Vera Lengsfeld / 16.11.2007 / 16:01 / 0 / Seite ausdrucken

Was haben Wolfgang Thierse und der deutsch-türkische Sänger Muhabbbet gemeinsam?

Die beiden sozialdemokratischen bzw. integrationspolitischen Saubermänner haben eine Neigung zu geschmacklosen Äußerungen, die sie hinterher nicht getan haben wollen.
Herr Thierse greift in einem Interview Altkanzler Kohl tief unter der Gürtellinie an und bedauert dann ein angebliches Missverständnis, was sich aus der gekürzten, unautorisierten Fassung seiner Hetzplaudereien ergeben haben soll.
Herr Muhabbet kann sich an seine Zustimmung zur Ermordung Theo van Goghs erst nicht erinnern. Dann räumt er ein, doch davon gesprochen zu haben, allerdings in der dritten Person. Ein fundamentalistischer Moslem könne eben bei Filmen wie die Van Goghs „ausflippen und denken: „den foltere ich erst und töte ihn dann“. So viel Verständnis für fundamentalistische Mordtaten kann sich offensichtlich erlauben, wer mit unserm Außenminister neckische Integrationsliedchen singt und mit der Kanzlerin Galen bestreiten darf. Die Frage ist nur, ob Außenminister und Kanzlerin wirklich gut beraten sind, sich mit Leuten wie Muhabbet zu umgeben. Thierse hat sich immerhin, wenn auch nur unter öffentlichen Druck, für seine Äußerungen entschuldigt. Muhabbet denkt nicht mal daran.

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