Daniel Lischinsky, der Vater des im Mai 2025 zusammen mit seiner Freundin Sarah Milgrim ermordeten Yaron Lischinsky, spricht heute auf Vorträgen und in Interviews über den mörderischen Charakter der Judenfeindschaft. Wie kommt jemand dazu, sich eine Waffe zu besorgen, in ein Flugzeug zu steigen, zu einer Veranstaltung des American Jewish Committee (AJC) in Washington zu gehen und dort zwei ihm völlig wildfremde junge Menschen zu erschießen, von denen er annimmt, dass sie Juden sind? Das müsste ein forensischer Psychiater klären. Es war jedenfalls keine spontane Tat. „Free Palestine“ und „For Gaza“ würden selbst dann Vorwände und ebenso unglaubwürdige wie durchsichtige Rechtfertigungsversuche sein, wenn der Täter arabischer Palästinenser gewesen wäre und kein – wie in diesem Fall tatsächlich – christlich geprägter und in palästinasolidarischen, linksextremen Parteien sozialisierter Amerikaner.
Im freien Westen, wo eine solche Tat noch unverständlicher ist, gibt es hunderttausende Möglichkeiten, sich über die Fakten zum damals noch laufenden Gaza-Krieg zu informieren. Auch hier war die Berichterstattung oft durch und durch antisemitisch. Aber über eine Milliarde im Westen lebende Menschen kämen trotz gleicher Nachrichtenlage nicht auf die Idee, einen solchen Aufwand wie der Täter zu betreiben, um Menschen zu erschießen, die sie für Israelis halten. In halbwegs normalen Zeiten müssen die meisten Menschen Hemmschwellen überwinden, um ihresgleichen zu töten.
Dem Forensiker Frank Urbaniok zufolge lassen sich Persönlichkeitstäter von Situationstätern unterscheiden. Die Deutschen, die in den Konzentrationslagern mordeten, waren überwiegend Situationstäter, die ihre Grausamkeiten nur unter bestimmten Bedingungen und Umständen verübten, aber weder vorher noch nachher mordeten, während Persönlichkeitstäter aus bestimmten Motiven und Dispositionen Straftaten begehen. Welcher Kategorie der Mörder von Washington angehört, mag dahingestellt bleiben. Sicher aber ist, dass der Mord an Milgrim und Lischinsky im Mai 2025 ohne die Welle an Antisemitismus, die sich seit dem genozidalen Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 über die westliche Welt ergießt, schwer vorstellbar ist. Denn es ging und geht dabei bis heute nicht um das Leben arabischer Palästinenser in Gaza. Und noch nicht einmal um real existierende Juden und jüdische Israelis. Es geht um das uralte, modisch auffrisierte antijüdische Hirngespinst, von dem westliche Journalistendarsteller behaupten, dass es angeblich einen faktischen Kern habe.
Ein arabisch-palästinensischer Staat? Von den Palästinensern ausgeschlagen.
Oft ist im Hinblick auf die arabische Bevölkerung im Gaza-Streifen und im Westjordanland von einem palästinensischen Narrativ die Rede, obwohl es sich seit über sechzig Jahren eigentlich nur um aneinandergereihte Propagandaparolen, -filme und -fotografien handelt. Ein Narrativ müsste selbst in der Sozialwissenschaft wenigstens eine sinnstiftende Erzählung abgeben, eine Erfolgs-, Verfalls-, Ab- oder Aufstiegsgeschichte sein, die vielleicht nicht einmal real sein müsste, aber zumindest faktische Elemente enthalten sollte. Es gibt natürlich auch die christliche Passionsgeschichte, die man ebenfalls als Narrativ bezeichnen kann. Und an dieses Narrativ knüpft das viel beschworene „Leid der Palästinenser“ an, abwechselnd mit dem des heroischen Kampfs sowohl um „Freiheit“ und „Unabhängigkeit“ als auch um den Sieg der koranisch-islamischen Ordnung, den schon der unter den arabischen Staatschefs der angrenzenden Länder unbeliebte Haj Amin al-Husseini, der Mufti von Jerusalem, gemeinsam mit Adolf Hitler gegen die Juden und den Westen geführt hat.
Ab Ende der fünfziger, vor allem in den sechziger Jahren traten dann Jassir Arafat und nach ihm Mahmud Abbas sowie die Hamas an seine Stelle. Mit Realität und faktischer Geschichte hatten und haben diese arabisch-palästinensischen Kriege und Kämpfe mit ihrem wahnhaften Todeskult nicht das Geringste zu tun. Ein arabisch-palästinensischer Staat? Wäre 1937, 1947, 1967, 1977, 2000 oder 2008 möglich gewesen und wurde von den arabischen Palästinensern ausgeschlagen. Rückzug der Israelis aus den vermeintlich „besetzten“ Gebieten? Im Gaza-Streifen leben seit 2005 keine Juden mehr, im in drei Zonen aufgeteilten Westjordanland nur noch in einem der drei Teile. Und: Palästina und arabisch beißt sich, weil der erste Begriff europäisch (griechisch-lateinisch) ist und der zweite praktisch keinen erkennbaren Unterschied zur umgebenden arabischen Welt aufweist, weder sprachlich noch kulturell. Es ging und geht damals wie heute um die Vernichtung der Juden und des Staates Israel. Auch, man darf die Wirkung dieser symbolischen Ersatzhandlung auf die Anhänger nicht unterschätzen, weil es das einzige erreichbare Ziel zu sein scheint. Der Holocaust hat stattgefunden. Die Vernichtung Israels wäre seine Wiederholung oder Vollendung.
Ich stelle nicht in Abrede, dass ein Teil der arabischen Bevölkerung in Gaza und im Westjordanland leidet, aber ich bestreite, dass der Grund dafür Israel ist. Ich hoffe und wünsche, dass die genannte arabische Bevölkerung eines Tages in Würde und Frieden leben wird, aber ich fürchte, dass sie dafür erst den „Palästinenser“-Unfug, der eine Erfindung des sowjetischen KGB gewesen ist, aufgeben muss. Ein Volk bzw. eine Ethnie im modernen nationalstaatlichen Sinn ist ein sich wirtschaftlich, sozial und politisch selbst organisierendes Gemeinwesen. Davon kann bei den „Palästinensern“ keine Rede sein. Und es ist nicht der Staat Israel, der die „Palästinenser“ daran gehindert hätte, ein Volk zu werden.
Nach dem 7. Oktober: Welle an globaler Juden- und Israelfeindschaft statt Empathie und Solidarisierung
Seit 1949 lebt die arabische Bevölkerung von internationalen Hilfsgeldern, von Zuwendungen aus anderen arabischen Staaten, aus der Sowjetunion samt Ostblock, aus dem Iran und von einem kleineren Teil an Einkünften u.a. aus dem Drogenhandel, also aus kriminellen Geschäften. Seine Politik bestimmt eine kleine Handvoll (national)sozialistischer und islamistischer Funktionäre, die über die Verteilung sämtlicher Hilfsgelder bestimmen, sie für das eigene Luxusleben und zum Terrorkampf gegen Israel und den Westen zweckentfremden. Schon deshalb würde ein sogenannter Palästinenserstaat, den ich völlig unabhängig von Israel für ein aussichtsloses Unterfangen halte, als erstes der arabisch-palästinensischen Bevölkerung selber schaden. Eine Zwei-Staaten-Lösung ist seit 2008 endgültig vom Tisch. Weil die arabischen Palästinenser sie von Anfang an, also seit 1937, nicht wollten. Ihr Handeln, Tun, Streben und Ziel bestand immer nur darin, zu verhindern, dass ein jüdischer Staat entsteht und als Israel gegründet worden war, es zu zerstören!
All das sind leicht zu beschaffende Informationen, die auch dem Mörder von Milgrim und Lischinsky zugänglich waren. Weil er, seiner antisemitischen Weltdeutung entsprechend, Israel dämonisieren wollte und inzwischen wahrscheinlich noch viel vehementer will, um seinen Mord vor sich selber zu rechtfertigen, hätte es vermutlich wenig genutzt, ihn über die Fakten aufzuklären. Inzwischen liegen noch mehr davon auf dem Tisch und zwar gut belegt: Es gab in Gaza nie eine Hungersnot, immer mehr vermeintliche arabische Kriegsreporter, die den Sender „Al Jazeera“ in Katar rund um die Uhr mit gefälschten Erzählungen und gestellten Bildern belieferten, Ärzte, Pflegepersonal etc. erweisen sich als Mitglieder der Hamas und anderer Terrororganisationen, und die zwar entschieden geschwächte, aber leider noch vorhandene Hamas mordet unter der arabischen Zivilbevölkerung munter weiter, so, wie sie es schon immer getan hat – vor, während und nach dem zweijährigen Einsatz der IDF im Gaza-Streifen, aus dem heraus am 7. Oktober 2023 Israel mit einer blutigen Mordorgie und Geiselentführungen angegriffen wurde. Von der Hamas, vom Palästinensischen Islamischen Dschihad, von Gazaner Zivilisten und später im Norden Israels auch von den Raketen der Hisbollah.
Zur Folge hatte das nicht etwa die weltweite Empathie und Solidarisierung mit Israelis und Juden, sondern eine bis dahin beispiellose und bis heute anhaltende Welle an globaler Juden- und Israelfeindschaft, die sich besonders auf den Straßen, in den Universitäten und auf den Kulturfestivals westlicher Städte austobte und als verbale Breitseite selbst in den Institutionen der UNO zu vernehmen war. Die Aussicht, dass am 20. September 2026 die Antisemitenpartei von heute, die Partei die LINKE, stärkste Kraft in Berlin werden könnte, der Stadt, in der einst die Ermordung der europäischen Juden geplant und angeordnet worden war, macht Angst. Im Schlepptau hat die Islamlinke schließlich den politischen Islam.
Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog von Sylke Kirschnick.
Beitragsbild: Tasnim News Agency, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Das Problem sind nicht Situationstäter und wohl auch nur bedingt Persönlichkeitstäter, so wie im Text kurz beschrieben, sondern Überzeugungstäter. Der Konflikt zwischen den abrahmitischen Religionszweigen ist in deren heiligen Schriften angelegt und bedarf nur einer bewusst falschen Auslegung durch die berühmten „falschen Propheten“ und es geht los. Wer oder was sind „falsche Propheten“? Alle die, die sich einen weltlichen Vorteil aus der absichtlichen Fehlauslegung versprechen. Da geht es meist um Geld wie damals im Zweiten Weltkrieg, oftmals aber auch um Gebietsansprüche wie im Nahen Osten. Das eigentlich dumme ist nicht der abrahamitische Religionskonflikt selbst, sondern dass sich die bewussten Fehldeutungen der „falschen Propheten“ in der Gesellschaft langfristig festfressen und man sie kaum noch wieder aus den Köpfen bekommt. Et voila: der institutionalisierte Antisemitismus erklärt sich von selbst. Eigentlich war Israel ja mal als sichere Heimstätte für Juden gedacht, damit die Fehldeutungen der „falschen Propheten“ an dessen Landesgrenze halt machen. Das hat bis heute nicht funktioniert, weil Israel immer noch eine ins Umland ausfransende Baustelle ist und Abhängigkeiten in andere Länder mit vorwiegend anderen Zweigen der arbahamitischen Religionen bestehen. Das muss man auflösen und das Problem löst sich mit auf.
@Thomas Poth „Aller politischer Schrott aus Deutschland wurde in Berlin in die Wiege gelegt!“
Wo war denn der Sitz der NSDAP ? In München!
Nur ein Beispiel, das zeigt, dass Sie einige Defizite in Geschichte noch aufarbeiten müssten.
@ Hans-Joachim Gille
Von Herbert Wehner, der 3000 Deutsche ermorden ließ, wie sie schreiben, den Bogen zu „ Jesus war lupenreiner Nationalsozialist & Rassist, ..“ zu kriegen, ist für sie sicher eine Kürübung der Rabulistik und suggeriert irgendwie Größe, ist für mich aber nicht wirklich nachvollziehbar?
Gut, dem Christentum wurde schon früher unterstellt, das sei eine Art des Sozialismus, allerdings fehlt mir auch hier der Anhaltspunkt, was denn genau vergesellschaftet worden ist?
„Sozialismus“ ist wie der „Nazi“ ein Totschlagargument in gewissen Kreisen. Allerdings lange nicht so wirksam, denn die Regierungsparteien wissen sehr genau, daß das 3. Reich nicht sozialistisch war. Das war ein Monopolkapitalismus, ganz ähnlich dem in China heute, nur ohne Plan, eine wilde Befehlswirtschaft, die bloß einen unwirtschaftlichen Flickenteppich erzeugt hat.
Sie gehen auch mit großer Leichtigkeit über Tatsachen hinweg, z.B. darüber, daß der „Sozialismus“ in „NSDAP“ ein absichtliches Täuschungsmanöver war, um die Arbeiter von der KPD wegzukriegen. In den Parteien wissen das alle, deshalb droht von ihnen keine Gefahr.
Daß die Weimarer Republik von Arbeiteraufständen geschüttelt war, sollten sie wissen, blenden sie aber gekonnt aus. Weil sie sonst auf falschen Seite herauskommen würden.
Stalin war der Vater der Sozialistischen Sowejtrepubliken (SSR) und ein Förderer der „Volkssouvernität“. Das heißt, nach Sachlage war der Real existierende Sozialismus (Honecker) in der DDR auch ein real existierender Nationalsozialismus. Die SED hat die Privatwirtschaft vollkommen unter staatliche Kontrolle gebracht, indem sie die Firmen vergesellschaftet hat.
Kein großer Wurf wegen dem Mangel an Überblick. Leider. Deshalb finden die Debatten kein Ende. Was ist zu tun? Und ohne Ende gibt es keine rechten Anfang.
Na gut, man darf sie als Nazi beschimpfen, aber eine Lösung für die gesellschaftliche Irrfahrt ist das ja gerade nicht?
Das sind ganz schön schwere Anschuldigungen, die sie hier verbreiten.
„Es gab in Gaza nie eine Hungersnot, immer mehr vermeintliche arabische Kriegsreporter, die den Sender “Al Jazeera„ in Katar rund um die Uhr mit gefälschten Erzählungen und gestellten Bildern belieferten, Ärzte, Pflegepersonal etc. erweisen sich als Mitglieder der Hamas und anderer Terrororganisationen, und die zwar entschieden geschwächte, aber leider noch vorhandene Hamas mordet unter der arabischen Zivilbevölkerung munter weiter, so, wie sie es schon immer getan hat. “
Können Sie das auch belegen? Oder weiß man das einfach? Ich glaube nicht, daß sie die Lösung sind.
Das ist mir auch zu mühselig, solche Texte zu durchleuchten. Sie sind ein Produkt der Umstände und suchen sich den Widerstand, für den sie die meiste Rückendeckung bekommen.
Sie gießen nur Öl ins Feuer und am Ende fühlen sie sich für nichts verantwortlich.
noch Fragen?
140 Todesopfer an der Berliner Mauer 1961 – 1989
1.
Flüchtlinge,
die zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer erschossen wurden, verunglückten oder sich das Leben nahmen; Menschen ohne Fluchtabsichten aus Ost und West, die im Grenzgebiet erschossen wurden oder verunglückten:
Name geboren gestorben Todesumstände
*beF = bei einem Fluchtversuch
1 Ida Siekmann 23.08.1902 22.08.1961 beF tödlich verunglückt
2 Günter Litfin 19.01.1937 24.08.1961 beF erschossen
3 Roland Hoff 19.03.1934 29.08.1961 beF erschossen
.
.
https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/
.
.
129 Lutz Schmidt 08.07.1962 12.02.1987 beF erschossen
130 Ingolf Diederichs 13.04.1964 13.01.1989 beF tödlich verunglückt
131 Chris Gueffroy 21.06.1968 05.02.1989 beF erschossen
132 Winfried Freudenberg 29.08.1956 08.03.1989 beF mit einem Ballon tödlich verunglückt
2.
DDR–Grenzsoldaten, die durch Fahnenflüchtige, Kameraden, Flüchtlinge, einen Fluchthelfer oder einen West-Berliner Polizisten getötet wurden:
Name geboren gestorben Todesumstände
133 Jörgen Schmidtchen 28.06.1941 18.04.1962
Von einem fahnenflüchtigen NVA-Offiziersschüler erschossen, der ebenfalls getötet wurde
134 Peter Göring 28.12.1940 23.05.1962
Von einem Querschläger aus der Waffe eines West-Berliner Polizisten tödlich getroffen
135 Reinhold Huhn 08.03.1942 18.06.1962
Von einem West-Berliner Fluchthelfer erschossen
136 Günter Seling 28.04.1940 30.09.1962
Von einem Grenzsoldaten versehentlich erschossen
137 Siegfried Widera 12.02.1941 08.09.1963
Von Flüchtlingen niedergeschlagen und an den Verletzungen gestorben
138 Egon Schultz 04.01.1943 05.10.1964
Von einem Grenzsoldaten versehentlich erschossen
139 Rolf Henniger 30.11.1941 15.11.1968
Von einem flüchtenden Volkspolizisten erschossen, der ebenfalls getötet wurde
140 Ulrich Steinhauer 13.03.1956 04.11.1980
Von einem fahnenflüchtigen Grenzsoldaten erschossen
Wenn diese Antisemitenpartei stärkste Kraft wird, ist hoffentlich auch „Heil Hit…“
und andere Parolen von damals in Berlin wieder erlaubt und wird nicht mehr bestraft.
Bei Demonstrationen darf Vernichtung von Juden auch schon wieder ohne Strafe
gefordert werden („Juden ins Gas“ usw.).
Beides ist dieselbe Ideologie, damals wie heute.
„Im Schlepptau hat die Islamlinke schließlich den politischen Islam“. Bis die Islamlinke dahinterkommt, dass der polit. Islam nicht ihr Freund ist, wird es zu spät sein. Diese links-pro-dschihadistische Ideologie und die im Konkreten (Schlepperei, Pro-Asylbewerber-Propaganda und Durchsetzung weiterer Privilegien für „Geflüchtete“ und natürlich für die eigene „N“GO an ihr orientierten „N“GOs sind tatsächlich das größte Problem für Gesellschaften wie die deutsche, wo Antisemitismus zumindest nicht mehr einschränkungslos akzeptiert wird und wo, sofern ich richtig informiert bin, sogar die meisten Rechtsextremen keinen offen völkermörderisch ausgerichteten Antisemitismus mehr dulden. Damit will ich natürlich nicht die echten Rechtsextremen loben, sondern nur feststellen, dass die meisten von ihnen weniger gefährlich als die Hamas-Linke sind. Zur Problematik gehört, dass viele gemäßigte Linke zwar selbst (trotz naiver Aufnahme der Hamas-Propaganda) die Juden nicht schon dafür ablehnen, dass sie überhaupt Juden sind, aber den dschihadistischen. Antisemitismus als Folge der israelischen Politik entschuldigen, und den Problembereich Antisemitismus hier in Deutschland auf die AfD, vereinzelt sogar auf die Union projizieren. Wer Problemfelder auf Nichtbeteiligte projiziert, kann die Probleme unmöglich so verstehen, wie sie sind. Einige wenige Antisemiten in der AfD, die sich dort nie lange durchsetzen können, ändern nichts daran, dass ihre Partei nicht antisemitisch eingestellt ist. Die gemäßigte Rechte im modernen Westen fühlt sich den Juden nicht hoffnungslos unterlegen, da entstehen selten Ressentiments. Bei sehr vielen Linken und allen politisch-islamischen Akteuren ist es anders; sie beneiden die Juden um deren Kultur und angebliche oder echte Intelligenz. Weil der Neid strikt kollektiv ausgerichtet ist, spielt keine Rolle, welche Juden an jeder Intelligenz und Kultur garantiert unschuldig sind.