Walter Krämer / 28.11.2021 / 14:30 / Foto: Walter Kraemer / 117 / Seite ausdrucken

Warum ich keine Kirchensteuer mehr bezahle

Das katholische Bistum Hildesheim, dem ich kirchensteuerrechtlich angehöre, hat eine „Handreichung zu geschlechtersensibler Sprache“ herausgegeben, erarbeitet vom Stabsreferat Gleichstellung im bischöflichen Generalvikariat; sie soll „Denkanstöße zur Überwindung von Benachteiligungen“ für die rund 3.000 Mitarbeiter*innen des Bistums sowie für die verbleibenden Gläubigen geben. Als einer davon habe ich folgenden Brief an den Bischof geschrieben:

„Exzellenz, verehrter Bischof Dr. Wilmer, 

für mich war die katholische Kirche immer ein Fels in der Brandung des modernen turbulenten Zeitgeschehens. Ich war Messdiener, bin seit Dutzenden von Jahren Mitglied des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, zahle als einer der letzten in meinem Freundes- und Bekanntenkreis seit 45 Jahren regelmäßig meine Kirchensteuer und verteidige diese glorreiche Institution, wo immer ich kann. Umso größer ist meine Enttäuschung, ja mein Entsetzen über das würdelose Anbiedern an den schwankenden Zeitgeist, das sich in der von Ihnen zu verantwortenden Bistumsbroschüre über geschlechtersensible Sprache äußert. Diese Gendersprache grenzt aus, ist behinderten- und fremdenfeindlich und einer Unterstützung durch die katholische Kirche dermaßen unwürdig, dass ich es bis heute nicht begreifen kann…

Nach 72 Jahren plane ich nun für das Ende des Jahres meinen Austritt aus der katholischen Kirche. Haben Sie Argumente, warum ich bleiben sollte? Wenn sich die katholische Kirche weiter an der Vergewaltigung der deutschen Sprache beteiligt, bleibe ich jedenfalls nicht!“

Die Antwort des Bischofs bzw. des von ihm für solche Zwecke beauftragten Mitarbeiters war nichtssagend: Gesellschaft verändere und entwickele sich, das müsse sich in der Sprache ausdrücken. „Mit der veröffentlichten Handreichung möchten wir Wege aufzeigen, wie wir uns geschlechtersensibel ausdrücken können. Dabei geht es uns um eine wertschätzende Haltung, die immer wieder eingeübt und reflektiert werden muss.“ Und so weiter. 

Verehrter Bischof: welche Dummheit, Anmaßung und Arroganz! Als ob eine wertschätzende Behandlung nur über die Verhunzung der Sprache möglich wäre. Ich hätte gerne geschrieben: Herr Bischof, warum machen Sie nicht mal eine Frau zum Papst, das wäre echte Wertschätzung! Dieses Reklamieren einer moralischen Überlegenheit zeichnet die internationalen Genderlobby aus: Wer nicht gendert, ist böse, verachtet die Frauen und steht dem Fortschritt im Wege.

Die Gendersprache ist auch eine Zumutung für Behinderte

Aber Achtung, Glashaus! Macht es nicht die Gendersprache allen Migranten schwerer, Deutsch als Fremdsprache zu lernen? Das erwarten wir schließlich zu recht von allen, die nach Deutschland kommen und hier bleiben wollen. Vor diese ohnehin schon anspruchsvolle Hürde baut die Gendersprache neue Hindernisse auf. So drücken etwa Partizipien wie „studierend“ oder „lehrend“ eine Gleichzeitigkeit der Handlung aus. Dass damit jetzt damit auch Personen gemeint sein sollen, ist für Sprachlerner höchst verwirrend. Auch die Eingriffe in die ohnehin schon schwer zur lernende Beugung von Hauptwörtern durch den Genderstern sind Deutschlernenden nur schwer zu vermitteln, genauso wie der früher unbekannte Zwang, auch der Mehrzahl vieler Hauptwörter ein Geschlecht zuweisen zu müssen. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass, wenn man dann beim Einkaufen oder mit Freunden die neue Sprache nutzen will, niemand so spricht wie die Genderfraktion vorschreibt. „Fänden Sie es gut, wenn ihre Kursteilnehmer*innen, von solcher Selbstzerfleischung der Muttersprachler*innen zunehmend angeekelt, das GI verlassen?“ schreibt ein Deutsch lernender Belgier an das Goethe-Institut in Brüssel.

Die Gendersprache ist auch eine Zumutung für Behinderte. Zwar sonnt sich unsere Genderlobby gerne in einer vermeintlichen Menschenfreundlichkeit, aber in Wahrheit tritt sie die Menschenrechte immer da mit Füßen, wo es wirklich zählt, bei den sozial benachteiligten und behinderten Menschen in unserem Land. Hat schon einmal eine hochbezahlte Lehrkraft mit Pensionsanspruch an einem unserer mehr als hundert Genderinstitute ein Bildschirmlesegerät für Blinde benutzt? Und sich anhören müssen, was ein solcher Apparat mit Gendertexten macht? „Polizist:innen“ wird durch die Bildschirmlesesoftware zu „Polizist Doppelpunkt innen“ und aus PilotInnen macht das Programm „Pilot innen“. „Darüber bin ich, ehrlich gesagt, ganz froh,“ schreibt uns die Besitzerin eines solchen Lesegerätes. „Stellen Sie sich mal vor, wir wären im Flugzeug und die Piloten sind nicht innen, sondern außen!“

Deshalb spricht sich der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband entschieden gegen Gendersprache aus. Auch Autisten leiden. Viele haben sich das Kommunizieren mit kurzen Zweiwortsätzen angewöhnt und kommen damit ganz gut zurecht. Aber die Gendersprache türmt nun vorher unbekannte neue Probleme vor ihnen auf. Von den rund drei Millionen Legasthenikern und Lernbehinderten in Deutschland ganz zu schweigen. Für die wird das korrekte Schreiben und Sprechen nun erst recht zu einer Qual. "Jedes zusätzliche Zeichen stört den Lesefluss erheblich“, sagt eine Sprecherin des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie in Bonn. Als besonders störend werde dabei das große I empfunden, da ein Großbuchstabe sonst immer den Beginn eines neuen Wortes markiere. 

Sogar die deutsche Linkspartei hat deshalb die Gendersprache aus ihren Netzseiten verbannt. In einem schon 2019 vom Parteivorstand verabschiedeten Konzept zur Teilhabe heißt es: „Im Interesse des flüssigen Lesens und der Maschinenlesbarkeit ist auf eine ‚gegenderte‘ Schreibweise zu verzichten.“ 

Auch die Pro Argumente stechen nicht

In Frankreich ist man schon so weit. Bereits 2017 hatte der damalige Premierminister Édouard Philippe den „point médian“ in regierungsamtlichen Texten untersagt. Dieser Punkt ist das französische Äquivalent des deutschen Gendersterns und soll die männliche und die weibliche Form eines Wortes trennen. So soll etwa für Abgeordnete „les deputé·e·s“ geschrieben werden, und aus Wählern werden „les électeur·rice·s“. Diesem Unfug schob Philipp einen Riegel vor. Jetzt hat Bildungsminister Jean-Michel Blanquer für die Schulen nachgezogen und auch dort die sogenannte „gendergerechte“  Schriftsprache verboten. Der Erlass trat im Mai in Kraft. Zur Begründung hieß es, diese Schreibweise stimme nicht mit den in den Lehrplänen vereinbarten Regeln überein. Die Pünktchenwörter zur Umsetzung der geschlechtergerechten Sprache behinderten sowohl das Lesen als auch das Erlernen der französischen Sprache. Vor allem Schüler mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche täten sich damit schwer.

Aber auch die Pro Argumente stechen nicht. Natürlich verdienen Männer, Frauen, Trans- und Intersexuelle alle gleichermaßen unseren Respekt. Wenn ich auf der Weihnachtsfeier der Bäckerinnung Heidelberg den Festvortrag halte, dann begrüße ich die Anwesenden natürlich mit „Meine lieben Bäcker und Bäckerinnen“ (niemals aber mit „Meine lieben Bäcker-Schluck-innen“). Aber eher würde ich mir meine Hand abschneiden, als vom Bäcker- und Bäckerinnenhandwerk zu schreiben.

Einmal spreche ich konkrete Personen an, und einmal rede ich abstrakt über einen Beruf. Generell spricht nichts dagegen, beim Schreiben oder Reden über konkrete Menschen wenn nötig auch sprachlich festzuhalten, dass darunter Männer wie Frauen vertreten sind: Beim letzten Seifenkistenrennen des Bäckerhandwerks belegten die Bäcker und Bäckerinnen aus Heidelberg den zweiten Platz.

Im Prinzip aber umfasst „Bäcker“ die diesem Handwerk obliegenden Männer und Frauen gleichermaßen. Es macht traurig, derartige Trivialitäten immer wieder vorbringen zu müssen. Der Bäcker ist das altbekannte generische Maskulinum, das allerdings wie das „grammatische Geschlecht“ allein schon durch seinen Namen für Verwirrung sorgt. Rein sprachwissenschaftlich gesehen, handelt es sich hier um verschiedene Schubladen, in welche fast alle indogermanischen Sprachen die Welt einsortieren, etwa belebte Dinge in die eine und unbelebte in die andere. Warum nennen wir die Schubladen nicht X und Y? Und einige Sprachen kennen für Abstrakta wie das Denken oder das Vergessen auch noch eine dritte Schublade Z. Der Begriff des grammatischen Geschlechts für diese Sortierfächer ist eine unglückliche Übersetzung des deutschen Barock, da kreierten deutsche Grammatiker für den Fachausdruck „Genus“, wie man diese Schubladen in der Sprachwissenschaft benennt, das „grammatische Geschlecht“ und nannten die Artikel der, die, das „Geschlechtswörter.“ Eine genauso irreführende Falschbenennung. Dass sogar große Gelehrte wie Jacob Grimm hier eine tiefere Bedeutung hineingeheimnissen wollten, macht die Sache auch nicht besser. Auf jeden Fall steckt seitdem die Verbindung zwischen grammatischem und biologischem Geschlecht in den Köpfen fest.

Bei dem Wort „Hebamme“ denkt man zuerst einmal an Frauen

Nochmals größer wird die Konfusion dadurch, dass das biologische Geschlecht auf viele Begriffe in seiner Nähe abfärbt. In einer Schublade mit Lavendel riechen die Unterhemden und Taschentücher auch nach Lavendel. Und in einer Schublade mit Kettenöl nach Kettenöl. So haben Sprachwissenschaftler herausgefunden, dass Franzosen und Spanier bei dem Wort „die Brücke“ an andere Dinge denken als Deutsche: Le pont und el puente sind dort in der gleichen Schublade wie der Mann, bei Brücke denkt man an bedrohlich, steil. In Deutschland dagegen assoziiert man mit Brücke gerne Adjektive wie geschwungen oder leicht. Damit hat also die Metapher vom Brückenbauen in unseren südwestlichen Nachbarländern nicht unbedingt die gleiche hoffnungsstiftende Bedeutung wie bei uns, da denkt man vielleicht eher an Attacke. Aber diese Nebenwirkungen werden wir nur los, wenn wir auch die biologischen Geschlechter loswerden oder soweit angleichen, dass auch Männer Kinder kriegen. Solange riecht ein Wort mit „der“ nach Mann und ein Wort mit „die“ nach Frau.

Bei Menschen verschwindet der Geruch aber sehr schnell, wenn uns die Erfahrung eines Anderen belehrt. „Karl-Heinz, diese Drecksau, hat wieder mal nicht das Klo geputzt. Das hat dann sein alter Putzteufel Erika getan.“ Hier stehen die biologischen Geschlechterassoziationen den „Geschlechtswörtern“ der und die sogar diametral entgegen. Jedenfalls sagt die Koexistenz in der gleichen Schublade mit Männern oder Frauen nichts über das biologische Geschlecht von Mitgliedern einer Menschengattung aus. Auch in der Frauen-Schublade finden sich neben der Drecksau seit langem Personen wie die Frohnatur, die Dumpfbacke oder die Betriebsnudel. Man frage doch mal zehn zufällig ausgewählte Bundesbürger, ob sie bei dem Wort „die Schnapsdrossel“ eher an Männer oder an Frauen denken. Aber der zentrale Sachverhalt, dass diese Benennungen, wie die Sprachwissenschaftler sagen, „generisch“ sind und nichts mit dem biologischen Geschlecht der so bezeichneten Personen zu tun haben, bleibt durchgehend bestehen (und ist nebenbei gesagt auch ein bisher viel zu wenig beachteter Vorteil in der Paralleldebatte über dritte, vierte und fünfte biologische wie über soziale Geschlechter: das Generikum bezeichnet alle). Zwar ist das generische Femininum seltener als das maskuline Gegenstück, aber es bleibt dabei, dass das „Geschlechtswort“ der oder die vor einer Personenbenennung keinen sicheren Rückschluss auf deren biologisches Geschlecht erlaubt. Der Held ist und bleibt eine Person, die sich durch heldenhaftes Verhalten auszeichnet, egal ob Mann oder Frau. Das beliebte Standardargument, Frauen wären hier nur „mitgemeint“, wird auch durch 1.000-maliges Wiederholen nicht richtiger. Sprache meint nie etwas, Menschen meinen. Und wenn Menschen meinen, der Held wäre ein Mann, dann muss man eben diese Meinung ändern. Einfach, indem mehr Frauen Helden sind. Viele Kinder in Deutschland meinen, der Bundeskanzler wäre immer eine Frau.

Dass in den bekannten Trivialstudien die Befragten mehr Männer nennen, wenn man sie nach ihren Lieblingsautoren fragt, ist doch klar: Im bisherigen Verlauf der Menschheitsgeschichte waren Autoren überwiegend Männer. Zumindest diejenigen, über die geredet wurde. Also denkt man beim Wort „Autor“ erst mal an Männer. Genauso denken wir, obwohl es inzwischen in Deutschland mehrere Dutzend Männer gibt, die diesen Beruf ausüben, bei dem Wort „Hebamme“ zuerst einmal an Frauen. Die Frage nach „Autoren und Autorinnen“ ist eine Kurzfassung der Info: “Nicht vergessen: auch Frauen schreiben Bücher“. In diesem Sinn spricht sicher nichts dagegen, in Kontexten, wo der weibliche Anteil wichtig ist, von „Patienten und Patientinnen“ oder „Mördern und Mörderinnen“ zu sprechen. Aber eine Patienten- und Patientinnenverfügung? Niemals. Nero und die Christen- und Christinnenverfolgung? Eher esse ich meine Bibel. Oder „Proletarier und Proletarierinnen, vereinigt euch?“ So hätte es die Oktoberrevolution in Russland nie gegeben. 

Leider ist es nicht damit getan, die Machenschaften der Genderlobby als kostenlose Zirkusnummer abzutun. Denn die deutsche Sprache geht dabei kaputt. Eine hochkomplexe Sprache wie das Deutsche funktioniert wie eine Rolexuhr, in der man keine Schraube verdrehen kann, ohne dass die ganze Mechanik alias die Grammatik dabei beschädigt wird. Es reicht ja nicht, bei Hauptwörtern zu gendern, auch die Pronomen, Präpositionen und Adjektive und alles, was damit grammatikalisch zusammenhängt, sind mitzubedenken: Wer hat seinen Lippenstift im Bad vergessen? Oder stattdessen: Wer hat ihren Lippenstift im Bad vergessen? Missverständlich. Oder das Fragepronomen „Wer“ durch etwas anderes ersetzen? Ja durch was denn? Mir kommen diese sprachhandwerklich unbedarften Eingriffe von Menschen, die es ansonsten sehr gerne sehr genau nehmen, wie Versuche vor, eine solche Rolex mit Hammer und Meißel auf Vordermann (Pardon, Vorderfrau) zu bringen. Dergleichen Eingriffe funktionieren vielleicht bei einer Kunstsprache wie Esperanto. Aber bei einer in mehr als 1.000 Jahren gewachsenen, mit vielfältigen Verästelungen und Querverbindungen durchwobenen organischen Gebilde können sie nur in Katastrophen enden. Und wenn man sich diverse Verlautbarungen amtlicher Stellen in Hannover, Berlin oder Lübeck einmal ansieht, wo Gendern seit längerem vorgeschrieben ist, ist die Katastrophe ja auch schon da. Die „Fußgehendenbrücke“, der/die "Patient/innenanwalt/wältin", "Nur jede/r sechste Wissenschaftler/in ist eine Frau." Bei derartigen Worthaufen ist man versucht, auf eine Änderung des Strafgesetzbuches mit einem neuen Tatbestand der Kulturkriminalität zu drängen.

Wenn in einigen Jahren bei dem Spruch „Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ fast alle bei „Arzt und Apotheker“ vor allem an Frauen denken, ist das kein Erfolg der Genderlobby, sondern eine Konsequenz der Tatsache, dass Frauen aufgrund veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen in diesen Berufen sehr erfolgreich sind. Also gilt es, diese Rahmenbedingungen zu verbessern. Man könnte zum Beispiel alle Gleichstellungsbeauftragten entlassen und mit den eingesparten Gehältern zusätzliche Kitaplätze finanzieren. Auf diesem Weg zur vollen Gleichberechtigung kommen wir jedenfalls keinen Zentimeter weiter, wenn die Sparkasse Saarbrücken ihre Klienten mit „Kunden und Kundinnen“ anspricht. Zum Glück wurde diese Ansinnen vor kurzem höchstrichterlich verworfen. Diese durch die Gendersprache dem Deutschen aufgezwungene Sexualisierung, der bislang nicht vorhandene Zwang, bei Personen immer auch das das Geschlecht zu denken, ist vielleicht sogar für Frauen eher schädlich, von den sonstigen desaströsen Konsequenzen für eine kultivierte, nuancenreich und melodische Sprache völlig abgesehen.

All das war dem Bischof von Hildesheim nicht zu vermitteln. Deswegen hat die katholische Kirche seit November dieses Jahres einen Steuerzahler weniger.

Foto: Walter Krämer CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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Ulla Schneider / 28.11.2021

Nachtrag: Wenn ich hier so alle Leserbriefe durchforste, könnte man sagen: Finis, das heilige römische Reich deutscher Nation geht stiften und macht Platz für die nächste Bagage.  - Selbst der Zwist zwischen Griechisch Orthodox und Röm. Katholisch, damals hießen sie noch anders, gereichte zum Verlust der Speerspitze: Konstantinopel. -Die schnallen es einfach nicht, der große Geist hat sich vom Bodenpersonal abgewendet. -Dabei sind die Worte aus dem Buch der Bücher klar wie “Kloßbrühe”. Ich empfehle die Übersetzung von Buber und Rosenzweig. Zwar schwer aber niemals gegendert, niemals. Gott sei Dank.

Werner Arning / 28.11.2021

Aber bitte liebe Kirchen, nennt Gott niemals Gottin, die Propheten nicht Weissager, Buddha nicht Wahrheitssucherin, die Apostel nicht Verblendetinnen, nennt Judas nicht Verräterin, nennt Maria nicht Liebesunkundiger, nennt Jesus nicht Rabinin, nennt Herodes nicht Herodine, nennt Johannes nicht Täuferin, nennt Maria Magdalena nicht Stripper, nennt Matthäus nicht Zöllnerin, nennt Paulus nicht Umgedrehte, nennt Petrus nicht Felsin, nennt Pilatus nicht Römerin und noch weniger Richterin, sondern haltet einfach inne. Belast die Kirche im Dorf und geht eures Weges. Wascht doch lieber eure Hände in Unschuld.

Dieter Kief / 28.11.2021

Ich finde den linguistischen Teil der Analylse vorzüglich, übrigens. - Sowas hätte ich mir von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung gewünscht. Aber leider: Fehlanzeige!- Also: Hut ab, Walter Krämer, das ist gelungen!

Bertram Scharpf / 28.11.2021

Die Vertreter der Kirchen stecken viel zu tief drin im Zeitgeist, als daß sie noch zurückkönnten, ohne unglaubwürdig zu werden. Wie Macbeth müssen sie ihren Weg weitergehen. Obendrein beweisen sie damit, wie viel sie vom Neuen Testament begriffen haben: gar nichts.

Siegfried Ulrich / 28.11.2021

Liebe Achgut- Gemeinde, Gendern ist doch das Neusprech aus “1984”, oder Irre ich mich? Neusprech konnten sie es nicht nennen, denn sehr viele Menschen kennen das Buch und hätten sich erinnern können. Das wollte man dann wohl doch nicht…

K. Nerweiß / 28.11.2021

,,Großmeisterin wird Großmeister” (taz, 9.11.21). Vorbildlich gegendert!

armin_ulrich / 28.11.2021

Wer noch nicht weiß, was er/sie/es dem/der Erbonkel/Tante zu Weihnach äh, zum Jahresendfest schenken will, dem/der sei das Buch “Wie schreibe ich divers? Wie spreche ich gendergerecht?: Ein Praxis-Handbuch zu Gender und Sprache” von Lann Hornscheidt und Ja’n Sammla empfohlen (Amazon 2 von 5 Sternen und viele 5 Sterne sind ironisch) empfohlen. Wie diese Praxis aussieht: S. 140 folgende: Kinderbucherzählungen: Konventionell: “Pia hat keine Mutter. Aber zwei Tanten hat sie. Tante Sabine aus Amerika und Tante Gerda.” Genderkonform: “Pi fehlt ein zweites Elter. Aber dafür hat Pi zwei Tatonkel. Tatonkel Abin aus Amerika und Tatonkel Erd.” Das wird Ihre/n Erbtatonkel sicher freuen. Schon die Amazon-Rezensionen sind zum Brüllen.

K. Nerweiß / 28.11.2021

@ Rolf Lindner. ,,Es muss Bäckinnen heißen. In Bäckerinnen steckt immer noch ein Mann drin. Ich meine das männliche ,er’. ” Es ist viel schlimmer. Die Frauen sind darin nur Anhängsel des Mannes.

Helmut Kassner / 28.11.2021

Herr Krämer, also ich verstehe Sie nicht. Der Herr Bischof erhält sein Salär vom Staat. Ergo ist er zumindest moralisch verpflichtet seinem „Dienstherrn“ zu folgen. Und das genau tut er. Nun kann man das gut oder schlecht finden. Aber jeder Bürger bzw. Jede Bürgerin hat die Freiheit sich dieser Organisation zu entziehen. Nachteile entstehen nicht. Wenigstens auf diesem Gebiet genießen wir noch die Freiheit als Mensch.

Christoph Kaiser / 28.11.2021

Jesus sprach: Laßt sie fahren, die blinden Blindenleiter!

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