SPON meldet heute:
“Deutschland verliert viele der besten Wissenschaftler durch Abwanderung. Zwar gibt es Rückkehrer, jedoch können nicht Wissenschaftler gleicher Qualität zurückgewonnen werden”, schreiben die sechs von der Bundesregierung als Berater bestellten Wirtschaftsprofessoren. [...] Befristete Verträge, schmale Gehälter und ein Mangel an Alternativen - damit haben viele Jungforscher zu kämpfen. Wie heikel die Lage ist, zeigte im vergangenen Jahr auch der Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs der Bundesregierung. Aus Sicht vieler Kenner ist die Situation eine direkte Folge der wissenschaftspolitischen Entscheidungen der vergangenen Jahre.
Nun fällt Wissenschaftspolitik nicht vom Himmel. Der Humus, auf dem sie gedeiht, wird unter anderem vom Staatsfernsehen geprägt. Für eine Sendung, die gewohnheitsmäßig (und zu recht) über die Realitätsferne religiöser Überzeugungen herzieht, entfernt sich die ZDF “heute show” beeindruckend weit vom wissenschaftlichen Konsens zu genetisch optimierten Pflanzen. Hier im Video.
Wann lauert Lutz van der Horst Oliver Welke auf und fragt ihn, was er vom radioaktiv verstrahlten und damit genetisch manipulierten Mutantengarten hält, den man in jedem Biosupermarkt kaufen kann? DAS wäre mal ein Feature für die ZDF “heute show”. Wobei der Mob natürlich lieber die Mischung aus Wissenschaftsfeindlichkeit und Antiamerikanismus belacht. Und sich dann wundert, warum die Zukunft anderswo erfunden wird.

Linke haben keinen Humor, die heute Show ist der beste Beweis. Da guck ich mir doch lieber den Katholiken Harald Schmidt an.
Die deutschen Akademiker wandern ab, weil der deutsche Bundestag ihnen das berufliche Leben weniger attraktiver macht als die Gesetzgeber anderer Länder.
Ja, so ist es. Aber nicht nur bei Oliver Welke. Die ganze Comedyhysterie in diesem Land ist unterirdisch. Und das "Staatsfernsehen" verblödet zusätzlich mit unsäglichen Volkslied- und Unterhaltungskanonaden, die aus den 50ern zu stammen scheinen, wären sie nicht in Farbe. Es ist wahrlich nicht das erste Mal und nicht das einzige Thema bei dem ich mich frage, in welchem Jahrhundert der Rest meiner "Mitbürger" eigentlich lebt. Offenbar kann man immer wieder alles auf Null stellen.
Meistens ist Welke ja gut, auch wenn seine unter der Gürtellinie angesiedelten Einlagen mir meist nicht gefallen. Aber bei dieser Nummer war ich mindestens ebenso entsetzt, wie Herr Harnisch: Ein von Unwahrheiten und Halbwahrheiten durchsetztes Gemisch aus Ossi-Verkohle, Antiamerikanismus und Gentechnik-Verteufelung nach dem Muster Umweltinstitut München. Also Volksverdummung, unwürdig einer politischen Kabarettsendung.
Die „heute-show“ ist bezeichnend für die deutsche Fernsehlandschaft und für die "Kreativen" unseres Landes. Als wäre es nicht traurig genug, dass mit Stromberg eine schnarchige Kopie von The Office existiert, was man anfangs nicht mal zugegeben hat, mittlerweile aber wohl sogar in Form von Lizenzzahlungen an Ricky Gervais eingestehen musste. Oder mit der Letzte Bulle eine Kopie von Life on Mars. Nein, selbst die Daily Show wird so weit nachgebaut, dass es dort sogar einen deutschen Gegenpart zu Lewis Black gibt und trotzdem wird diese Mittelmäßigkeit mit Preisen bedacht. Die Fernsehschaffenden in Deutschland können wirklich nur beten, dass die Leute weiterhin kein Englisch lernen. Denn wer die Daily Show einmal im Original gesehen hat, fragt sich nach einmal „heute-show“ vermutlich, ob die Pilze die er gegessen hat, vielleicht doch nicht mehr gut waren. Die ÖR können von Glück reden, dass die Deutschen so schwerfällig sind. Das wird dauern, bis sie sich wundern, wieso für so einen Quark auch noch Gebühren fällig sind. Horst
Die "heute show" ist nur ein billiger Abklatsch der amerikanischen "daily show". Die sind zwar genau so manipulativ und verlogen, aber wenigstens witzig. Man kann die heute show nicht ansehen ohne sich für diese elende Mittelmäßigkeit fremdzuschämen. Was machen die eigentlich mit der ganzen abGEZockten Kohle? Gibt Youtuber die bessere Sendungen in ihrer Garage produzieren.
Wie? Es kommen keine gescheiten Wissenschaftler mehr? Und dabei haben wir doch über 100 bestens dotierte Gender-Lehrstühle samt akademischem Unter- und politmedialem Überbau! Im Ernst: solche Meldungen sind mir zu pauschal (à la "Frauen verdienen 23% weniger als Männer"). Da muss disaggregiert werden, sonst ist der Informationsgehalt gleich Null.