Tamara Wernli / 03.05.2022 / 14:00 / 16 / Seite ausdrucken

Warum soziale Medien krank machen

Studien zeigen, dass die Plattform Instagram vor allem für Mädchen und junge Frauen sehr schädlich sein und psychische Erkrankungen fördern kann.

 

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Joe Lohmann / 03.05.2022

P.s.: Noch eine Empfehlung zur Hintergrund-Literatur, in der ein Teil der Historie des Aufbaus einer illusionaeren Parallelwelt - das “Metaverse” laesst gruessen - durch die amerikanische Medien- und Unterhaltungs-Industrie bis knapp ueber die Jahrtausendwende (okay, steckte war die Generation der “Digital Natives” noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen) als Dokumentation einer langsamen Verknuepfung von Technologie und gesellschaftlichem Wandel aufarbeitet: Chris Hedges (2009): Empire of Illusion - “The End fo Literacy and the Triumph of Spectacle” Publ.:  Random House of Canada ISBN: 978-0-307-39846-8 Gern auch als gedruckte Hardcopy,  aber nicht eben als Gute-Nacht-Lektueure - empfohlen. Fuer Leser mit wenig Zeit: Ab Mitte Kapitel III beginnt man, die perfide Strategie der psychologischen Beeinflussung durch geschicktes, gezieltes Infotainment zu verstehen, die Manipulation der Gesellschaft durch den Schulterschluss zwischen Konzernen aller Sektoren und der Unterhaltungsindustrie, der sich seit den spaeten 90er Jahren in Nordamerika bis in die universitaere Ausbildung hinein zieht. Ein spannendes Buch - wenn auch keines, das den Leser in eine himmelblaue Stimmung zu versetzen vermag. Aus Ottawa, Joe Lohmann

Joe Lohmann / 03.05.2022

Liebe Frau Wernli. Dass stundenlanges Ein- und Abtauchen in soziale Medien nachtaltig psychische Stoerungen ausloesen koennen, diese Erkenntnis ist hier in Nordamerika in Forschung und Aerzteschaft leider seit Jahren etabliert, auch das weibliche Teenager und junge Frauen da, offenbar so im Verhaeltnis 60 zu 40 staerker betroffen sind als ihre maennlichen Altersgenossen. Nur befaellt die staendige Sorge, nicht “connected” zu sein und moeglicherweise die letzten Tweets und Facebook-Eintraege irgendwelcher virtuellen “Friends” zu verpassen, auf dieser Seite des Atlantik offenkundig auch mehr und mehr Frauen (und ja, auch Maenner) jenseits der 35. Allein in meinem Bekennatenkreis kenne ich eine Reihe von Faellen, in denen selbst Grossmuetter dezente Panik packt, wenn sie drei Schritte ohne das stets empfangsbereite Tablet machen. Letztere zeigen sich zwar weniger empfaenglich fuer die stets in den Networks praesenten “Celebrity News”, aber das letzte “Selfie: auf Instagram zu verpasen,, ja das beginnt auch in jener Altersgruppe Verlustaengste gegenueber dem immer aktuell dabei sein auszuloesen. In dem Punkt ist die “Digitalisierung” des sozialen, des persoenlichen Lebens in USA und Kanada nun auch bei den Senioren angekommen. Die Folgen sind unuebersehbar und sind mittlerweile als definierbare Krankheitsbilder in die Praxis der Behandlung eingegangen.  Im Interview mit Rogers City News berichtete im vergangenen Jahr ein Psychologe der hiesigen Uni von der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden fuer High School Schuler und Studenten, bei denen gar als psychosomatisch ausgeloeste Herzrhythmusstoerungen nach Entzug des Zugangs zu sozialen Medien fuer jeweils mehr als anderthalb Stunden diagnostiziert worden war (nach im Interview zitierten Studien sollen kanadische Studenten in ihrer Freizeit im Schnitt bis zu zehn Mal in der STunde ihre sozialen News und Kontakte checken) Wie geht es wohl weiter, in Zukunft, “digital” und “stets connected”?

Volker Kleinophorst / 03.05.2022

PS.: Sorry, noch ein Zusatz. Wie immer leiden Frauen ganz besonders. Besonders unter dem was sie sich gegenseitig antun. Wer sind die Mobber? Die Petzer. Und Wer sind die Petzer? In der Regel Menschen ohne Penis.

Volker Kleinophorst / 03.05.2022

Der Begriff asoziale Medien träfe es besser. Wobei es auch schon asoziale Printmedien gibt und gab. Damit es überhaupt eine Art Ausgleich gibt, sollte daher alle Meinungen (Genau! Gerade die, die niemand hören will)  zugelassen sein. Alles andere ist Propaganda.

Bernhard Freiling / 03.05.2022

Papperlapapp # Den Unterschied zwischen Jungs und Mädchen gibt’s doch gar nicht. Sollten sich “Meechen” anders verhalten als Jungs, ist das ein Erziehungsfehler. Hochwahrscheinlich hervorgerufen durch die Unfähigkeit “alter, weisser Männer”.  # Abgesehen davon: Haben Sie denn die Medien nicht verfolgt? “Richtige Mädchen” spielen nicht mehr mit Puppen, die wollen auch keine Nasen- oder Schamlippenoperation. Die wollen gleich die FzM-Transformation. Zu Millionen, oder sind’s schon Hunderttausende? Solche Typen wie Ganserer (m/w/d) sind doch voll out. # Ganz im Ernst:  Es sind m.E. nicht die sozialen Medien. Die spielen nur den “Kulturfolger”. Es sind “unsere” Schulen, “unsere” Politiker, “unsere” Medien, die diesen Unsinn zum frühestmöglichen Zeitpunkt in die Köpfe der Kinder hämmern. Ohne Unterlaß, kritiklos und ideologisch völlig neben der Spur. Und: Es sind die Eltern, die diesen herbei halluzinierten Mist (stillschweigend?) hinnehmen.

S. Andersson / 03.05.2022

soziale Medien??? Das ist ja alles ... aber niemals sozial .... das ist Verblödungskultur ... genau wie Fernsehen, es sei denn man versteht das es NUR um Manipulation also Geld & Macht geht. A-Sozial ist ebenfalls das die Eltern sich nicht mit den Kindern darüber unterhalten .... oder sind die selber nicht in der Lage dazu. Wenn ich mir die Situation in D und der Welt anschaue .... Medial etwas darüber lese .... dann bin ich sicher das die allermeisten in einer Mischung aus ANGST sich anpassen. Noch weigere ich mich zu glauben das alle so derart Dumm sein können .... aber ganz sicher ist das die soziale Medien (????) unverantwortlich sind.

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