Endlich erfahren wir, was Sawsan Chebli, die Frau mit dem längsten Titel aller Zeiten, den ganzen Tag macht und wofür sie bezahlt wird. Sie stellt Strafanzeigen in eigener Sache, bis zu 30 pro Woche, also sechs pro Tag, im Durchschnitt. Was wir nicht erfahren, ist, ob es bei der Berliner Staatsanwaltschaft eine eigene Abteilung gibt, die für Frau Chebli arbeitet oder ob die Zuständigkeit wechselt, weil man eine solche Tätigkeit einem Sachbearbeiter allein nicht zumuten kann. Sechs Anzeigen pro Tag! Bleibt ihr da überhaupt noch Zeit, sich um "bürgerschaftliches Engagement und Internationales" zu kümmern? Oder ist es das, was sie unter "bürgerschaftlichem Engagement" versteht, nämlich das Erstatten von Strafanzeigen, wenn sie grade wieder Auschwitz besucht und an Amthor denkt?
So eine Staatssekretärin hat es schwer. Sie muss sich jeden Tag neu erfinden, weil es für den Job, den sie macht, keine genaue Jobbeschreibung gibt, ähnlich wie bei dem Ministerium für alberne Gänge. Und ehe sie nix macht, macht sie lieber etwas, zum Beispiel Leute anzeigen, die sie beleidigen und bedrohen, obwohl dies genau das ist, wozu Twitter erfunden wurde. Weswegen kluge Menschen nicht bei Facebook sind. Sie stellen sich auch kein Dixi-Klo ins Wohnzimmer, um sich hinterher über den schlechten Geruch zu beschweren.
Beitragsbild: Pelz CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Erste Ansage im Komentarbereich der Welt dazu: "Kurze Durchsage: Wer Sawsan Chebli beleidigt oder diffamiert, wird gesperrt." Die helle Kerze verklagt dazu im Stundentakt. Wie hieß noch gleich der schöne, neue Begriff, den ich heute lernte...Achja, ‚djihad juridique‘. Und besonders schön, erkennen zu müssen, daß sich unsere 'wertkonservative Tagespresse' mit diesem Vorgang ins Bett legt. Oh man, Klatsche National.
Ich bin ja gespannt darauf, mit was für tollen Jobs die Links-Parteien all die vielen Kinder der kürzlich Illegal-Eingereisten in Zukunft versorgen werden. Da gibt es dann wahrscheinlich noch viel absurdere Job-Titel.