Diese tollen Tage in Thüringen ändern so manches. Wurde die AfD bislang in nahezu allen Medien und den meisten Politikern als rechtspopulistisch bezeichnet, so handelt es sich seit ihrer Stimmabgabe für den FDP-Politiker Thomas Kemmerich unüberhörbar oft um „Faschisten“. Offenbar ist es besonders schlimm, wenn Rechtsausleger einen Liberalen wählen.
Aber unabhängig vom Wandel der Sprache wird allenthalben der Eindruck vermittelt, dass es für einen Amtsinhaber quasi unausweichlich ist, zurückzutreten, wenn er sich mit Stimmen von Rechtspopulisten hat wählen lassen. Aber stimmt das? Hat es vor Thomas Kemmerich keinen Deutschen und keine Deutsche in einem Wahlamt gegeben, das er oder sie nur dank rechtspopulistischer Stimmen antreten konnte?
Im Pulverdampf des aktuellen medialen Trommelfeuers übersieht man zuweilen vieles, und so bedurfte es auch bei mir erst des Hinweises eines Freundes auf die Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin durch das EU-Parlament. Was schreibt da das Handelsblatt im Juli des letzten Jahres?
„Ihren Wahlsieg hat Ursula von der Leyen vor allem den Rechtspopulisten zu verdanken. Denn die Stimmen aus den proeuropäischen Fraktionen hatten nicht für eine Mehrheit gereicht.“
Warum hat im Sommer eigentlich niemand Uschis Rücktritt gefordert? Oder darf man sich von manchen Rechtspopulisten wählen lassen und von anderen nicht? Oder darf sich die eine von Rechtspopulisten wählen lassen und der andere nicht? Irgendwie entstehen laufend neue Fragen in diesen Tagen!
Beitragsbild: U.S. Department of State via Wikimedia Commons

@Joerg Haerter, EU bedeutet doppelte Gehälter also auch doppelte Maßstäbe. Somit sind wir Systemkonform.
Uschi ? Welche denn ? Glas ? Oder wer. Von der Leine ? Hat die nicht auch mal Pornos gemacht ? Also, ich bin völlig am Ende und überfordert. Überall Uschis. Mein Herr und Gott entlasse mich aus diesem Alptraum.
@Gildenhorn Geht nicht. Wer soll denn dann die Steuern und "Demokratieabgaben", von denen die Bessermenscheb so prächtig leben aufbringen?
Sie muss nicht, denn sie war die erwünschte Kandidatin. Frau Merkel höchstpersönlich hatte das eingefädelt. Rechtspopulisten? Keine gesehen. Alles ist gut!
Warum die Uschi nicht zurücktreten wird und braucht? Weil sie demokratische Gepflogenheiten mit Füssen tretend in das Amt gehievt wurde, und so ausserhalb des Rechts befindlich, sich keiner rechtlichen Beurteilung aussetzen muss! Man sagt, wenn zwei das Gleiche tun, sei das noch längst nicht das Gleiche. Ausserdem gilt, wer die Macht hat bestimmt die Regeln. Die Mächtigen bedienen sich jeglicher Tricks und Winkelzüge, aber plustern sich moralisierend auf, wenn hier die AfD im Thüringer Landtag völlig legal einen politischen Schachzug getätigt hat.
Wieso denn? Für dieses Amt ist Frau von der Leyen doch in jeder Hinsicht perfekt geeignet. Eine wahrlich grosse, immer bedeutendere, unglaublich erfolgreiche Organisation mit einer tadellos beleumundeten, fachlich überaus versierten und regelrecht charismatischen Führung... Zudem von der bleiernen Kanzlerin, Angela der Grossen, höchstpersönlich dorthin befördert - und somit sicher vor der ansonsten drohenden Strafverfolgung aus Bundeswehrzeiten. Schwamm drüber, passt - da gibt es nichts rückgängig zu machen - wen stören da die paar Stimmen von rechts... (und womöglich "ultrarechts", was es nicht alles gibt...). Die Uschi halt, unsere späte Antwort auf JFK.
Ach , und ich dachte immer "Panzer-Uschi" wäre gleich von McKinsey gewählt worden...…..,