Bodo Ramelow, der Vorzeigethüringer für „UnsereDemokratie“, gebürtig in Osterholz-Scharmbeck, Bundestagsvize- und abgewählter linker Minderheits-Ministerpräsident Thüringens, möchte allen Ernstes Sven Schulze, den derzeitigen CDU-Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, dazu bringen, mit der Linken zu koalieren. Die SED-Erben! Da kann ich Herrn Ramelow nur raten, mal durchs schöne Thüringen oder auch Sachsen-Anhalt zu wandern – das geht da ganz hervorragend, über kleine Dörfer und herrliche Städte – und sich mal mit den echten Ossis zu unterhalten, was sie von seinem Vorschlag halten! Ich möchte eine solche Koalition auf gar keinen Fall und anscheinend eine sehr große Anzahl Einwohner Sachsen-Anhalts oder der anderen ehemaligen Ostländer auch nicht.
Warum hat denn Herr Siegmund diesen großen Zuspruch? Richtig, weil die allermeisten Ossis, die einen großen Teil ihres Lebens im Sozialismus verbringen durften oder mussten, das nie wieder haben wollen. Und mit einer Koalition mit den SED-Erben und den Verfechtern „unsererDemokratie“ droht genau die Situation, die wir im Land Berlin wahrscheinlich miterleben werden. Aus der Bundesregierung droht Herr Klingbeil (SPD) ja jetzt schon mit seinen „Steuerplänen“, und in die linken Parteien drohen mit Enteignungsphantasien und/oder Reichensteuern.
Soll der Herr Ramelow doch mal Handwerker und Mittelständler fragen, wie die seinen Vorschlag finden. Ich denke, da werden eher Gegenvorschläge kommen, wie vielleicht doch die drohende Pleitewelle eingedämmt werden könnte. Einfach mal zurück zum gesunden Menschenverstand und machen. Meiner Meinung nach wäre die Lage in Sachsen-Anhalt für die CDU auch nicht so desaströs, hätte der Diplom-Physiker Rainer Haseloff sich seiner Lehre besonnen, statt Frau Merkel und Konsorten hinterherzulaufen und die ganzen Kraftwerks-Abschaltphantasien durchzusetzen. Ja, ich weiß, Frau Merkel ist wohl auch Physikerin.
Fangen Sie gern in Rudolstadt an!
Nee, aber mal ganz ehrlich: Herr Ramelow, wandern Sie mal wieder durch Ihre Wahl-Heimat, die Sie vor Jahren abgewählt hat. Fangen Sie gern in Rudolstadt an, da waren wir gerade mal wieder, es is ä Drauhm, wie der Sachse sagt. Eine wunderschöne kleine Stadt mit so vielen freundlichen Leuten, mit denen man, so man will, sehr schnell ins Gespräch kommt. Lassen Sie Ihre Personenschützer ins Freibad gehen, das gibt es dort auch noch, ist ungeheuer fröhlich und friedlich. Kinder zahlen keinen Eintritt, der Eintritt für Erwachsene wird erschwinglich sein, können Sie denen mal spendieren. Wir haben keine „Badenden“ mit zu viel Textilien gesehen. Alle in Badehose, Bikini, Badeanzug. Und dann gehen Sie solange durch Rudolstadt und fragen mal die Leute, ob die Koalitionen, egal ob in Thüringen oder Sachsen-Anhalt, haben wollen mit den SED-Erben. Wenn Sie sich nicht die zu Fragenden vorsortieren lassen, ich glaube nicht…
Und dann schauen Sie mal, was die Leute dort im Ehrenamt so auf die Beine stellen. Und wie viele Häuser dort in Eigeninitiative wieder aufgehübscht werden. Besonders zu empfehlen ist auch ein Besuch im Schillergarten, dieser zauberhafte, gepflegte Garten am Schillerhaus. Donnerstags bis samstags wird der gastronomisch 1a bespielt, von April bis September von 18 bis 23 Uhr. Man sitzt so herrlich, himmlische Ruhe, Saalfelder Bier, Wein von Saale-Unstrut bis in die Pfalz, natürlich ausreichend Antialkoholisches, feine kleine Speisen, und alle Mitarbeiter machen das ehrenamtlich.
An einem Abend wurden wir vom Facharzt bedient, einen Abend von einer Stadträtin. Die waren so dermaßen motiviert, gut gelaunt und ließen sich durch nichts aus der Fassung bringen. Und dann fragen Sie doch mal die Handwerker dort, da wird gerade fleißig saniert auf dem Marktplatz, und auch die Heidecksburg wird gerade in großem Maße bearbeitet. Bitte fragen Sie, ob die wirklich die SED-Erben wiederhaben wollen. Wieder den Fünfjahresplan? Staatliche Lenkung und Leitung? Gelenkte Verknappung der Ressourcen? Und so weiter und so fort. Ich glaube das nicht! Mischen Sie sich unter das Volk und fragen Sie in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Wenn Sie sich die Befragten nicht aussuchen lassen, werden die meisten Antworten Sie sehr enttäuschen.
…und dann wandern Sie durch das wirklich hübsche und sehr sehenswerte Städtchen Rudolstadt mit dem prächtigen Schloss und dem jährlich begeisternden Weltmusikfestival, das tausende Menschen in seinen Bann zieht.
Aber dann gibt es auch charakterlich sehr fragwürdige Menschen – wie überall – sogenannte „gute Bürger“ – bekannt und anerkannt:
Zwei durfte ich kennenlernen.
Als ich sie während der Zeit des Coronamaßnahmenterrors – das Festival war deswegen abgesagt worden – per Mail fragte, ob die Montagsspaziergänge (an einem hatte ich ein Jahr zuvor teilgenommen) immer noch stattfinden würden, erhielt ich die Auskunft – die mich so beeindruckt hat und sie nie vergessen werde, dass ich sie hier wörtlich wiedergebe: „Die sollte man alle zu einem Corona-Hotspot zusammentreiben und da schmoren lassen!“
In wohlformulierten höflichen Worten kritisierte ich diese Äußerung.
Wir waren wirklich befreundet (dachte ich) – ca. 7 Jahre lang.
(Sie hatten mir so viel über sich und ihr Leben erzählt, sehr intime Dinge auch.)
Daraufhin folgte eine Mail, in der mir mitgeteilt wurde, dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollten. Sie verbäten sich eine Antwort auf diese Mitteilung.
Wohlanständige Rudolstädter Bürger – die es aber – was den Karackter betrifft – sicher überall gibt.
Nur – SOLCHE hatte ich zuvor wirklich noch nie kennengelernt – und noch nie hatte ich mich zuvor derart – trotz aller Lebenserfahrung – in Menschen getäuscht.
Die CDU war auch Blockpartei der DDR. Die einzige Partei, die nicht Mitglied im DDR-Einheitsblock war, war die CSU, Allerdings hat Strauß noch kurz vor Schluss den Milliardenkredit an Honecker vermittelt, weil er den Zusammenbruch der DDR fürchtete, der Bayerns Position in D geschwächt hätte (tatsächlich stimmte das nach der Wiedervereinigung). Kurz gesagt hat Ramelow sich durchaus an den Richtigen gewandt. Und dass die AfD den Kontrapunkt zur DDR darstellt glaube ich nie und nimmer, ich Gegenteil spricht sie eher die Ostalgiker an.
„… und in die linken Parteien drohen mit Enteignungsphantasien und/oder Reichensteuern …“, das aber nur, wenn sie nett parlieren, die Linken. Manchmal, wenn sie so richtig gut drauf sind, fällt auch schon mal der Spruch: „Reiche erschiessen“! Und sich durch solches Gelichter auf hohe Posten heben lassen – wenn auch nur durch Enthaltung – wird für die CDU nicht gut enden (es kommen ja noch des öfteren Wahlen, wenn „UnsereDemokratie“ das erlaubt). Auf dem Papier besteht der „Unvereinbarkeitsbeschluss“ zwar noch, aber um der AfD zu schaden sind nicht wenige CDUler bereit, auch mit dem Teufel zu paktieren. Warum wohl ist der Schulze Sven so frohgemut und tönt schon jetzt ganz laut, dass er sich auf jeden Fall zum MP wird wählen lassen. Dann wären „Unsere Demokraten“ ganz unter sich!
Guter Artikel den die Autorin Herrn Ramelow unbedingt zusenden sollte! Wir sollten aber realistisch sein, wonach es gerade in Thüringen noch sehr viele Anhänger der Linken gibt. Diese Anzahl, man will es kaum glauben, liegt auch in Sachsen-Anhalt bei ca. 12% der Wählerschaft. Die SED Anhänger sind längst noch nicht ausgestorben und vor allem Lehrer und Beamte scheinen gern dieser Ideologie verfallen!
Herr Ramelow ist der falsche Adressat. Der richtige Adressat ist der mit „Links ist vorbei“. Wobei ich überzeugt bin, er hat nicht gelogen. Es ist nur schlecht transkribiert worden. Richtig wäre „An Links vorbei“. Kann ja mal vorkommen. Ist wie mit dem vielen Eisen im Spinat. Ein Kommafehler. Ist aber richtig, wenn man die Gabel mitisst. Aktuell erklären in DE noch ca. 72 Prozent der Menschen die Konsistenz des Systems für gut und essen mit stoischem Gesichtsausdruck die Gabel mit. Ob kurz- oder langfristig, das ist höchst ungesund. Leider auch für die 28 Prozent.