Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat eine Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen einer Waffenruhe angekündigt. „In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen“ soll der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Araghtschi in einer Erklärung. Die Einigung kam in letzter Minute zustande – vermittelt unter anderem durch Pakistan – und verhinderte zunächst eine weitere militärische Eskalation. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit massiven Angriffen gedroht und ein Ultimatum für 2 Uhr nachts mitteleuropäischer Zeit gesetzt.
Man habe bereits alle militärischen Ziele erreicht und sogar übertroffen und sei bei einem endgültigen Abkommen über langfristigen Frieden mit Iran sowie Frieden im Nahen Osten sehr weit fortgeschritten, schrieb Trump auf Truth Social. „Wir haben einen 10-Punkte-Vorschlag von Iran erhalten und glauben, dass er eine brauchbare Grundlage für Verhandlungen darstellt.“
Donald Trump erklärte, man habe „Fortschritte“ erzielt und hoffe auf eine langfristige Lösung auf Basis des iranischen Vorschlags. Irans Außenminister kündigte an, die Meerenge werde wieder für den Schiffsverkehr geöffnet. Aus iranischen Regierungskreisen heißt es laut Reuters, ein dauerhaftes Abkommen sei nur möglich, wenn Angriffe vollständig eingestellt und Schäden kompensiert würden. Gespräche über eine dauerhafte Lösung sollen im pakistanischen Islamabad beginnen.
Trump – der sagte, dass die Waffenruhe davon abhänge, dass Iran die Straße von Hormus öffnet – fügte hinzu, dass „fast alle strittigen Punkte aus der Vergangenheit zwischen den Vereinigten Staaten und Iran geklärt worden sind“. Die zweiwöchige Waffenruhe werde „es ermöglichen, das Abkommen zu finalisieren und abzuschließen“. Ein Beamter des Weißen Hauses, erklärte gegenüber dem Magazin POLITICO, dass Israel der zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt habe. Ein Sprecher der israelischen Botschaft in Washington lehnte eine Stellungnahme ab.
Der Ölpreis sank nach der Ankündigung auf 92 Dollar pro Barrel (159 Liter), der niedrigste Preis seit Mitte März. Zuvor gab es Warnungen vor einem Ölpreis über 200 Dollar. Aktienmärkte reagieren positiv, Analysten sprechen von einem „Schritt in die richtige Richtung (Reuters). In Deutschland wird diese Entwicklung nach Einschätzung von Experten verzögert ankommen, „die Preise reagieren immer schneller nach oben als nach unten“.
Einige der engsten Verbündeten der USA, etwa in Europa, blieben zunächst weitgehend von den Überlegungen des Weißen Hauses ausgeschlossen – ähnlich wie seit Beginn des Krieges vor mehr als einem Monat. Sie verbrachten einen Großteil des Tages damit, auf Nachrichten zu warten, was bis zur von Trump gesetzten Frist um 2 Uhr nachts Mitteleuropäischer Zeit dauern würde.
War doch klar dass Trump den „Europäern“ nichts von seinen Plänen erzählt…. schließlich ist doch „Ahnungslosigkeit“ (gepaart mir Unfähig- und Gewissenslosigkeit) bei den meisten europäischen Politikern Voraussetzung für die Ämter die sie innehaben…!
Ich möchte wetten, die Preise an den Tankstellen bleiben, wie sie sind. Wurde teuer eingekauft. Komisch nur, dass das billig eingekaufte Benzin, nicht günstig abgegeben wurde.
Beim Lesen des Artikels fällt mir im Hinblick auf Trump spontan der Sketch auf YouTube „LITTLE BRITAIN USA- DIE KLOFRAU“ ein.
„LITTLE BRITAIN USA BING GORDON“ charakterisiert Trump aber noch besser, insbesondere die Bemerkung des kleinen Pfadfinders zum Schluß.
Ich betreibe mal Volksaufklärung.
Das globale System häutet sich und der Iran ist der nützliche Idiot. Schlag den Sack und mein den Esel.
Die Welt ist mit einem technologischen Wandel der Extraklasse konfrontiert. KI!
Wir werden sehen, dass die KI der IT vollständig das Rückgrat brechen wird. Die alten Sicherheitssysteme, Governance, Compliance und Code-Strukturen brechen unter einer Last zusammen, für die sie nicht gebaut wurden. Die IT ist aber die Basis der Weltwirtschaft und sämtlicher staatlicher Strukturen und wird nun instabil. Es entsteht ein Vakuum.
KI funktioniert nicht mit starrer Kausalität,festen Hierarchien, binärer Logik, Befehlen, Fehlerbehandlungen und deterministischen Abfolgen usw.
KI ist stochastisch, organisch und arbeitet in Resonanzräumen usw.
KI und IT sind strukturell inkompatibel. Nochmal. An der IT hängt die Weltwirtschaft, die Bürokratie und auch die vielbesungenen Lieferketten.
Alles wird sich neu sortieren. Der Irankrieg war lediglich ein Streßtest. Ein Ornament einer globalen Umwälzung.
Man könnte sogar sagen, der Gegenwert und Pfand der weltweiten IT-Technik, sind die globalen Schuldberge. Wenn Schulden uneinbringlich werden, wird der Pfand liquidiert. Was wir als Bürokratie beklagen, ist in Wirklichkeit Folge einer parasitären Art von IT, welche wie eine Seuche alle Strukturen befallen hat und in ihrer Ausprägung längst ineffektiv geworden ist.
Die Amerikaner wissen das. Wenn man Lieferketten zukünftig nicht mehr beherrschen kann, fängt man mit einem kontrollierten Abriß an, um den Kern zu stabilisieren. Man demonstratiert Macht, Stärke und Handlungsfähigkeit. Um was geht es am Persischen Golf? Um Helium und Gas. Um Prozessoren und Abhängigkeiten. Um Serverfarmen der KI-Industrie und um einen Denkzettel für die Kollegen, am Ende der Lieferketten.
Wer hält Trump da noch für einen unberechenbaren Tollkopf?
Das ist ja mal WinWinWin, wenn sich alle Konfliktparteien zu Siegern erklären können. Eigentlich sogar WinWinWinWin, denn die preistreiberische Tankpreissteuerung bleibt selbstverständlich bestehen.
Was für eine Travestie: „Fast alle strittigen Punkte aus der Vergangenheit zwischen den Vereinigten Staaten und Iran [sind] geklärt worden“. Wollen doch sehen, wie das Israel sieht. Trump dürfte jedenfalls klar gewesen sein, daß ihm der pakistanische Vorschlag mit der Implikation serviert wurde, dem Iran im Falle der „Zerstörung seiner Zivilisation“ Kernwaffen zu liefern.
Besser ZU spät als gar nicht… zuviel Pozellan wurde schon zerschlagen.