Mein neues Buch „Selbstbestimmt jetzt“ ist keine Schrift zur Unterstützung des sogenannten Selbstbestimmungsgesetzes, das der Bundestag 2024 beschlossen hat. Ich leugne keine biologischen Fakten. Die Umdeutung der Begriffe ist Teil der Umerziehungs-Agenda zur Gehirnwäsche der Menschen, um ihnen genau dieses, nämlich die Selbstbestimmung über ihr Leben, zu nehmen. Selbstbestimmung ist Autonomie und damit die Entfaltung der Freiheit, auf der Grundlage der gegebenen Fakten seine Handlungen selbst zu bestimmen, statt sich – von wem auch immer und unter welchen Vorwänden auch immer – steuern und damit entmündigen zu lassen.
Wir sollten standfest und beharrlich an der herkömmlichen Bedeutung der Begriffe festhalten, die in der Sache begründet ist. Hier ein paar weitere Beispiele:
Die „offene Gesellschaft“ ist nicht eine Gesellschaft mit offenen Grenzen, in die jeder einwandern und auf Kosten der ansässigen Bevölkerung leben kann. Die offene Gesellschaft im Sinne des Klassikers von Karl Popper „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ (1945) besteht darin, dass in ihr verschiedene Lebensformen, Religionen, Weltanschauungen und so weiter friedlich miteinander zusammenleben und sich durch wechselseitigen Austausch sowohl wirtschaftlich durch Arbeitsteilung als auch kulturell bereichern. Also: wechselseitige Bereicherung statt Leben auf Kosten anderer. Das setzt voraus: Gleiche Rechte und Pflichten für alle.
Das Recht, auf dem die offene Gesellschaft beruht, ist dementsprechend das Naturrecht. Das ist das Recht, das aus der Vernunftnatur von Personen folgt. Vernunft ist das, was allen Menschen gemeinsam ist. Durch Geschlecht, Ethnie, Religion, Kultur, sexuelle Orientierung und so weiter unterscheiden wir uns hingegen. Das Recht ist hiervon aber nicht betroffen. Es ist das gleiche für alle. Eine Demokratie und eine offene Gesellschaft sind nicht möglich, wenn bestimmten Gruppen Rechte zu- oder eben auch abgesprochen werden. Wer nicht gleiches Recht für alle, basierend auf der Vernunftnatur der Menschen, anerkennt, ist ein Feind der offenen Gesellschaft, was für eine Rhetorik auch immer sie oder er gebrauchen mag. Gleiches Recht für alle, das von keiner Instanz zu- oder abgesprochen werden kann, ist das A und O für ein friedliches und produktives Zusammenleben. Niemand kann Recht setzen. Recht ist Naturrecht. Es ist mit der Vernunftnatur des Menschen gegeben.
Man muss sich gegen die Umdeutung der Begriffe zur Wehr setzen
Damit ist auch klar, was Gerechtigkeit ist: Sie besteht darin, dass jedem sein Recht zukommt, nämlich das natürliche Recht auf Selbstbestimmung über die eigene Lebensgestaltung. „Soziale Gerechtigkeit“ hat hingegen mit Gerechtigkeit nichts zu tun, sondern besteht darin, Sonderinteressen bestimmter Gruppen auf Kosten anderer Gruppen durchzusetzen – also den einen etwas wegnehmen und den anderen etwas geben. Wer über diese Umverteilung entscheidet, übt dabei Herrschaft über alle aus. Darum geht es: um Herrschaft statt Gerechtigkeit.
Damit ist ferner klar, was das allgemeine Gut ist, nämlich Gerechtigkeit, also dass das Grundrecht auf Selbstbestimmung für alle gesichert ist. Auf dieser Grundlage kann sich eine Gesellschaft in friedlichen Interaktionen entfalten. Das führt schließlich dazu, die Lebensbedingungen aller zu verbessern. Inhaltliche allgemeine Güter zu setzen – bis hin zu Absurditäten wie Schutz vor Viren oder Schutz vor dem sich ständig wandelnden Klima durch politische Zwangsmaßnahmen –, läuft wiederum nur darauf hinaus, Sonderinteressen einiger auf Kosten anderer durchzusetzen und dabei Herrschaft über alle auszuüben, unter Vorwänden von Pseudo-Wissenschaft und Pseudo-Moral.
Und schließlich Solidarität: Man ist mit anderen solidarisch, indem man sie darin unterstützt, sofern es unter den jeweiligen Umständen geht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Was in diesem Sinne zu tun erforderlich ist, hängt von den Individuen und den jeweiligen Umständen ab. Allen eine bestimmte Verhaltensweise aufzuzwingen, wie in der Corona-Zeit, ist das Gegenteil von Solidarität.
Man muss sich gegen die Umdeutung der Begriffe zur Wehr setzen. Man darf hier keinen Deut nachgeben. Es geht nicht um Solidarität, Gerechtigkeit und so weiter. Es geht lediglich darum, verschiedene Gruppen gegeneinander auszuspielen und so Herrschaft über alle auszuüben und damit letztlich alle zu entmündigen.
Wie man mit dem Festhalten an der Bedeutung der Begriffe, die in der Sache begründet ist, ein positives Narrativ von Selbstbestimmung aufbauen kann, habe ich in dem Buch „Selbstbestimmt jetzt. Der Weg zur Gestaltung der Zukunft“ dargelegt. Für Selbstbestimmung braucht man einen klaren Kopf. Setzen wir uns gegen die Gehirnwäsche zur Wehr.
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„Selbstbestimmt jetzt! – Der Weg zur Gestaltung der Zukunft“ von Michael Esfeld, Achgut Edition 2026, hier bestellbar.


In der Tat: Der Trick einer „Offenen Gesellschaft“ liegt nicht in fehlenden Landesgrenzen, sondern in ihrer Durchlässigkeit von ganz unten nach ganz oben. Also das alte „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ als System. Und Popper definierte mit seinem Toleranzparadoxon auch die Grenzen der offenen Gesellschaft: Die liegen nämlich dort, wo jemand die Freiheit des Systems missbraucht, um das Land still und heimlich zu kapern und von innen heraus in eine geschlossene Gesellschaft verwandelt. Und was ist mit der „geschlossenen Gesellschaft“ gemeint? Ein Staat im Staate, also ein Filz bzw. Schimmelpilz im System, der den Laden komplett von unten nach oben dichtmacht und die Durchlässigkeit damit abstellt. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie man dann damit umgeht, wenn man sich einen solchen Schimmelpilz eingefangen hat. Und da ist die richtige Antwort eine für das abhörsichere Hinterzimmer bei vorhergehender Sicherheitsüberprüfung eines jeden Teilnehmers…
Ich habe gehört, das Geburtshaus von Hitler bekommt jetzt unter dem Dach eine Anne-Frank-Ausstellung. Kann das stimmen? Das wäre sozusagen eine Zäsur in der Semantk. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass man doch nicht alles so biegen kann, wie man es im Moment will. Manches bricht dann einfach. Und das ist gut so. Mal die Adolf-Hitler-Geburtshaus-Verwaltung frage, ob da was dran ist. Vielleicht ist es nur Gerede.
Die „offene Gesellschaft“ im Sinne Karl Poppers trägt in sich den Widerspruch, die Gegensätzlichkeit zwischen freien Religionen und Weltanschauungen und gesetzter Rechtsordnung einer Gesellschaft.
Christentum und Islam haben unterschiedliche Vorstellungen/Vorgaben von dem was rechtens ist, wie man leben soll. Ganz einfach konkret erkennbar an der Vielehe (Polygamie) die der Islam gestattet und die Monogamie des Christentums die durch das Strafrecht § 172 StGB sanktioniert ist. Drei Jahre Knast oder Geldstrafe.
Der Begriff Ehe hat also unterschiedliche Bedeutungen, je nach Religion. Was Allah dem Muslim zubilligt ist ihm im aufgeklärten Christen-Rechtsstaat verwehrt. Dieser Konflikt ist nicht auflösbar!
Religionsfreiheit und Freiheit der Weltanschauung stehen in einem konkurrierenden Verhältnis zum gesetzten Rechtsstaat. Die offene Gesellschaft ist von daher eine Chimäre.
Religiöse und weltanschauliche Gruppen versuchen deshalb die Begrifflichkeiten zu überdehnen oder in ihrem eigenen Sinne umzudeuten. Das stört den gesellschaftlichen Frieden, den die gesetzte Rechtsordnung aber garantieren soll.
Dazu gehören unbedingt auch die Begriffe für EHE=Mann und Frau, FAMILIE=Mann, Frau und Kind, EHEMANN=verheirateter Mann mit Frau, EHEFRAU=verheiratete Frau mit Mann. Gleichgeschlechtliche Verbindungen müssen, wollen sie glaubwürdig erscheinen, unbedingt völlig andere Bezeichnungen für sich suchen, meinetwegen erfinden. Außerdem führt der Gebrauch dieser Wörter für alle in höchstem Maße diese unsägliche, irrsinnige Genderei ad absurdum: Bei Ehe und Familie wird alles in einen Topf geworfen und bei Leuten und -innen wird gespalten, und das geht und wird auch nicht mal konsequent durchgezogen – was für ein absurder Schwachsinn, der genauso nur als Machtdemonstration indoktrinieren und Intelligenz unterdrücken soll. Was ist nur aus Deutschland geworden…?
#Vernunft ist das, was allen Menschen gemeinsam ist.# Werter Herr Esfeld, kennen Sie die Börse von innen, oder waren sie auf einem Kreisparteitag (egal welcher Partei), bei Protesaktionen von Omas und anderen für das Gute, gar auf einem Fußballplatz oder Schulhof?
Korrekt. Aber wer begreift es ? Wir bewegen uns hier in einem sprachlich/intellektuellen Bereich und im „ divide et impera“- Motiv, welche geschätzt 90 % der Michel „ verborgen “ ist und bleibt. Simplifiziert: Das versteht nur eine kleine Minderheit, „ Akademiker“ inklusive. Und nicht wenige von denen, die es begreifen, finden es sogar richtig. Z.B. das Umverteilungs – oder Privilegierungsmotiv. Die Frage ist, von wo aus nicht nur Popper gedacht hat, wenn er von einer ( offenen) Gesellschaft schreibt. Es geht nicht allein um „ offen“, sondern immer noch um Gesellschaft, die , zumal demokratisch, als Demos und Souverän, zu definieren wäre. Wann und wodurch ist eine Gesellschaft eine politisch wirksame Entität ? Wieweit muss nicht nur eine Gesellschaft, sondern eine Gemeinschaft vorliegen ? Was ist ein Volk im Unterschied zu einer Bevölkerung ? Reicht eine zufällige Ansammlung von diversen Interessenträgern ( gegen den „ Staat“) aus, um eine Gesellschaft zu bilden ? Gibt es in der „ Offenen“ auch Verbindendes ? Die Frage, ob einer katholisch, evangelisch oder agnostisch unterwegs ist, ist politisch irrelevant, die Frage der privaten Lebensgestaltung auch, andere, z.B. der Wunsch nach der Scharia, ganz und gar nicht. Das demokratische Prinzip sieht keine Umkehr, keine Perversion des Mehrheitskonzeptes unter dem täuschenden Narrativ der Offenheit vor, aus sehr gutem Grund. Die offene Gesellschaft ist kein von völlig verkommenen Machthabern mithilfe von Opfer/ Täter-Narrativen und „ Begünstigungen “konstruiertes Gebilde mit dem typischen Merkmal der Korruption. Allerdings ist eine Konditionierung zur Entgrenzung rational kaum zu korrigieren. Der unvermeidliche Entzug ( von Privilegierung) löst bei Junkies heftigen Widerstand aus. Schon heute durchaus erkennbar.
Wer sich wegen Denkfaulheit in einem von anderen errichteten Gedankengefängnis einsperren lässt, muss sich nicht wundern, wenn er ausgenommen wird, wie die berühmte Weihnachtsgans. Schließlich organisiert sich niemand aus altruistischen Gründen. Erst recht keine arbeitsscheuen, schlecht ausgebildeten Nichtsnutze, wie sie in den „Unsere Demokratie“-Blockparteien nur noch vorkommen. Vielleicht noch ein konkretes zeitgemäßes Beispiel zum Gedankengefängnis: Vielfalt wird derzeit noch die Deutungshoheit innehabenden Milieu bekanntlich als Wert an sich propagiert. Viele Leute plappern diesen groben Unfug aus verschiedenen Gründen voller Inbrunst nach (Mitläufer; vorgeblich Weltoffene; Leute, die sich Fehler nicht eingestehen wollen). Vielfalt ist allerdings erstens überhaupt kein Wert, sondern lediglich ein Zustand. Sie kann aber einen Wert haben, wenn sie einen Nutzen hat. Dies mag aus Sicht der eine geplante Umvolkung betreibenden linksgrünen Politik und aus Sicht der daran angeschlossenen Asyl- und Sozialindustrie zutreffen („Leben auf Kosten anderer“). Aus Sicht derer, die dafür bezahlen müssen – und das ist die große Mehrheit – hat Vielfalt dagegen nur dann einen Wert, wenn sie für diese Gruppe einen noch größeren gesamtgesellschaftlichen Nutzen hat. Auf die von der deutschen linksgrünen Politik, der Asyl- und Sozialindustrie hergestellte Vielfalt in Form der Flutung mit kulturfremden Unterschichten, trifft dies aber gerade nicht zu.