Gestern gab Hans-Georg Maaßen bekannt, gemeinsam mit der Werteunion eine neue Partei unter demselben Namen gründen zu wollen. Mit von der Partie ist auch Markus Krall, der in einem Interview einige Hintergründe verriet.
Bereits im vergangenen Herbst kündigte der Ökonom und Publizist Markus Krall an, eine neue Partei mitinitiieren zu wollen. Diese Meldung sorgte schon damals für Furore, nicht zuletzt weil Krall als beliebter und streitbarer Kommentator finanzpolitischer Themen gilt – bekannt durch seine Bestseller, Medien-Auftritte und nicht zuletzt provokanten Tweets auf X. Schnell machte damals das Gerücht die Runde, dass auch Werteunion-Vorsitzender Hans-Georg Maaßen bei dieser Neugründung mit von der Partie wäre. Darauf deutete neben der persönlichen Bekanntschaft der beiden auch der Beitritt Kralls zur Werteunion im Juli 2023 hin. Kurz vor Weihnachten führte ich mit Markus Krall ein Interview über die Hintergünde dieser Parteigründung. Angesprochen auf die Werteunion sagte er damals, dass diese der Teil der CDU/CSU sei, die noch die alte Union repräsentiere. Die Spaltung der CDU stünde unmittelbar bevor. „Dann kann sich jeder den Rest selber drauf reimen“, fügte er vielsagend hinzu.
Gestern gab Hans-Georg Maaßen bekannt, gemeinsam mit der Werteunion eine neue Partei unter demselben Namen gründen zu wollen. Am 20. Januar werden die Mitglieder in Erfurt über eine Abspaltung von der CDU abstimmen, gab er gegenüber der dpa bekannt. Der Merkur berichtete: „Dann werde es innerhalb von einigen Wochen einen Gründungsparteitag geben und dann folge die Anmeldung beim Bundeswahlleiter. Die Strukturen der Werteunion stünden in den Ländern bis hin zur Bezirks- und Kreisverbandsebene, sagte er.“
Im Interview mit Alexander Wallasch sagte Maaßen: „Und wenn die Mitgliederversammlung für eine Abspaltung von der CDU entscheiden sollte, dann setze ich auf Sieg und dann will ich auch, dass die Werteunion die Merz- und Söder-Union mittelfristig als politische Größe in Deutschland ablöst.“
Er fügte hinzu: „Wir wollen eine andere Migrations- und Sicherheitspolitik. Wir wollen eine klare Abkehr von der Ideologie der Klimasekte, wir wollen ein Rückgängigmachen dieser Energiepolitik. Wir wollen ein Zurück zu Erziehung und Bildung. Wir wollen eine Stärkung der Familie und wir wollen keine Berufspolitiker, sondern wir wollen, dass die Politik von Leuten gemacht wird, die es können. Vor allem wollen wir, dass in der Politik endlich einmal die Interessen des deutschen Volkes durchgesetzt werden.“
Angesprochen auf die Rolle Markus Kralls in der neuen Partei gab Maaßen die Auskunft: „Ich habe ein gutes Verhältnis zu Markus Krall. Ich schätze ihn mit seiner frischen, natürlichen Art. Ich mache mir nicht alle seine Positionen zu eigen, aber er ist für mich ein kluger Kopf, und er ist Mitglied der Werteunion.“
„Wir wollen ganz klar die Wiederherstellung des Rechtsstaats“
Mir gegenüber sagte Markus Krall auf neuerliche Anfrage, dass er die neue Partei begleiten und unterstützen werde. In der Vergangenheit habe er zur Initiierung dieses Bündnisses beigetragen. Ob und inwiefern er künftig Posten innerhalb dieser Partei bekleiden werde, sei noch nicht entschieden. Sollte sie bei der nächsten Bundestagswahl aufgestellt werden, werde er allerdings antreten, soviel stehe fest.
In unserem vorweihnachtlichen Interview hatte er über seine Mitstreiter allerdings noch nichts bekanntgegeben, weil abgemacht sei, dass jeder sich selbst outen werde. Er sei einfach nur derjenige, der sich als erstes geoutet habe, aber „eigentlich die kleinste Nummer dabei, wie man bald sehen wird“. Konkreter wurde Krall, als es um das Parteiprogramm ging: Er sprach von einer „Rückabwicklung der Migrationspolitik der letzten acht Jahre“ und „Abschiebungen in großem Umfang“. Außerdem gab er als Ziel ein „libertäres Wirtschaftsprogramm“ an und in diesem Zusammenhang eine deutliche Verschlankung des Staates und ein Zurückführen seiner Einnahmen durch die Abschaffung vieler Steuern. Ebenso ein „deutliches Zurückfahren von Ministerien, Behörden und Bürokratie“ und ein „klares Verbot von Neuverschuldung“. Er fügte hinzu:
„Wir wollen ganz klar die Wiederherstellung des Rechtsstaats, denn der Rechtsstaat ist von den regierenden Parteien schwerst beschädigt worden (…) Wir brauchen eine Entkoppelung von Staatsanwaltschaft und Politik. Wir sehen, dass die Staatsanwaltschaft zu einem reinen Instrumentarium der Politik verkommen ist. Wenn ein Justizminister in einem Bundesland die Staatsanwaltschaft personell umschichtet, um die Cum-Ex-Ermittlungen zu behindern, damit der Herr Bundeskanzler nicht belangt werden kann (…) Ich habe ja auch selbst erlebt, wie es umgekehrt laufen kann. Wie also die Staatsanwaltschaft als Schwert gegen missliebige und andersdenkende Bürger eingesetzt wird, um sie einzuschüchtern. Das alles sind Vorgänge, die den Rechtsstaat erodieren und wir brauchen die dringende Widerherstellung des Rechtsstaats (…) Wir brauchen auch eine Rückkehr zu einer auf Kooperation und Deeskalation ausgerichteten Außenpolitik.“
Im Januar wartet neben Bauernprotesten also mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue Partei auf uns. Es dürfte ein spannender Monat werden.
Ulrike Stockmann, geb. 1991, ist Redakteurin der Achse des Guten. Mehr von ihr finden Sie auf ihrem YouTube-Kanal.

Dann schreitet ja die Fragmentierung der Opposition munter voran. Die neue Werteunion wird den Höhenflug der AfD stoppen und irgendwo bei 5 Prozent herumdümpeln. Entweder die bleiben darunter, dann werden sie die AfD geschwächt haben ohne selbst an Bedeutung zu gewinnen. Oder sie schaffen die 5 Prozent und werden Juniorpartner der CDU. So oder so, die Ampel wird’s freuen.
Soweit ich weiß, sprechen zwar Maaßen und Krall von der Gründung einer neuen Partei, aber es wird nicht gesagt, ob die beiden darunter EIN und DIESELBE Partei meinen. Wenn ich was verpasst habe, bitte um Korrektur. Generell kann ich mir keine Partei vorstellen, in der Krall ein Mitgleid, aber kein Vorsitzender wäre.
Hört sich irgendwie nach vernünftiger Politik an , zumindest tut sich was in Wokistan, das lässt hoffen.
Ich wünsche Herrn Maassen viel Erfolg, viele Unterstützer, und gaaanz viel Kraft und gute Nerven, im deutschen Haifischbecken der Bekloppten. ( Linken )
Absolut wählbar, WENN sie Koalitionsaussage zur AfD machen…eine positive natürlich.
***@ Patrick Meiser / 05.01.2024
Die WerteUnion als Partei ist der letzte Sargnagel auf dieser heuchlerischen CDU/CSU. Das war’s dann für Merz & Konsorten.***
Sie ist kein Sargnagel, sie ist ‚Ersatzreserve 1‘ für die magersüchtige Merkel-Merz-Söder-Unionen. Werte-Union, ein Verein treuer oder eigennütziger Parteisoldaten und Mitträger des Desasters aus Merkels Regimezeiten und der jetzt devoten, als Opposition getarnten‚ Mittäterschaft an der Grün-Rot-Gelben Landeszerstörung.
Antwort: Man möchte Gerechtigkeit, Wahrheit und vor allem Kompetenz. Leider wird das ein Menschenleben übersteigen, bis das auch mal ganz unten angekommen ist. In Deutschland gab und gibt es zuviele Mitläufer, die so schnell ja gar nicht zu überzeugen sind. Die glauben noch ewig an „Mutti“, die IM ohne Kinder im Hosenanzug. Oh, ich muss ja vorsichtig sein, heute kam Post vom Gericht. Sicher teuer und ärgerlich, hab sie noch nicht geöffnet… irgendwann am Wochenende, wenn ich genug Umdrehungen habe. Vergewaltiger und Ärzte-Verprügler laufen frei rum… jaja…
Noch was! Es ist ja unlängst ein Artikel in allem Medien erschienen: „ Wo Rentner am besten leben“ Initiiert von den Parteien, die lauthauls die Spaltung bekagen, aber genau diese Spaltung lebhaft betreiben. Schauen Sie sie sich mal die Artikel auf der Zeit an- speziell die Kommentare. Da fällt unseren Supertoleranten die Maske vom Gesicht, da geifert der Rassismus. Natürlich sind Ostdeutsche keine Rasse, daher nicht antirassistisch diskriminiert, aber die Anhänger einer faschistischen Ideologie, die hierzulande straffrei mordet, totschlägt, raubt, vergewaltigt, sind natürlich eine Rasse.