Ein altbekanntes Sprichwort lautet: “Der Täter kehrt immer wieder an den Tatort zurück!” oder “Es mag sein noch so versponnen, es kommt doch alles an die Sonnen!”
Mit zunehmendem Abstand zu den Vorgängen zum diesjährigen Israeltag in Leipzig kommt langsam aber sicher Leben in die Sülze, und aus einer “Anzeige gegen Unbekannt” könnte demnächst womöglich eine gegen offenbar notorische Israelhasser mit und ohne Migrationshintergrund werden.
Am gestrigen Tag sollten Schüler einer neunten Klasse im Englischunterricht stereotype Vorurteile gegen bestimmte Völker bildlich bzw. zeichnerisch illustrieren. Bei dieser Gelegenheit kam auch ein hübsches Vorurteil gegenüber Juden bzw. Israelis zum Vorschein, denn zwei Schüler zeichneten, vermutlich unbewußt jedoch in etwa im Stile des wohlbekannten “Stürmers”, einen feisten, krummnasigen Juden bzw. Israeli, der seinen palästinensischen Kettenhund vor sich hertrieb und mit Schlägen bzw. Waffen traktierte.
Die entsetzte Englischlehrerin suchte danach im Lehrerzimmer mit Mühe die Fassung zurückzugewinnen und versuchte die in solchen Situationen sehr beliebten Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer um Rat und Hilfe zu bemühen. Leider Gottes waren die meisten schon auf dem Weg ins wohlverdiente Wochenende. Dennoch wird das Ganze in der kommenden Woche wohl ein Nachspiel haben.
Mal sehen, wie eine Schule, die sich viel auf das möglichst tolerante Miteinander verschiedener Kulturen zu Gute hält, mit diesem Problem in ihren eigenen Reihen umgeht…
Die mögliche Palette reicht dabei von einem eher verharmlosenden “Die armen, vernachlässigten Kids, sie wollten doch nur spielen!” über “Hier geht es doch um Meinungsfreiheit bzw. durchaus legitime Israelkritik!” bis zur möglichen Verhängung mehrerer “Sozialstunden am Nachmittag” nach Unterrichtsschluß.
Wer dagegen der Ansicht ist, in diesem Fall könne es sich womöglich um einen eklatanten Fall von Volksverhetzung handeln, der ist schief gewickelt, denn schließlich haben die Juden bzw. Israelis bis heute nicht die richtigen Lehren aus jener “moralischen Besserungsanstalt” namens Auschwitz gezogen und behandeln die Palästinenser heute so, wie sie selbst einst von den Nazis behandelt wurden. Und daß es bis heute in Eretz Israel offenkundig keine Gaskammern gibt, ist nur ein “kleines Detail der Geschichte”, denn was nicht ist, das kann schließlich noch werden.
“Wehret den Anfängen!”