Kein Zweifel, die Ampel hat fertig. „Neuwahlen!“ schallt es durchs Land, aber was würden die angesichts der aktuellen Umfrageergebnisse bringen, so lange die „Brandmauer“ steht und die WerteUnion sich noch nicht als Partei gegründet hat?
Hat die Ampel der Lust und Liebe den Bogen überspannt? Noch nie in der Geschichte Gesamtdeutschlands hat die Bevölkerung derart massiv gegen eine Bundesregierung aufbegehrt, noch nie war eine Regierung bei ihren Wählern und Nichtwählern nicht nur unbeliebt, sondern regelrecht verhasst wie diese. Tausende Traktoren nicht nur auf den Berliner Straßen sind da nur das sichtbare Zeichen der Diskussionen, die bei Stammtischen, Familientreffen und Cafébesuchen, aber auch in den sozialen Medien stattfinden.
Die Ausdrucksweisen und Bandagen werden dabei immer härter, je länger sich die Mannschaft um Olaf Scholz im Regieren übt. So gesehen, war der Graben um den Reichstag eine der besseren Entscheidungen der Regierenden. Gründe hierfür gibt es viele, ob es um idiotische Vorschriften, ideologisch getrieben Wahnsinn oder die offensichtliche Dummheit des Spitzenpersonals aus Schulabbrechern, Minderleistern, Karrieristen, Plagiatoren, Lügnern und Heuchlern geht. Wie oft genug und lange genug auf der Achse und anderswo liebevoll dokumentiert.
„Neuwahlen“ schallt es durchs Land, an allererster Stelle von Friedrich Merz und seinen Kollegen, die sich im Ahrtal um diese Regierungsperiode gegrinst haben – was aber so charmant daherkommt, wird im Grunde nichts, aber auch gar nichts ändern, so leid es mir für die frustrierte Bevölkerung dieses ochlokratisch regierten Landes tut. Das Zauberwort heißt „Brandmauer“, und die Union war dumm genug, sich von Rot-Grün vor diese stellen zu lassen.
Keine Wende mit Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün
Aber spielen wir es doch einmal durch. In der letzten Sonntagsfrage vom 09.01.2024 hatten wir laut INSA folgende Zahlen:
SPD: 16%, Union 32%, Grüne 12%, FDP 5%, AfD 23%, Linke 4%.
Wir rechnen durch: Es gingen, sofern die Brandmauer aus Beton und nicht Styropor ist, lediglich Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün, mit etwas Glück wäre die FDP mit im Regierungsboot. Hand aufs Herz, liebe Leser: Glauben Sie, eine Verschärfung des Asylrechts und eine Senkung des Bürgergelds wäre mit der vereskenden SPD zu machen? Oder Schwarz-Grün würde eine Habeck‘sche Energiewende rückwärts mittragen? Merz wäre zwar Kanzler, aber eine CDU in der Regierung wäre für die Sozis soft und anschmiegsam, wie ein Blick auf die Berliner CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner zeigt. Und wie Merkel so lange bewiesen hat.
Hinzu kommt das Spitzenpersonal: Merz mag als Kanzler gerade noch so durchgehen, aber was passiert dahinter? Die Grünen würden mit Sicherheit das Außen-, Wirtschafts- und Umweltamt behalten wollen, eventuell würde Baerbock das Außenministerium abgeben – aber dann könnte das Amt an Ricarda Lang oder sogar Claudia Roth gehen. Wollen Sie das? Selbst, wenn Habeck übernähme (unrasiert und ungeduscht in Jerusalem), wer wäre inkompetent genug, ihm bei den Grünen nachzufolgen? Tessa Ganserer? Die Personaldecke bei den Grünen ist dünner als ein Kaftan in der Sahara.
Oder Schwarz-Rot: Scholz wäre beleidigt und würde kein Amt mehr bekleiden, hurra. In der linken Ringecke lauert aber Saskia Esken, die mit dem Sexappeal einer Handarbeitslehrerin durchaus das Bildungsressort übernehmen könnte. Oder Schlimmeres. Vielleicht würde Kevin Kühnert da als Außenminister eine schlechte Figur machen, schlechter jedenfalls als Jens Spahn. Nancy, die Ungewollte, könnte sogar Innenministerin bleiben, es will sie ja sonst auch niemand. Nicht in Hessen, nicht anderswo. Okay, Pistorius darf bleiben. Der ist eingearbeitet und gibt sich wenigstens Mühe.
Mit diesem Personal ist kein Staat zu machen
Und bei der Union? Spahn, Dobrindt, Söder, und mit Wüst eventuell ein weiterer Merkelianer. Wer sonst wäre da auch nur ansatzweise ministrabel? Die ganzen Figuren fielen schon zu Merkels Zeiten durch die Kulissen und vor allem durch Geschmeidigkeit und „Maul halten“ auf. Sie sehen das Problem? Mit den Figuren aus den genannten Parteien ist definitiv „kein Staat“ zu machen. Wenn dem aber so ist, dann können wir auch die derzeitige Regierung noch zwei Jahre weiterkaspern lassen. Es macht wirklich keinen Unterschied. Die Ahnungslosen werden immer noch auf der Regierungsbank sitzen, mögen sich auch die Köpfe ändern, der gleiche leere Inhalt bliebe.
„Jahaaa“, werden Sie sagen, „aber, aber wenn Weidel als Kanzlerkandidatin anträte und über 50 Prozent holen würde, was dann?“ Ja, was dann? Abgesehen davon, dass dies die Zahlen der Sonntagsfrage nicht hergeben, so hart das klingen mag: Ich sehe derzeit keinen Trend, dass es die AfD über 30 Prozent schaffen könnte. Besten- und schlechtestenfalls würde eine Alice Weidel die AfD zur stärksten Kraft führen, wenn sie Stimmen von den anderen Parteien – insbesondere der Union – ziehen kann. Drehen wir es also einmal um: Kanzlerkandidat Merz bezeichnet in einem Interview versehentlich Merkel als die beste Kanzlerin, die Deutschland je hatte (was im Grunde stimmt – sie war schließlich auch die einzige Kanzlerin, die Deutschland je hatte), und das kostet ihn bei der Wahl satte 13 Prozent, die rüber zur AfD wandern.
Weidel führt nun also die offiziell stärkste Partei in den Bundestag mit tollen 32 Prozent. Und jetzt? SPD und Grüne werden sich eher entleiben, als mit der AfD zu koalieren, wie die umgekehrt ja auch, die FDP ist eventuell sogar raus. Sehr wahrscheinlich sähe sich Weidel einer Phalanx aus Union, SPD und Grünen gegenüber, wieder mit Merz, jetzt als Kanzler der Super-Koalition. Was hat Deutschland jetzt gewonnen? Außer Merz als Kanzler, von dem noch die Frage wäre, ob das wirklich ein Gewinn wäre. Auch hier käme Merz nämlich nicht an seinen Koalitionspartnern vorbei, die ihn fast so inbrünstig wie die AfD hassen. Merz dürfte in dieser Konstellation maximal die vegane Speisekarte des Bundestages umgestalten.
Die AfD wird ewig Oppositionspartei bleiben
Sie können es drehen und energiewenden, wie Sie wollen: So lange dieser Brandmauerquatsch durch die Gegend wabert, wird es niemals eine AfD-Kanzlerin geben, da mag sie noch so gut aussehen, intelligent und lesbisch sein. Außerdem kommt Weidel ja nicht allein, sondern hat jede Menge seltsame Typen im Schlepptau: Plötzlich müssten wir darüber nachdenken, ob ein Tino Chrupalla, ein Björn Höcke oder, der Oberkracher, ausgerechnet Maximilian Krah ministrabel wären. Haldenwang und der Verfassungsschutz könnten gar nicht so viele Überstunden machen, wie sie bräuchten. Vergessen Sie’s. Die AfD wird ewig Oppositionspartei bleiben. Aber selbst wenn… Wenn Wüst morgen im Lotto gewönne und sich nach Abu Dhabi zurückzöge und ein aufatmender Merz die „Brandmauer“ einrisse: Die AfD als Koch und die Union als Kellner? Glauben Sie an so etwas? Tatsächlich aber, so weh mir das persönlich tut, glaube ich, dass nur eine Union/AfD-Koalition eine echte Änderung bewirken könnte. Nur kann sich die AfD eben nicht von den ehemaligen und noch lebenden „Flügelianern“ trennen – und dann haben Sie da Leute hocken, die Kalbitz so schlecht nicht fanden und Putin so schlecht nicht finden. Das wäre Pech, für Selenskyj.
„Jaaaa“, werden Sie jetzt sagen, „aber what about Wagenknecht-Partei?“ Die kann froh sein, wenn sie es als Partei der sozialistischen Anfänger mit weiblichem Antlitz über die 5-Prozent-Hürde schafft, und selbst wenn Hans-Georg Maaßen jetzt die Werte-Union als Partei auf den Wahlzettel bringen würden, bekämen sie zum einen bis zum Wahltermin eher nicht die virtuellen Social-Media-PS auf die reale Straße (Stichwort „Unterstützerstimmen“), und falls doch (dazu brauchen sie übrigens, ebenso wie die gute Sahra, Geld. Viel, viel Geld), werden sie wahrscheinlich mit Anlauf gegen die 5-Prozent-Hürde schallern. Bis also eine Werte-Union den Gap zwischen Union und AfD schließen kann, reden wir über einen Zeitraum von wenigstens zwei Legislaturperioden – in denen die Werteunion sich gegen Framing und Beschimpfungen wird wehren müssen, keine „AfD-Light“ zu sein. Ich wünsche dabei viel Vergnügen und bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis Maaßen mit Hitlerbärtchen virtuell durchs Netz gejagt wird.
Bitte schlagen Sie mich nicht, liebe Leser: Ich bin nur der Überbringer der Botschaft.
Thilo Schneider, Jahrgang 1966, freier Autor und Kabarettist im Nebenberuf, LKR-Mitglied seit 2021, FDP-Flüchtling und Gewinner diverser Poetry-Slams, lebt, liebt und leidet in der Nähe von Aschaffenburg.

Genau das ist das Dilemma: Solange die Brandmauer existiert, sieht RotGrün keinerlei Anlass, die eigene Politik zu ändern. Und deshalb werden sie weitermachen wie bisher. Also muss sich „das Volk“ andere Kampfformen einfallen lassen.
@Wilfried Düring: Das Regime hat es gar nicht mehr nötig, Wahlen zu verbieten. „Geheimplan gegen Deutschland“! Es geht los! Das Wahljahr 2024 hat begonnen, und die Bataillone der Regime-Journaille begannen ihre Hetz- und Lügen-Kampagne, wie sie die Welt garantiert bisher nie gesehen hat und die sich weder Autoren noch Kommentatoren der Achse, nicht mal gelernte DDR-Bürger, auch nur ansatzweise vorstellen können. Der „Geheimplan Deutschland“ wurde auf einem Treffen Ende 2023 zwischen AfD-Politikern, Wirtschaftsvertretern und bekannten „Nazis“ bei Potsdam (der Mainstream verweist „vielsagend“ auf die Nähe des Ortes zur Wannsee-Villa) beschlossen und regelt die künftige „Deportation“ von „Migranten“ (diesmal anstelle der Juden) aus D nach …. ??? (Auschwitz war dann im Moment wohl doch noch zu viel „des Bösen“). Der deutsche Michel erschaudert und wird, angefangen von den „werktätigen Massen“, über Unternehmenslenker, Kunst- und Kulturschaffende bis hin zu Kindergarten-Kollektiven und Kaninchenzüchter-Vereinen in täglichen, ganzseitigen Anzeigen und Sondersendungen des Staatsfunks das sofortige AfD-Verbot fordern. Und mitten in die Forderungswelle platzen täglich neue „Ungeheuerlichkeiten“ der „gesichert rechtsextremen AfD“, so dass sich das Regime schließlich „dem ungeheuren Druck der besorgten Menschen“ beugen muss. Was soll es machen, es handelt ja schließlich im Auftrag seiner Wähler und muss entsprechend Amtseid Schaden von ihnen, und ganz nebenbei auch von sich, abwenden.
Na ja, es geht es hier doch weniger um eine Umgestaltung der politischen Landschaft. sind wir ehrlich: Deutschland ist am Arsch. Merkel und jetzt rotgrün als Turbo-Katalysator haben dieses Land vernichtet. Kulturell, wirtschaftlich und auch ethnisch. Da ist nix mehr zu retten, selbst wenn eine AfD eine verfassungsändernde 2/3 Mehrheit bekäme. Im Grunde müssten jetzt alle grün wählen, damit die ernten was sie gesät haben. Denn wenn eine irgendwie konservativ geartete Regierung an die Macht käme und den Insolvenzverwalter für Deutschland spielen müsste, würde es die rotgrüne Journaille einfach so framen, dass eben die Schuld sind, weil sie den „grünen Erfolgskurs“ verlassen haben.
Um was es geht ist doch eigentlich nur den Pilatus geben: ich wasche meine Hände in Unschuld, habe nie grün gewählt. Schließlich muss man die Würde vor den eigenen (ausgewanderten – ein Leben hier ist dann nicht mehr möglich) Enkeln bewahren.
Was aber passieren wird: die neue Maaßen-Partei wird die CDU pulverisieren wie einstmals die Democrazia Cristiana in Italien. Zumindest im Osten, und darauf kommt es ja erstmals an, wird die der CDU genug Stimmenanteile abnehmen. Zumal bei dem sich abzeichnenden Profil (wirtschaftsliberal und gesellschaftlich konservativ) auch genug Zufluss aus der Konkursmasse der FDP (die sind tot, haben es nur noch nicht kapiert) gegeben ist. 5-10% sind da locker drin ohne größere Verluste für die AfD, auch wenn die ebenfalls Federn lassen wird. Das reicht dann für ne Koalition.
In Westdeutschland werden die üblichen Opportunisten begreifen dass das Schiff sinkt und ebenfalls wechseln oder ggf. ihre eigene Abspaltung zu Wege bringen, falls man Maaßen noch irgendwie als „Nazi“ greframed bekommt – aber der Fall Aiwanger zeigt, dass es nimmer so leicht ist.
Aber zu retten ist auch mit so nem Kurswechsel nichts mehr, wie auch?
Was hat sich denn geändert, gegenüber den „Fetten Jahren“? Es gibt eine langfristige Wirkung und eine kurzfristige. Die langfristige: Die Babyboomer gehen in Rente. Sie waren Träger eines überdurchschnittlichen Arbeitsvermögens. Alle Politiker, wirklich alle, haben das über 70 Jahre ignoriert, dass die Babyboomer irgendwann aufhören zu arbeiten. Deshalb war Deutschland unendlich familien- und kinder-feindlich. Nein, nicht mit Sonntagsreden, sondern mit der Ausbeutung. Keine Kinder zu haben wurde als Vorteil verstanden, individuell. Aber dann wächst kein Arbeitsvermögen nach. Und die Bildung, die der Staat vollständig unter seine Knute gebracht hat, indem er die Eltern zu dumpfen Befehlsempfängern gemacht hat, immer mit der Drohung des Kindesentzuges im Hintergrund, ist zur Karikatur verkommen. Staatliche Dummheit wird multipliziert. Erzählt mir nicht, das wäre grüne Dummheit. Die Rote und die schwarze und die gelbe Dummheit ist größer. Alle Versuche, den Geburtenmangel auszugleichen, ohne die Eltern zu entlasten, waren nur sinnlose Versuche, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt waren. Der letzte Wahnsinns-Streich war der Beginn der ungeordneten Einwanderung von Analphabeten. Aus Rechthaberei und massivem Unverstand heraus, WEIL man nicht einsehen konnte, was falsch läuft bei der kinderlosen Kaiserin. Dauerapplaus ….
Die kurzfristige Wirkung: Das Geld ist alle, weil dem Regime das Schuldenmachen auf Kosten der Zukunft nicht ohne Beschränkung möglich ist. Selbst ohne „Schuldenbremse“ führt das in den Untergang, vielleicht drei Tage später, aber umso gewaltiger dann. Und nun kann man seine bisherigen Wähler nicht mehr mit unproduktiven Geldgeschenken ruhig stellen. Und schon gehen die steil, wie der Stier in der Arena.
Also lieber Thilo, was du schreibst klingt erstmal einleuchtend und ich werde mich daher hüten, es als falsch zu bezeichnen. Jetzt kommt das große ABER… Nach 16 fürchterlichen Murksel-Jahren war Deutschland schon auf dem absteigenden Ast und so konnte der links-grün-woke Ampelmob, in Politik und Medien, das Land in rasanter Geschwindigkeit demolieren und ruinieren. Kommt es so, wie du vorhersagst, dann geht es so noch 12 Jahre weiter. Nur glaube ich wirklich nicht, dass das deutsche Volk sich dem Mist noch solange gefallen lässt. Also entweder schafft es irgendeine Partei, per Wahlen, die Etablierten wegzufegen, oder … und das mag ich mir nicht wirklich vorstellen. Aber nochmals 12 Jahre diesen Mist?! Das halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Man kann es einfach nicht mehr hören, den Unsinn von den seltsamen Typen. Selbst dem Autor fallen nicht mehr als 3 (drei) Namen ein (woher er die nur hat?). Demgegenüber stellt er vollkommen richtig fest, dass sich die rotgrüne Regierungs-Bande komplett durch „Dummheit des Spitzenpersonals aus Schulabbrechern, Minderleistern, Karrieristen, Plagiatoren, Lügnern und Heuchlern“ auszeichnet. Herr Schneider, wir wären ganz sicher mit drei seltsamen Typen in allen Regierungen der BRD hervorragend bedient und hätten eine ganze Reihe Probleme weniger. Mal ganz davon abgesehen, dass die Einschätzung „seltsamer Typ“ auf keinerlei objektiven Kriterien beruht im Gegensatz zu objektiven Tatsachen wie Schulbildung und Abschlüssen. Dass Sie die Feststellung von Schulabbrechern, Minderleistern, Karrieristen, Plagiatoren, Lügnern und Heuchlern teilen, wer ein „seltsamer Typ“ ist, macht Sie für mich zum größten seltsamen Typen, rein subjektiv natürlich.
Man muss bei den Zielen beginnen. Und das muss damit beginnen, dass man die Ergebnisse früherer Ziele analysiert. Ein Ziel, die Auflösung der Nationen zu Gunsten einer nicht gewählten (=usurpatorischen) EU-Kommission war komplett falsch. Es war nicht in unserem Interesse, sondern im Interesse fremder Mächte. Der FDP muss man den Vorwurf machen, dass sie nicht verstanden hat, zwischen zunehmender „Globalisierung“ der Wertschöpfung und der Globalisierung der Repression zu unterscheiden. Das liegt daran, dass Parteien allgemein und die FDP im Besonderen nicht Teil der Wertschöpfung sind. Zunehmende Spezialisierung der Wertschöpfungsprozesse und eine daraus resultierende Hochtechnologisierung, massive Steigerung der „Stückzahlen“, kann nur dann zu höherer Effizienz führen, wenn der MARKT als Vermittler zwischen den Spezialisten nicht versagt. Aber der Markt hat versagt und deshalb stieg die ineffiziente Verschwendung und das Risiko jedes spezialisierten Marktteilnehmers. Erzählen Sie das mal einem Absolventen der Volkswirtschaftslehre an einer staatlichen Uni. Der versteht Sie gar nicht. Das Marktversagen ist eine Folge eines Irrsinns, dass man die Konzentration von Geld in wenigen Händen als „Wertschöpfung“ versteht. Völlig absurd. Deshalb habe ich seit 30 Jahren immer abgeschaltet, wenn im Radio/TV der „Bericht von den Märkten“ kam, oder irgendein neoliberaler FDP-Politiker schwadroniert hat. Da wurde die Zerstörung der Existenzen des „kleinen Mannes“ als Wertschöpfung geheiligt. Dabei ist bei jedem Zwangsverkauf, jedem Raubzug, jeder Vernichtung produktiver Strukturen, das Endergebnis kleiner als die Summe. Es ist WERTZERSTÖRUNG. Und deshalb musste ich mein ganzes Arbeitsleben lang massiv unbezahlte Überstunden machen, während andere gar keine Arbeit hatten, weil sie nicht „qualifiziert“ (spezialisiert) genug waren. Die ständige Steigerung der Effizienz hätte aber zu kürzerer Arbeitszeit führen müssen, statt zu unbeschränkter Ausbeutung der „Qualifizierten“.