Viele hatten die Briefe in der Weihnachts- und Neujahrspost: Zum Jahreswechsel grüßten die Krankenkassen mit Beitragssprüngen und kündigen selbige auch für 2026 an. Bei der Aufzählung der Kostentreiber lassen sie aber Lücken.
Zum Jahresende bekam ich einen liebevollen Brief von meiner Krankenkasse. Wirklich liebevoll. Klar, steht auch drin, dass sie die Beiträge erhöhen, aber ich muss mich um nix kümmern, macht alles die Kasse. Und „Rentner:innen“ brauchen auch nur die Hälfte der Erhöhung zu bezahlen. Also ich fühle mich echt voll umsorgt. Ein bissel bange macht mir, dass für 2026 schon wieder eine Erhöhung angekündigt wurde. Aber da muss ich wahrscheinlich auch wieder gar nix selbst machen, und vielleicht bin ich dann immer noch Rentnerin und brauch wieder nur die Hälfte der Erhöhung bezahlen. Mal sehen.
Gestiegene Gesundheitskosten machen diese Erhöhung nötig. Ich grübele, seit ich den Brief geöffnet habe, was damit gemeint ist. Ich bin nicht öfter zum Arzt gegangen als in vergangenen Jahren. Beim Zahnarzt zahle ich jetzt bei fast jeder Sitzung etwas zu, was die Kasse nicht mehr übernimmt. Wo sind die Kosten gestiegen? Natürlich, das sind die explodierenden Energiekosten. Die Gehälter der Vorstände der Krankenkassen mussten sicher auch steigen, die Angestellten haben ja auch mehr bekommen. Aber ist damit die Erhöhung gerechtfertigt? Ach so, das Pflegepersonal – klar, denen wurde in der sogenannten Corona-Pandemie ja großzügig versprochen, sie bekommen mehr Geld. Klar, da kommt einiges zusammen. Und Diesel für die Notstromaggregate in den Krankenhäusern und Einrichtungen ist auch teurer geworden. Essen – klar, Verpflegung ist auch teurer geworden, denken Sie nur mal an die Butterpreise…
Oder kann das auch daran liegen, dass ich sehr viel öfter als noch vor ein paar Jahren das Martinshorn höre? Wahrscheinlich kommt mir das nur so vor. Da fällt mir ein, wir haben ja seit 2015 ziemlich viele „Menschen geschenkt bekommen“. Die müssen auch alle mal zum Arzt, ins Krankenhaus, das Gebiss sanieren lassen oder in die Psychiatrie. Liest man ja hin und wieder, dass viele von denen Traumata haben und deswegen behandelt werden müssen. Also in der Psychiatrie, deswegen können viele auch nicht ins Gefängnis, klar, das sind dann gestiegene Gesundheitskosten. Obwohl, die zahlen auch ihre Beiträge, jedenfalls einige.
Wie viele Beitragszahler kommen?
Na gut, in den letzten Jahren hatten wir ziemlich viele Verletzungen durch Messer, die müssen auch bezahlt werden, Operationen, Nachbehandlungen und was so dran hängt. Klar, da ist sicher einiges zusammengekommen. Kann ja jetzt kaum noch passieren, denn zum einen gibt es Messerverbotszonen und Herr Merz verspricht, als Kanzler ganz hart durchzugreifen: Schon bei der zweiten Straftat soll es für ausländische Straftäter wieder nach Hause gehen. Also bezahlen Herr Merz und seine Kollegen dann einen Heimflug und auch wieder eine kleine Startprämie? Aber das sind keine Gesundheitskosten, die schlagen bei meiner Kasse nicht zu Buche.
Bei der „Alpenprawda“ liest sich das auch ziemlich logisch:
„Die Ausgaben für Krankenhäuser und Medikamente würden ‚praktisch ungebremst‘ steigen, ohne die Versorgung der Patienten zu verbessern. Statt die Strukturen zu reformieren, habe die Politik die Rücklagen der Krankenkassen abgeräumt. Die Folge seien die höheren Beiträge.“
Wie ich schon dachte, die Gehälter, die Kosten, auch für Medikamente – alles gestiegen…
Andererseits, wenn ich so ab mittags in meine City gehe, wundere ich mich schon in den letzten Jahren immer häufiger, wie viel – sagen wir mal „Neubürger“ jetzt offensichtlich in Leipzig wohnen. Also auffällig viele andere Sprachen als sächsisch, naja oder deutsch, und auch viele, die sich doch anders kleiden, als ich das so aus dem Stadtbild gewohnt war. Die kriegen natürlich auch Kinder, da haben wir‘s wieder – Kinderarzt, Allgemeinarzt, Zahnarzt, Gynäkologe, Rollator, Rollstuhl und so weiter, logisch, da kommt etwas zusammen. Wie hoch ist verglichen damit der Anteil der Asyl-Zuwanderer, die auch Beiträge einzahlen?
Nehmen wir eine der großen Zuwanderergruppen des letzten Jahrzehnte, die Syrer. Nach Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), also der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, lag die Beschäftigungsquote der syrischen Migranten im erwerbsfähigen Alter immerhin bei 42 Prozent. Eine klare Mehrheit der Erwerbsfähigen zahlt also keine Krankenversicherungsbeiträge, profitiert aber von den Leistungen, die alle Beitragszahler finanzieren. Das dürfte bei etlichen anderen Migrantengruppen ähnlich sein.
Über diesen Kostenfaktor soll aber nicht gesprochen werden, obwohl angesichts der Asylbewerberzahlen ein weiteres Wachstum zu erwarten ist.
Erst mal feiern
Aber gut, fragen wir uns zum Jahreswechsel versöhnlich, ob es noch ein paar harmlosere Ursachen für die Beitragserhöhung geben könnte. „Gestiegene Gesundheitskosten“ könnten schließlich auch ob der vielen Veganer anfallen. Deren Mangelernährung – nichts anderes ist es, wenn wir ehrlich sind – kann zu gesundheitlichen Problemen führen, die auch in Krankenkassenkosten münden. Aber entgegen der Darstellung von Ernährungswende-Predigern sind das so viele gar nicht, die sich ganz ohne tierische Zutaten ernähren. Deren Zahl ist zu klein, als dass wegen ihnen in diesem Jahr und im nächsten Jahr wieder die Beiträge erhöht werden müssen. Long-Covid?
Tja, ich muss wohl weiter darüber nachdenken. Oder ich frag mal direkt bei meiner Kasse. Erst mal feiere ich heute Silvester, schön sächsisch mit Kartoffelsalat und Würstchen. Mitternacht kracht es hoffentlich ordentlich. Ich habe mich immer gefreut, wenn Böllerverbote (da könnten auch Gesundheitskosten minimiert werden) so gar nicht greifen wollten. In der sogenannten Pandemiezeit hat es bei mir in Leipzig aus Gohlis und aus‘m Zentrum richtig ordentlich gekracht. In der Leipziger Volkszeitung (LVZ) gab es eine Umfrage: 61 Prozent der Beteiligten waren für ein Böllerverbot, nur 30 Prozent dagegen. Ich schreibe Ihnen gern, wie es hier zuging, also wie laut, hell und bunt diese 30 Prozent den Jahreswechsel gestalteten. Auf jeden Fall alles Gute für Sie, kommen Sie gut ins neue Jahr und passen Sie auf sich auf, damit Sie die Gesundheitskosten nicht in die Höhe treiben...
Clara Hagen, lebt und arbeitet in Leipzig. Das Pseudonym bräuchte sie nicht mehr, aber sie hat sich daran gewöhnt.
Was dem Artikel fehlt ist eine deutliche Abgrenzung zur AFD. Ein: alles wird schlechter aber die AFD hat auch keine Lösung hätte vielleicht gereicht.
aok plus neuer-beitragssatz-fuer-2025: Nobereit, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender für die Arbeitgeberseite, kritisiert, „dass der Bund seinen Verpflichtungen nicht nachkomme und kein angemessener Beitrag für die Versorgung von Bürgergeldbeziehenden geleistet werde, was zu einer jährlichen Finanzierungslücke von etwa zehn Milliarden Euro führe.“ Tagesschau 16.10.2024: „Der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geht für 2025 von einer Finanzierungslücke in einer Größenordnung von 13,8 Milliarden Euro aus.“ „…sozialpolitischer Skandal, dass der Lückenschluss allein den Beitragszahlenden aufgehalst wird.“
Ich denke, der Schlüssel zum Verständnis beim größten Kostentreiber der letzten Jahre liegt in der Einschränkung „im erwerbsfähigen Alter“, was sicher nicht nur die qua Familiennachzug nachgekommenen Omas, Opas, Großonkels etc. ausschließt, sondern auch die Traumatisierten, die anderweitig Gestörten, die Schwangeren, alle Kinder natürlich, und, den Trick kennt man noch von vor 2015, alle die in Maßnahmen sind, sei es im Deutschkurs, im 2. Deutschkurs, im 3…, im Bewerbungstraining, im 2…. wie auch in Qualifizierungsmaßnahmen wozu neuerdings auch der Führerscheinerwerb gehört. Von den verbliebenen in Wahrheit eher im 10-%-Bereich zu verortenden tatsächlich sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Neubürger dürften auch die wenigsten als z.B. Arzt in Bernburg mindestens durchschnittliche Verdienste (offiziell) erhalten m.d.F., dass der anteilig geleistete Beitrag seinerseits kaum kostendeckend sein dürfte. Unterm Strich ergibt sich bei dieser monetären Betrachtung ein gigantisches Verlustgeschäft, außerdem eine langanhaltende Beitragssteigerungslawine; nicht nur 2026, auch danach dürften die Beiträge sofern keine wesentlichen strukturellen Änderungen erfolgen eher in noch größerem Maße steigen. Zum Glück gleicht die Buntheit das alles mehr als aus!! Und was habe ich mich drauf gefreut!!! Zu Recht!!!! Und als ich 2015 schon meiner Freude Ausdruck gab, freute sich manch einer in meinem Umfeld noch mehr!!!!!
Viele der Leserbriefe hier erinnern ein ganz kleines bisschen an die Aussage einer Rentnerin, welche daraufhin wegen Volksverhetzung zu einer relativ hohen Geldstrafe verurteilt worden ist. Also, liebe Mitkommentatoren, bei allen berechtigten Hinweisen auf die Gründe für die Kostensteigerungen bei den Sozialabgaben, bleibt vorsichtig, Hinweisgeber könnten mitlesen.;-)
Erst muss die CO2-Steuer bezahlt werden, dann das Personal. Wir zahlen mit unseren Kassenbeiträgen jedes Jahr mehr für tote Windmühlen als für lebende Menschen, die sich mit unserer Gesundheit befassen.
Der „Kulturaustausch“ ist noch lange nicht abgeschlossen. Kulturaustausch, bekommt im Sinne von Frau Clara Hagen’s Meinung eine völlig neue Bedeutung. Ist erst einmal das Kalifat errichtet, jubelt eine KGE: „das habe ich mir immer gewünscht“! RH ergänzt: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum KOTZEN und wußte mit DDDD noch nie etwas anzufangen; und weiß es bis heute nicht (so in etwa)!!! Das ist der perfekte Eliten, Wächter- und Pöbelstaat! Alles so gewählt. Nimm es dem Pöbel, gib es den Eliten! Diese Machthabenden brauchen keine zwölf Jahre und Ihr werdet DDDD nicht wiedererkennen. Im übrigen bin ich der Meinung, Gangster gehören in den Knast!
Leider sind meine Frau und ich als Rentner Zwangsmitglieder in der gesetzlichen Krankenkasse, obwohl wir im Ausland wohnen. Jeden Monat müssen wir Geld rausschmeißen für etwas, was wir nie in Anspruch nehmen. Deutschland, das Land der Zwangsgebühren! Die GEZ konnten wir noch verweigern, aber bei den Krankenkassenbeiträgen hat man keine Chance. Die werden nämlich gleich von der Rente (und der Zusatzrente) abgezogen.