...weiß ich dummerweise nicht. Aber dafür weiß ich, was der große amerikanische Komiker über den Meister und sein Opus Magnum zu sagen hat. Und wenn der eine Leser oder die andere Leserin jetzt schon befürchtet hatte, ich wolle 1000 Seiten mehr als komplizierte Wirtschaftsheorie aus der Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges plus Vor- und Nachwort empfehlen, so kann ich Sie beruhigen und versichern, dass O’ Rourke extra für uns Laien das wichtigste auf 220 Seiten zusammengefasst und mit ein paar unverzichtbaren Hinweisen für alle versehen hat, die es doch wagen sollten, im Original nachzuschlagen: Merkantilisten, das sind die Globalisierungsgegner von damals; nein, auch wenn es so aussieht, Smith kritisiert nicht die Marxsche Arbeitswerttheorie, die konnte er noch nicht kennen, Marx hat sie bei ihm abgeschrieben und nicht kapiert, dass sie Smith überhaupt nur aufgestellt hat, um sie auch gleich wieder zu erledigen; das lange Kapitel über die Silberwerte versteht auch sonst niemand, vielleicht hat es nicht einmal der Autor selbst verstanden, Sie brauchen also nicht an ihren intellektuellen Fähigkeiten zu zweifeln…
Also, wenn Sie mitreden möchten: P.J. O’Rourke - On the Wealth of Nations. Reicht vollkommen und ist außerdem ein riesengroßes Vergnügen! Nur die erste Hälfte des zweiten Kapitels des vierten Buches, die schauen Sie sich nochmal selbst an, ganz in Ruhe, eine halbe Stunde. Da stolpern Sie auch über die berühmt-berüchtigte ‘unsichtbare Hand’. Ich habe so viel angestrichen, dass fast kein Rand mehr zu sehen ist.
Und wenn ich Sie nicht überzeugen konnte, dann kann es vielleicht O’Rourke selbst. Hier stellt er sein Buch beim CATO-Institute vor.