Christian Osthold, Gastautor / 02.01.2024 / 10:00 / Foto: Kremlin.ru / 80 / Seite ausdrucken

Was nützen Schläge gegen die Schwarzmeerflotte?

Das Jahr 2023 endet für Kiew mit einem dramatischen Ereignis. In der Nacht zum 26. Dezember hat die ukrainische Luftwaffe die im Hafen von Feodossija ankernde Nowotscherkassk versenkt. Damit unterstreicht sie erneut, dass kein Ort auf der Krim vor ihren präzisen Angriffen sicher ist. Was die Auswirkungen dieses Angriffs für die aktuelle Lage bedeuten.

Am Morgen des 26. Dezember 2023 ereignete sich im Hafen von Feodossija etwas, das auf Seiten Russlands wohl niemand für möglich gehalten hätte. Die Nowotscherkassk wurde buchstäblich aus dem Nichts von Storm-Shadow-Raketen getroffen. Auf Videoaufnahmen ist eine gewaltige Explosion zu sehen, die das Schiff in ein flammendes Inferno stürzen lässt.

Während der Angriff für die ukrainischen Luftstreitkräfte einen weiteren Beleg für ihre Offensivfähigkeiten darstellt, entwickelt sich die Situation für Moskau zu einem Desaster. Nach dem Angriff auf das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte vom 22. September 2023 wird erneut deutlich, dass es auf der Krim keinen Schutz vor westlichen Präzisionsraketen gibt. Seit Kriegsbeginn hat die Schwarzmeerflotte acht Schiffe verloren. Das entspricht einem Anteil von neun Prozent ihres Bestands. 

Die nun versenkte Nowotscherkassk (BDK-46) war ein großes Landungsschiff des Projekts 775 und für das Absetzen von Marineinfanterie an Küsten und den Seetransport von Truppen und Fracht vorgesehen. Sie konnte verschiedene Arten von gepanzerten Fahrzeugen, einschließlich Panzer, transportieren. Für die operativen Fähigkeiten der Schwarzmeerflotte war das Schiff von signifikanter Bedeutung. Sein Verlust stellt einen herben Rückschlag dar. Er steht auf derselben Stufe wie die Vernichtung der Moskwa im April 2022.

Wie erwartet, versuchen die russischen Behörden, den Vorfall herunterzuspielen. Bisher haben sie den Tod einer Person, die Verletzung von vier weiteren Soldaten sowie Schäden an Bord der Nowotscherkassk bestätigt. Kiew behauptet hingegen, das Schiff sei zerstört worden. Mittlerweile besteht kein Zweifel mehr an der Richtigkeit dieser Aussage. 

Gewaltige Explosion

Der russische Telegram-Kanal Astra berichtete, dass gegenwärtig 33 Seeleute vermisst würden. Zudem sollen 19 Besatzungsmitglieder verletzt worden sein. Darüber hinaus sollen sich während des Angriffs insgesamt 77 Matrosen auf dem Schiff befunden haben. Auch wenn das russische Verteidigungsministerium keine Informationen über die Art der Schäden preisgibt, zeugen die verfügbaren Filmaufnahmen von verheerenden Schäden.

Die massive Explosion, die die Nowotscherkassk buchstäblich in Stücke riss und am Kai erhebliche Verwüstungen verursachte, wird durch Satellitenbilder des Schiffes zusätzlich als Beweis für seine Zerstörung untermauert. Die entsprechenden Aufnahmen stammen vom 5. und 26. Dezember 2023. Sie zeigen eindeutig, dass sich das Schiff am Pier des Hafens von Feodossija befand und nach dem Angriff gesunken ist. Zudem sind deutliche Schäden an mehreren Gebäuden am Pier erkennbar.

Es ist schwer abzuschätzen, wie viele Menschen bei der Explosion ums Leben gekommen sein könnten. Einerseits war das Schiff nicht auf See, und ein Teil der Besatzung könnte sich an Land aufgehalten haben. Andererseits könnte die gesamte Besatzung zum Zeitpunkt der Explosion aber auch an Bord gewesen sein, z.B., wenn Entladearbeiten im Gange waren. 

In den Videos ist zu erkennen, dass die gewaltige Explosion erfolgte, nachdem das Schiff bereits in Brand geraten war. In lebensbedrohlichen Szenarien, die auch Löscheinsätze an Bord umfassen, sieht die Schiffsordnung vor, dass die gesamte Besatzung an den Maßnahmen zur Gefahrenabwehr beteiligt sein muss. Zusätzlich könnten Feuerwehrleute zu dem brennenden Schiff gerufen und bei der späteren Explosion ums Leben gekommen sein.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums starb bei dem Angriff auf das Schiff eine Person, vier wurden verletzt. Russische Militärangaben verschweigen jedoch normalerweise Verlustdaten, insbesondere auf See. So wurde beispielsweise der Tod von zwölf Besatzungsmitgliedern der Saratow erst ein Jahr nach ihrer Zerstörung im März 2022 bekannt. Zu den Verlusten des Heeres macht Moskau schon seit mehr als einem Jahr keine Angaben mehr.

Hauptziele der ukrainischen Streitkräfte

Die von der Ukraine eingesetzte Storm-Shadow-Rakete ist mit einem 450 Kilogramm schweren Durchschlagskopf ausgestattet, aber der Sprengstoffanteil darin ist geringer. Die Rakete besteht zudem aus zwei Teilen: Der erste durchbricht die Hülle des Ziels, und der zweite explodiert im Inneren. In den Videos ist zu sehen, dass die Explosion sehr stark war. In einer Aufnahme ist deutlich zu erkennen, dass das entstandene Feuer weit über die benachbarten Hafenkräne hinausragte.

Die immense Sprengkraft der Explosion legt nahe, dass sich an Bord des Schiffes gefährliche Ladung befand. Zuvor wurde berichtet, dass Russland große Landungsschiffe für den Transport von Militärgütern verwendet. In sozialen Medien kursierten Gerüchte, denen zufolge die Nowotscherkassk Munition oder Drohnen vom Typ Schahed transportiert haben könnte, mit denen Russland die Ukraine regelmäßig von der Krim aus beschießt.

Eine andere Interpretation besagt, dass die Munition des Schiffs selbst explodiert sein könnte. Dabei handelt es sich um Patronen für 57-mm-Flugabwehrgeschütze AK-725 und Raketen für zwei Grad-Abschussvorrichtungen. Wenn diese Munition explodiert wäre, hätte man eigentlich fliegende Munitionsteile sehen müssen, wobei auch sekundäre Detonationsgeräusche wahrnehmbar gewesen wären.

Im Jahr 2021 befanden sich fünf große Landungsschiffe im Bestand der russischen Schwarzmeerflotte. Weitere sechs wurden im Januar 2022 aus der Nord-, Ostsee- und Pazifikflotte in diese Einheit überführt. Diese Landungsschiffe wurden vermutlich von der russischen Armee für amphibische Landungsoperationen benötigt.

Aus unbekannten Gründen hat Russland bislang auf die Landung von Seelandungstruppen verzichtet. Für die Nowotscherkassk resultierte daraus die wichtige Aufgabe, den Transport von Militärgütern sicherzustellen. Bereits im März 2022 hatte Russland begonnen, seine Landungsschiffe als Transportmittel zu nutzen.

Die maritimen Logistikrouten erwiesen sich als so wichtig, dass die Landungsschiffe zu einem der Hauptziele der ukrainischen Streitkräfte wurden. Im September 2023 wurde die Minsk, das Schwesterschiff der Nowotscherkassk, schwer beschädigt, als es sich im Trockendock der Sewastopoler Werft befand und von Storm-Shadow-Raketen getroffen wurde. Die Schäden waren so schwerwiegend, dass einige Kommentatoren annahmen, das Schiff könne möglicherweise nicht wiederhergestellt werden; andere schätzten, dass es Jahre dauern könnte.

Zu Beginn der Invasion haben ukrainische Truppen sofort drei im Hafen von Berdjansk liegende Landungsschiffe angegriffen: Die Saratow wurde versenkt. Die Caesar Kunikow geriet in Brand, blieb jedoch über Wasser. Die Gemeinsamkeit bei diesen Angriffen liegt darin, dass keines der Schiffe zum Zeitpunkt des Angriffs manövrieren konnte. 

Informationen über das Luftabwehrsystem der Krim

Während sich die Minsk sich im Dock befand, waren die Nowotscherkassk und die Saratow unter Entladung, was ihre Beschießung erleichterte. Der erste Angriff unterschied sich vom Rest, da er zu einem frühen Zeitpunkt des Krieges stattfand, als die Ukraine noch keine Strategie gegen die russische Armee auf der Krim entwickelt hatte.

Erst im September 2023 definierte Selenskyjs Berater Mychajlo Podoljak die drei Hauptziele dieser Kampagne: die Reduzierung der russischen Luftverteidigungsfähigkeiten, die Zerstörung militärischer Logistikrouten auf der Halbinsel und die Bekämpfung der Schwarzmeerflotte. Die Angriffe auf die Landungsschiffe passen gut in das Konzept der Bekämpfung der militärischen Logistik und der Schwarzmeerflotte. 

Das russische Verteidigungsministerium gab an, dass Feodossija von zwei Su-24-Flugzeugen angegriffen wurde, die etwa 125 Kilometer nordöstlich von Mykolajiw abgeschossen wurden. Zuvor wurden Berichte über ukrainische Su-24 veröffentlicht, die man modifiziert hatte, um Storm-Shadow- bzw. SCALP-Raketen im Schwarzen Meer abzufeuern. Moskau und seine Behörden auf der Krim berichteten regelmäßig über abgeschossene Storm-Shadow-Raketen.

Bei den Angriffen auf das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte und die Schiffswerft in Sewastopol von September 2023 mussten die eingesetzten Marschflugkörper eine vergleichsweise kurze Strecke zurücklegen. Im Gegensatz dazu befinden sich der Hafen von Feodossija und die Schiffswerft in Kertsch an der Ostküste der Halbinsel und waren bisher nicht Ziel präziser ukrainischer Angriffe. 

Die hier eingeschlagenen Raketen mussten über 200 Kilometer Luftlinie zurücklegen, was auf einen möglichen Mangel an russischen Überwachungsmitteln, insbesondere fliegenden Radars, an der Ostküste der Krim hindeutet.

Die Su-24-Flugzeuge sind zudem älter und wurden nur aufgrund ihrer Nutzlast für den Start westlicher Raketen umgerüstet. Es wird spekuliert, dass modernere russische Kampfflugzeuge diese älteren Modelle vor Erreichen der Angriffslinie abschießen könnten. Der Mangel von fliegenden Radarsystemen könnte dazu beigetragen haben, dass diese Angriffe erfolgreich waren. Die Ukraine nutzt NATO-Aufklärungsflugzeuge über dem Schwarzen Meer, um Informationen über das Luftabwehrsystem der Krim zu sammeln und Raketenangriffen zu entgehen.

Trotzdem Veränderungen zu Gunsten Russlands 

Wie ist der jüngste Angriff nun zu interpretieren? Obwohl er das logistische Potenzial der Schwarzmeerflotte durch die Zerstörung der Nowotscherkassk zweifelsohne beeinträchtigt, sollte diesem Ereignis nicht übermäßige Bedeutung beigemessen werden. Entgegen zahlreicher westlicher Kommentare der letzten Tage ist der Angriff keineswegs als Signal für einen Erfolg der Gegenoffensive Kiews zu interpretieren. Ebenso wäre es unangebracht, ihn als Wendepunkt im Verlauf des Krieges zu betrachten.

Stattdessen bleibt festzuhalten, dass Russland solange einen strategischen Vorteil behält, wie es die Krim zur Versorgung seiner Streitkräfte im Süden der Ukraine nutzen kann. Um dies zu vereiteln, müssten die Krimbrücke, die Hauptverkehrswege auf der Halbinsel und die intakte Bahnverbindung nachhaltig zerstört werden. Nach aktuellem Stand ist Kiew jedoch weit davon entfernt, dieses Ziel zu erreichen.

Nichtsdestoweniger betont der jüngste Angriff die Fähigkeit der Ukraine, gezielt sensible Ziele auf der Krim zu treffen. Diejenigen, die die Zerstörung des Flottenhauptquartiers auf russischer Seite als glücklichen Zufall abtaten, sehen sich nun eines Besseren belehrt. Die ukrainische Angriffskapazität könnte Russland dazu zwingen, die Schwarzmeerflotte in sicherere Gebiete zu verlegen, was für Kiew einen taktischen Erfolg darstellen würde. 

Dennoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass sich die militärischen Verhältnisse kontinuierlich zugunsten Moskaus verändern. Während die westliche Unterstützung abnimmt (Achgut berichtete), deutet viel darauf hin, dass Russland seine Kriegsbemühungen 2024 noch einmal intensivieren wird. Hierfür zeichnen folgende Faktoren verantwortlich:

  1. Anhebung der Altersgrenze für Wehrpflichtige: Am 1. Januar 2024 tritt die Novellierung von Föderalgesetz Nr. 53-F3 „Über die Wehrpflicht und den Militärdienst“ in Kraft. Demnach wird das Alter von Wehrpflichtigen von 27 auf 30 Jahren erhöht, wodurch sechseinhalb Millionen neue Rekruten mobilisiert werden können (Achgut berichtete).  
  2. Vereinfachte Einberufung: Am 14. April 2023 hat Wladimir Putin das Föderalgesetz Nr. 127-F3 „Über die Änderungen in bestimmte Gesetzgebungsakte der Russischen Föderation“ unterzeichnet, wonach der Einberufungsbescheid elektronisch zugestellt wird (Achgut berichtete).
  3. Erhöhung des Militäretats: 2024 werden die Militärausgaben erstmals die Sozialausgaben übersteigen. Damit steigen die Rüstungsausgaben auf 10,7 Billionen Rubel, was etwa 121 Milliarden US-Dollar entspricht (Achgut berichtete).
  4. Wachstum der russischen Wirtschaft: Im dritten Quartal 2023 hat Moskau eine Steigerung des BIP um 5,5 Prozent bekanntgegeben. Die Rüstungsindustrie fungiert dabei als treibende Kraft. 
  5. Erhöhter Rüstungsausstoß: Durch die Einrichtung einer Kriegswirtschaft ist Russland in der Lage, seinen Bedarf an Waffen, Kriegsgerät und Munition aus eigenen Mitteln zu decken (Achgut berichtete).
  6. Konsolidierung der Gesellschaft: Nach 22 Monaten Krieg steht die Bevölkerung geschlossen hinter der Politik des Kremls. Dies haben zahlreiche Umfragen regelmäßig belegt (Achgut berichtete).
  7. Bestätigung Wladimir Putins im Kreml: Nach den Präsidentschaftswahlen vom 17. März 2024 kann Putin eine neue Mobilisierung durchführen und die numerische Überlegenheit seiner Streitkräfte in der Ukraine damit signifikant erhöhen.

Die genannten Einflussfaktoren deuten darauf hin, dass die von Kiew formulierten Kriegsziele einer Rückeroberung der seit 2014 annektierten Gebiete unter militärischen Gesichtspunkten als unrealistisch erscheinen. Infolgedessen könnte es im Jahr 2024 zu diplomatischen Kontakten kommen, um eine politische Lösung des Konflikts anzustreben.

Allerdings bleibt fraglich, ob dies eintreten wird, da die ukrainische Kampfmoral bisher als ungebrochen erscheint. Kiew hat erneut seine Entschlossenheit zum Weiterkämpfen unter Beweis gestellt, indem es am 30. Dezember 2023 mit einem massiven Angriff auf Belgorod reagierte, der dutzende Tote und Verletzte forderte. Dies erfolgte als Reaktion auf den vorherigen Beschuss ziviler Gebäude in mehreren Großstädten. 

Mit Blick auf die kommenden Entwicklungen wird das Jahr 2024 voraussichtlich einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf des Krieges haben.

 

Dr. Christian Osthold ist Historiker mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte Russlands. Seine Monographie über den russisch-tschetschenischen Konflikt ist in der Cambridge University Press rezensiert worden. Seit 2015 ist Osthold vielfach in den Medien aufgetreten.

Foto: Kremlin.ru CC BY 4.0 via Wikimedia Commons

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S. Donner / 02.01.2024

Moskau kann keines der versenkten Schiffe im schwarzen Meer ersetzen. Solange Russland als Anrainerstaat Kriegführende Partei ist, ist ein Ersatz über den Bosporus ausgeschlossen. Vertraglich geregelt. Und es existieren keine Wertkapazitäten auf der Krim für Neubauten. Was eh Jahre in Angriff nehmen würde. Daher ist dieser Verlust, wie schon der Moskwa höher zu bewerten. Insbesondere die Moskwa konnte mit ihrem Radar von see her umfassend Aufklären. Das gehört zu einer Analyse dazu Herr Osthold. Nicht immer nur die Hälfte an Informationen liefern bitte.

Peter Holschke / 02.01.2024

@Wolf Hagen -“Also nochmal, einen russischen Sieg in der Ukraine werden Sie, ich, kurz WIR alle auf vielfältige Weise bitter bereuen.” Wieso? Ach ja, “wir” haben uns ja an diesem Krieg freudig beteiligt. Dazu kommt noch der Verlust ukrainischer/russischer Bodenschätze, welche “wir” gut gebrauchen könnten und welche wohl schon eingeplant waren, um “unser” Schuldenproblem zu entschärfen.  Man muss die letzen 20 Jahre in der Kiste gesessen haben, um die Verantwortung des Westens für dieses Problem zu ignorieren.

Thomas Kache / 02.01.2024

Sehr geehrter Herr O. Ihre vorbehaltlose Begeisterung für den korrupten Warlord Szelenski ist mir je länger je mehr ein Rätsel. Dieser kleine Widerling legt sich mit einer Atommacht an. Für Putin spricht, das er wohl nicht halb so verrückt ist, wie ihn die Anderen gerne hätten. Ansonsten würde er wohl das korrupte Ukra- Regime einfach „Atomisieren“. Trotz aller Ihrer Begeisterung für Krieg und Zerstörung im Allgemeinen und Szelenski im Besonderen sollten Sie langsam ins Auge fassen, daß der Krieg für die Ukras verloren ist. Und der Westen Milliarden an €/$/£ in den Sand gesetzt hat. Was in der Hauptsache zu Lasten der Bevölkerung, und nicht etwan irgend kriegsgeiler Politiker geht. Ein friedliches 2024 auch für Sie.

Günter H. Probst / 02.01.2024

So lange die Ukraine nicht über weit reichende Raketen und Marschflugkörper verfügt, die die Basen des russischen Angriffs zerstören können, wird sie es leider hinnehmen müssen, daß sie nur einen Teil der russischen Raketen und Marschflugkörper eliminieren kann. Bei den 160 in kurzer Zeit auf Häuser, Kliniken, Schulen, Theater abgeschossenen Waffen ist es sowieso schwer, alle abzuwehren. Da der russische Geheimdienst- und Militärstaat außer Krieg nichts kann, wird es auch 2024 mit Frieden in Europa nichts werden. Wenigsten kann die isralische Armee im ersten Halbjahr die islamischen Mörder in Gaza und ihre V0-Produktion ausschalten. Wenn die Anhänger des Kriegsverbrechers Putler jetzt Rußland auf 2000 Jahre ausdehnen wollen, muß man ihnen klar sagen daß solche absurde Propaganda nur im gehirngewaschenen Rußland funktioniert und hier nur bei denen, die nicht mal ihre eigene Geschichte kennen. Aber hier gab es auch jede Menge, die ihre trostlosen 12 Jahre auf 1000 Jahre ausdehnen wollten. Ich wünsche den Russen, daß es ihnen in absehbarer Zeit gelingt, sich aus der imperialen Propaganda ihres Geheimdienst- und Militärstaates zu befreien und Rußland in einen zivilen Staat zu verwandeln, der auch ihnen Frieden und Wohlstand bringt. Eigentlich sind sie mit Stalin und Putler genug gestraft.

Hagen Müller / 02.01.2024

Das herumwundern, wie die Ukrainer den Hafen von Feodosia angreifen konnten, kann evtl ganz einfach erklärt werden. Die Ukrainer scheinen Scalp/Storm-Shadows mit Standardreichweite zu haben. Punkt.

Daniel Oehler / 02.01.2024

Die “Erfolgsmeldungen” der selbsternannten Ukraine-Versteher klingen immer mehr wie die Deutsche Wochenschau 1944/1945: Wunderwaffen und die Parole “Der siegreiche Rückzug geht weiter”. Aber kommen wir zur Realität: Das Elendski-Regime ist wie seine genauso ultra-nationalistischen Vorgänger sehr darauf aus, Schläge gegen Kirchen und Minderheiten auszuteilen. Alles was nicht ukrainischen Blutes ist, ist ein Mensch 2. Klasse, also sowohl Russen, als auch Rumänen, Ungarn, Bulgaren, Polen usw. Es gab massive Übergriffe gegen das Kiewer Höhlenkloster. Mehrere Geistliche wurden inhaftiert. In den letzten Monaten gab es in der rumänischen Presse ziemlich deutliche Artikel über den Umgang der Ukraine mit der rumänischen Minderheit. Der Grund waren Übergriffe der SBU (ukrainischer Geheimdienst) gegen das Kloster Banceni (Банчены/Банчени). Im Gegensatz zu den in Sachen Ukraine politisch weitgehend auf US-Linie liegenden Deutschen Medien verstehen die patriotischen Rumänen genau wie die Ungarn keine Spaß, wenn sich ukrainische Bandera-Freaks an den Minderheiten in der Ukraine vergreifen und deren Existenz bedrohen. Wenn Militärs aus USA und UK gegen Russland aktiv sind, dann hat Russland das Recht, diese Personen anzugreifen. Wie ich gelesen habe, sind die Verluste der Ukraine bei Leopard-Panzern besonders hoch, weil deutsche Panzer das beliebteste Ziel der russischen Soldaten sind. Da wirkt die Vergangenheit nach.

ChristianTräber / 02.01.2024

Herr Osthold als angeblicher Historiker,sollte wissen ,dass Russland diesen Krieg nicht verlieren wird.Was in dem Artikel fehlt,ist die Antwort der Russen,welche verheerend für die Ukraine war. Die Anzahl an Drohnen ,Raketen aller Art welche die Ukrainische Infrastruktur zerschlagen,kann der Wertewesten garnicht aufbringen. Man muss kein Putinversteher sein um zu sehen,das unter Führung der Amerikaner und der kriegsgeilen Grünen,der Westen in eine Sackgasse läuft. Napoleon,der erste und zweite WK sollten eigentlich ausreichend Warnung sein. Aber ja die Nato musste ja bis fast 1000km an Moskau ranrücken

Marc Munich / 02.01.2024

@Wolf Hagen “Nicht umsonst erwähnte Ihr Idol, der Herr Putin, kürzlich in einer Rede, sein Kampf, oder wie Sie sagen “Spezialoperation”, gelte dem Westen.” Naja, was soll er denn sonst sagen, nachdem ihm IHR Idol, die Frau Baerbock (alias Kobold), den Krieg erklärt hat?  Das sein Kampf dem fliegenden Spargeltarzan gelte?  Und ja, ich ärgere mich auch immer ganz doll über meinen Opi, wenn er wiedermal Krieg gegen Russland spielt, bevor ich ihn vom Nachttopf hol und zurück ins warme Heiabettchen leg.  Zwinker! :D

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