In der Bundesregierung mehren sich die Stimmen, den Sechzehnjährigen Kauf und Konsum von Bier und Wein zu verbieten. Dafür dürfen sie wählen, aber hat das harmlosere Nebenwirkungen?
Diese Meldung lief gestern eher wenig beachtet durch viele Medien:
Politiker der Regierungskoalition haben sich grundsätzlich offen dafür gezeigt, das Mindestalter für den Erwerb von Wein und Bier von derzeit 16 auf 18 Jahre anzuheben. Der Konsum von Alkohol im Jugendalter sei „aus medizinischer Sicht hochproblematisch“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, der „Rheinischen Post“ vom Montag. Eine generelle Anhebung des Mindestalters auch für Bier und Wein kann daher ein sinnvoller Schritt sein.
Bei dieser Frage dürfte es auch keinen Streit in der Koalition geben, denn die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Simone Borchardt (CDU), habe der Zeitung ebenfalls gesagt, dass ein generelles Verbot aller alkoholischen Getränke bis 18 „Charme“ berge, heißt es. Beim Verbieten sind sich unsere politischen Verantwortungsträger immer noch vergleichsweise schnell einig, zumindest wenn es sich um den Alltag der gemeinen Bürger handelt.
Es kann ja richtig sein, Sechzehnjährigen den legalen Zugang zu niedrigprozentigen Getränken zu verbieten. Vielleicht wäre auch aus mir noch richtig etwas geworden, wenn man mich nicht schon mit 16 an den Biertisch gelassen hätte. Zumal dort nicht nur Gefahren durch Alkohol, sondern gelegentlich auch durch leichtsinnig von der gelockerten Zunge gehende politisch unkorrekte Gesprächsinhalte drohen.
Ich gehöre jedenfalls zu den Generationen, für die galt: Volljährig ist man ab 18. Da darf man alles tun, was ein Erwachsener tun darf, aber in der Eingewöhnungsphase ist es den jungen Menschen erlaubt, zu rauchen sowie Bier, Wein und Sekt zu trinken. Das mit dem Rauchen wurde dann 2007 abgeschafft. Bier und Wein stehen nun offenbar zur Disposition. Wird jetzt die Volljährigkeit eine ganz klare Grenze für alles?
Kein Rausch und keine Suchtgefahren
Nein. Parallel zum erschwerten Zugang zu bestimmten Genussmitteln kam und kommt der erleichterte Zugang zur Wahlurne. Es begann vor Jahren schon mit den Kommunalwahlen, die sich für Sechzehnjährige öffneten. In vielen Bundesländern wählen die älteren Minderjährigen inzwischen auch die Landtage mit. Und etliche Bundespolitiker zeigen sich dafür offen, die Jugendlichen ab 16 demnächst den Bundestag mitwählen zu lassen. Aber ist die Teilnahme an Wahlen wirklich ein adäquater Ersatz für Bier und Wein in der Eingewöhnungsphase zum Erwachsenwerden?
Gut, übermäßiger Rausch oder Suchtgefahren drohen hier in der Regel nicht. Aber andere, je nach Stimmabgabe schon. Es mag richtig sein, Sechzehnjährige grundsätzlich nicht für reif genug zum eigenverantwortlichen Bier- und Weingenuss zu halten. Doch dann sollen sie reif genug sein, um verantwortlich über die politische Zukunft des Landes zu entscheiden? Da tut sich doch ein unübersehbares Missverhältnis auf. Oder wollen die Regelsetzer für Sechzehnjährige damit signalisieren, dass es in „unserer Demokratie“ gar nicht mehr so wichtig ist, was man wählt, weil grundsätzlich ohnehin in die gleiche Richtung regiert wird?
Aber da gibt es beim Wahlalter vielleicht bald einen Kurswechsel, denn zur unangenehmen Überraschung derer, die sich immer jüngere Wahlberechtigte wünschten, haben die Jung- und Erstwähler bei den letzten Wahlen bekanntlich überproportional ausgerechnet die gewählt, die einen Richtungswechsel wollen. Haben die nicht schon in der Schule gelernt, dass man die doch nicht wählen sollte?
Aber – so dürfte der Partei-Politpragmatiker jetzt sagen – um Wahlen geht’s jetzt nicht. Jetzt gehts ja um Bier und Wein. Und darum, dem Publikum etwas Handlungsbereitschaft auf einem Gebiet vorzuspielen, auf dem man aktuell nicht scheitert, denn die Performance im Kerngeschäft läuft bekanntlich ziemlich suboptimal. Die Botschaft dieser Aufführung ist immer gleich: „Wir tun Gutes und wir handeln“. Und im Instrumentenkasten der meisten modernen deutschen Politiker finden sich nur noch gute Worte und Geld oder neue Vorschriften und Verbote bzw. deren Ankündigung.
Peter Grimm ist Journalist, Autor von Texten, TV-Dokumentationen und Dokumentarfilmen und Redakteur bei Achgut.com.

Ich denke 16; jährigen sollte man unter Aufsicht erlauben, ihr Kreuz bei den Grünen abzugeben. Dann muss man die AFD vielleicht nicht verbieten…..
Bier macht Spaß, die Wahlen nicht. Deshalb kann man nicht wahlsüchtig werden. Ich persönlich nehme zwar immer an allen Bundes-, Landes- und Kommunalwahlen teil, empfinde aber mit jedem Jahr immer stärkeres Ekel gegen diese Veranstaltung. Dieser Logik folgend, sollte man auch das Bundeswehralter nach unten korrigieren.
Aber Cannbabis sollen sie rauchen, damit sie dumm, krank und abhängig werden und die linken Faschisten wählen, die ihnen den Zugang zu der Droge offenhalten.
Was verboten ist, zieht doch nur noch mehr an. Altes Gesetz. Dann geht halt der Kuseng zum ALDI. So ein Schwachsinn…
In Berlin, -ja, wo denn sonst?- wollte Anfang der neunziger Jahre die von der AL (Grünen) ins Amt der Familiensenatorin gehievte Anne Klein kurz vor ihrem Ausscheiden noch rasch nicht nur Drogen, sondern auch Heroin freigeben. Die einzige Reaktion darauf war, dass „man“ überrascht war. Klein hatte sich zuvor bei einem dieser Kettenspiele persönlich bereichert, ihr wurde zudem Parteiverrat vorgeworfen und als ein Doppelmörder gefasst wurde, da tanzte sie vor den immer bereitwilligen Kameras des SFB Ringelreihen für die Abendschau. Wie soll man das eigentlich alles nüchtern ertragen?
Eine deutsche Influenzerin, zwick mich, das ich das wahrhaben will, wirbt offen für die Taliban, wo Frauen und Kinderrechte tabu sind. Ist das nicht schon eine Bankrott Erklärung der einst freien westlichen Welt? Dank queeren EKD Bordsteinschwalben sich international an zu passen, Entwürdigung der anatomischen Frauen als Mensch mit Uterus, die gebärfähig sein können, ist es wie eine Eröffnungserklärung zur Jagd, da sie dank Vollverschleierung als Brutkästen der Männer leicht erkannt werden können. Wo bleibt der Aufschrei,. die Wasser von Freiheit predigen und Wein saufen?
Gute Idee von unseren veratwortungsbewussten Politikern, den 16jährigen den Alkoholkonsum gänzlich zu verbieten, denn die verantwortungslosen Jugendlichen können damit gar nicht umgehen, eben weil sie so verantwortungslos sind und die Tragweite ihres Tuns gar nicht erfassen. Und erst bei der Strafzumessung bei „Vergehen“ wie Diebstahl oder das Verbringen eines Mitmenschen in eine andere Daseinsform! Die Jugendlichen heißen dann zumeist – wenn sie so um die 21 sind, – „Heranwachsende“, können aber unmöglich mit zarten 21 Lenzen die Tragweite ihrer Untaten erkennen und müssen aufgrund der „fehlenden Reife“ kaum Konsequenzen fürchten. Aber wählen, das sollen die kleinen Hascherln schon ab 16 Jahren dürfen, und sind auf einmal alle so reif, dass sie die Tragweite ihrer Entscheidung für oder gegen eine Partei voll erfassen. Es geschehen nicht nur in Lourdes Wunder!