Mit der Wahl Trumps tritt ein Wandel ein, den einige panisch befürchten, andere frenetisch begrüßen. Beides ist unbegründet. Wie weit wird dieser Wandel gehen? Warum und inwiefern haben die Eliten umgedacht?
Alle Gesellschaften weisen Herrschaftsmodelle auf, die sich in einem ständigen Wandel befinden. Das eherne Gesetz der Oligarchie (Robert Michels, 1911) gilt selbstverständlich auch für die Demokratie: Auch Demokratien werden von einer Oligarchie (einer Eigentumslelite) politisch beherrscht, die mit Hilfe einer Trägerschicht von Beamten, Magistraten und Topmanagern regiert und operiert. Manchmal beschleunigt sich der Wandel so stark, dass viele Zeitgenossen ihn spüren. Dies sind Zeiten intensiver Veränderungen des Herrschaftsgefüges. Die mildere Form ist ein drastischer Wandel der politischen Willensbildung der Machteliten, die stärkste Form ist deren gewalttätige Ablösung, oft durch Mord an den alten Eliten, wie in Russland 1917. Wir erleben im Westen gerade die mildere Form, bei der die Eliten umdenken, etwa wie das Papsttum bei der Gegenreformation, wodurch es sich vor der Rerformation rettete. Was geht gerade vor sich?
Das hegemoniale Herrschaftsmodell der USA, das auch als westliches Herrschaftsmodell bezeichnet werden kann, hatte in den letzten zwanzig Jahren die folgenden wesentlichen Komponenten: (1) Wirtschaftsimperialismus über das Finanzsystem und die Rolle des US-Dollar, (2) ständige Kriegsführung ohne Siege, (3) Dekarbonisierung, (4) Massenmigration, (5) sogenannte soziale Gerechtigkeit in der Gestalt von Identitätspolitik (auf Englisch “DEI” - diversity, equity, inclusion - oder auch “wokeness” genannt), und (6) die Pandemie-Politik.
Die letzten vier Komponenten haben besonders viel Widerstand hervorgerufen und sind letztlich die Ursache des politischen Erfolgs populistischer Bewegungen im gesamten Westen, die den Wandel anzukündigen scheinen.
Nun tritt mit der Wahl Trumps dieser (populistische) Wandel ein, den einige panisch befürchten, andere frenetisch begrüßen. Beides ist unbegründet. Wie weit wird dieser Wandel gehen? Warum und inwiefern haben die Eliten umgedacht?
Die Wurzeln des bisherigen postmodernen Herrschaftsmodells
Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir die Wurzeln des bisherigen postmodernen Herrschaftsmodells skizzieren. Solche Betrachtungen stellen immer eine Vereinfachung dar, aber unter dieser Einschränkungen waren neben der kulturellen Entwicklung zur Postmoderne die wichtigen harten Faktoren:
Erstens auf der Basis einer im Privatbesitz befindlichen Zentralbank der Weltleitwährung (der US-FED) die vollständige Umstellung des Finanzsystems auf Fiktivwährung ohne materielle Deckung mit einer drastischen Senkung der Teilreserve im Bankensystem und einer extremen Ausweitung der Geldmenge, Schulden und Derivate: Während die globale Wirtschaftsleistung 2024 bei etwa 110 Billionen (10 hoch 12) USD lag, die globale Staatsverschuldung genauso hoch und die private mindestens so hoch war (beide zusammen doppelte so hoch wie die Wirtschaftsleistung), wird der Derivatemarkt derzeit auf über eins bis drei Trillionen (10 hoch 15) USD geschätzt, also das zehn- bis dreißigfache des globalen Outputs. Das System ist derzeit hochgradig instabil.
Zweitens die durch Skaleneffekte verursachte Bedeutung globaler Konzerne in allen Wirtschaftszweigen, die zur Entstehung von Oligopolen und Oligopsonen mit strategischer Dominanz in vielen überregionalen Märkten geführt hat. Diese Oligopole (kleine Gruppen großer Unternehmen stellen fast alles her, was in einem Markt gekauft wird) und Oligopsone (kleine Gruppen großer Unternehmen stellen fast die gesamte Nachfrage auf einem Markt bereit) gehören einer sehr kleinen Schicht unserer Gesellschaft, der Elite der wirklich reichen Familien mit Billionenvermögen, der Eigentümerelite.
Sie kontrollieren auch die FED, die ihnen über ihre Beteiligungen an den Landesbanken, die sich wiederum im Besitz der Privatbanken befinden, gehört. Diese Eliten beeinflussen die Zivilgesellschaft unter anderem über ihre gewaltigen Stiftungen (wie die Rockefeller-, Gates-, Ford-, Soros-, Kellogs-, Bertelsmann- oder Getty-Stiftung), auch über Spenden an UNO-Organisationen (Gates Finanzierung der WHO) und andere NGOs wie das WEF oder die G30, die C40 Global Cities und viele andere.
Ihr gewaltiger, dominierender Anteil am strategisch relevanten Eigentum beruht auf der Kontrolle des Finanzsystems, worauf der geniale Historiker Fernand Braudel schon in den späten 1970er Jahren hingewiesen hat. Thorstein Veblen hatte diese Tendenz bereits in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts erkannt und bezeichnete den sich abzeichnenden Oligopolkapitalismus als Sabotagekapitalismus der Abwesenheitseigner.
Warum gerade diese Themen?
Unter der kulturellen Konstellation der Postmoderne, die Emanuel Todd als den nihilistischen Nullzustand der westlichen Zivilisation beschreibt, haben diese Eliten in den letzten 20 Jahren Dekarbonisierung, Massenmigration, soziale Gerechtigkeit und Pandemien als ihre Herrschaftsthemen definiert. Warum?
Die Dekarbonisierungsagenda hat keine positiven Auswirkungen auf den Umweltschutz –Kohlendioxid ist kein Umweltproblem, sondern Schwermetalle, synthetische organische Verbindungen und andere Giftstoffe, die wir in unsere Umwelt einbringen, sowie die Zerstörung der Regenwälder und anderer Biotope. Diese wirklich wichtigen Umweltschutzanliegen hat das “net zero” Fieber weitgehend aus der Debatte verdrängt.
Statt dessen stellten die Eliten sich vor, durch die Dekarbonisierungsagenda zwei wesentliche Effekte zu erzielen: Erstens die Notwendigkeit des Aufbaus einer zweiten neben der bestehenden konventionellen auf fossilen Brennstoffen beruhenden Energieinfrastruktur. Damit so dachte man, seien gewaltige Summen an Steuermittel in Privateinkommen zu verwandeln (in Deutschland allein bisher 500 bis 1.000 Milliarden Euro).
Zweitens erhoffte man sich (wahrscheinlich, nachweisen werden es erst Historiker) eine verbesserte Kontrolle über wirtschaftliche Prozesse, so wie der Landbesitz in der Agrargesellschaft den Feudalherren Kontrolle über Produktion und Verbrauch von Gütern ermöglichte. Während die erste Erwartung in Erfüllung gegangen ist, hat sie (neben der noch wichtigeren Verlagerung der Industrieproduktion nach Asien zur Reduktion der Produktionskosten) auch deutlich die realwirtschaftliche Produktion reduziert: Die Industrieproduktion ist extrem eng mit dem Kohlendioxidausstoß korreliert.
Die zweite Erwartung hat sich nicht so recht erfüllt, Schwerbatterieautos werden in fast allen westlichen Ländern vom Markt verweigert (Ausnahme Norwegen, wo sie staatlich mit großen Aufwand durchgesetzt worden sind, von Markt kann dort keine Rede sein), und Wärmepumpen werden sich flächendeckend nicht zur Beheizung von Immobilien durchsetzen. Zu den wahren Kosten des Vorhabens kommen wir noch.
Ein Projekt zur Beschaffung billiger Arbeitskräfte
Die Massenmigration diente nie in erster Linie der Menschlichkeit, wie sich das einige Mitbürger vorstellen und wie es politisch propagiert wird, sondern sie war vor allem ein Projekt zur Beschaffung billiger Arbeitskräfte für Arbeiten, die westliche autochthone Bevölkerungen nicht mehr leisten mochten oder aus demographischen Gründen nicht mehr leisten konnten. Außerdem diente sie auch zur kulturellen Heterogenisierung der westlichen Nationalstaaten, wie der UN-Beauftragte für Migration Peter Sutherland 2012 öffentlich verkündete.
Das ist zwar nur eine Magistratenäußerung unter vielen, doch zeigt sie sicherlich einen wesentlichen Aspekt der Migrationspolitik an. Für transnational organisierte Eliten ist nationale politische Selbstbestimmung lediglich ein lästiger Kostenfaktor: Spezifische Regeln und Gesetze der Nationen, die sich letztlich aus deren kulturellen Differenzen ergeben, zwingen transnationale Konzerne dazu, für jede Jurisdiktion die Geschäftsprozesse anzupassen.
Nationale Selbstbestimmung beruht auf kultureller Homogenität, die dann in spezifischen sozialen, politischen und rechtlichen Normen ihren Ausdruck findet. Es wäre doch viel leichter, diese Homogenität so auszuhöhlen, dass man mit weniger Selbstbestimmung rechnen und infolgedessen mit einheitlichen Regularien arbeiten kann; dies senkt die Geschäftskosten enorm und steigert die Gewinnmargen. Die EU ist in dieser Hinsicht das wichtigste Politikmodell der Eliten. Auf die Kosten dieser Politik kommen wir weiter unten.
Eine neue Ersatzideologie für die Parteien
Soziale Gerechtigkeit in Form von Identitätspolitik ist kein Projekt zur Erhöhung ökonomischer Gleichheit oder Chancengleichheit: Seit den 1970er Jahren sind beide in den OECD-Ländern kontinuierlich zurückgegangen, die Gesellschaften sind immer dichotomer geworden. Vielmehr war das Ziel der sozialen Gerechtigkeit nach dem Ende des materiellen Westmarxismus (abzulesen am Bad Godesberger Programm der SPD 1959, dann bis in die 1970er Jahre hinein weitere Entmaterialisierung der Linken bis zur Gründung der neubürgerlichen Partei der Grünen), dessen Ziel ökonomische Gleichheit gewesen war, eine Ersatzideologie für die Parteien, die sich einst für Arbeiter und kleine Angestellte engagiert hatten.
Die westlichen Eliten unterstützten diese Politik nicht aus ökonomischen Gründen, sondern weil sie zur kulturellen Leitideologie des westlichen Bürgertums wurde (Marsch durch die Institutionen, Helmuth Schelsky) und sich als Leitideologie des “virtue signalling” perfekt eignete: Ohne Eigentum oder materielle Vorteile abzugeben, war es dem Bürgertum möglich, sich aufgrund von Sprechakten moralisch überlegen zu fühlen, während die Dichotomisierung voranschritt und das untere Drittel der Gesellschaft verarmte und in jenes Elend absackte, das wir heute bei den alleinerziehenden Eltern und Kindern der Unterschichtsfamilien, Mülltonnen durchsuchenden Rentnern oder in Form bettelnder Migranten erblicken.
In den letzten zehn Jahren kam noch die Transgenderideologie hinzu, die manche Kritiker als Wachstumsindustrie kritisieren und somit zu ökonomisieren versuchen (Transgenderideologie als Ausbeutungsideolgie), doch überzeugt diese Argumentation nicht – die Kastration Minderjähriger im Namen der sozialen Gerechtigkeit und ihrer Selbstbestimmung ist wie die ganze Agenda ein rein kulturelles, kein wirtschaftliches Phänomen.
Die Pandemie als Wirtschaftspolitik
Die Pandemiepolitik war, wie wir durch die RKI-Files oder die Pfizer-Dokumente und viele andere Quellen wissen, keine Gesundheits-, sondern eine Wirtschaftspolitik. Sie etablierte eine neue pharmakologische Megaplattform (Immunisierung mit Nukleinsäuren durch Transfektion oder Infektion von Körperzellen und deren Zerstörung durch das Immunsystem). Außerdem ging sie mit dem Versuch einer gewaltigen Kontrolle der Bewegung und des Verkehrs von Menschen durch digitale Zertifikate einher, ein Projekt, das Michel Foucault mit Sicherheit unter der Rubrik “surveiller et punir” (Überwachen und Strafen) klassifiziert hätte.
Die Pandemiepolitik muss ähnlich verstanden werden wie die ständige Kriegsführung der USA, die sich seit den 1990er Jahren intensiviert und zu keinem einzigen wirklichen militärischen Erfolg geführt hat. Beide Politikansätze hatten aber eine sehr wichtige Funktion, nämlich öffentliche oder zumindest gemeinschaftliche Mittel (Steuergelder, Sozialversicherungsbeiträge oder private Krankenversicherungsbeiträge) für von Privatfirmen produzierte Güter zu verausgaben, die unabhängig von ihrem Nutzen ständig neu beschafft werden müssen: Eine ideale Vorgehensweise, um öffentliche Mittel zu privatisieren.
Die Kosten und ihre Folgen
Kommen wir zu den Kosten des vor unseren Augen vergehenden Herrschaftsmodells. Die Dekarbonisierungsagenda hat deutlich zur Deindustrialisierung des Westens beigetragen. Insgesamt ist eine Situation entstanden, in der wir bei geringer Basisproduktionskapazität keine Möglichkeit haben, einen rasch steigenden Bedarf an Rüstungsgütern zu decken, wie wir im Ukrainekrieg gesehen haben.
Die Kosten der Dekarbonisierung für die Allgemeinheit sind enorm, doch ein guter Teil der Erträge geht an westlichen Eigentümereliten vorbei, da ihre Kollegen aus China den Löwenanteil der Infrastruktur bereitstellen. Die Wirtschaftskraft sinkt und damit verfällt auch die Möglichkeit, Macht nach außen zu projizieren. So kann ein Land wie die USA, das ein gewaltiges Handelsbilanzdefizit von etwas unter 1.000 Milliarden USD aufweist, ohne starke Wohlstandsverluste noch nicht mal einen Handelskrieg führen.
Der Westen muss sich also reindustrialisieren oder auf die Dauer bedeutungslos werden oder sogar unter die Fremdherrschaft geraten wie einst Athen nach der Niederlage gegen Sparta. Daher werden die USA die Dekarbonisierungsagenda beenden, und falls der hegemoniale Einfluss auf Europa noch ausreicht, dann auch bei uns, damit wir wieder tatkräftig zum Erfolg der Hegemonialsphäre beitragen können.
Auch die Massenmigration hat die westlichen Gesellschaften geschwächt. Der Bedarf an billigen Arbeitskräften ist längt mehr als gesättigt. Doch der Zustrom geht weiter, was die innere Sicherheit zerrüttet und zu immer mehr Gewalttaten an hilflosen Opfern führt, die ihr Leben lang gelernt haben, dass dem Staat das Gewaltmonopol gebührt, oder wie neulich in Aschaffenburg noch zu klein sind, um überhaupt verstehen zu können, wie ihnen geschieht, bevor sie verbluten.
Die Bevölkerung erkennt, dass offene Grenzen mit Menschlichkeit nichts zu tun haben
Die Zahlung von Sozialleistungen und Erbringung staatlich bezahlter Leistungen wie der medizinischen Versorgung oder der Bereitstellung des Verwaltungs- und Justizsystems für viele Millionen Menschen, die zum Erhalt der Systeme nichts beitragen, erodiert die Leistungsfähigkeit dieser Systeme. Die Bevölkerung erkennt, dass offene Grenzen mit Menschlichkeit nichts zu tun haben und begehrt an der Wahlurne gegen diese Zustände auf, wenn auch noch nicht auf der Straße, wo wir derzeit lediglich Menschen sehen, die ohne sich dessen klar zu werden für eine weitere Zerstörung des Gemeinwesens protestieren.
Soziale Gerechtigkeit in Form von Identitätspolitik hat vor allem Opportunitätskosten erzeugt: Gelder, die für diese Politik ausgegeben werden, stehen für andere Vorhaben nicht zur Verfügung, und Personen, die aufgrund identitätspolitischer Kriterien qualifizierterem Personal vorgezogen wurden, blockieren Stellen und erzeugen durch ihre geringere Kompetenz weniger Nutzen oder gar Schaden, wie etwa an der Uni Harvard oder bei der Feuerwehr in Los Angeles. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Beispiele in Wirtschaft und Verwaltung. Sie hat aber auch Opfer erzeugt, insbesondere in Ländern wie USA, Kanada oder dem Vereinigten Königreich, wo die Transagenda zur Inhaftierung von Männern in Frauengefängnissen oder zur Kastration Minderjähriger geführt hat.
Die Pandemie- und Kriegspolitik hat einer sehr kleinen Minderheit zwar einen dauerhaften Zufluss öffentlicher Mittel verschafft, jedoch keinen Nutzen gestiftet. Vielmehr richteten die medizinisch sinnlosen Maßnahmen der Pandemiepolitik ausschließlich Schaden an, während die US-Kriegspolitik in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und vor allem auch in der Ukraine dem Westen keinen machttechnischen Vorteil gebracht hat; die Situation in der Ukraine schadet vielmehr dem westlichen Machtanspruch massiv.
Insgesamt haben die westlichen Eigentumseliten zwar von den Politikschwerpunkten der letzten 20 Jahre profitiert, aber längst nicht so stark, wie sie es sich vorgestellt hatten. Doch die westlichen Gesellschaften haben unter diesen Schwerpunkten sehr gelitten und sind dadurch volkswirtschaftlich und militärisch geschwächt worden.
Ihre kulturelle Schwächung war und ist hingegen ein spontaner Prozess, der historisch bei allen Imperien ganz normal ist: Nach einer sehr langen goldenen Phase der produktiven Hegemonie, die wir seit der Renaissance in den letzten 500 Jahren erlebt haben und in deren Verlauf wir die anderen Hochkulturen wie die islamische Welt, die indischen Moguln oder China überholten, tritt nun eine Phase des Niedergangs ein. Insgesamt wird der Westen schwächer.
Doch die sich abzeichnende Niederlage im Ukraine-Krieg scheint die politische Willensbildung der Eigentumseliten nun aufgeweckt zu haben. Man hat anscheinend erkannt, dass eine Fortsetzung der bisherigen Politikschwerpunkte in relativer kurzer Zeit zu einem weitgehenden Machtverlust führen könnte. Daher scheint sich nun innerhalb der Eliten eine modifizierte Politik durchzusetzen, um die alte Machtposition zu erhalten oder zu restaurieren.
Was wir erwarten können - und was nicht
Nachdem die Eigentumseliten umgedacht haben, stellten sich viele hinter Trump, der als Anführer der Träger des Politikwechsels ausgewählt wurde. So wurde seine erneute Wahl begünstigt. Wir müssen davon nicht nur einen Politikwechsel in den USA erwarten, sondern auch in Europa, das politisch seit 1949 im Westen und seit 1991 auch in Mitteleuropa sehr weitgehend unter dem Einfluss der USA steht. Welche Politikbereiche werden sich verändern? Nun, diejenigen, die man braucht, um die eigene Machtposition wieder zu stabilisieren, so gut es angesichts des kulturellen Niedergangs möglich ist.
Mit Sicherheit wird es ein Ende der DEI-Agenda geben, da dies relativ leicht zu bewerkstelligen ist und viele aufgebrachte Wähler beruhigen wird: Es wird weniger Identitätspolitik geben, also letztlich weniger mit inkompetenten Führungskräften besetze Posten, weniger Kastration Minderjähriger, weniger Lesungen Transsexueller bei Kinderveranstaltungen (Drag Queen Story Hour), weniger Geld für verschiedene identitätspolitische Zwecke wie den Aktionsplan “Queer Leben”.
Sodann wird man die Massenmigration stoppen und so gut es geht rückgängig machen. Denn eine zuverlässige Industrieproduktion braucht eine innerlich friedliche, stabile und sichere Gesellschaft, in der die Ingenieure und Arbeiter in Ruhe in ihre Büros und Fabriken gehen können, um Kriegsgüter und andere Industrieprodukte herzustellen, ohne die es keine Machtbasis geben kann. Es ist auch nicht gut, wenn eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung in Angst und Unruhe ist und sich innerlich vom Staat abwendet. Dies führt nur zu Korruption, Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung. Eine Wende in der Migrationspolitik wird die Zustimmung zum staatlichen Handeln und die Loyalität der Bürger wieder verbessern.
Des weiteren steigen die USA aus der Dekarbonisierungsagenda aus, und falls sich dort die Einsicht durchsetzt, dass es hilfreich ist, wenn es in Europa ebenfalls eine Rüstungsindustrie mit hoher Produktionskapazität gibt, dann wird man auch hier die Dekarbonisierung abwickeln. Das mag aus der heutigen Situation, in eine breite Mehrheit der Trägerschicht von der Notwendigkeit der Dekarbonisierung vollkommen überzeugt ist, seltsam klingen.
Doch wenn man das IPCC, die akademischen Institutionen und Vorfeld-NGOs, die sich mit dem Thema befassen, von der Finanzierung befreit und die Medien umdirigiert, dann ist das Thema schnell erledigt. Denn wie bei der COVID-Phase ist Kohlendioxid ohne ständige Medienberichte nicht sichtbar und damit nicht erfahrbar, weil beide Themen eben nur krass marginale Effekte der Wirklichkeit betreffen.
Wo keine Veränderung zu erwarten ist
Kommen wir zum Finanzsystem sowie zur Gesundheits- und Kriegspolitik. Hier sollten wir keine Veränderung erwarten. Der letzte Präsident der USA, der den Plan hatte, die FED zu verstaatlichen und das Teilreservesystem zu reformieren, war J.F. Kennedy. Danach hat es niemand mehr versucht. Auch Trump wird die fundamentale Machtquelle seiner Förderer und Geldgeber, der Eigentumselite, nicht antasten.
In der Gesundheitspolitik wird sich auch nichts Fundamentales verändern. Moderne westliche Bevölkerungen sind darauf konditioniert, ungesund zu leben und spätestens ab dem vierzigsten Lebensjahr mit dem chronischen Gebrauch von Arzneimitteln zu beginnen, Frauen idealerweise schon ab 14 (mit oralen Kontrazeptiva). Daran wird sich nichts ändern, auch wenn in absehbarer Zeit höchstwahrscheinlich keine virale Pandemie mehr ausgerufen und durchgesetzt werden wird.
Unabhängig davon wird der Nominalwert des konsumierten Gesamtvolumens an Arzneimitteln weiterhin deutlich schneller anwachsen als die Inflationsrate wie seit vielen Jahrzehnten. Unstrittigerweise sind darunter allerdings auch sehr wichtige Medikamente der essentiellen Basisversorgung sowie großartige Innovationen, deren Entwicklung und Produktion nur Großunternehmen leisten können. Insofern hat ein wichtiger Teil der Pharmaausgaben auch seine absolute Berechtigung.
Auch bei der Kriegspolitik wird es wohl keinen drastischen Kurswechsel geben. Wenn der skizzierte Politikwechsel gelingt, sollte der Westen allerdings wieder in die Lage kommen, Kriege nicht nur zu beginnen, sondern auch zu gewinnen. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Zunächst steht uns erst einmal eine Niederlage in der Ukraine bevor.
Was bedeutet das für uns Bürger?
Die Politikschwerpunkte der letzten zwanzig Jahren haben den Niedergang des Westens beschleunigt und zu Wohlstandsverlusten geführt. Sollte die sich nun abzeichnende Restaurationstendenz sich verwirklichen, könnte das den Niedergang bremsen und allen Bürgern des Westens nützen. Insofern können wir, wenn die hier formulierte Hypothese sich als richtig erweist, den Veränderungen mit einer Aussicht auf Erleichterung entgegensehen.
Allerdings ist der kulturelle Niedergang kaum umzukehren, er ist als Trend sehr fundamental und wird von klugen Beobachtern wie Ortega y Gasset, Thorstein Veblen, Martin Heidegger, Lewis Mumford oder Oswald Spengler schon seit hundert Jahren beschrieben.
Was diese Leute sahen, war nicht das Ergebnis von Kulturpessimismus, wie es in der alten Bundesrepublik ständig hieß, sondern von Realismus, auch wenn der Ausweg, den beispielsweise Heidegger beschrieb, untauglich und verheerend war. Doch für uns kommt es auf die nächsten Jahre und Jahrzehnte an. Eine Abkehr von der vermeidbaren Selbstzerstörung wäre schon hilfreich, auch wenn eine echte Revitalisierung des Westens unrealistisch erscheint.
Dr. Jobst Landgrebe leitet den Forschungsbereich einer Biotechfirma. Nebenbei hat er eine Gastprofessur für Wissenschaftstheorie an der Uni Lugano (CH) mit den Forschungsschwerpunkten Künstliche Intelligenz und Ontologie der Mathematik und Physik.
>>Die Pandemiepolitik war, wie wir durch die RKI-Files oder die Pfizer-Dokumente und viele andere Quellen wissen, keine Gesundheits-, sondern eine Wirtschaftspolitik. Sie etablierte eine neue pharmakologische Megaplattform (Immunisierung mit Nukleinsäuren durch Transfektion oder Infektion von Körperzellen und deren Zerstörung durch das Immunsystem). Außerdem ging sie mit dem Versuch einer gewaltigen Kontrolle der Bewegung und des Verkehrs von Menschen durch digitale Zertifikate einher, ein Projekt, das Michel Foucault mit Sicherheit unter der Rubrik „surveiller et punir“ (Überwachen und Strafen) klassifiziert hätte.<< ## Sie haben übersehen, dass die Wirtschaft gleichzeitig in eine Kriegswirtschaft überführt wurde. Die Führung durch Militär. Die Pandemiepolitik hatte eine militärische Komponente. Man darf sich nur Militär nicht vorstellen wie 1914-1916. Es war die globale Erprobung eines Biowaffenprogrammes. Es begann mit der Alpha – Variante und endete mit Omikron. Wenn wir jetzt griechisch verstehen könnten, wüssten wir, dass Omikron das kleine Omega ist. Alpha und Omega. Die Omikron-Variante hat mit einer schnelleren Verbreitung, aber milderer Auswirkung die gefährlichen Stämme verdrängt und damit die „Plandemie“ beendet. Dieses Biowaffenkonzept ist global getestet worden, weil es nur global getestet werden kann. Die Frage ist nur, gegen wen die Waffe gerichtet werden soll. Alle bekannten Fronten militärischer Art sind in diesem Konzept niedergerissen worden. Daszac und Fauci haben im kommunistischen China die GoF-Forschungen finanziert und betrieben. Die Deutschen Stichwortgeber und die französischen Labor-Konstrukteure in Wuhan. Bei der Einweihung des Labors war Yves Lévy anwesend, der zufällig der Ehemann der frz. Gesundheitsministerin ist. Der WHO-Chef m/l Terr… Wer war die 13. Schwester, die nicht eingeladen war? Gegen wen richtet sich dieses Verbrechen wirklich? Ist es wirklich der globale Krieg der Eliten gegen die Völker. Was soll man anderes denken?
@ Ostrovsky: wir sind auch geographisch ein Dreieck. Ost, West , Süd. Unter der Annahme, dass Schuster in München-Haar lebt.
@Gerd Maar : >>@Johannes Schuster: Ihr stream of consciousness hat heute geradezu Ostrovskysche Qualität…<< ## Ich habe einen Begriff gesucht. Und habe ihn gefunden: „Absurdes Dreiecksverhältnis“. Ich bedauere, dass Lutz Herrmann nicht den Mut hat, sich bei uns zum Vierer einzuschleimen. Aber er ist etwas schüchtern und wagt es nicht, die Leute direkt anzusprechen. Mögen hätte er schon gewollt, aber dürfen hat er sich nicht getraut. Da sind wir alten Recken aus einem ganz anderen Holz.
„Palästina 1880 ff. wurden von Einwanderern gegen Widerstand“.
Wir haben ‚s kapiert.
Du magst keine Juden und mit Geschichte haste’s auch nicht so.
Armer Tropf.
Die Nachfolger der Feudalisten haben gelernt, vor nicht mehr beherrschbarer Verselbständigung der verführten Massen rechtzeitig umzuschwenken, um nicht am Ende ihr Vermögen und sogar ihr Leben zu verlieren. Es gibt zwei Methoden, die Bürger zu schröpfen: Deren Wertschöpfung steigern für eine Abgabe oder deren Vermögen vergeuden für ein Geschäft. Das erste ist stabiler, das zweite bleibt übrig, wenn erstes nicht mehr gelingt.
@ Klar Wenn man sich wehrt, heißt das ja nicht mit Gewinngarantie. Aber sich nicht zu wehren hat Verlustgarantie. Wie man die Remigration regeln kann, passt auf einen Bierdeckel. An der Stelle zitiere ich gerne Migrationslobbyist Yascha Mounk, dabei könne es zu Verwerfungen kommen.
@ Klar Die amerikanischen Ureinwohner waren technologisch unterlegen und haben eben zu spät reagiert. Wir? Wer Waffen und Geld hat die Grenzen der Ukraine gegen Russland zu verteidigen, kann auch die eigenen Grenzen verteidigen.