Prof. Wolfgang Benz, Antisemitismus- und Vorurteilsforscher an der TU Berlin, sprach Dienstagabend auf Einladung der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft zum Thema =Der Holocaust - “Einzigartigkeit” oder “Wiederholungsgefahr” des Genozids?= im Zeitgeschichtlichen Forum zu Leipzig.
In seinem Vortrag ging es u.a. um sog. “Massaker in Palästina” (1948), um die böse Vertriebenenfunktionärin Erika Steinbach, die seit einigen Jahren, so Benz, nur scheinbar Empathie mit den 6 Mio. ermordeten Juden im Dritten Reich zeige, um auf diese Weise umso besser ihre eigenen egoistischen Interessen verfolgen zu können, um die von den bösen Amis als Begründung für ihre eigene “hilflose” Intervention auf dem Balkan vorgeschobene Metapher “Auschwitz” als Symbol für den Völkermord und die ethnische Säuberung in Srebrenica sowie um den sog. “Amoklauf” gegen die deutsche Erinnerungskultur, der von der bösen NPD in Sachsen und ihrem unerträglichen Gerede vom sog. “Bombenholocaust” am deutschen Volk ausgehe.
Auf meine Frage, warum er, Benz, einen großen Teil seiner Ausführungen einer sich offenbar selbst zerlegenden NPD widme, zum muslimischen Antisemitismus sowie zu den Vernichtungsdrohungen Ahmadinedschads gegenüber Israel dagegen schweige, wenn es doch laut seiner eigenen Themenstellung um eine mögliche “Wiederholungsgefahr” des Völkermordes an den Juden gehe, erhielt ich die in der Tat recht aufschlußreriche Antwort, dies gehöre an einem Abend wie diesem eindeutig nicht zum Thema.
Am Ende des Vortrags hatte der geneigte Zuhörer den Eindruck, daß Wolfgang Benz, wenn er die sog. “Einzigartigkeit” des Holocausts betont, im Grunde eher ein liebgewonnenes Forschungsgebiet als eine akute und konkrete Bedrohung des jüdischen Volkes in der Gegenwart zu interessieren scheint.
In der Tat:
Nicht nur der Holocaust war einzigartig, sondern demnächst auch Prof. Wolfgang Benz als scheidender Direktor des Berliner Zentrums für Antisemintismus- bzw. Vorurteilsforschung, nämlich als eine offenbar einzigartige Spezies, die als Ergebnis einer jahrzehntelangen Beschäftigung mit dem althergebrachten traditionellen Antisemitismus die aktuelle Bedrohung durch einen neuen muslimischen Vernichtungsantisemitismus gegenüber Israel und dem jüdischen Volk nicht zur Kenntnis nehmen will, da sein neuestes steckenpferd im Rahmen der sog. “Vorurteilsforschung” die “Islamophobie” ist.