Ihnen ein Angebot. Ein Angebot, das Sie nicht ablehnen können.

Falls Sie erwarten, dass ich nun mafiöse Praktiken im Geschäft mit Vanille, Schoko und Schlagsahne offenbaren werde, muss ich Sie enttäuschen. Die Idee, die hinter dem „Angebot“ steckt, ist um einiges gerissener, lukrativer, risikoärmer und noch dazu völlig legal! Die „Eisdielen“ reißen sich geradezu um die Ehre, dieses Angebot anzunehmen: Gegen eine kleine Gebühr gibt es eine Liste mit Ja/Nein-Fragen und nach der Auswertung ein Siegel in Gold, Silber oder Bronze, das man sich für ein Jahr ins Fenster kleben darf. Man gehört dann offiziell zu den besten 15 Prozent, 5 Prozent oder sogar 3 Prozent der Eismacherbranche. Bewertet werden Umwelt- und Klimafragen, CO2-Emissionsvermeidung, die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten sowie Ethik und Nachhaltigkeit. Nur, ob das verkaufte Eis gut ist und warum es den Gästen schmeckt, wird nicht bewertet.

Die Geschichte vom Eisladen ist natürlich konstruiert. Das Label hingegen ist echt. So echt, dass es jährlich erneuert werden muss – was selbstredend wieder eine kleine Gebühr kostet. Labelsysteme gibt es natürlich zuhauf, und viele davon sind unumstritten nützlich. Denken Sie nur an CE, TÜV, Bioland oder AOC-Siegel für bestimmte Lebensmittel. Dabei geht um Produktsicherheit, die Art der Landwirtschaft oder die Herkunft eines Produkts. Das Siegel, von dem gleich die Rede sein wird, ist anders.

Mindestens 460 Euro pro Jahr sind fällig

Die Idee, die zur Gründung von EcoVadis als kleines Startup im Jahr 2007 führte, war gar nicht so übel. Wie stellt man in einer weltweiten Lieferantenkette sicher, dass überall Mindeststandards in Umweltfragen und sozialer Verantwortung (Corporate Social Responsibility, kurz CSR) gelten? In der Selbstdarstellung von EcoVadis klingt das dann so:

„Wir glauben, dass Nachhaltigkeit in der heutigen anspruchsvollen Geschäftswelt eine wesentliche Quelle der Wertschöpfung ist. Unser Ziel ist es, die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in Kunden-/Lieferantenbeziehungen zu vereinfachen.“

Dass Monitoring und Auditing von Nachhaltigkeit gerade in Zeiten von CO2-Hysterie, Klimaangst und Ablasshandel sprudelnde Geldquellen sind, darf angenommen werden. Dabei fungiert EcoVadis gewissermaßen als Kasse hinter der Kasse, denn in fast allen geprüften Bereichen werden Maßnahmen und Standards abgefragt, die zu erfüllen Firmen ohnehin gesetzlich verpflichtet sind. Etwa den Nachweis einer bestehenden Krankenversicherung für Mitarbeiter zu erbringen, sollte keiner Firma in Deutschland schwerfallen, die nicht umgehend Besuch von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung bekommen will. Auch für andere von EcoVadis geprüfte Skills gibt es längst etablierte, verbindliche Normen, etwa die ISO 26000 für den ganzheitlichen Ansatz zur Corporate Social Responsibility oder VDI 4070 für nachhaltiges Wirtschaften in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die entsprechenden Zertifizierungen sind arbeits- und kostenintensive Prozesse, für die man bei der EcoVadis-Einstufung erneut bezahlt.

Über die direkten Kosten lässt EcoVadis seine Kunden nicht im Unklaren. Mindestens 460 Euro pro Jahr sind fällig, damit man überhaupt einen Fragebogen zur Einstufung erhält. Je nach Anzahl der Mitarbeiter können für die Pakete „Premium“ oder „Corporate“ mehrere tausend Euro pro Jahr fällig werden. Abgefragt werden zum Beispiel Mitgliedschaften in internationalen Initiativen wie GRI (Global Reporting Initiative), Global Compact* (als Unterzeichner), Maßnahmen zur CO2-Reduktion, Recycling-Quoten oder Arbeitssicherheit. Letztlich also Dinge, die hierzulande durch Umweltgesetzgebung, Arbeitsrecht und Berufsgenossenschaften ohnehin geregelt sind. Fragen wie „Bietet Ihr Unternehmen ein Sortiment von umweltfreundlichen oder ethischen Produkten an?“ sollen natürlich nicht als Aufforderung zum Greenwashing verstanden werden! Was „ethisch” oder „umweltfreundlich” bedeutet, hängt jedoch von sehr dehnbaren Definitionen ab.

„Bluewashing“ und „Greenwashing“ 

Nach der Auswertung der Antworten und der zum Beweis vorgelegten maximal 55 Dokumente (Vertraulichkeit wird zugesichert) erhält der EcoVadis-Kunde eine Bewertung und gegebenenfalls Tipps, wie sein Ranking weiter zu verbessern sei. Auffällig oft wird in diesen Empfehlungen die Zusammenarbeit beziehungsweise die Mitgliedschaft in bestimmten NGOs wie „UN Global Compact“* und „Carbon Disclosure Project (CDP)“ empfohlen, also rät man zu (verpflichtend) spendenfinanziertem und weitgehend unverbindlichem „Bluewashing“ im Rahmen der UN und zu „Greenwashing“ bei einer Rating-Datenbank, die renitente Firmen und Städte bei mangelhaftem Wohlverhalten schon mal auf einer langen „Declined to participate“-Liste einträgt.

EcoVadis stellt viele Fragen, die kaum über Selbstverständlichkeiten und Allgemeinplätze hinausgehen und deren Beantwortung mit „Nein“ für ein in Deutschland ansässiges Unternehmen entweder absolut undenkbar wäre, oder deren Nichtbeachtung im Alltag das Unternehmen schneller in die Pleite triebe als man „Insolvenz” buchstabieren kann. Hier einige dieser absurden Fragen, bei denen ich mir eine sarkastische Anmerkung (in Klammern) nicht verkneifen kann:

Menschenrechte? Nie gehört!

  • Welche Maßnahmen sind vorhanden bezüglich Abfallmanagement? (Bisher kippen wir unseren Müll einfach in die Landschaft. Aber nun werden wir natürlich spezialisierte Unternehmen mit der Entsorgung beauftragen. Ach halt, machen wir ja schon, weil wir es müssen!)
     
  • Welche Maßnahmen sind vorhanden bezüglich der Reduzierung des Energieverbrauchs und Treibhausgas-Emissionen? (In Deutschland ist der Strom so billig, dass wir stets alle Verbraucher auf Volllast laufen haben. Wen kümmert schon der Energieverbrauch!)
     
  • Hat Ihr Unternehmen eine Politik bezüglich Arbeitspraktiken und Menschenrechten? (Gewerkschaften sind bei uns verboten, die Typen von Berufsgenossenschaft, Ordnungsamt und Feuerwehr haben Hausverbot und die Arbeitssklaven in unserem Keller erklären einstimmig und schriftlich, dass es die reinste Freude ist, bei uns tätig zu sein.)
     
  • Welche Maßnahmen sind vorhanden, um Diskriminierung und Belästigung zu verhindern? (Wie jetzt? Hat man da eine Wahl? Ich dachte immer, der Gesetzgeber hätte da juristisch klare Regeln aufgestellt.)
     
  • Welche Maßnahmen sind vorhanden, um Korruption und Bestechung zu verhindern? (Wir lassen uns einfach nicht erwischen und die Kosten für Ablassbriefe, wie sie uns EcoVadis ausstellt, können wir sogar steuerlich geltend machen.)

Kommt einem Marktausschluss gleich

Die Frage des Nutzens stellt sich natürlich bei jedem Prüfverfahren, und es steht außer Zweifel, dass zumindest EcoVadis gut davon leben kann. 2007 hatte man als kleines Startup begonnen und ist nun Weltmarktführer bei Nachhaltigkeitsratings. Mehr als 55.000 Firmen nutzen diese Plattform. Das geniale Geschäftsmodell, NGO-Ratings für ganze Lieferketten quasi zum verpflichtenden Standard zu erheben, ohne die kaum noch ein Vertrag zustande kommt, darf man durchaus als eine Art sanften „Nudge” zur Konformität betrachten.

Und als Angebot, das man besser nicht ablehnen sollte. Was auf den ersten Blick als qualitätshebend und gute Sache erscheint, kommt am unteren Ende der Lieferkette, wo kleine und kleinste Firmen oder Markteinsteiger tätig sind, einem Marktausschluss gleich. Denn wer das Rating-Ticket bei EcoVadis nicht gelöst hat, bleibt von vielen Geschäften ausgeschlossen – man würde ja sonst die Nachhaltigkeitskette stören. Firmen, denen es aufgrund ihrer Größe leichter fällt, unproduktive Ressourcen für Zertifizierungen, Statistiken und Gedöhns vorzuhalten, haben hier klare Vorteile.

Ein Blick in die Liste der Referenzen von EcoVadis zeigt denn auch große Namen wie Nestlé, Johnson & Johnson, Heineken, Coca-Cola, Nokia, L’Oréal, Bayer, Alcatel-Lucent, ING Bank, Air France-KLM, Centrica/British Gas, BASF oder Merck. Kleine Unternehmen, die ohnehin unter der überbordenden deutschen und EU-Bürokratie ächzen, finden es hingegen vor allem oft nur schikanös und belastend, dass man ihnen solche zusätzlichen Zertifizierungen jenseits der Gesetzgebung aufs Auge drückt.

Doch Unmut wird nur hinter vorgehaltener Hand geäußert. Nach außen wird viel Wert auf Jubel und Freiwilligkeit gelegt und die „immensen Vorteile” des Systems betont. Auch via Google ist kein noch so vorsichtiges Wort der Kritik zu finden (nach Seite 30 in den Suchergebnissen habe ich aufgegeben), alle feiern nur ihre erfolgreiche Zertifizierung und verwenden dafür die immer gleichen Textbausteine. Auch jene Firma, die mir für diesen Artikel Fragen und Empfehlungen von EcoVadis vorlegte, will sich öffentlich lieber nicht über Sinn und Zweck dieses Ratings äußern. Man macht das alles zähneknirschend mit, um im Geschäft bleiben zu können und weil man als Zulieferer von großen Firmen wie den oben genannten gar keine andere Wahl hat. Wer in den Club will, zahlt die Eintrittsgelder und hält die Klappe.

Ein Filter für den Marktzugang

So betrachtet, wirkt diese Zertifizierung wie ein Filter für den Marktzugang, den man einfach passieren muss. Es handelt sich gewissermaßen um eine Kasse hinter der Kasse, die für die Prüfung des Kassenbons vom letzten Einkauf einen Obolus verlangt. Es genügt heute längst nicht mehr, sämtliche gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, die von Land, Bund, der EU, den Gewerkschaften und allerlei Verbänden aufgestellt wurden – und diese Hürden sind weiß Gott schon hoch genug. Man sieht sich zunehmend gezwungen, sich zusätzlich zu all dem noch Prüfungen wie durch EcoVadis zu unterwerfen. Freiwillig natürlich. Mich würde brennend interessieren, wie hoch man die Ressourcen in den Unternehmen insgesamt veranschlagen kann, die auf diese Weise für den Nachweis der Erfüllung von Standards aufgewendet werden müssen, die man ohnehin erfüllen muss. Warum also einmal berichten und dafür zahlen, wenn man zweimal berichten und doppelt zahlen kann?

Interessant wäre auch, zu erfahren, was die zahlenden Kunden der zertifizierten Firmen von EcoVadis Edelmetallbewertung am Ende haben. Für die Deutsche Bahn zum Beispiel reichte es im März 2019 nur noch für Silber (Nach Gold 2016. Schlechte Bewertung der „Ethischen Standards“ waren wohl die Ursache). Silber bedeutet immerhin noch, dass die Bahn zu den „Top 5% in der Branche Schienentransport“ weltweit gehört. Vermutlich ein schwacher Trost für die zahlreichen Bahnkunden, die unter mangelhaftem Service, Ausfällen und alltäglichen Verspätungen zu leiden haben. Aber es ist hier wie beim Eingangsbeispiel mit unserem Eisladen: das EcoVadis-Rating sagt alles mögliche aus, nur nicht, ob das Eis lecker ist und ob die Gäste mit dem Service zufrieden sind.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.

 

* Nicht verwechseln mit dem Global Compact on Refugees oder dem Global Compact for Migration. Dieser Global Compact behauptet von sich, Unternehmen weltweit auf Mindeststandards zu verpflichten, was sich die beteiligten „Unterzeichner” einiges an „Spenden” kosten lassen. Weil diese Standards vor allem aus warmen Worten und geduldigen Dokumenten bestehen und große Teile der Absichtserklärungen ohnehin längst in nationale Rechtsprechung eingeflossen sind, steht die Wirksamkeit dieses „Global Compacts” in der Kritik, nichts als „Bluewashing” zu betreiben, also durch UN-Nähe Bedeutung und Ansehen zu simulieren.

 

 

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Gabriele Klein / 18.10.2019

Dem Staat gebe ich die Note 6 in Energie Effizienz aus folgendem Grund: Nehmen wir an städtische Angestellte bräuchten im Schnitt X Arbeitsstunden um einen Reinigungsauftrag abzuwickeln durch Auftragserteilung durch die Stadt, welche, etwa 1.000 Einwohnern hätte. Wird die Arbeit der Auftragsabwicklung nun zwischen vielleicht 500 Anliegern aufgeteilt bedeutet dies von vornherein den 500 fachen Schrift-und Telefonverkehr, Auch wenn hier die Wirtschaft wie Krebszellen wächst wäre diese Arbeitsleistung vielleicht besser produktiv eingesetzt . Die die nun den Auftrag abwickeln haben das Risiko dass das Verdienst   für die Haftung konfisziert sofern sie es nicht nebenberuflich tun, was bei Bereitschaftsdiensten nicht geht D.h.  am besten bleibt man daheim und folgt dem Wetterbericcht. Alternativ könnte jede Hausnummer einen Wartungsdienst Energie und CO2 effizient aus 30 km Entferhnung anfahren lassen.  Aber der wiederum will kontrolliert sein, denn die Haftung fürs Endergebnis bleibt ..  Apropos Haftung wische ich mir verwundert die Augen: Wie kommt es eigentlich, dass der Bürger einerseits die Gewählten durch Wahl beauftragt d.h. . bevollmächtigt und somit für ihr Tun haftet, andrerseits diese nun hergehen und OHNE Auftrag die Haftung für das von ihnen verwaltete Gebiet an diesen zurückdelegieren, so daß dieser im Grund 2 mal haftet,, einmal als Steuerzahler für für Kosten der Fehler seiner Wahl und die damit einhergehende rechtliche Verteidiung der Gewählten   und dann noch direkt durch Rückdelegation der Haftung an jeden einzelnen Bürger ohne dass sich hierfür ein Auftrag ableiten lässt, denn der lautete ja einst genau gegenteilig. Erinnert mich an einen Prokuristen der,  unter Hinweis auf seine Vollmacht seine Aufgaben an den Geschäftsinhaber zurückdelegiert und ihn bei nicht Ausführen selbiger dafür in Haftung nimmt,,  rechtlich belangt u. ihm die Kosten hierfür in Rechnung stellt, ganz egal ob er das Verfahren gewinnt oder nicht.

Gabriele Klein / 18.10.2019

PS: Bin schon gespannt wie der Energiepass der E-Roller aussieht.  Von Barry Commoner, einem amerikanischen Grünen las ich einst das Buch The Powerty of Power und da argumentiert er da man bei jedem Umwandlungsprozess Energie verliert wäre es klug diese direkt zu nutzen. Z.B. Ofen statt Elektroheizung. Er plädierte in diesem Zusammenhang für einen elektronischen Nahverkehr unter der Voraussetzung vieler Passagiere pro Fahrzeug, aber sicherlich nicht für Elektro -Autos, oder noch schlimmer 1 Mann Elektrofahrzeuge wie Pedelec und E Roller.  Würde mich aber nicht wundern wenn am Ende der Energiepass des E Rollers mit einem Fahrer besser abschneidet in der Effizienz als das normale Auto das die Verbrennung direkt nutzt. Hier ist alles möglich

Gabriele Klein / 18.10.2019

Bravo für den Artikel, also das mit dem Silber für die Deutsche Bahn glaube ich jetzt eher nicht wenn ich die Berichte von Weitgereisten mir anhöre. Von den Asiaten höre ich immer wieder sowas was hier passiert wäre bei Ihnen undenkbar. Auch so mancher Schweizer amüsiert sich über die Diskrepanz zwischen dem Corporate Image und der Wirklichkeit.  Wenn man allerdings die 70er und 80er meint könnte die Aussage stimmen, Aber lang lang ists her. Ich stornierte erst vor ein paar Tagen eine Reise die ich liebend gerne gemacht hätte . Als ich nochmals in mich ging schien mir die Bahnfahrt vom und zum deutschen Flughafen viel zu riskant . Ich hätte, um das Risiko abzufangen selbst bei einer etwa 1 stündigen Bahnfahrt,  eine Hotelübernachtung am Flughafen einbauen müssen um wirklich den Abflug sicher zustellen und das bei An und Abreise ist mir einfach zuviel. Von daher versuche ich auf das Fernbus System auszuweichen. Leider gibt es Innerhalb Deutschlands keine Busse die den Fernverkehr von Stadt zu Stadt gut abdecken. Die Bahn scheidet für mich aus und ich werde vermutlich nicht mal mehr die Fahrkartenprämie nutzen. Auch meine Chefs entschieden sich immer mehr fürs Auto,. Sie konnten sich nicht darauf verlassen bei einer alles anderen als knappen Planung rechtzeitig zu wichtigen Konferenzen, Besprechungen etc. zu gelangen. Als Kunde ignoriere ich die Siegel schon lange. Vor allem das des BIO. Seit ich selbst einen Garten habe weiß ich dass die makellosen Bio Äpfel und Pflaumen nie und nimmer Bio sein können,  Mein eigenes Obst ist restlos Bio und von jeder Pflaume bleibt am Ende nur die Hälfte übrig denn sie sind restlos verwurmt. Gleiches gilt für firsch gepflanzte Äpfel. Wer wirklich Bio Obst will dem empfehle ich Quitten und die brauchen kein Bio Schild ob ihrer harten rauen Schale die jedem Insekt die Stirn bietet

Heiko Engel / 18.10.2019

@Tobias Kramer: Sehe mit Ihnen in eine Richtung. Durchaus nachvollziehbare Ansätze. Und genau da setzt meine Kritik an. Das Rückrad dieses Wirtschaftssystems sind nicht Großkonzerne, sondern Kleinbetriebe. Da werden Beschäftigungsverhältnisse geschaffen. Also Reduktion der staatlichen Drangsalierungen. Aber es ist unter den Verirrten attraktiver Sozialwissenschaften zu studieren und danach bei Starbucks zu arbeiten, als einen Handwerksbetrieb zu führen. Zuviele Abiturienten ergeben zuviele Studienabbrecher. Die Quote bewegt sich mittlerweile bei fast einem Drittel eines Jahrgangs.  Die Probleme beginnen im gesellschaftlichen Diskurs. Die Schule versäumt alles. Wir verlieren unsere Basis. Wir können nicht davon leben in der Sozialbehörde mit dem Becher Tee in der Hand den Tag stehend im Türrahmen vorüber gehen zu lassen. Allerdings sehe ich die Welt bedauerlicherweise auch in den Konzernkommunismus abstürzen. Perspektive fragwürdig. Das Schaffen substantiierter Berufsbilder, die auch zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung für das eigene Leben führen verhindern möglicherweise den Planet der Sklaven. Geruhsames Wochenende.

Karla Kuhn / 18.10.2019

Hervorragend Herr Puhlmann, genau SO war es. Der “Fünf- Jahresplan” war bereits erfüllt, noch ehe der Plan erstellt war. “Tja und da sind wir heute mit diesen “Kollektiven der ökologischen Klimareligion” wieder angekommen! Sogar noch eine Note schärfer. ”  Ja, und GENAU SO ist es !! Wenn ich lese, daß die Strompreise exorbitant steigen werden, ist das alles der ausufernden “Klimapolitik” den “Experten"der Regierung, die ja von einer Physikerin ? geleitet wird, zu verdanken. Die laufen lieber einer Grete, die ohne JEDE Kenntnisse, deren Gelabere vor allem in Deutschland auf fruchtbaren Boden fällt, als selber mal die Physik, Biologie und Chemie zu studieren, hinterher !! Daß´eben diese GRETE, die mit ihrem UNSÄGLICHEN Vortrag, den sie in den USA gehalten hat und damit KOLLEKTIV ALLE Menschen,  nicht nur Deutschland,  die u. a. auch für die GESAMTEN Hüpfer erst den Wohlstand erarbeitet haben, den sie selber als selbstverständlich sehen, aufs übelste beleidigt hat, diesen VORTRAG abgekupfert hat von einem 12 jährigen Mädchen von 1992, interessiert anscheinend weder Politiker noch Unterstützer !  Daß mit steigenden Strompreisen auch SEHR viele Produkte, sehr teuer werden, scheint vielen auch noch nicht klar zu sein. Dafür bekommen arme Rentner mit Grundsicherung ab Januar 2020 8 Euro ACHT !!  mehr.  DAS ist für mich eine SCHANDE.

Sanne Weisner / 18.10.2019

Solche Konzepte gibt es doch schon länger. Da schubbern sich quasi Briefkastenfirmen an die Realwirtschaft an, übernehmen deren Vertrieb und am Ende schuftet der Dienstleister nur noch für den Vertreiber seiner Ware. Heute tragen solche Firmen Namen wie Lieferando, Uber etc.. Früher nannte man es Verlegerwesen. Ist also letztlich schon ein sehr altes Konzept. Und es lebt vor allem heute von der Arschbreitsitzigen Bequemlichkeit des Smartphone-Zombies und in diesem Fall noch von der Doofheit der Pseudo-Umweltbewegten.

P. F. Hilker / 18.10.2019

In meiner Eigenschaft als Verbraucher habe ich noch nie auf so einen Quatsch geachtet und als Selbstständiger erst recht nicht. Wer’s nötig hat, soll’s tun.

Michael Puhlmann / 18.10.2019

@herbert binder @ Marcel Seiler Die Bezeichnung “Schutzgelderpressung” finde ich fast noch zu lau. In den ostdeutschen Betrieben gab es damals den Titel “Kollektiv der sozialistischen Arbeit”. Den hat jede “Brigade”, also jede Arbeitsgruppe bekommen, die irgendwie Teile der abstrusen Wunschziele der Partei-Planwirtschaft auf dem Papier erschwindelt hatte. Das brachte weder Nutzen noch Vorteil, das mußte nur einfach sein - gewissenermaßen als patriotisches Bekenntnis. Tja und da sind wir heute mit diesen “Kollektiven der ökologischen Klimareligion” wieder angekommen! Sogar noch eine Note schärfer. Die fehlgeleiteten Massen wollen es so und bezahlen es auch noch, denn es ist doch wohl am Ende sowieso immer der Kunde, der seinen Obulus für diesen Wahnsinn entrichten muß! Es ist ein Jammer! Und es ist höchst beängstigent und traurig bis gefährlich! Weil es keine nebensächliche, einfach abzutuende harmlose Idee mehr ist, sondern eine unbewiesene apokalyptische und irrsinnige Glaubenswahnvorstellung, die den technischen und technologischen Fortschritt der Menschheit nicht nur behindert, sondern ganau das bewirken kann, was sie vorgibt verhindern zu wollen.

Thomas Taterka / 18.10.2019

In der Mafia würde man sagen : ” Ganz legales Cash - Business .” Und dazu noch bargeldloser Verkehr . Also die Zukunft. Wem da nicht übel wird, der hat einen stabilen Magen. ( Oder überhaupt kein Vorstellungsvermögen! )    

Wilfried Düring / 18.10.2019

Bei der Durchsicht der Unternehmen in der ‘Straße der Besten’, die Sie auszugsweise veröffentlicht haben, bin ich über so illustre Namen gestolpert wie: Coca Cola, Nestle und Bayer. Coca-Cola und Nestle gelten bekanntlich als die absoluten ‘Frontschweine’ von nachhaltiger und gesunder Ernährung, weshalb die Produkte beider Firmen in jedem gut sortierten Bioladen die entscheidenden Umsatzbringer sind. Die Firma Bayer hat bekanntlich die Firma MONSANTO übernommen. Monsanto - das ist der InBegriff für nachhaltige und bäuerliche Landwirtschaft weltweit. Könnten Sie recherchieren, ob auch Monsanto (noch vor der Übernahme) für seine Produkte durch EcoVadis zertifiziert wurde? Vielleicht sind dem dämlichen Normalverbraucher die ‘umweltfreundlichen oder ethischen Produkte’ der Firma Monsanto nur nicht bewußt. Vielleicht gibt es ja inzwischen ein Art ‘Bio-Glyphosat’ oder ‘ökologische ‘Pestizide und Insektizide’? Sagen wir es mit einem Bonmot über den Sinn und Unsinn von Statistik: 90% aller von EcoVadis zertifizierten Firmen sind besser als der Durchschnitt! (was passiert wenn fast alle bedeutenden Firmen Ecovadis-Zertifikate haben ?)

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