Möglicherweise zählen Sie nicht zu der Million Menschen, die das #wirsindmehr-Konzert live in Chemnitz oder online verfolgten. Dann quält Sie bestimmt die Frage, welche kulturellen Höhepunkte Sie verpasst haben. Kein Problem, das Achse-Service-Ressort hilft. Da wären zum Beispiel die Deutschrapper von K.I.Z. Hier ein Auszug aus ihrer Bühnendarbietung vom vergangenen Montag, mit freundlicher Empfehlung des Bundespräsidenten:
Ich war in der Schule und habe nix gelernt / Doch heute habe ich ein Affen und ein Pferd / Ich mach Mousse aus deiner Fresse / Boom verrecke / Wenn ich den Polenböller in deine Kapuze stecke / Die halbe Schule war querschnittsgelähmt von mein Nackenklatschern / Meine Hausaufgaben mussten irgendwelche deutschen Spasten machen / Gee Futuristic ich krieg Durchfall von die Bässe / Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse / […]
Trete deiner Frau in den Bauch, fresse die Fehlgeburt / […] Hab ‘ne Kiste voller Gold und mach es regnen auf euch Schweine / Ist eine Frau nicht nackt, dann beschmeiss ich sie mit Scheine / Macht sie sich dann nackt, dann beschmeiss ich sie mit Steine / […] Eva Herman sieht mich, denkt sich, was‘n Deutscher / Und ich gebe ihr von hinten, wie ein Staffelläufer / Ich fick sie grün und blau, wie mein kunterbuntes Haus / Nich alles was man oben reinsteckt kommt unten wieder raus / […]
Lassen wir das Feuilleton sprechen
Bevor Ihr Blutdruck durch die Decke geht: Ist alles nur ein lustiger Spaß! Beziehungsweise Kunst. Beziehungsweise beides. Lassen wir das Feuilleton sprechen, das kann es besser erklären als wir. Die Edel-Lyriker von K.I.Z sind nämlich „bekannt für ihre provokanten Texte, die voll sind von Ironie und Sarkasmus, schwarzem Humor, Parodien und Übertreibungen“. Auf jeden Fall handelt es sich um Kunst, und dafür gilt nun mal: „Kunst ist Geschmackssache“, so die Sachverständigen von der „Neuen Westfälischen“.
Soll heißen: Heutzutage geht doch alles – solange es nicht „rechts“ ist, natürlich. Falls Sie immer noch ein gewisses Unbehagen ob mancher Formulierung verspüren, denken Sie bitte über Ihre Motive nach, denn: „Wer kritisiert, dass die Sprache der Widerrede zu vulgär sei, der möchte ablenken. Es ist die falsche Debatte. Es sind Nebelkerzen, privilegiertes Feuilletongelaber, während draußen die Faschisten den Arm zum Hitlergruß heben“, erklärt „Spiegel Online“.
Ähnlich sieht das auch die „Süddeutsche“. Es gibt am #wirsindmehr-Konzert rein gar nichts zu meckern – mit einer klitzekleinen Ausnahme: „Nun gab es am Montag tatsächlich etwas zu kritisieren, nur verschwiegen das sowohl die Welt als auch die FAZ. Die Tatsache nämlich, dass in Chemnitz fast keine Frauen und kaum Menschen mit migrantischen Hintergründen auf der Bühne standen.“
Aber sonst war alles feinste Sahne. Jetzt so weit klar bei Ihnen? Gut. Dann als Bonus zum Wochenende hier ein weiteres Stück K.I.Z-Kunst: „Urlaub fürs Gehirn“. Passt, oder?
Beitragsbild: CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Sprache der Widerrede darf also ruhig vulgär sein, weil es ja gegen vermeintliche Nazis geht. Und wer legt fest wer die Nazis sind? Die Linken natürlich. Das sind dann alle ihre Gegner, also Andersdenkende. Gegen die darf man dann mit vulgärer Sprache ehrverletzend vorgehen, und um einer strafrechtlichen Verfolgung vorzukommen, wird das alles als Kunst erklärt. Merke also, wenn Linke dich mit vulgärer Sprache beleidigen, dann ist das immer Kunst.
Die "Bühnendarbietung" wurde vom "Nutzer" bereits entfernt. Es ist unglaublich, was in diesem Land, im Jahr 13 nach der Merkel-Inthronisierung, so Alles möglich ist. Ein Bundespräsident macht sich für Linksradikale stark und die "Kanzlerin" entdeckt in einem 15-Sekunden-Filmschnipsel Hetzjagden. Jetzt fehlt eigentlich nur noch, daß das "Gratiskonzert" aus dem Fonds "Demokratie Leben" des Innenministeriums gesponsort wurde. Dooooonald: Schick nicht nur 1.500 sondern 100.000 Soldaten, bereite diesem Spuk bitte ein schnelles Ende und sperr die Veranwortlichen (also die gesamte Regierungsbank und ungefähr 75% der gewählten Parlamentarier) für die nächsten 20 Jahre als Staatsterroristen in Guantanomo weg. Dafür wäre ich sogar bereit, 10% meiner kargen Rente zu opfern.
Seien Sie nicht so empfindlich, unser BuPrä findet das gut.