Dushan Wegner, Gastautor / 14.05.2021 / 13:00 / Foto: Tim Maxeiner / 53 / Seite ausdrucken

Warum Deutschland der Welt egal werden wird

Ich muss dieser Tage, wenn ich unser Deutschland betrachte, an jene Mönche denken, von denen man früher mehr hörte als heute, die sich im Protest für oder gegen eine Sache selbst öffentlich verbrannten. Es ist sehr schmerzhaft und gewiss von tiefem Glauben an die Sache getragen, doch verändert es wirklich etwas? Die Selbsttötenden mögen überzeugt sein, durch ihr Verbrennen die Welt von ihrem Ernst zu überzeugen. In Wahrheit aber betrachten die Passanten diese Leute wohl und denken bei sich: "Ich bin froh, dass ich nicht der bin!" Ich fürchte, unser Eindruck davon, was global gesehen wirklich wichtig ist – und was egal ist –, könnte verheerend von der tatsächlichen Wichtigkeit und Konsequenzkraft dieser Dinge abweichen (und mit „unser Eindruck" meine ich die öffentliche Debatte, wie sie etwa im Staatsfunk vorgeturnt wird).

Es wird aktuell gemeldet, dass China inzwischen mehr sogenannte Treibhausgase produziert als alle übrigen entwickelten Länder (rhg.com, 6.5.2021) – wohlgemerkt als alle übrigen entwickelten Länder zusammengenommen.

Es ist für den Globus und die Weltzukunft demütigend egal, ob das an Landfläche und Einwohnerzahl eher zwergengroße Deutschland sich opfert. In Deutschland wird heute für die Zeit nach der Wahl 2021 ein nationaler wirtschaftlicher Suizid im Namen der Umwelt angekündigt (vergleiche welt.de, 12.5.2021), und er hat genau einen sicheren Gewinner – siehe oben – und auch der wird nicht groß dankbar sein, er nimmt es eher nebenbei mit.

Nützlich, wenn das Volk abgelenkt ist

Es ist nicht selten nützlich, wenn das Volk davon abgelenkt ist, was ihm angetan wird, und da kommt es gelegen, wenn in Deutschland immer wieder fake-moralische Empörungen angefacht werden, welche weite Teile der Aufmerksamkeit abfackeln, wie das Feuer über dem Bohrturm das überschüssige Gas abfackelt.

"Darf der das sagen?", "Hat er das gesagt?", "Ist das jetzt schon Rechts oder noch Klartext?", "Muss der jetzt nicht zurücktreten" et cetera ad nauseam. Die deutsche Dummpartei will aktuell sogar einen ihrer wenigen Nichtdummen wegen eines solchen Falles ganz aus der Partei ausschließen (fr.de, 13.5.2021). Es fackelt unsere Aufmerksamkeit ab, es ist in der Sache meist absurd – und es ist für den Rest der Welt egal.

Die deutschen Moraldebatten ähneln verblüffend genau den Gesprächen, die man von pubertierenden Gören auf dem Schulhof hören kann: "Die hat das gesagt!", "Und dann hat der so gesagt…", "Nee, das hat die nicht wirklich gesagt, oder?" – und so weiter, bis die Pause vorbei oder gleich die Schule aus ist – und dann auf dem Smartphone bis in die Nachtstunden weiter.

Wird irgendwer auf diesem Planeten seine moralische Meinung ändern, weil sich dieser oder jener Standpunkt in der linksgrün-vulgärprimitiven deutschen Debatte durchgesetzt hat? – Nein, wird er nicht, denn: Es ist egal.

So er- und anregend wir Deutschen unsere „Aufregung des Tages" finden mögen – es ist in größerem Maßstab, zeitlich, welträumlich wie auch politisch in seiner (Nicht-) Konsequenz – inzwischen gründlich egal. – Dass es aber egal ist, das ist für uns, besonders für den Einzelnen, eben definitiv und reichlich nicht egal.

Israel muss es „egal sein“

Und dann wäre da natürlich das heutige politische Welt-Thema, der Angriff der Hamas-Terrororganisation auf Israel (siehe etwa auch den Essay vom 13.5.2021). Aktuell wird etwa berichtet, dass Drohnen iranischer Bauart gegen Israel eingesetzt werden (jpost.com, 14.5.2021), und dass Iran die Hamas finanziert, das ist nun kein Geheimnis (übrigens teils im Austausch gegen Informationen über Israel, so timesofisrael.com, 5.8.2019).

Der Hamas-Angriff auf den Judenstaat scheint in gewissen deutschen Kreisen geradezu „befreiend" zu wirken, als hätte da schon zu lange etwas darauf gewartet, an die Oberfläche durchzubrechen. Brodelnder Antisemitismus und Israelhass quillt aus allen Ritzen und Accounts, nicht nur in den Communities mit dem im Namen der „Toleranz" importierten Judenhass (siehe auch Essay vom 13.5.2021), sondern auch weiterhin aus den Katakomben von Staatsfunk und linken Parteistiftungen (vergleiche etwa bild.de, 13.5.2021bild.de, 12.5.2021) – und inzwischen riecht es sogar aus den Ministerien teils etwas streng (vergleiche @dushanwegner, 13.5.2021).

Im Essay „Die Grünen, eine Partei wie ein Affe mit Maschinengewehr", der von 2019 ist und mir heute weiterhin durchaus relevant scheint, notierte ich: „Der größte Trick", so heißt es im Film Die üblichen Verdächtigen, „den der Teufel je abzog, war es, die Menschen zu überzeugen, dass er nicht existiere." (Die entsprechende Filmszene findet sich auf YouTube.)

Heute können wir entsprechend sagen: Der größte Trick, den die geistigen Nachfolger der echten Nazis abzogen, war es, in der Debatte zu etablieren, dass ihre politischen Gegner die neuen „Nazis" seien – und sie selbst die „Guten".

Israel muss es „egal sein", ob Deutschland und die deutsche Öffentlichkeit ihm zur Seite steht. Deutschland ist wieder der Nährboden des offenen Judenhasses, doch es ist nicht nur der im Namen der „Toleranz" ins Land gelassene und dann fleißig ignorierte Judenhass – es ist das schwärende Gift jener linken Leute, die sich so trefflich darauf verstehen, all ihre Gegner als „Nazis" zu titulieren.

Dass Deutschland sich in der UN regelmäßig und zuverlässig auf die Seite derer stellt, die Israel lieber heute als morgen vernichtet sähen (vergleiche juedische-allgemeine.de, 24.3.2021welt.de, 23.4.2021 und viele andere), es hilft Israel natürlich nicht. Doch Israel kann, darf und wird sich nicht davon abhängig machen, ob lupenreine Demokraten wie ein Herr Maas oder ein Herr Heusgen (siehe auch Essay vom 7.11.2018) meinen, im Namen Deutschlands mit Islamisten und Gottesstaatlern paktieren zu müssen. Israel wäre längst da, wo Demonstranten in Berlin es schon seit Jahren sehen wollen, nämlich im Meer – sprich: ausgelöscht – wenn es sich allzu sehr auf Deutschland verließe.

Der deutsche „Israelknacks" (vergleiche welt.de, 3.1.2013) ist zuerst und wohl auch zuletzt unser Problem, und ein nicht unwesentlicher Teil dieses unseres Problems ist, dass es, international gesehen, bald schon egal ist.

Wir werden der Welt egal sein

Das Wort „egal" stammt aus dem Französischen, wo es „gleich" bedeutet. Wir kennen ja die égalité, die Gleichheit.

„Es ist egal" bedeutet, dass das Ergebnis gleich sein wird, ob wir es tun oder nicht. „Es ist mir egal" aber bedeutet, dass beide Ausgänge für mich persönlich keinen emotionalen Unterschied ausmachen. Etwa: „Es ist mir egal, ob in China ein Sack Reis umfällt", oder: „Es ist mir egal, ob gewisse junge Männer aggressiv werden, denn ich wohne in einer reichen Community weit davon entfernt", oder auch: „Es ist mir egal, ob Tausende ihren Arbeitsplatz verlieren und der Staat kein Geld mehr hat all die Aufgaben zu finanzieren, denn ich bin wohlstandsverwahrlost aufgewachsen und begreife geistig gar nicht, was meine Worte überhaupt bedeuten (und will aber auch nicht akzeptieren, dass dadurch meine Worte selbst ‚egal' werden)."

Für den Mönch, der sich selbst verbrennt, ist es selbst natürlich nicht egal, dass und ob er in Flammen aufgeht, aber für die gesamte Sache, für die politische Maßnahme, für die wird es nach aller Erfahrung meist keinen Unterschied machen. Es ergibt höchstens – man verzeihe mir einmal noch den Sarkasmus – ein im wörtlichen wie auch im metaphorischen Sinne wärmendes Gefühl.

Zur Ironie der deutschen Lage gehört: Weil uns zu viele Dinge egal waren, die tatsächlich nicht egal sind, werden wir der Welt egal werden. Ob der Antisemitismus gewisser junger Männer oder die tatsächliche Kosten-Nutzung-Abwägung in Fragen der Energie-Politik, es war und ist uns egal – und weil es uns egal war, werden wir der Welt egal sein.

Für uns macht es einen riesigen, ja lebensbestimmenden Unterschied, ob wir uns wirtschaftlich selbst umbringen oder nicht – für den weiteren Verlauf von Weltwirtschaft und Planet ist es realistischerweise insgesamt egal.

Es ist für uns als Land und Gesellschaft lebensgefährlich, dass wir unsere Aufmerksamkeit und Chancen mit Bullshit-Debatten verschwenden, statt unsere Gehirne dem Staatsfunk und der Propaganda zu entreißen – für den weiteren Verlauf der Weltgeschichte und Großpolitik ist es, so fürchte ich, schon jetzt recht egal.

Es ist klug und wichtig für Israel, dass es nicht auf Deutschlands Gnade angewiesen ist, sprich: dass Deutschland ihm bald einigermaßen egal sein kann – man hat mit Hamas und Iran genug zu tun – doch dass in Deutschland dieselben Geister wieder erwachen, die einst einen „Judenstaat" so zwingend und dringend notwendig machten, das sollte den Deutschen eigentlich nicht egal sein.

„Mir egal“ versus „ist egal“

Das klitzekleine Problemchen an der „Egal-Frage" ist, dass es oft lediglich nur „uns egal" ist. Eine Vorstellung kann bei mir kurzfristig wenig emotionalen Unterschied ausmachen (also: „mir egal sein"), die zugrundeliegende Tatsache kann dennoch eine erhebliche Auswirkung auf mein Leben haben!

Es ist nur linksgrüne Ideologie, dass es egal ist, was im Kopf von Migranten vorgeht, selbst wenn diese nach Genozid rufen (während es Linken als dramatisch gefährlich erscheint, was die kleinste Silbe im Nebensatz ihres politischen Gegners bei böswilligster linker Interpretation und Ausdeutung bedeuten könnte) – es ist aber nicht wirklich egal im Wortsinn: Es ergibt für die Zukunft Deutschlands – so es noch überhaupt eine nennenswerte Zukunft gibt – einen sehr spürbaren Unterschied, was die „neuen Mitbürger" denken, ob der elektrische Strom stabil und bezahlbar ist, ob Menschen einen Arbeitsplatz haben, ob die Wirtschaft etwas herstellt und dann auch verkauft, und nicht zuletzt ob unsere Debatten uns dümmer oder klüger werden lassen.

Weil uns Dinge sehr wichtig waren, die tatsächlich eher unwichtig sind, werden wir, wenn kein Wunder geschieht, selbst bald unwichtig werden.

Weil uns Dinge egal waren, die in Wahrheit ganz und gar nicht egal sind, könnten wir, wenn kein Wunder geschieht, bald der Welt egal sein. Wenn aber Deutschland der Welt egal sein wird, dann darf das dem Einzelnen nicht egal sein! Dass dem Land Deutschland die falschen Dinge wichtig sind, und die falschen Dinge egal, das ist für dich wichtig, und das sollte dir also nicht egal sein.

Wir erleben heute Geschichte in Echtzeit, und die Lehre dieser Geschichte ist schon jetzt: Zieh die Konsequenzen, die du ziehen musst! Irgendwelche Verblendeten und Gerngehorsamen werden über dich meckern, wenn du tust, was du zu tun hast, doch das darf dir egal sein.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf dushanwegner.com.

 

Dushan Wegner (geb. 1974 in Tschechien, Mag. Philosophie 2008 in Köln) pendelt als Publizist zwischen Berlin, Bayern und den Kanaren. In seinem Buch „Relevante Strukturen“ erklärt Wegner, wie er ethische Vorhersagen trifft und warum Glück immer Ordnung braucht.

Foto: Tim Maxeiner

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S. Marek / 14.05.2021

Ich Grüße Sie Herr Dushan Wegner,, Sie haben ein deutsches Sprichwort vergessen oder einfach nicht erwähnt: “Legal illegal Scheiß egal”! Das galt den CDU/CSU und den FDP Wählern, die SPD Linke und Grüne begrüßten und förderten es, d.h. die islamische “Hidschra” (gewaltlose Übername eines Landes der “Ungläubigen”) bis heute. Energiewende, Klimawende und zuletzt auch Verfassung- und GG-Wende. Die Deutschen sind zu träge und zu Obrigkeitshörig um selber zu denken. Und was mit Israel und den deutschen Juden geschieht war und ist den meisten deutschen im wörtlichem Sinne des Sprichworts"wichtig”, deswegen auch doppelzüngig und hypokritisch. Für die von 1933 bis 1945 abgeschlachteten Juden veranstaltet die Regierung Gedankentage und gegen die Überlebenden und Lebenden bezahlt und politisch unterstützt Ihre ideologischen aka “religösen” Erzfeinde. Was für Aufatmen bei der Nachrichtensprecher der ÖR-Medien, die endlich laut die Israelis und deren IDF mit der SS vergleichen könnten bei Ihrem Kampf gegen die PLO Terroristen. Da wurde der s.g. “anti-Zionismus” als gebräuchliche Judenhaß auf allen “intellektuellen” Ebenen etabliert. Die Deutschen haben doch seit dem Ende des 2-ten Weltkrieges emotional so gelitten da sie sich keiner Kritik gegenüber Juden und dem Jüdischen Staat Israel verwahrt sahen.

Andreas Rochow / 14.05.2021

Die Grünen sind die Sieger. Dafür steht der Millionär und Globalist Josef Fischer. Der grüne Turnschuh-Populist Joschka hat die Welt gesehen wie ein Marxist: Sozialneid und persönlicher Ehrgeiz haben seinen Moralrest verbraucht. Jetzt - in der Phase des drohenden kollektiven Suizids einer ganzen Nation, ist mir das alles nicht egal. Das sind doch Argumente für einen Aufstand gegen die grünlinke Zerstörung!

Wolfgang Richter / 14.05.2021

Deutschland, von hiesiger Politik und den sich selbst überhöhenden Moralisten auf allen Ebenen auf das Niveau des berühmten Sackes Reis in der Chinesischen Pampa nivelliert. Damit wird man lernen Leben zu müssen, oder man macht sich vom Acker, samt seiner kompletten Habe. Die Lücken können die im 1. Satz Genannten dann mit ihren importierten “Ärzten, Apothekern und Ingenieuren” füllen. Vor allem für die “Apotheker können sie ja schon mal im “Görli” und vergleichbaren Flecken von Verwaltungsmalern neue Verkaufsflächen einzeichnen lassen. Bringt zwar Gewerbe, aber nicht unbedingt Steuereinnahmen. Und sonst eher Folgekosten. Ist ja offenbar genau so gewollt.

Richard Loewe / 14.05.2021

@Gerhard Schmidt: wenn ich ein paar andere Feiglinge auf Republikfluchtgedanken bringen kann, können Sie auch härtere Vokabeln auffahren. Im Augenblick läßt Amerika noch alle möglichen Leute ins Land. Wer hier arbeiten möchte, kann arbeiten, und man kann seine Meinung sagen, sich mit Waffen wehren und hat die großzügigsten und freundlichsten Menschen um sich herum. Und viele, mir komplett unverständlich, mögen Deutsche ganz besonders. Und noch was: die Franzosen fliehen auf ganz leisen Sohlen aber in unglaublicher Zahl in die Staaten. Glück ab!

Frances Johnson / 14.05.2021

@ Gert Köppe: :-? CO2 und Methan, hauptsächlich , wenn er ausbricht, aber auch zwischendurch. In höheren Doesen, ja.

Fritz Böse / 14.05.2021

Ja früher! Da gab es noch kluge Leute! Zb. den braven Soldaten Schweijk, der sagte doch nachdenklich: Wenn ich auf die ganze Welt scheisse, dann kommt auf jeden nur ein ganz kleines bischen. ... Aber wen die ganze Welt auf mich scheisst….!! Aber egal! Wenn es ein Volk gibt das an den Endsieg glaubt, dann das Deutsche! ...und der Endsieg ist ja bisher immer noch nicht eingetreten…Grün ist das neue Braun!

Jessie Miller / 14.05.2021

egal ist sehr milde. Eure Merkel und die EU zerstören Europa. Egal ist nicht das richtige Wort.

Stanley Milgram / 14.05.2021

Germoney ist der Welt nicht egal, solange geisteskranke Politiker weitere Sozialschmarotzer anziehen und finanzieren. Genauso verhält es sich mit der Finanzierung der 4-Tage-Woche in anderen EU-Ländern. Doch irgendwann ist das Fass leer. Und wer dann finanziert, wird sich zeigen. Jedenfalls nicht Google, Amazon und sonstige schwerstkriminelle Monopolisten…

giesemann gerhard / 14.05.2021

Vielleicht noch ein Zusatzgedanke: Die “neue Seidenstraße” endet im größten Binnenhafen Europas, das ist Duisburg. Den Chinesen ist das nicht egal.

giesemann gerhard / 14.05.2021

DE ist das Land mit den meisten Nachbarn weltweit. Denen ist es nicht “egal” ist, was in DE abläuft. Weil sie mit drin hängen. Wenn es den Deutschen gelingt, ihre pole position auf dem größten Markt weltweit zu nutzen, einem Markt, der voller Rohstoffe ist zum Bezahlen unserer heiß begehrten Produkte und der schnell wächst, dann wird das laufende Jahrhundert ein deutsches Jahrhundert sein. Die pole position ergibt sich historisch aus den Zeiten seit Hadschi Mohammed Kaiser Wilhelm Zwo via die Nazis bis heute. Die Kabbeleien mit der Türkei halte ich für ein Ablenkmanöver, um von dieser Tatsache ab zu lenken. Nachdem die Streitereien mit den unmittelbaren Nachbarn seit 1945 ein Ende gefunden haben, ist da Ruhe, absorbiert keine Energien mehr, der Käs ist gegessen. Hinzu kommt, dass DE auch in China als zweitgrößtem Markt gut positioniert ist. Bis auf den Boxeraufstand 1900 haben die Deutschen (“Hunnen”) nichts gegen die Chinesen gehabt, die Brits umso mehr, Stichwort Opiumkriege. Das war für China traumatisch und hat erst mit dem Ende der Mao-Zeit so allmählich ausgebügelt werden können, der Prozess ist immer noch im Gange. Die arabisch-türkisch-muslimische Welt ist bekannt, Zerschlagung des Osmanischen Reiches durch die Brits im Zuge des WW I, wobei die Araber entgegen deren Versprechungen leer ausgingen, ja regelrecht angeschmiert worden waren, die Suezkrise 1956,  Zerstörung der iranischen Demokratie (Amis und Briten), der Algerienkrieg der Franzosen, ein grausamer Völkermord, als Beispiele. Die Holländer haben in Indonesien, dem größten muslimischen Land auch keine rühmliche Rolle gespielt. Von Indien, dem zweitgrößten musl. Land müsste mensch auch mal reden. Überall hatten die Deutschen nichts zu sagen (kein “Platz an der Sonne”), oder sie waren aktiv auf der musl. Seite. Afrika? Aus war’s spätestens ab 1919. Wenn die Deutschen technologisch interessant bleiben, dann können sie all das nutzen, sonst nicht, on verra.

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